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	<title>Angioneurotisches Ödem Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Feb 2015 11:38:32 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2015 11:37:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ACE-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Aliskiren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2012, 46, 95b Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren Das Angioneurotische Ödem oder Angioödem ist eine seltene, aber potenziell gefährliche unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) bei Einnahme von Angiotensin-Konversions-Enzym (ACE)-Hemmern (ACE-H; vgl. 1). Das ACE wandelt das Blutdruck-inaktive Angiotensin I (A I) in das aktive A II um. Außerdem wirkt es als Kininase, die den Abbau von Bradykinin fördert. Es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2012, <strong>46</strong>, 95b</p>
<h2>Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren</h2>
<p>Das Angioneurotische Ödem oder Angioödem ist eine seltene, aber potenziell gefährliche unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) bei Einnahme von Angiotensin-Konversions-Enzym (ACE)-Hemmern (ACE-H; vgl. 1). Das ACE wandelt das Blutdruck-inaktive Angiotensin I (A I) in das aktive A II um. Außerdem wirkt es als Kininase, die den Abbau von Bradykinin fördert. Es wird vermutet, dass Angioödeme unter Therapie mit ACE-H Bradykinin-vermittelt sind. Angioödeme können auch als Reaktion auf andere Arzneimittel inklusive anderer Hemmsubstanzen des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) auftreten. Nach Einnahme von Betarezeptoren-Blockern sind Angioödeme sehr selten.</p>
<p>Wir haben mehrfach über solche Angioödeme berichtet und tun dies erneut, weil differenzialdiagnostisch bei Schwellungen im Bereich der Lippen, Mundhöhle und Pharynx immer auch an eine UAW gedacht und deshalb eine Arzneimittelanamnese erhoben werden muss.</p>
<p>S. Toh et al. aus den USA (2) untersuchten mit finanzieller Unterstützung der Food and Drug Administration (FDA) die Inzidenz von Angioödemen bei einer großen Zahl von Patienten, die folgende Inhibitoren des RAS verordnet bekommen hatten: ACE-H, Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker (AT-II-RB) oder den direkten Reninhemmer Aliskiren (seit 2007 auf dem Markt). Die Inzidenz wurde mit Betablockern verglichen. Die Medikamente mussten neu verschrieben worden sein, entweder als Einzelsubstanz oder als Kombinationspräparat, aber unter Ausschluss eines zweiten der hier genannten Studienpräparate. In den 180 Tagen vor Neuverschreibung durften die Patienten das gleiche Präparat nicht schon einmal eingenommen haben.</p>
<p>Die Autoren benutzten die Daten der „Sentinel-Initiative” der FDA, der 17 „Health plans”, z.B. mehrere Datenbanken der „Kaiser Permanente Centers”, in verschiedenen US-Bundesstaaten angeschlossen sind. Diese Datenbanken zusammen erfassen insgesamt ca. 60 Millionen US-Bürger. Für die hier berichtete Recherche kamen 3.909.596 Patienten infrage.</p>
<p>Endpunkte waren das Auftreten eines Angioödems jeden Schweregrads innerhalb maximal eines Jahres nach der registrierten Verschreibung und außerdem das Auftreten eines besonders bedrohlichen Angioödems, das zur stationären Krankenhausaufnahme führte, oft mit Intensivbehandlung und Intubation.</p>
<p>Insgesamt wurden 4.511 Episoden von Angioödemen ermittelt, davon 395 bedrohliche. Tab. 1 gibt die Zahl der mit den verschiedenen Substanzklassen behandelten Patienten, die Inzidenz von Angioödemen und die Hazard ratios (HR) im Vergleich mit Betablockern wieder. Die adjustierte Häufigkeit der Angioödeme unter ACE-H war etwa dreimal so hoch wie unter Betablockern. Sie scheint nach Einnahme von Aliskiren ebenso stark erhöht zu sein, jedoch ist die Zahl der erfassten mit Aliskiren behandelten Patienten zu klein, um das Risiko statistisch sichern zu können. Nach AT-II-RB war das Risiko vergleichsweise nicht erhöht. Bei den AT-II-RB wurden die einzelnen Substanzen auch getrennt ausgewertet. Hierbei war die Inzidenz von Angioödemen relativ am höchsten nach Einnahme von Losartan: 94 Angioödeme bei insgesamt 106.522 Losartan-Benutzern (HR: 1,53; CI: 1,23-1,90 bezogen auf Betablocker).</p>
<p>Bedrohliche Angioödeme, bei denen die Patienten stationär behandelt werden mussten, traten überwiegend unter ACE-H (326 Episoden) auf, aber auch bei zehn Patienten unter AT-II-RB, bei einem Patienten unter Aliskiren und bei 51 unter Betablockern. Die adjustierte HR für ein bedrohliches Angioödem ist unter ACE-H damit etwa fünfmal höher als unter Betablockern.</p>
<p>Viel häufiger als zu Angioödemen kommt es bei Patienten unter ACE-H zu trockenem Husten. Nach Absetzen verschwindet er fast immer und nach Umstellen auf AT-II-RB tritt er nicht wieder auf. Dieser Husten ist wahrscheinlich auch durch Bradykinin vermittelt. Die Inzidenz dieser UAW wurde in der Studie von Toh et al. leider nicht vergleichend untersucht.</p>
<p>Einer der Herausgeber des Arch. Intern. Med., M.H. Katz, lobt in seinem kurzen Editorial die Studie als ein besonders gutes Beispiel von „Post-marketing surveillance” (3).</p>
<p><b>Fazit:</b> Angioödeme sind im ersten Jahr der Einnahme von ACE-Hemmern zwar selten, aber etwa dreimal so häufig wie unter Betablockern. Bedrohliche Angioödeme, die zur stationären Aufnahme führen, sind unter ACE-Hemmern etwa fünfmal so häufig wie unter Betablockern. Unter Aliskiren (Rasilez<sup>®</sup>), das wir für ein überflüssiges Medikament halten (4, vgl. auch 5), scheinen Angioödeme auch vorzukommen. Unter Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern ist das Risiko nicht höher als unter Betablockern.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>AMB 1998, <b>32</b>,96b <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6016" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> , AMB 1999, <b>33</b>, 24a <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6046" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> , AMB2001, <b>35</b>, 73 <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5674" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> , AMB 2006, <b>40</b>, 08b. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6581" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Toh, S., et al.:Arch. Intern. Med. 2012, <b>172</b>, 1582. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=23147456&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Katz, M.H.: <a href="http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1379164" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2007, <b>41</b>,84b <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6782" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> und AMB 2012, <b>46</b>, 12. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7327" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Parving, H.-H., etal. (ALTITUDE = <b>AL</b>iskiren<b>T</b>rial <b>I</b>n <b>T</b>ype 2 diabetes <b>U</b>sing car<b>D</b>io-renal <b>E</b>ndpoints):N. Engl. J. Med. 2012, <b>367</b>, 2204. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=23121378&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
</ol>
