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Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen SARS-CoV-2: erster mRNA-Impfstoff für Heranwachsende ab 12 Jahren zugelassen


Wir fassen wir die Ergebnisse einer randomisierten plazebokontrollierten Studie mit dem mRNA-Impfstoff BNT162b2 (Comirnaty®) bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-15 Jahren zusammen. Es zeigte sich in dieser Studie eine gute Wirksamkeit, jedoch auch häufig Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber. Wir sind jedoch der Meinung, dass auf Basis der bisher vorliegenden Daten eine generelle Impfempfehlung bei Kindern und Jugendlichen nicht gerechtfertigt ist.

 

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Zur Sicherheit der mRNA-Vakzine gegen SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft


Das Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 ist in der Schwangerschaft erhöht. Derzeit gibt es keine offensichtlichen Hinweise für Sicherheitsbedenken einer Impfung mit mRNA-Impfstoffen im 3. Trimenon. Für Impfungen im Zeitraum der Konzeption und frühen Schwangerschaft ist die Datenlage noch unklar. Das Risiko für den Säugling durch die Impfung einer stillenden Mutter scheint gering.

 

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Therapie bei COVID-19: Aktuelles zur Antikoagulation


Bei ambulanten Patienten im Stadium 1 (ambulante Behandlung, milde Symptome, ohne zusätzlichen O2-Bedarf) wird keine routinemäßige Antikoagulation empfohlen. Eine Antikoagulation mit NMH in prophylaktischer Dosierung kann, soll aber nach individueller Abwägung von höherem Thrombose- und Blutungsrisiko erwogen werden. Bei Patienten im Krankenhaus, sowohl im Stadium 2 als auch im Stadium 3 ist eine prophylaktische Standard-NMH-Dosierung als Routinevorgehen empfehlenswert.

 

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Leichte Muskelbeschwerden unter Statinen – meist kein kausaler Zusammenhang


Um herauszufinden, ob Beschwerden kausal mit der Anwendung eines Arzneimittels zusammenhängen, erhalten Teilnehmer in sog. "N = 1-Studien" über mehrere Behandlungsperioden Plazebo oder das verdächtigte Arzneimittel, wobei die Reihenfolge zufällig festgelegt wird. Dieses Design wurde kürzlich in der SAMSON-Studie mit 60 Patienten mit Muskelbeschwerden unter Statinen ohne relevante Erhöhung der CK verwendet. Es konnte kein Zusammenhang gefunden werden zwischen der Einnahme von Atorvastatin und der Häufigkeit oder Schwere der Symptome im Vergleich zu Plazebo. Solche Studien könnten dazu beitragen, den Nozebo-Effekt von Statinen zu überwinden.

 

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Österreichisches Konsensus-Statement zur Behandlung der therapieresistenten Depression


Im März 2021 hat die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) ein "Konsensus-Statement" zur Diagnose und Behandlung der therapieresistenten Depression veröffentlicht. Dieses Statement hat beträchtliche inhaltliche und formale Mängel. Die Autoren haben erhebliche Interessenskonflikte mit pharmazeutischen Unternehmern, die das Statement "freundlich unterstützt" haben. Diese Publikation ist als ein weiteres Beispiel anzusehen, wie Leitlinien und Empfehlungen für die Praxis nicht entwickelt werden sollten.

 

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Der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen SARS-CoV-2: Ad26.COV2.S


Mit dem Vektorimpfstoff Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson; Janssen Biotech Inc.) hat nunmehr der 4. Impfstoff gegen COVID-19 eine bedingte Marktzulassung durch die Europäische Kommission erhalten. Wesentliche Unterschiede zu anderen bisher zugelassenen Impfstoffen sind die nur einmalige Impfung und die einfachere Aufbewahrung. In unserem Hauptartikel berichten wir über die bislang vorliegenden Daten dieser DNA-Vakzine.

 

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Herausforderungen für einen globalen Zugang zu Impfstoffen gegen SARS-CoV-2.


Sieben Autoren aus den Bereichen Public Health, Ökonomie, Infektiologie und Epidemiologie haben zu diesem wichtigen Thema einen sehr lesenswerten Artikel im Lancet veröffentlicht. Sie untersuchten die gegenwärtige Lage von 26 Impfstoffen bzw. Impfstoffkandidaten. Zumindest 5 dieser Impfstoffe wurden für das Jahr 2021 bereits zu >70% von Industriestaaten vorbestellt und werden deshalb vermutlich für Impfungen in Entwicklungs-/Schwellenländern nur wenig oder gar nicht zur Verfügung stehen. Angesichts dieses Verhaltens der Industrieländer hat die WHO die "COVID-19 Vaccine Global Access" (COVAX) Infrastruktur gegründet, die eine faire sowie gerechte Verteilung der Impfstoffe erreichen soll. Die Grundidee von COVAX ist, dass kein Land mehr als 20% seiner Bevölkerung impft bis weltweit alle Länder 20% der Bevölkerung geimpft haben. Es muss leider jedoch davon ausgegangen werden, dass dieses Ziel wegen des "Impf-Nationalismus" der reichen Industrienationen nicht umgesetzt werden kann.

 

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Semaglutid: die Spritze zum Abnehmen?


Adipositas wird heute als globale Epidemie angesehen. Sie ist mit einer Vielzahl von Begleiterkrankungen und mit einer signifikant erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert. Bei adipösen Menschen führt eine Gewichtsabnahme um 5% bereits zu positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Grundlage des Gewichtsmanagements bei Adipositas ist eine Kombination aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Damit ist ein Gewichtsverlust von 5-7% zu erzielen. Zur Unterstützung bzw. Verstärkung der Gewichtsabnahme kommen auch Arzneimittel, diverse Implantate und chirurgische Eingriffe in Frage. Diese Maßnahmen reduzieren nachweislich das Körpergewicht, haben aber zugleich teils erhebliche Nebenwirkungen, die berücksichtigt werden müssen. Zuletzt sind zwei Substanzgruppen aus der Diabetestherapie in den Fokus der Adipositasbehandlung getreten.

 

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COVID-19-Therapie: Aktuelles zum Stellenwert der Antikoagulation


Der Stellenwert einer Antikoagulation in der COVID-19-Therapie bleibt vorerst unsicher. Bei intensivpflichtigen COVID-19-Patienten ist eine höher dosierte Antikoagulation, wie sie seit Mitte 2020 in vielen Zentren routinemäßig praktiziert wird, aktuellen vorläufigen Studiendaten zufolge möglicherweise mit einem ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnis verbunden, während mäßig schwer erkrankte (nicht intensivpflichtige) hospitalisierte COVID-19-Patienten profitieren dürften. Viele Fragen sind jedoch noch offen, und die endgültigen Ergebnisse mehrerer laufender kontrollierter randomisierter Studien bleiben abzuwarten. Keine generellen Empfehlungen für eine Antikoagulation können derzeit gegeben werden bei leicht erkrankten (ambulanten) COVID-19-Patienten und bei entlassenen Patienten nach einer COVID-19-Erkrankung. Definitiv keine Indikation für eine Antikoagulation haben asymptomatische SARS-CoV-2-positiv getestete Personen.

 

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Hinweis: die bisher zu den zugelassenen Impfstoffen erschienenen Artikel können kostenfrei als ebook heruntergeladen werden


 

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