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	<title>A to Z-Studie Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 17 Mar 2014 13:08:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Unter hoch dosierten Statinen ist neu entdeckter Diabetes mellitus Typ 2 häufiger als unter niedrig dosierten</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/unter-hoch-dosierten-statinen-ist-neu-entdeckter-diabetes-mellitus-typ-2-haeufiger-als-unter-niedrig-dosierten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2014 13:08:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahr 2011 Band 45]]></category>
		<category><![CDATA[Monat 7]]></category>
		<category><![CDATA[A to Z-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Cholesterinsynthese-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[CSE-Hemmer Diabetes mellitus Typ 2]]></category>
		<category><![CDATA[HMG-CoA-Reduktase-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Hypercholesterinämie IDEAL-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Lipidsenker]]></category>
		<category><![CDATA[Pravastatin]]></category>
		<category><![CDATA[PROVE IT-TIMI 22-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[SEARCH-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Simvastatin]]></category>
		<category><![CDATA[Statine]]></category>
		<category><![CDATA[TNT-Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2011, 45, 52a &#160; Unter hoch dosierten Statinen ist neu entdeckter Diabetes mellitus Typ 2 häufiger als unter niedrig dosierten &#160; Im vorigen Jahr haben wir über eine etwas erhöhte Inzidenz von neu diagnostiziertem Diabetes mellitus (DM) berichtet bei Patienten im Alter über 60 Jahre, die mit Statinen behandelt werden, im Vergleich mit Plazebo (1). [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2011, <strong>45</strong>, 52a</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Unter hoch dosierten Statinen ist neu entdeckter Diabetes mellitus Typ 2 häufiger als unter niedrig dosierten</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im vorigen Jahr haben wir über eine etwas erhöhte Inzidenz von neu diagnostiziertem Diabetes mellitus (DM) berichtet bei Patienten im Alter über 60 Jahre, die mit Statinen behandelt werden, im Vergleich mit Plazebo (1). Im JAMA erschien jetzt eine Metaanalyse (2) von Studien mit zahlreichen Autoren aus vielen Ländern, in denen hoch dosierte sowie niedrig oder mittelhoch dosierte Statine im Hinblick auf die Verhinderung kardiovaskulärer Ereignisse untersucht worden waren (vgl. auch 8). Diesen Studien ließ sich auch die Inzidenz von neu entdecktem DM entnehmen. Nur fünf Studien (3-7), alle mit dem Ziel der Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse, kamen für die Auswertung infrage. Insgesamt waren in die Studien 39.612 Patienten eingeschlossen worden, davon 32.752 ohne DM. Die Nachbeobachtungszeiten lagen zwischen 2 und 6,7 Jahren, im Mittel 4,9 Jahre. Das mittlere Alter der Patienten in den fünf Studien variierte zwischen 58 und 64 Jahren. Die mittlere LDL-Cholesterin-Differenz zwischen hoher und niedriger Statin-Dosierung nach Erreichen eines stabilen Lipidniveaus unter Therapie variierte zwischen 12% und 22% vom Ausgangswert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Verglichen wurden Tagesdosierungen von Atorvastatin 80 mg mit Pravastatin 40 mg (3), Simvastatin 40 mg oder 80 mg mit Simvastatin 10 mg (4), Atorvastatin 80 mg mit Atorvastatin 10 mg (5), Atorvastatin 80 mg mit Simvastatin 20 mg oder 40 mg (6) und Simvastatin 80 mg mit 20 mg (7).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Ergebnisse:</b> Von den nicht-diabetischen Patienten entwickelten 1449 unter Hochdosis (HD) vs. 1300 unter Niedrigdosis (ND) einen Diabetes mellitus. Das sind zwei zusätzliche Erkrankungen an DM pro 1000 Patientienjahre unter HD. Die Odds ratio (OR) war 1,12 mit einem 95%-Konfidenzintervall (CI) von 1,04-1,22. Der Unterschied ist nicht groß aber signifikant.