<p><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_gif/2012_46_95bTab1.gif" alt="" /></p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: Angioödem</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=95b" target="_self">Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=95b" target="_self">2012, <b>46</b>, 95b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=01" target="_self">Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen 2010</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=01" target="_self">2012, <b>46</b>, 01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=08b" target="_self">Leserbrief: Prophylaxe des Angioneurotischen Ödems</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=08b" target="_self">2006, <b>40</b>, 08b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=73" target="_self">Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=73" target="_self">2001, <b>35</b>, 73</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1999&amp;S=24a" target="_self">Leserbriefe: Nochmals: Angioneurotisches Ödem als Nebenwirkung von Losartan</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1999&amp;S=24a" target="_self">1999, <b>33</b>, 24a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=96b" target="_self">Angioneurotisches Ödem als Nebenwirkung von Losartan</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=96b" target="_self">1998, <b>32</b>, 96b</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/angiooedem-unter-ace-hemmern-und-anderen-renin-angiotensin-inhibitoren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2014 18:57:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahr 2012 Band 46]]></category>
		<category><![CDATA[Monat 12]]></category>
		<category><![CDATA[ACE-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Aliskiren]]></category>
		<category><![CDATA[Angioneurotisches Ödem]]></category>
		<category><![CDATA[Angioödem]]></category>
		<category><![CDATA[Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten]]></category>
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		<category><![CDATA[Betablocker]]></category>
		<category><![CDATA[Betarezeptoren-Blocker]]></category>
		<category><![CDATA[Sartane]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2012, 46, 95b Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren &#160; Fazit: Angioödeme sind im ersten Jahr der Einnahme von ACE-Hemmern zwar selten, aber etwa dreimal so häufig wie unter Betablockern. Bedrohliche Angioödeme, die zur stationären Aufnahme führen, sind unter ACE-Hemmern etwa fünfmal so häufig wie &#8230; Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&#62; &#160; Schlagworte zum Artikel: ACE-Hemmer, Aliskiren, Angioneurotisches [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2012, <strong>46</strong>, 95b</p>
<h2></h2>
<h2>Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: </strong>Angioödeme sind im ersten Jahr der Einnahme von ACE-Hemmern zwar selten, aber etwa dreimal so häufig wie unter Betablockern. Bedrohliche Angioödeme, die zur stationären Aufnahme führen, sind unter ACE-Hemmern etwa fünfmal so häufig wie &#8230; <strong><a title="Angioödem unter ACE-Hemmern und anderen Renin-Angiotensin-Inhibitoren" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=95b" target="_blank">Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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<p>*ACE-Hemmer, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Aliskiren, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Angioneurotisches Ödem, Häufigkeit unter ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern, Betarezeptoren-Blockern, Aliskiren *Angioödem, Häufigkeit unter ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern, Betarezeptoren-Blockern, Aliskiren *Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *AT-II-Blocker, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Betablocker, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Beta-Blocker, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Betarezeptoren-Blocker, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems *Sartane, Häufigkeit des Angioneurotischen Ödems</p>
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		<title>Jahrgang 46 Nr. 01 Januar 2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2014 08:23:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; &#160; Jahrgang 46 Nr. 01 Januar 2012 Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen 2010 Niedermolekulares Heparin bei akut kranken internistischen Patienten im Krankenhaus – keine Senkung der Letalität Akute infektive Endokarditis mit Herzklappenfehler und Herzinsuffizienz: früher chirurgischer Klappenersatz? Biosimilars aus China und Indien Notfall-Hospitalisierungen wegen unerwünschter Arzneimittelereignisse Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Bewertung neuer Arzneimittel Leserbrief: [&#8230;]</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><b>Jahrgang 46 Nr. 01</b> Januar 2012</p>
<ul>
<li><a title="Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen 2010" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/arzneimittel-mit-neuen-wirkstoffen-2010-2/" target="_blank">Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen 2010</a></li>
<li><a title="Niedermolekulares Heparin bei akut kranken internistischen Patienten im Krankenhaus – keine Senkung der Letalität" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/niedermolekulares-heparin/" target="_blank">Niedermolekulares Heparin bei akut kranken internistischen Patienten im Krankenhaus – keine Senkung der Letalität</a></li>
<li><a title="Akute infektive Endokarditis mit Herzklappenfehler und Herzinsuffizienz: früher chirurgischer Klappenersatz?" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/akute-infektive-endokarditis-mit-herzklappenfehler-und-herzinsuffizienz/" target="_blank">Akute infektive Endokarditis mit Herzklappenfehler und Herzinsuffizienz: früher chirurgischer Klappenersatz?</a></li>
<li><a title="Biosimilars aus China und Indien" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/biosimilars/" target="_blank">Biosimilars aus China und Indien</a></li>
<li><a title="Notfall-Hospitalisierungen wegen unerwünschter Arzneimittelereignisse" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/notfall-hospitalisierungen/" target="_blank">Notfall-Hospitalisierungen wegen unerwünschter Arzneimittelereignisse</a></li>
<li><a title="Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Bewertung neuer Arzneimittel" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/beschluss-des-gemeinsamen-bundesausschusses-g-ba/" target="_blank">Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Bewertung neuer Arzneimittel</a></li>
<li><a title="Leserbrief: Lungenkrebs-Screening mit Niedrigdosis-CT bei Risikopatienten?" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/lungenkrebs-screening-mit-niedrigdosis-ct/" target="_blank">Leserbrief: Lungenkrebs-Screening mit Niedrigdosis-CT bei Risikopatienten?</a></li>
<li><a title="In eigener Sache" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/eigener-sache/" target="_blank">In eigener Sache</a></li>
<li><a title="Klinikärzte und Hausärzte – ein verrücktes Paar?" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/klinikaerzte-und-hausaerzte-ein-verruecktes-paar/" target="_blank">Klinikärzte und Hausärzte – ein verrücktes Paar?</a></li>
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		<title>Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Feb 2014 07:27:22 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2012, <strong>46</strong>, 01</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen 2010</h2>
<p><b>Zusammenfassung: Im Jahr 2010 wurden in Deutschland insgesamt dreiundzwanzig Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen eingeführt, also weniger als 2009. Fünf haben eine innovative Struktur bzw. ein neuartiges Wirkprinzip mit therapeutischer Relevanz (Kategorie A nach Fricke; s. Tab. 1). Bei neun besteht eine Verbesserung pharmakodynamischer oder pharmakokinetischer Wirkprinzipien. Zehn sind Analogpräparate ohne wesentliche Vorteile und bei einem ist das Wirkprinzip nicht ausreichend geklärt. Zwei Wirkstoffe sind zwei Kategorien zugeordnet. Wir übernehmen diese im Arzneiverordnungs-Report (AVR) übliche Einordnung bzw. Charakterisierung, denn sie ist prägnant und ermöglicht Vergleiche von Jahr zu Jahr. Auch 2010 hat sich der Trend des letzten Jahrzehnts bestätigt: von den pharmazeutischen Unternehmen kamen weniger Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen und insgesamt wenige mit therapeutisch relevantem Fortschritt.</b></p>
<p><b> </b></p>
