Wir verwenden Cookies, damit DER ARZNEIMITTELBRIEF optimal für Sie funktioniert. Mit der Nutzung unserer Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

  PDF-Version 
 AMB 2001, 35, 72 

Leserbrief: Phosphatzusätze im Trinkwasser bedenklich?


von Dres. W. und H. D. aus Rheinfelden: >> Zur Osteoporose-Prävention empfehlen wir immer wieder das Vermeiden stark phosphathaltiger Nahrungsmittel, wie Wurstwaren, Limonaden, Coca Cola. Gibt es Untersuchungen darüber, wie sich der Genuß von Trinkwasser aus Wasserenthärtungsanlagen von Kindheit an bzw. erst im Erwachsenenalter auf die Entstehung einer Osteoporose auswirkt? Bei diesen Wasserenthärtungsanlagen wird ja zunächst Kalzium mittels Kochsalz aus dem Wasser entfernt, und anschließend wird zum Schutz der Rohrleitungen vor diesem nun aggressiven Wasser eine sog. Regenerierflüssigkeit (Quantophos F/E, Impulsan H/E) zugeführt. Diese enthält 3,8% P2O5, so daß eine Trinkwasserkonzentration von 3,8 mg/l resultiert. <<

Antwort: >> Die im Rahmen der Nachbehandlung von enthärtetem Trinkwasser zugesetzten Mengen von Orthophosphat (bis zu 5 mg/l) sind nur ein sehr kleiner Teil (< 1%) der täglichen, großenteils unvermeidlichen bzw. physiologisch notwendigen Phosphataufnahme. Ähnliches gilt für die Anteile an Kalzium und Magnesium, die in den Enthärtungsschritten dem Trinkwasser aus technischen Gründen entzogen und durch Natrium-Ionen ersetzt werden. Der geringe Phosphatgehalt von mit "Regenerierflüssigkeit" behandeltem Trinkwasser begünstigt deshalb nach unserer Einschätzung das Entstehen einer Osteoporose in einem nicht nennenswertem bzw. nicht meßbarem Ausmaß.

Dennoch sollte die Nachbehandlung von Trinkwasser zum Zweck der Enthärtung nur dann erfolgen, wenn dies aus technischen Gründen unerläßlich ist. Entnahmestellen für das Trinkwasser in einem Haus(halt) sollten nach Möglichkeit davon ausgenommen werden. <<

 

Schlagworte zum Artikel

 

 

Osteoporose, Phosphat,