<b> </b>Andererseits erlitten unter Hochdosis 3134 Patienten vs. 3550 unter ND ein neues kardiovaskuläres (KV) Ereignis, umgerechnet 6,5 KV-Ereignisse pro 1000 Patientenjahre weniger unter HD. Die OR war hier 0,84 (CI: 0,75-0,94, auch signifikant). Die Number needed to harm für neuen DM durch HD vs. ND war 498, andererseits war die Number needed to treat für die Verhinderung eines KV-Ereignisses 155 zu Gunsten der HD. In dieser Studie wurden keine Aussagen zum DM-Risiko in Abhängigkeit vom Alter der Patienten bei Einschluss in die Studie gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das etwas höhere DM-Risiko bei hoch dosierter Statintherapie wird durch eine größere Zahl verhinderter KV-Ereignisse mehr als aufgewogen. Da die Entstehung eines DM durch Statintherapie aber nur eines von mehreren Risiken bei HD-Therapie ist, kann das Ergebnis dieser Metaanalyse keinesfalls als Plädoyer für eine generell hoch dosierte Therapie dienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Fazit:</b> Eine Statintherapie erhöht geringfügig das Risiko der Entstehung eines Diabetes mellitus (DM) Typ 2, besonders bei älteren Patienten (1). In der hier referierten Metaanalyse (2) wurde gezeigt, dass das DM-Risiko bei hoch dosierter Statintherapie größer ist als bei niedrig dosierter. Wenn bei kardiovaskulären Hochrisiko-Patienten eine hohe Statindosis indiziert sein sollte, dann sollte das DM-Risiko bei anderweitig guter Verträglichkeit des Statins den behandelnden Arzt nicht von einer Dosiserhöhung abhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol>
<li>AMB 2010, <b>44</b>, 31. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7099" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Preiss, D., et al.: JAMA2011, <b>305</b>, 2556. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=21693744&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Cannon, C.P., et al.(PROVE-IT-TIMI 22 = <b>PR</b>avastatin <b>O</b>r ator<b>V</b>astatin <b>E</b>valuationand<b>I</b>nfection <b>T</b>herapy-<b>T</b>hrombolysis <b>I</b>n <b>M</b>yocardial<b>I</b>nfarction <b>22</b>): N. Engl. J. Med. 2004,<b>350</b>, 1495 <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=15007110&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a>. Erratum: N. Engl. J. Med. 2006, <b>354</b>, 778.</li>
<li>de Lemos, J.A., et al. (A to Z trial =<b>A</b>ggrastat <b>to</b> <b>Z</b>ocortrial): JAMA 2004, <b>292</b>, 1307.<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=15337732&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>LaRosa, J.C., et al. (TNT = <b>T</b>reating to <b>N</b>ew <b>T</b>argets):N. Engl. J. Med. 2005, <b>352</b>, 1425. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=15755765&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Pedersen, T.R., et al. (IDEAL = <b>I</b>ncremental <b>D</b>ecreasein <b>E</b>nd points through<b>A</b>ggressive <b>L</b>ipid lowering): JAMA2005, <b>294</b>, 2437 <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=16287954%20&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a> . Erratum: JAMA 2005,<b>294</b>,3092.</li>
<li>SEARCH CollaborativeGroup (= <b>S</b>tudy of the <b>E</b>ffectiveness of <b>A</b>dditional <b>R</b>eductionsin<b>C</b>holesterol and <b>H</b>omocysteine): Lancet 2010, <b>376</b>, 1658 <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=21067805&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a> . Erratum: Lancet 2010,<b>377</b>, 126.</li>
<li>AMB 2011, <b>45</b>,25. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7214" target="_blank"><img decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=A%20to%20Z-Studie," target="_self">A to Z-Studie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Cholesterinsynthese-Hemmer," target="_self">Cholesterinsynthese-Hemmer,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=CSE-Hemmer" target="_self">CSE-Hemmer</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Diabetes%20mellitus%20Typ%202," target="_self">Diabetes mellitus Typ 2,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=HMG-CoA-Reduktase-Hemmer," target="_self">HMG-CoA-Reduktase-Hemmer,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Hypercholesterin%C3%A4mie" target="_self">Hypercholesterinämie</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=IDEAL-Studie," target="_self">IDEAL-Studie,</a><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Lipidsenker," target="_self">Lipidsenker,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Pravastatin," target="_self">Pravastatin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=PROVE%20IT-TIMI%2022-Studie," target="_self">PROVE IT-TIMI 22-Studie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=SEARCH-Studie," target="_self">SEARCH-Studie,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Simvastatin," target="_self">Simvastatin,</a><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Statine," target="_self">Statine,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=TNT-Studie," target="_self">TNT-Studie,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*A