<p>Wie in den Vorjahren beginnen wir den neuen Jahrgang des ARZNEIMITTELBRIEFS mit einer tabellarischen Übersicht der neu zugelassenen Arzneimittel (s. Tab. 1). Die Tabelle stützt sich auf Angaben im AVR 2011 (1). Er ist im Oktober des vorigen Jahres erschienen und stellt die neu zugelassenen Arzneimittel des Jahres 2010 vor sowie die Zahl ihrer Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den ersten Monaten nach der Zulassung. Die neuen Wirkstoffe werden außerdem bewertend kategorisiert (nach Fricke, s. Tab. 1), ihre Preise angegeben und mit der vorhandenen Standardtherapie verglichen. Der AVR berichtet außerdem, nach Indikationen gegliedert, über alle Verordnungen zu Lasten der GKV. So ergibt sich in jedem Jahr eine vollständige Dokumentation über die von Kassenärzten verordneten Arzneimittel in Deutschland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von den fünf Arzneimitteln mit innovativer Struktur und therapeutischer Relevanz (<b>Kategorie A nach Fricke</b>) sind zwei für seltene Krankheiten (Orphan drugs) unter außergewöhnlichen Umständen zugelassen: Amifampridin (Firdapse<sup>®</sup>) für das Lambert-Eaton-Myasthenische Syndrom und Histamin in Kombination mit Interleukin-2 (IL-2) für die Erhaltungstherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) in erster kompletter Remission (s. Tab. 1). Amifampridin wurde bereits seit mehr als 20 Jahren ohne formale Zulassung zur Behandlung des Lambert-Eaton-Myasthenischen Syndroms eingesetzt. Die Zulassung durch die European Medicines Agency (EMA) basiert auf klinischen Studien mit dem Rezepturarzneimittel (3,4-Diaminopyridin), die vom pharmazeutischen Hersteller von Firdapse<sup>®</sup> vorgelegt wurden (1). Die sehr hohen Therapiekosten für Firdapse<sup>®</sup>wurden deshalb auch zu Recht in einem Leitartikel des BMJ scharf kritisiert (2). Histamin wurde 2008 nach zunächst negativer Beurteilung durch den wissenschaftlichen Ausschuss (CHMP) der EMA unter außergewöhnlichen Umständen zugelassen. Dies bedeutet, dass in weiteren klinischen Studien die Wirksamkeit von Histamin in Kombination mit IL-2 in der Erhaltungstherapie der AML bestätigt werden muss. Das ist jedoch bisher nicht geschehen. Dieses Therapieprinzip spielt in Deutschland bei der Behandlung der AML deshalb auch keine Rolle. Die Ergebnisse der bisher einzigen, bereits 2003 abgeschlossenen Phase-III-Studie an 320 erwachsenen Patienten hatte eine Verlängerung des Leukämie-freien Überlebens, nicht jedoch des Gesamtüberlebens durch Histamin plus IL-2 gezeigt. Dabei war jedoch keine Stratifizierung entsprechend der heute als prognostisch relevant geltenden genetischen Veränderungen vorgenommen worden (3). Die Tagestherapiekosten für 1 mg Histamin betragen 196,26 €! Dabei kostet Histamin als Labor-Chemikalie nur 6 Cent/mg. Am 9.12. 2011 ist ein Rote-Hand-Brief wegen Partikelverunreinigung in der Durchstechflasche erschienen (4). Beide Beispiele, Amifampridin und Histamin, verdeutlichen die absurden Folgen des Preisdiktats der Hersteller bei neuen Arzneimitteln. Die im Jahr 2010 neu zugelassenen Arzneimittel haben noch einmal gezeigt, wie dringend notwendig das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts in der GKV (AMNOG; vgl. 5) war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neun Arzneimittel haben verbesserte pharmakodynamische oder pharmakokinetische Eigenschaften (<b>Kategorie B nach Fricke</b>). Davon fallen drei dadurch auf, dass sie nicht teurer sind als die, die sie ersetzen könnten. Das sind der Meningokokken- und der Pneumokokken-Impfstoff sowie der bronchodilatierende, lang wirkende Beta-Agonist Indacaterol. Diese drei könnten in Zukunft häufiger eingesetzt werden. Andere dagegen haben so seltene Indikationen oder sind Spezialpräparate, dass sie von niedergelassenen Ärzten nicht oder äußerst selten verordnet werden. Hierzu zählen: Conestat alfa (hereditäres Angioödem), Eltrombopag (chronische immunthrombozytopenische Purpura; 6), Ofatumumab (refraktäre chronische lymphatische Leukämie; 7, 8), und Vernakalant (akutes Vorhofflimmern; 8). Bei Wirkstoffen in dieser Kategorie sind teilweise auch Wirksamkeit und Sicherheit unzureichend belegt, z.B. Ofatumumab (7, 8), Roflumilast (8, 9), Vernakalant (8) und/oder sie sind sehr teuer: Eltrombopag (6), Ofatumumab (7, 8), Conestat alfa und Corifollitropin alfa.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts in der GKV (AMNOG; vgl. 5), trat am 1.1.2011 in Kraft. Es verlangt insbesondere (a) die Bewertung des Zusatznutzens gegenüber der Vergleichstherapie, (b) des Ausmaßes des Zusatznutzens und (c) seiner therapeutischen Bedeutung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) oder das vom G-BA beauftragte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der G-BA stellt die Nutzenbewertung zur schriftlichen und mündlichen Anhörung zur Verfügung, an der sich unter Anderen die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) beteiligt. Neue Wirkstoffe ohne therapeutische Verbesserung sollten nach Möglichkeit in eine Festbetragsgruppe mit pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Arzneimitteln eingeordnet werden. Ansonsten wird der Erstattungsbetrag zwischen pharmazeutischem Hersteller und GKV-Spitzenverband verhandelt – sowohl bei neuen Arzneimitteln ohne Zusatznutzen und ohne Festbetragsgruppe als auch bei neuen Arzneimitteln mit Zusatznutzen (5).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zehn neue Arzneimittel sind als Analogpräparate mit keinen oder nur geringen Unterschieden in der Wirksamkeit im Vergleich zur Standardtherapie eingruppiert worden (<b>Kategorie C nach Fricke</b>). Der Erstattungsbetrag für diese Wirkstoffe ohne Zusatznutzen orientiert sich in Zukunft gemäß AMNOG an der zweckmäßigen Vergleichstherapie oder den Festbetragsregelungen (5). In beiden Situationen können somit auch die Preise von Generika &#8211; sofern mit ihnen die jeweilige Standardtherapie möglich ist &#8211; den Preis neuer Analogpräparate beeinflussen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Acht der zehn neuen Arzneimittel, die nach Fricke in Kategorie C eingestuft sind, lassen<i>keinen</i> relevanten Zusatznutzen erkennen. Noch sind die meisten Analog-Präparate mit neuen Wirkstoffen deutlich teurer als die zweckmäßige Vergleichstherapie (s. Tab. 1). Das wird es in dieser Form hoffentlich bald nicht mehr geben, wenn in Zukunft der Erstattungsbetrag anhand der zuvor genannten Kriterien verhandelt oder festgelegt wird und auch bei Analogpräparaten ohne therapeutische Verbesserung, die vor 2011 zugelassen wurden, der G-BA eine Nutzenbewertung veranlasst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insgesamt hat man bei 17 der 23 neuen Wirkstoffe den Eindruck, dass der Unterschied in der Wirksamkeit &#8211; verglichen mit der Standardtherapie &#8211; gering ist, der Preisunterschied jedoch erheblich. Aussagen zum Zusatznutzen neuer Arzneimittel sind zum Zeitpunkt der Zulassung häufig nicht möglich, denn in etwa 50% der Studien erfolgte kein Vergleich mit einem aktiven Wirkstoff. Sehr häufig wird Gleichwertigkeit oder sogar eine „nicht nachgewiesene Unterlegenheit” gegenüber dem Kontrollarm als ausreichender Beleg für die Wirksamkeit des neuen Arzneimittels akzeptiert (5). Auch können durch geschicktes Auswählen der Dosierungen, der Vergleichstherapie, der Endpunkte der Behandlung sowie der Dauer der Studie statistisch zwar signifikante, für Patienten jedoch irrelevante Unterschiede in der Wirksamkeit erreicht bzw. vorgetäuscht werden (10). Für solches Vorgehen gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Beispiele. Das Schmerzmittel Tapentadol (11) wurde nicht mit dem chemisch ähnlichen Tramadol verglichen und nicht bei der klinisch wichtigen Indikation Tumorschmerzen getestet. Das schnell wirkende Antiarrhythmikum Vernakalant (8) wurde mit dem langsam wirkenden Amiodaron verglichen und Roflumilast (9) mit Plazebo und nicht mit Theophyllin. Die klinische Bedeutung der in den Zulassungsstudien als statistisch signifikant nachgewiesenen Wirksamkeit ist somit auch bei diesen Wirkstoffen unklar. Nur an Hand klinischer Studien nach der Zulassung im engen Kontext mit unabhängigem ärztlichem Sachverstand