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Erstbehandlung von Patienten mit fokaler Epilepsie: welches Antiepileptikum?


Bereits 2007 hatte die SANAD-Studie Vorteile des Antiepileptikums Lamotrigin gegenüber der damaligen Referenzsubstanz Carbamazepin gezeigt, sowie auch gegenüber Gabapentin und Topiramat. Die SANAD-II-Studie fand nun, dass Lamotrigin auch im Vergleich mit dem in Deutschland derzeit mit Abstand am häufigsten eingesetzten Antiepileptikum Levetiracetam bei mindestens gleich guter -möglicherweise stärkerer - Wirksamkeit besser verträglich ist. Insbesondere psychische Nebenwirkungen …

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Neurologische Komplikationen bei COVID-19 und nach Impfungen gegen SARS-CoV-2


Eine Auswertung der Gesundheitsdaten von über 32 Mio. Engländern unter Federführung der Universität Oxford liefert wichtige Informationen zur Häufigkeit von neurologischen Komplikationen im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion bzw. mit Impfungen gegen diesen Erreger…

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Kein Anhalt für eingeschränkte Fertilität bei Frauen nach Impfung gegen SARS-CoV-2 mit Vaxzevria®


In verschiedenen sozialen Medien kursiert die Behauptung, dass die Impfung gegen SARS-CoV-2 Frauen unfruchtbar machen könne. Begründet wird die Behauptung u.a. damit, dass die durch die Impfung entstandenen Antikörper auch gegen Bestandteile der Plazenta wirken. Der Leiter des Plazenta-Labors und der Direktor der Klinik für Geburtsmedizin des Universitätsklinikums Jena erklären in einer Stellungnahme, dass die Behauptungen völlig unbegründet sind…

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Neue Informationen zur Myokarditis nach Impfung mit mRNA-basierten Impfstoffen gegen SARS-CoV-2


Nach unserer Einschätzung sollten die mRNA-basierten SARS-CoV-2-Impfstoffe bei jungen, sonst gesunden, männlichen Personen zurückhaltend eingesetzt werden, da die Nutzen-Risiko-Relation für diese Gruppe nach den bisher vorliegenden und wegen noch fehlender Daten unklar ist. Insbesondere die hypersensitive Myokarditis erscheint uns in dieser Altersgruppe als eine sehr relevante Nebenwirkung.

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Therapie bei COVID-19: Studienergebnisse zur Antikoagulation publiziert


Die Ergebnisse dreier großer "Plattformstudien" zur Antikoagulation bei COVID-19 sind nun in zwei Artikeln hochrangig publiziert. Sie bestätigen vorläufig unsere damalige Schlussfolgerung, dass moderat erkrankte Patienten im Krankenhaus von einer höheren ("therapeutischen") Heparin-Dosis profitieren, während dies bei schwer erkrankten, intensivpflichtigen Patienten nicht mehr der Fall zu sein scheint.

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SGLT2-Hemmer in aller Munde – Kommt nach Diabetes und Herzinsuffizienz nun bald auch die Zulassung für Patienten mit Niereninsuffizienz?


Seit 9 Jahren sind verschiedene Hemmstoffe des Natrium-Glukose-Cotransporters-2 (SGLT-2) zur oralen Behandlung des Diabetes Mellitus zugelassen. Sie sind eher schwache Blutzuckersenker, weshalb meist eine Kombinationsbehandlung erfolgen muss. Sie gehören jedoch zu den wenigen Antidiabetika mit nachgewiesenem Nutzen hinsichtlich der kardiovaskulären Morbidität und Letalität. Dieser Nutzen tritt unabhängig von der Blutzuckersenkung auf und ist auch bei Patienten ohne Diabetes nachgewiesen. Zwei SGLT2- Hemmer haben bereits eine Zulassung für die Behandlung der Herzinsuffizienz erhalten – unabhängig davon, ob ein Diabetes vorliegt oder nicht. Auch in die nationale Versorgungsleitlinie zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz sollen SGLT2-Hemmer in den Behandlungsalgorithmus aufgenommen werden (Konsultationsfassung), trotz einiger Caveats. Sie können in zweiter Linie bei einer kleinen Subgruppe eingesetzt werden (..). Eine weitere Ausweitung der Indikation steht nun wahrscheinlich bevor. Bei niereninsuffizienten Personen verzögerte Dapagliflozin, unabhängig von der Ursache der Nierenerkrankung, in einer randomisierten plazebokontrollierten Studie (DAPA-CKD) die weitere Abnahme der Nierenfunktion und führte sogar zu einem Überlebensvorteil. Dennoch ist es derzeit viel zu früh, SGLT2-Hemmer bei allen niereninsuffizienten Patienten einzusetzen. Auch in der DAPA- CKD-Studie finden sich einige sehr wichtige Unsicherheiten.

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Irrationale Verordnungen von Schilddrüsenhormonenn


Hauptindikation für Schilddrüsenhormone ist die symptomatische Hypothyreose, z.B. nach einer Thyreoiditis oder nach Thyreoidektomie. Dagegen ist die milde subklinische Hypothyreose – Definition: erhöhtes TSH < 10 mU/l bei normalen Werten von fT4 und fT3 – bei jüngeren Personen meist keine Behandlungsindikation. Eine Untersuchung aus den USA zeigt jedoch, dass Levothyroxin seit Jahren unverändert häufig bei subklinischen Hypothyreosen, und nicht selten sogar bei normaler Schilddrüsenfunktion verordnet wird. Thyroxin gehört auch hierzulande zu den am häufigsten verordneten Medikamenten überhaupt und wahrscheinlich auch zu den am häufigsten irrational verordneten.

 

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Zur Sicherheit der mRNA-Vakzine gegen SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft


Das Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 ist in der Schwangerschaft erhöht. Derzeit gibt es keine offensichtlichen Hinweise für Sicherheitsbedenken einer Impfung mit mRNA-Impfstoffen im 3. Trimenon. Für Impfungen im Zeitraum der Konzeption und frühen Schwangerschaft ist die Datenlage noch unklar. Das Risiko für den Säugling durch die Impfung einer stillenden Mutter scheint gering.

 

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