to Z-Studie, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Cholesterinsynthese-Hemmer, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *CSE-Hemmer Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Diabetes mellitus Typ 2, unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten, PROVE-IT-TIMI 22-, A to Z-, TNT-, IDEAL-, SEARCH-Studie *HMG-CoA-Reduktase-Hemmer, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Hypercholesterinämie Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *IDEAL-Studie, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Lipidsenker, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Pravastatin, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *PROVE IT-TIMI 22-Studie, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *SEARCH-Studie, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Simvastatin, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *Statine, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten *TNT-Studie, Diabetes mellitus Typ 2 unter hoch dosierten Statinen häufiger als unter niedrig dosierten</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Effekt einer sofortigen lipidsenkenden Therapie nach akutem Koronarsyndrom auf die 6-Monats-Letalität</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/effekt-einer-sofortigen-lipidsenkenden-therapie-nach-akutem-koronarsyndrom-auf-die-6-monats-letalitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2001 10:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[A to Z-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Angina pectoris]]></category>
		<category><![CDATA[Cerivastatin]]></category>
		<category><![CDATA[Cholesterinsynthese-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[CSE-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[GUSTO IIb-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[HMG-CoA-Reduktase-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Hypercholesterinämie]]></category>
		<category><![CDATA[Koronare Herzkrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lipidsenker]]></category>
		<category><![CDATA[MIRACL-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Myokardinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[PACT-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[PRINCESS-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[PURSUIT-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[RECIFE-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Statine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/2001/effekt-einer-sofortigen-lipidsenkenden-therapie-nach-akutem-koronarsyndrom-auf-die-6-monats-letalitaet</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die kardiologischen Fachgesellschaften sahen bisher keinen Anlaß, eine sofortige lipidsenkende Therapie nach koronaren Ereignissen zu empfehlen, wenn keine erhebliche Hyperlipidämie vorlag. Dennoch gibt es einige Studien, die tendenziell dafür sprechen, daß eine möglichst frühzeitige lipidsenkende Therapie nach Auftreten einer instabilen Angina pectoris oder eines Herzinfarkts die Letalität im Laufe des folgenden Jahres senken kann (1, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die kardiologischen Fachgesellschaften sahen bisher keinen Anlaß, eine sofortige lipidsenkende Therapie nach koronaren Ereignissen zu empfehlen, wenn keine erhebliche Hyperlipidämie vorlag. Dennoch gibt es einige Studien, die tendenziell dafür sprechen, daß eine möglichst frühzeitige lipidsenkende Therapie nach Auftreten einer instabilen Angina pectoris oder eines Herzinfarkts die Letalität im Laufe des folgenden Jahres senken kann (1, 2, 3). Eine große prospektive Studie mit dem Ziel, nur diese Therapiemodalität im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Letalität zu überprüfen, gibt es nicht. Aus diesem Grund führten H.D. Aronow et al. für eine internationale koronare Studiengruppe eine Re-Analyse zweier großer, bereits publizierter Studien durch (GUSTO IIb und PURSUIT; 4, 5, 6), da den Datenbanken dieser beiden Studien sicher zu entnehmen war, welche Patienten nach stationärer Behandlung mit oder ohne die Empfehlung, Lipidsenker einzunehmen, entlassen worden waren. 