kann deren klinische Relevanz besser beurteilt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aussagen zu Sicherheit und unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) neuer Wirkstoffe sind in Zulassungsstudien nur sehr eingeschränkt möglich, da aufgrund der Patientenzahlen und in der Regel kurzen Studiendauer bzw. Nachbeobachtung fast ausschließlich (sehr) häufige und akut auftretende UAW erfasst werden (5). Die Häufigkeit schwerer UAW kann deshalb erst bei breiter Anwendung des Arzneimittels nach der Zulassung erkannt werden. Die sich daraus ergebenden Probleme verdeutlicht das Beispiel des Klasse-III-Antiarrhythmikums Dronedaron (12). Dronedaron wurde am 1.1.2010 zugelassen, obwohl bedenkliche kardiale und hepatische UAW in den Zulassungsstudien beobachtet worden waren. Im September 2011 wurde nach den Ergebnissen der PALLAS-Studie die Fachinformation geändert und die Anwendung von Dronedaron erheblich eingeschränkt. Die PALLAS-Studie war wegen schwerer Leberschäden bei einigen Patienten abgebrochen worden. In der Vergangenheit ist immer wieder bei Arzneimitteln das Ruhen der Zulassung oder die Marktrücknahme kurz nach dem Marktzugang, teilweise sogar erst mehrere Jahre nach Zulassung und Behandlung tausender Patienten (13) angeordnet worden, z.B. bei Lumiracoxib (14) Valdecoxib (15) Rimonabant (16) und Ximelagatran (17). Bessere Erfassung der Arzneimittelrisiken in Zulassungsstudien, konsequente Umsetzung der bei Zulassung verfügten Risikomanagement-Maßnahmen und weitere klinische Studien sind dringend erforderlich, um Schäden durch neue Arzneimittel zu verringern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei den neu zugelassenen und auch bei allen anderen patentgeschützten Arzneimitteln stiegen die Preise pro DDD im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber gingen die DDD-Preise bei den Generika zurück. Daraus resultiert &#8211; alle Arzneimittel betrachtet &#8211; ein konstanter mittlerer Preis pro DDD. Dennoch nahmen die Gesamtkosten für Arzneimittel von 28,5 auf 29,7 Mrd. € zu, weil mehr Generika verordnet wurden: 24,7 Mrd. Verordnungen im Jahr 2009 gegenüber 28,1 Mrd. im Jahr 2010. Verordnungshäufigkeit und Preis der Generika schlagen also bei den Gesamtkosten stark zu Buche. Generika sind in Deutschland deutlich teurer als in anderen europäischen Ländern (1). Der Preisvergleich bei den 50 umsatzstärksten Generika zeigte als Einsparpotenzial in Deutschland eine Differenz von 1,56 Mrd. € im Vergleich zu England. Auswertungen im AVR 2010 (18) hatten ergeben, dass sie auch in Schweden deutlich billiger sind: 796,1 Mio. € Einsparpotenzial bei 20 umsatzstarken Generika.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insgesamt war das Jahr 2010 wieder mager, was die Zahl der Zulassungen von neuen Wirkstoffen und den therapeutischen Fortschritt angeht. Die Übersicht (Tab. 1) führt darüber hinaus an einigen Stellen zum Staunen &#8211; über die Zulassungskriterien, über die zum Teil unverschämte Preiskalkulation und über das Verordnungsverhalten der Ärzte. Aber Staunen ist nach Plato der erste Schritt zur Einsicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Literatur</b></p>
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<li>AMB 2005, <b>39</b>, 69b.<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6537" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a>  AMB 2011, <b>45</b>, 12. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=%207198" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2010, <b>44</b>, 39a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7109" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2011, <b>45</b>, 65. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7268" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2009, <b>43</b>, 49. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7002" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a> AMB 2010, <b>44</b>, 08. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=%207067" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a>  AMB 2011, <b>45</b>,24. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7211" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a>  AMB 2011, <b>45</b>, 59a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7258" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Giacomini, K.M., et al.: Nature2007, <b>446</b>, 975. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=17460642&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2009, <b>43</b>, 01. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6930" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2005, <b>39</b>, 09. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6471" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a> AMB 2005, <b>39</b>, 38b. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6501" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2008, <b>42</b>, 01. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6800" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a>  AMB 2008, <b>42</b>, 92b. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6915" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a>  AMB 2010, <b>44</b>, 78b. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7162" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2005, <b>39</b>, 37. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6504" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a> AMB 2006, <b>40</b>, 24a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6598" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
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<li>AMB 2009, <b>43</b>, 79. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7036" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2006, <b>40</b>, 19. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6592" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a> AMB 2010, <b>44</b>, 61a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=%207139" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2011, <b>45</b>, 45. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7238" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" alt="" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_gif/2012_46_01Tab1.gif" /></p>
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<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Absolute%20Arrhythmie," target="_self">Absolute Arrhythmie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Absolute%20Arrhythmie," target="_self">Absolute Arrhythmie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Amifampridin," target="_self">Amifampridin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Akute%20myeloische%20Leuk%C3%A4mie," target="_self">Akute myeloische Leukämie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Allergische%20Rhinitis," target="_self">Allergische Rhinitis,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Angioneurotisches%20%C3%96dem," target="_self">Angioneurotisches Ödem,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Angio%C3%B6dem," target="_self">Angioödem,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Arthritis%20urica," target="_self">Arthritis urica,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Arzneimittel," target="_self">Arzneimittel,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Asenapin," target="_self">Asenapin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Bazedoxifen," target="_self">Bazedoxifen,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Bilastin," target="_self">Bilastin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Bipolare%20St%C3%B6rung," target="_self">Bipolare Störung,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Chronisch%20obstruktive%20Lungenerkrankung," target="_self">Chronisch obstruktive Lungenerkrankung,</a>  <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Chronische%20Bronchitis," target="_self">Chronische Bronchitis,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Chronische%20lymphatische%20Leuk%C3%A4mie," target="_self">Chronische