17156 Patienten wurden <I>ohne</I> (Gruppe A), 3653 Patienten <I>mit</I> Lipidsenkern (Gruppe B) entlassen. Selbstverständlich war der Prozentsatz der Patienten mit Hyperlipidämie in Gruppe B größer als in Gruppe A. Auch hatte ein wesentlich größerer Prozentsatz der Patienten von Gruppe B bereits vor dem akuten Ereignis Lipidsenker eingenommen. Die Medikation nach Entlassung mit Azetylsalizylsäure, ACE-Hemmern oder Beta-Blockern war nur gering verschieden zwischen den Gruppen. Da es sich um eine retrospektive Studie ohne Randomisierung handelt, wurde eine besondere statistische Methode angewandt (Propensity-Analyse), durch die Patienten mit möglichst ähnlichen Eigenschaften miteinander verglichen werden konnten. Hierdurch wurden etwa 30% der Patienten von der Endanalyse im Rahmen dieser Analyse nicht berücksichtigt.</p>
<p><B>Ergebnisse:</B> Die Letalität in Gruppe B betrug 30 Tage nach Entlassung 0,5% vs. 1,0% in Gruppe A. Nach 6 Monaten betrug die Letalität in Gruppe B 1,7% vs. 3,5% in Gruppe A. Unter Berücksichtigung aller Faktoren im Rahmen der Propensity-Analyse betrug das Relative Risiko, bis zum 6. Monat nach Entlassung zu sterben in Gruppe B 0,67 (Vertrauensbereich 0,48-0,95, p = 0,023) im Vergleich mit der nicht behandelten Gruppe A.</p>
<p>Die Autoren schließen aus diesen Befunden, daß die sofortige Einnahme von Lipidsenkern nach einem akuten Koronarereignis &#8211; unabhängig von anderen Faktoren &#8211; mit einer deutlich niedrigeren Letalität verbunden ist. Da es sich hier nicht um eine in Hinblick auf Lipidsenker-Wirkungen prospektiv randomisierte Studie handelt, wird die Durchführung solcher Studien zur Überprüfung der hier erzielten wichtigen Ergebnisse empfohlen. Sie sind auch bereits auf den Weg gebracht (7, 8, 9).</p>
<p>Die Autoren halten es für wahrscheinlich, daß nicht die Senkung der Lipide per se für die günstigen Ergebnisse verantwortlich ist, sondern die bereits bekannte akute Verbesserung der Endothelfunktion (10), die Verringerung der Blutplättchenaktivität und auch der entzündlichen Ereignisse, die in atherosklerotischen Koronararterien auftreten.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die vorliegende Studie liefert ein wichtiges Argument für eine frühzeitig nach akuten Koronarsyndromen zu beginnende Lipidsenker-Therapie und dies weitgehend unabhängig vom Lipidstatus. Die Durchführung einer prospektiv randomisierten Studie zu dieser Frage ist jedoch nötig.</p>
<p><B>Literatur<br /></B><br />1. Stenestrand, U., und Wallentin, L.: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11242427&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>285</B>, 430</a>.<br />2. Schwartz, G.G., et al.: (MIRACL = <B>M</B>yocardial <B>I</B>schemia <B>R</B>eduction with <B>A</B>ggressive <B>C</B>holesterol <B>L</B>owering): Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9514453&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>81</B>, 578</a> und JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11277825&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>285</B>, 1711</a>.<br />3. Sacks, F.M., et al.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8801446&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>335</B>, 1001</a>.<br />4. GUSTO IIb (<B>G</B>lobal <B>U</B>se of <B>ST</B>rategies to open <B>O</B>ccluded arteries): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8778585&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>335</B>, 775</a>.<br />5. Harrington, R.A.: (PURSUIT = <B>P</B>latelet glycoprotein IIb-IIIa in <B>U</B>nstable angina: <B>R</B>eceptor <B>S</B>uppression <B>U</B>sing <B>I</B>ntegrilin <B>T</B>herapy): Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9291244&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>80</B>, 34B</a>.<br />6. Aronow, H.D., et al.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11297956&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>357</B>, 1063</a>.<br />7. A to Z (<B>A</B>ggrastat to <B>Z</B>ocor): 2001 laufende Studie.<br />8. PRINCESS (<B>P</B>revention of <B>R</B>e<B>IN</B>farction by early treatment of <B>CE</B>riva<B>S</B>tatin Study): 2001 laufende Studie.<br />9. PACT (<B>P</B>ravastatin <B>A</B>cute <B>C</B>oronary <B>T</B>reatment): 2001 laufende Studie.<br />10. RECIFE (<B>RE</B>duction of <B>C</B>holesterol in <B>I</B>schemia and <B>F</B>unction of the <B>E</B>ndothelium): Circulation <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10385495&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>99</B>, 3227</a>.</p>
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