lymphatische Leukämie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Conestat%20alfa," target="_self">Conestat alfa,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=COPD," target="_self">COPD,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Corifollitropin%20alfa," target="_self">Corifollitropin alfa,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Denosumab," target="_self">Denosumab,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Dronedaron," target="_self">Dronedaron,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Eltrombopag," target="_self">Eltrombopag,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Febuxostat," target="_self">Febuxostat,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fruchtbarkeit," target="_self">Fruchtbarkeit,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Gicht," target="_self">Gicht,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Gravidit%C3%A4t," target="_self">Gravidität,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Heredit%C3%A4res%20Angio%C3%B6dem," target="_self">Hereditäres Angioödem,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Herzrhythmusst%C3%B6rungen," target="_self">Herzrhythmusstörungen,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Histamin," target="_self">Histamin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Hyperurik%C3%A4mie," target="_self">Hyperurikämie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Idiopathische%20thrombozytopenische%20Purpura," target="_self">Idiopathische thrombozytopenische Purpura,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Immunthrombozytopenie," target="_self">Immunthrombozytopenie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Impfstoffe," target="_self">Impfstoffe,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Impfung," target="_self">Impfung,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Indacaterol," target="_self">Indacaterol,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=ITP," target="_self">ITP,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Lambert-Eaton-Myasthenie," target="_self">Lambert-Eaton-Myasthenie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=M.%20Gaucher," target="_self">M. Gaucher,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=M.%20Werlhof," target="_self">M. Werlhof,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Medikamente," target="_self">Medikamente,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Meningokokkenmeningitis," target="_self">Meningokokkenmeningitis,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Mifamurtid," target="_self">Mifamurtid,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Neuroleptika," target="_self">Neuroleptika,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Nierenzellkarzinom," target="_self">Nierenzellkarzinom,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Obstipation," target="_self">Obstipation,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Ofatumumab," target="_self">Ofatumumab,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Orphan%20drugs," target="_self">Orphan drugs,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Osteoporose," target="_self">Osteoporose,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Osteosarkom," target="_self">Osteosarkom,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Pazopanib," target="_self">Pazopanib,</a><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Pneumokokken-Impfstoff," target="_self">Pneumokokken-Impfstoff,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Pneumokokken-Impfung," target="_self">Pneumokokken-Impfung,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Pneumokokkenmeningitis," target="_self">Pneumokokkenmeningitis,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Polyvalenter%20Pneumokokken-Impfstoff," target="_self">Polyvalenter Pneumokokken-Impfstoff,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Prostatahyperplasie," target="_self">Prostatahyperplasie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Prucaloprid," target="_self">Prucaloprid,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Rhinitis," target="_self">Rhinitis,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Rhythmusst%C3%B6rungen," target="_self">Rhythmusstörungen,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Roflumilast," target="_self">Roflumilast,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Schmerzen," target="_self">Schmerzen,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Schmerzmittel," target="_self">Schmerzmittel,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Schmerztherapie," target="_self">Schmerztherapie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Schwangerschaft," target="_self">Schwangerschaft,</a><br />
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		<title>Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/angiotensin-ii-rezeptor-blocker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2001 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ACE-Hemmer]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Zusammenfassung: Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker haben in den vergangenen Jahren eine erhebliche pharmakoökonomische Bedeutung erlangt. Es gibt jedoch bisher keinen fundierten Beleg dafür, daß sie alleine oder in Kombination mit ACE-Hemmern wirksamer sind als diese. In nahezu allen Studien zu den wichtigsten Indikationen der ACE-Hemmer haben sie sich als gleichwertig erwiesen. Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker sind besser verträglich als ACE-Hemmer; das gilt besonders für die häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung der ACE-Hemmer: den Husten. In der besseren Verträglichkeit und in einer möglicherweise hieraus resultierenden besseren Medikamenten-Compliance der Patienten könnte ein Vorteil dieser Substanzgruppe liegen. Ob die theoretisch sinnvolle Kombination von ACE-Hemmern mit Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern auch klinisch Vorteile bringt, müssen mehrere laufende Studien erweisen.<br /></B><br />Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) sind in der medikamentösen Therapie von arterieller Hypertonie und Herzinsuffizienz heute etabliert. Auch in der Therapie diabetischer und nicht-diabetischer Nephropathien sowie bei den meisten Gefäßerkrankungen haben sie eine große Bedeutung erlangt. Die Begeisterung für diese Substanzen geht teilweise soweit, daß einige Wissenschaftler glauben, eine jahrelange Einnahme von ACE-Hemmern könne auch den Alterungsprozeß des menschlichen Organismus aufhalten.</p>
<p>Auch ökonomisch sind die RAAS-Hemmstoffe ein großer Erfolg. In Deutschland entfallen bei den Indikationen Hochdruck und Herzinsuffizienz mittlerweile über 50% aller Verordnungen auf Hemmstoffe des RAAS und über 80% des Arzneimittelumsatzes in diesem Marktsegment werden mit diesen Substanzen erzielt (über 3 Mrd. DM/Jahr). Auch die Dynamik des Zuwachses ist beeindruckend: in jedem der vergangenen Jahre hat die Verordnungshäufigkeit der RAAS-Hemmstoffe um 10-20% zugenommen, und ein Ende dieser Expansion ist nicht in Sicht.</p>
<p>ACE-Hemmer sind vermutlich die am intensivsten untersuchte Substanzgruppe in der Medizin. Es gibt eine riesige Datenfülle, die belegt, daß ACE-Hemmer den Blutdruck, die Linksherzhypertrophie, die linksventrikuläre Funktion und die Proteinurie bei Diabetes und Niereninsuffizienz positiv beeinflussen. Darüber hinaus vermindern ACE-Hemmer die Sterblichkeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz und nach Myokardinfarkt. (s.a. AMB 1994, <B>28</B>, 25). Seit der ersten Zulassung von Captopril in den 80er Jahren sind 11 weitere ACE-Hemmer in Deutschland eingeführt worden. Kaum ein pharmazeutisches Unternehmen verzichtet heute auf ein Stück von diesem Kuchen.</p>
<p>Seit 1995 steht mit den Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern (AT-II-RB) eine weitere Substanzklasse zur Verfügung, die in das RAAS eingreift. Trotz einiger theoretischer Vorteile konnte bislang keine therapeutische Überlegenheit gegenüber den ACE-Hemmern nachgewiesen werden. Auf Grund ihrer Wirkweise sind bei den AT-II-RB die unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) Husten und angioneurotisches Ödem seltener als bei den ACE-Hemmern. Folgerichtig werden die 2-3fach teureren AT-II-RB (s. Tab. 1) bei ACE-Hemmer-induziertem Husten als Reservemittel empfohlen. Mittlerweile sind aber AT-II-RB längst keine Reservemittel mehr, und ihre Bedeutung hat sowohl im Forschungs- als auch im Werbungsvolumen stark zugenommen. Die ständige Präsentation dieser Substanzen auf Kongressen, in Fachzeitschriften, Broschüren und bei Besuchen der Pharmareferenten hat sich in der Verordnungshäufigkeit und den aufgewendeten Arzneimittelkosten deutlich niedergeschlagen (s. Tab. 2). 1999 wurden innerhalb nur eines Jahres 122 Millionen Tagesdosen AT-II-RB mehr verordnet als im Vorjahr; das entspricht einem Plus von 55%. Die AT-II-RB gehören damit zu den kostenintensivsten neuen Arzneimitteln der vergangenen Jahre und belasten das Arzneimittelbudget in Deutschland mit mehreren hundert Millionen DM/Jahr.</p>
<p>Einer der Gründe für den hohen Forschungs- und Werbeaufwand bei den AT-II-RB und das sinkende Interesse der Industrie an den &#8222;guten alten&#8220; ACE-Hemmern liegt sicherlich darin, daß der Patentschutz für einige ACE-Hemmer mittlerweile ausgelaufen ist und daher mit ihnen nicht mehr so viel Geld zu verdienen ist.</p>
<p><B>Vergleich der Pharmakodynamik zwischen ACE-Hemmern und AT-II-RB:</B> ACE-Hemmer hemmen das Angiotensin-Konversions-Enzym (ACE). Dadurch wird Angiotensin I (AT I) nicht in das wirksame Angiotensin II (AT II) umgewandelt und Bradykinin und weitere vasoaktive Substanzen nicht in inaktive Metabolite abgebaut. Der resultierende Mangel an AT II und der Überschuß an Bradykinin ist für die vasodilatierenden und natriuretischen Effekte und somit für die blutdrucksenkende Wirkung sowie für die Senkung der Vor- und Nachlast verantwortlich. Die Hemmung des ACE ist aber inkomplett, da auch andere Enzyme (z.B. Chymasen) in der Lage sind, AT I in AT II umzuwandeln.</p>
<p>AT-II-RB wirken peripherer im RAAS als ACE-Hemmer. Sie konkurrieren mit AT II um dessen Rezeptor, speziell um den Rezeptor AT1 (daher auch der Name AT1-Rezeptor-Antagonisten) in vielen Organen und Geweben. Es gibt noch einen AT2-Rezeptor und weitere Rezeptoren mit z.T. noch ungeklärten Funktionen. Die AT1- und AT2-Rezeptoren vermitteln, ähnlich dem Yin und Yang-Prinzip, teilweise gegensätzliche Wirkungen. Die für den Bluthochdruck und die Herzinsuffizienz wichtigsten Wirkungen werden über den AT1-Rezeptor vermittelt (s. Tab. 3).</p>
<p>AT-II-RB bieten gegenüber den ACE-Hemmern theoretisch einige Vorteile, die in den Werbebroschüren der Arzneimittelhersteller ausführlich hervorgehoben werden. So werden durch die Blockade des AT1-Rezeptors nicht nur dessen bei Hochdruck und Herzinsuffizienz unerwünschten Wirkungen (Yin) blockiert; AT II bindet in dieser Situation auch vermehrt an den AT2-Rezeptor und fördert damit seine günstigen Wirkungen (Yang).</p>
<p>Ein pharmakodynamischer Nachteil der AT-II-RB könnte darin liegen, daß &#8211; anders als bei den ACE-Hemmern &#8211; nicht vermehrt Bradykinin anfällt. Bradykinin hat aber durchaus zusätzliche erwünschte Effekte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wirkt z.B. über NO vasodilatierend (besonders in der Niere) und über tPA fibrinolytisch.</p>
<p><B>Verträglichkeit von AT-II-RB und ACE-Hemmern:</B> ACE-Hemmer besitzen zwei charakteristische UAW: Reizhusten und angioneurotisches Ödem. Beide werden auf erhöhte Konzentrationen von Bradykinin und Substanz P zurückgeführt. Die Häufigkeit von Reizhusten unter ACE-Hemmern wird bei etwa 8-9% der in Studien untersuchten Patienten angegeben. Einige Autoren gehen sogar von einer Häufigkeit bis zu 20% aus (2). Diese Diskrepanz läßt sich dadurch erklären, daß die UAW Husten &#8211; wie im übrigen die meisten UAW &#8211; mit dem Lebensalter zunimmt. So klagten in der STOP-Hypertension-2-Studie, in der ältere Hypertoniker mit drei verschiedenen Antihypertensiva vergleichend behandelt wurden, sogar 30% der Patienten über Reizhusten unter ACE-Hemmern (3; s.a. AMB 1994, <B>28</B>, 81). Unter AT-II-RB ist Husten wesentlich seltener (2-3,5%); er liegt im Bereich von Plazebo (4). Dies wird darauf zurückgeführt, daß bei der Behandlung mit AT-II-RB Bradykinin nicht akkumuliert. Die noch laufende SPICE-Studie (23) soll die Verträglichkeit des AT-II-RB Candesartancilexetil bei Patienten klären, die auf einen ACE-Hemmer mit Husten reagieren.</p>
<p>Eine andere gefürchtete UAW von ACE-Hemmern, die vorwiegend bei Frauen auftritt, ist das angioneurotische Ödem mit einer Häufigkeit von 0,1-0,2% (2; s.a. AMB 1992, <B>26</B>, 95; 1993, <B>27</B>, 77; 1994, <B>28</B>, 25; 1996, <B>30</B>, 37). Da auch bei der Entstehung dieser mitunter lebensbedrohlichen Komplikation Bradykinin eine wichtige Rolle spielt, galten die AT-II-RB in den ersten Jahren als unverdächtig. Mittlerweile ist jedoch bekannt, daß auch unter diesen vermehrt angioneurotische Ödeme beobachtet werden (vgl. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6015" target="_blank" rel="noopener">AMB 1998, <B>32</B>, 96a</a>; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6046" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>33</B>, 24a</a>). Nach Herstellerangaben liegt die Inzidenz bei etwa 0,025%. Es wird daher empfohlen, AT-II-RB nicht bei Patienten mit einer entsprechenden Anamnese zu verordnen. Außer diesen beiden UAW sind ACE-Hemmer nicht wesentlich schlechter verträglich als AT-II-RB (s. Tab. 4).</p>
<p><B>Wirksamkeit von AT-II-RB bei den wichtigsten Indikationen:</B> <I>Arterielle Hypertonie: </I>Im Experiment mit theoretisch äquipotenten Dosierungen ist die Blutdrucksenkung durch AT-II-RB etwas geringer als mit ACE-Hemmern (5). Dies wird darauf zurückgeführt, daß unter ACE-Hemmer-Therapie mehr vasodilatierendes Bradykinin anfällt. In einer Metaanalyse von 17 vergleichenden Studien zwischen ACE-Hemmern und AT1-Blockern im kanadischen Therapeutics Letter (6) kamen die Autoren zu dem Schluß, daß vermeintlich äquipotente Dosen eines ACE-Hemmers den systolischen Blutddruck im Mittel um 2 mm Hg stärker senken als ein AT1-Blocker. Andererseits wurde in der CLAIM-Studie (7) in einer 8-wöchigen prospektiven, randomisierten Untersuchung an 654 Hypertonikern gefunden, daß die einmalige Gabe von 32 mg Candesartancilexetil täglich den Blutdruck etwas stärker senkt als 100 mg Losartan einmal täglich (systolisch 13,3 mm Hg vs. 9,8 mm Hg und diastolisch 10,9 mm Hg vs. 8,7 mm Hg).</p>
<p>Hinsichtlich der Folgekrankheiten des Hochdrucks und anderer klinischer Endpunkte ist derzeit noch nicht bekannt, ob AT-II-RB den ACE-Hemmern gleichwertig sind. Es laufen zwar einige große prospektive Studien, in denen AT-II-RB mit anderen Antihypertensiva hinsichtlich wichtiger klinischer Endpunkte verglichen werden, z.B. LIFE: Losartan vs. Atenolol (9194 Patienten; 14), VALUE: Valsartan vs. Amlodipin (14400 Patienten; 15), SCOPE: Candesartancilexetil vs. Hydrochlorothiazid u.a. Antihypertensiva (4964 Patienten; 16). Eine große Überlebensstudie die AT-II-RB gegen ACE-Hemmer testet, liegt bisher nicht vor.</p>
<p><I>Herzinsuffizienz:</I> ACE-Hemmer senken die Sterblichkeit bei manifester Herzinsuffizienz verschiedener Genese im ersten Jahr um ca. 1,5%, im zweiten Jahr kumulativ um gut 3% und im vierten Jahr um knapp 4%. Zudem gibt es signifikant weniger Krankenhausaufenthalte und Myokardinfarkte. AT-II-RB scheinen bei Herzinsuffizienz ähnlich wirksam zu sein wie ACE-Hemmer. Diese Einschätzung entstammt der ELITE-II-Studie, bei der über 3000 ältere Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA II-IV) entweder mit dem AT-II-RB Losartan oder dem ACE-Hemmer Captopril behandelt wurden (8). Nach durchschnittlich 18 Monaten betrug die Sterberate in der AT-II-RB-Gruppe 17,7% und in der ACE-Hemmer-Gruppe 15,9% (p = 0,16; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5738" target="_blank" rel="noopener">AMB 2000, <B>34</B>, 51b</a>). Die viel kleinere ELITE-I-Studie hatte noch wenige Jahre zuvor bei einem ähnlichen Studiendesign Vorteile für die AT-II-RB-Behandlung ergeben mit einer deutlich geringeren Häufigkeit des Plötzlichen Herztods. Dieser Zufallsbefund, mit dem in Anzeigen und bunten Broschüren heftig geworben wurde, ist durch die Nachfolgestudie nicht bestätigt. Die Erfahrungen aus ELITE I sollten eine Warnung vor allzu schnellen und möglicherweise falschen Schlüssen aus kleinen Studien sein (s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5738" target="_blank" rel="noopener">AMB 2000, <B>34</B>, 51b</a>).</p>
<p>In der nicht primär als Überlebensstudie angelegten RESOLVD-Pilot-Studie (9) wurden 768 Patienten mit einer Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II-IV prospektiv 43 Wochen lang mit drei Regimen behandelt: Candesartan, Candesartan plus Enalapril oder Enalapril allein. Es stellte sich heraus, daß Candesartan hinsichtlich der klinischen Endpunkte (Herzinsuffizienz, 6-Minuten-Gehstrecke, Verbesserung der &#8222;Lebensqualität&#8220;) ähnlich effektiv ist wie Enalapril. Die Kombinationstherapie wirkte sich günstiger auf das linksventrikuläre Remodelling aus (Ejektionsfraktion, Ventrikeldurchmesser), nicht jedoch auf die klinischen Endpunkte nach 11 Monaten. Möglicherweise wird der erhoffte klinische Nutzen einer Kombinationstherapie (s.u.) erst nach einigen Jahren meßbar.</p>
<p>Ergebnisse der ganz ähnlich konzipierten Val-HeFT-Studie (13) wurden auf dem amerikanischen Herz-Kongreß im November 2000 vorgetragen; sie sind bislang aber noch nicht nachzulesen. In dieser Studie wurde herzinsuffizienten Patienten, die mit einer Standard-Therapie ausbehandelt waren (93% ACE-Hemmer, 85% Diuretika, 35% Betablocker, 65% Digitalis), plazebokontrolliert zusätzlich ein AT-II-RB verordnet. Durch dieses zusätzliche Medikament wurden Krankenhausaufnahmen seltener, und es besserte sich die Ejektionsfraktion; die Sterblichkeit nahm aber nicht ab.</p>
<p><I>Niereninsuffizienz: </I>AT II hat viele Wirkungen an den Nieren. Ein sehr bedeutsamer Effekt ist die Konstriktion der efferenten Arteriolen zur Erhöhung der glomerulären Filtrationsrate (GFR). Eine Hemmung des RAAS mit ACE-Hemmern führt zur intraglomerulären Drucksenkung und zur Verminderung der GFR. Dies ist bei eingeschränkter Nierenfunktion auch häufig mit einer Erhöhung des Kreatininwerts im Serum verbunden. Bei vielen Nierenerkrankungen und besonders bei Diabetikern spielen eine glomeruläre Hypertension und die Porengröße eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Unterhaltung der inflammatorisch wirkenden Proteinurie. Die Proteinurie ist auch ein wichtiger prognostischer Marker für die Progredienz einer Nierenerkrankung.</p>
<p>ACE-Hemmer wirken auch unabhängig von ihrer systemischen Blutdrucksenkung antiproteinurisch und können stärker als andere Antihypertensiva das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz bremsen (Stichwort und Werbeslogan: Renoprotektion; 10). In tierexperimentellen und kleineren Studien konnte gezeigt werden, daß die AT-II-RB ähnlich antiproteinurisch wirken wie die ACE-Hemmer (11).</p>
<p>Auf dem amerikanischen Hypertensiologie-Kongreß im Mai 2001 in San Francisco wurden die Ergebnisse von drei großen wichtigen Studien zur Progredienz der Nephropathie ohne und mit bereits fortgeschrittener Niereninsuffizienz und unterschiedlich starker Albuminurie bei hypertensiven Typ-2-Diabetikern unter einer Therapie mit den AT-II-RB Irbesartan bzw. Losartan in Abstracts vorgestellt. Es handelt sich um die IDNT-, die IRMA- und die RENAAL-Studie. Sie sind inzwischen im N. Engl. J. Med. auch veröffentlicht worden (17-19). Alle drei Studien haben eine günstige, d.h. renoprotektive Wirkung der AT-II-RB gefunden. Wir werden sie demnächst gesondert vorstellen und ausführlich besprechen.</p>
<p><I>Myokardinfarkt: </I>Zwei große Studien sollen überprüfen, ob der prophylaktische Einsatz von AT-II-RB früh nach Myokardinfarkt, ähnlich wie die ACE-Hemmer, zu einer Verbesserung der Prognose führt. Die OPTIMAAL-Studie (ca. 5000 Patienten; 20) testet den AT-II-RB Losartan gegen Captopril und die VALIANT-Studie (ca. 14500 Patienten; 21) den AT-II-RB Valsartan gegen Captopril bzw. gegen die Kombination Valsartan plus Captopril. Zu dieser Fragestellung sind derzeit noch keine Ergebnisse bekannt.</p>
<p><B>Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen AT-II-RB?</B> Bedingt durch ihre unterschiedliche Pharmakokinetik lassen sich theoretisch gewisse Differentialindikationen für die AT-II-RB ableiten (s. Tab. 5). So könnten bei Niereninsuffizienz Irbesartan, Telmisartan und Losartan bevorzugt werden und bei Leberinsuffizienz Candesartan, Valsartan oder Eprosartan. Im Ausmaß der Blutdrucksenkung scheint es leichte Unterschiede zu geben, wenngleich die vergleichenden Studien meist vom Hersteller der &#8222;besseren&#8220; Substanz bezahlt wurden und die Vergleichbarkeit der angewendeten Dosierungen problematisch ist. Hinsichtlich klinischer Endpunkte wie Schlaganfall, Tod usw. gibt es bisher keine Studie, die einen Hinweis darauf gibt, daß die eine oder andere Substanz wirksamer ist (12).<br /><B><br />Kombinationstherapie AT-II-RB plus ACE-Hemmer:</B> Wie schon oben ausgeführt, haben die ACE-Hemmer gegenüber den AT-II-RB den theoretischen Vorteil, daß vermehrt Bradykinin anfällt. Ein Überschuß an Bradykinin hat viele Wirkungen, die sich z.B. bei dem Syndrom Herzinsuffizienz günstig auf die Symptome und den Krankheitsverlauf auswirken könnten (Vasodilatation, antitrophe Wirkung, verbesserte Nierenperfusion u.a.). Dieser Effekt fehlt bei einer alleinigen Therapie mit AT-II-RB. Daher könnte die Kombinationstherapie mit ACE-Hemmer plus AT-II-RB einen Synergismus bewirken, der sich günstig auf die Prognose von Patienten mit Herzinsuffizienz, Hochdruck und Niereninsuffizienz auswirkt. Es gibt tierexperimentelle und klinische Hinweise darauf, daß die Kombinationstherapie &#8211; mehr als eine Monotherapie mit der einen oder anderen Substanzgruppe &#8211; wirksamer ist und günstige Wirkungen, z.B. auf die Pumpfunktion des kontraktionsgestörten Herzens, hat. Mehrere Studien untersuchen derzeit eine solche Kombinationstherapie bei verschiedenen Indikationen (Val-HeFT, 13; VALIANT, 21; CHARM, 22; ONTARGET, 24). Die ersten Ergebnisse (9) waren allerdings nicht sehr beeindruckend. Es ist jedoch möglich, daß sich der Nutzen einer Kombinationstherapie erst nach einigen Jahren zeigt, wenn die theoretisch günstigen Wirkungen auf die negativen Umbauprozesse, z.B. am Myokard nach Infarkt, sich voll auswirken.</p>
<p><B>Literatur<br /></B><br />1. Arzneiverordnungs-Report 2000. Hrsg.: U. Schwabe und D. Paffrath. Springer, Berlin, Heidelberg 2001.<br />2. Müller-Oerlinghausen, B., Lasek, R., Düppenbecker, H., Munter, K.H. (Hrsg.): Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Urban &#038; Fischer, München 1999, S. 237 u. 269.<br />3. Hansson, L., et al. (STOP-Hypertension = <B>S</B>wedish <B>T</B>rial in <B>O</B>ld <B>P</B>atients with Hypertension): Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10577635&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>354</B>, 1751</a>.<br />4. Schrader, J., Lüders, S., in: Angiotensin II AT1-Rezeptorantagonisten. Hrsg.: Dominiak, P., Unger, T., Steinkopff Verlag, Darmstadt 1999, S.145-151.<br />5. Gainer, J.V., et al. N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9791144&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>339</B>, 1285</a>.<br />6. Therapeutics Letter 1999, <B>28.</B><br />7. Bakris, G., et al. (CLAIM study): J. Clin. Hypertens. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11416677&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>3</B>, 16</a>.<br />8. Pitt, B., et al. (ELITE II = <B>E</B>valuation of <B>L</B>osartan <B>I</B>n <B>T</B>he <B>E</B>lderly study II): Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10821361&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>355</B>, 1582</a>.<br />9. McKelvie, R.S., et al. (RESOLVD = <B>R</B>andomized <B>E</B>valuation of <B>S</B>tratagies f<B>O</B>r <B>L</B>eft <B>V</B>entricular <B>D</B>ysfunction): Circulation, .<br />10. Maschio, G., et al.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8596594&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>334</B>, 939</a>.<br />11. Mogensen, C.E., et al. (CALM = <B>C</B>andesartan <B>A</B>nd <B>L</B>isinopril <B>M</B>icroalbuminuria study): Brit. Med. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11110735&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>321</B>, 1440</a> und <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11379586&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>322</B>, 1183</a>.<br />12. Burnier, M., und Brunner, H.R.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10696996&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>355</B>, 637</a>.<br />13. Cohn, J.N., et al. (Val-HeFT = <B>Val</B>sartan <B>He</B>art <B>F</B>ailure <B>T</B>rial): Eur. J. Heart Fail. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11113722&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>2</B>, 439</a>.<br />14. Okin, P.M., et al. (LIFE = <B>L</B>osartan <B>I</B>ntervention <B>F</B>or <B>E</B>ndpoint reduction in hypertension): Hypertension <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11082141&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>36</B>, 766</a>.<br />15. Mann, J., und Julius,S. (VALUE = <B>V</B>alsartan <B>A</B>ntihypertensive <B>L</B>ong-term <B>U</B>se <B>E</B>valuation): Blood Press. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9758088&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>7</B>, 176</a>.<br />16. Hansson, L., et al. (SCOPE = <B>S</B>tudy on <B>CO</B>gnition and <B>P</B>rognosis in the <B>E</B>lderly): Blood Press. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10855739&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>9</B>, 146</a>.<br />17. Lewis, E.J., et al. (IDNT = <B>I</B>rbesartan <B>D</B>iabetic <B>N</B>ephropathy <B>T</B>rial): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11565517&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>345</B>, 851</a>.<br />18. Parving, H.-H., et al. (IRMA II = <B>IR</B>besartan in patients with Type 2 diabetes and <B>M</B>icro<B>A</B>lbuminuria study group): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11565519&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>345</B>, 870</a>.<br />19. Brenner, B.M., et al. (RENAAL = <B>R</B>eduction of <B>E</B>ndpoints in <B>N</B>on-insulin-dependent diabetes mellitus with the <B>A</B>ngiotensin II <B>A</B>ntagonist Losartan study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11565518&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>345</B>, 861</a>.<br />20. Dickstein, K., und Kjekshus, J.: (OPTIMAAL = <B>OP</B>timal <B>T</B>rial <B>I</B>n <B>M</B>yocardial Infarction with the <B>A</B>ngiotensin II Antagonist <B>L</B>osartan): Am. J. Cardiol.<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10073846&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>83</B>, 477</a>.<br />21. Pfeffer, M.A., et al. (VALIANT = <B>VAL</B>sartan <B>I</B>n <B>A</B>cute myocardial i<B>N</B>farction <B>T</B>rial): Am. Heart. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11054617&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>140</B>, 727</a>.<br />22. Swedberg, K., et al. (CHARM = <B>C</B>andesartan in <B>H</B>eart failure &#8211; <B>A</B>ssessment of <B>R</B>eduction in <B>M</B>ortality and morbidity): J. Card. Fail. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10496201&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>5</B>, 276</a>.<br />23. Bart, B.A., et al. (SPICE = <B>S</B>tudy of <B>P</B>atients <B>I</B>ntolerant of <B>C</B>onverting <B>E</B>nzyme inhibitors): Eur. Heart J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10448027&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>20</B>, 1182</a>.<br />24. ONTARGET = <B>ON</B>going <B>T</B>elmisartan <B>A</B>lone and in combination with <B>R</B>amipril <B>G</B>lobal <B>E</B>ndpoint <B>T</B>rial; 2001 begonnene Studie.<br /><U> </U> </p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2001/10/Abbildung-2001-73-5.gif" alt="Abbildung 2001-73-5.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Leserbriefe: Nochmals: Angioneurotisches Ödem als Nebenwirkung von Losartan</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbriefe-nochmals-angioneurotisches-oedem-als-nebenwirkung-von-losartan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 1999 11:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angioneurotisches Ödem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prof. Dr. H.W. aus Würzburg schreibt: >> Das gehäufte Vorkommen von Angioödemen nach Losartan (AMB 1998, 32, 96b) läßt aufhorchen, ebenso die Beobachtung, daß in der angeführten Originalarbeit (Arch. Int. Med. 1998, 158, 2063) Frauen häufiger als Männer (11 vs. 2) betroffen waren. Ein gleiches Geschlechterverhältnis sei auch für ACE-Hemmer-assoziierte Angioödeme gefunden worden, wobei wohl [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. H.W. aus Würzburg schreibt: >> Das gehäufte Vorkommen von Angioödemen nach Losartan (<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6016" target="_blank" rel="noopener">AMB 1998, <B>32</B>, 96b</a>) läßt aufhorchen, ebenso die Beobachtung, daß in der angeführten Originalarbeit (Arch. Int. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9778207&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>158</B>, 2063</a>) Frauen häufiger als Männer (11 vs. 2) betroffen waren. Ein gleiches Geschlechterverhältnis sei auch für ACE-Hemmer-assoziierte Angioödeme gefunden worden, wobei wohl auf eine Erhebung in Holland (1991) Bezug genommen wird. Diese Anmerkung ist angesichts der umfangreichen Daten in der Weltliteratur nicht zutreffend (vgl. Übersicht Sabroe, R.A., et al.: Brit. J. Dermatol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9068723&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>136</B>, 153</a>). In kleineren publizierten Kollektiven finden sich auch Männer vorrangig vertreten. Man sollte demnach die Augen für zu erwartende Angioödeme unter Angiotensin-ll-Rezeptor-Blockern für beide Geschlechter offenhalten. Besonders der lntensiv-/Notfall- und auch der HNO-Mediziner muß sich mit der Möglichkeit vital bedrohter Patienten durch eine neue Stoffklasse vertraut machen; dies gilt wahrscheinlich auch nach monate- oder jahrelanger problemloser Anwendung, wie dies relativ spät für die ACE-Hemmer erkannt wurde (Anästhesiol. lntensivmed. Notfallmed. Schmerzther. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9825047&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>33</B>, 637</a>). Das längste Intervall bis zum Auftreten des Angioödems mit Beteiligung des Rachenraums unter Losartan (Fall 1 in obiger Publikation) betrug 16 Monate! <<</p>
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		<title>Angioneurotisches Ödem als Nebenwirkung von Losartan</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/angioneurotisches-oedem-als-nebenwirkung-von-losartan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 1998 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angioneurotisches Ödem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das angioneurotische Ödem ist eine relativ seltene Nebenwirkung der Therapie mit ACE-Hemmern (s.a. AMB 1992, 26, 95; 1993, 27, 77; 1994, 28, 25). Man hat dieses Phänomen bisher damit erklärt, daß ACE-Hemmer nicht nur die Bildung von Angiotensin II hemmen, sondern auch den Abbau des Vasodilatators Bradykinin, der in der Pathogenese dieses Ödems eine Rolle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das angioneurotische Ödem ist eine relativ seltene Nebenwirkung der Therapie mit ACE-Hemmern (s.a. AMB 1992, <B>26</B>, 95; 1993, <B>27</B>, 77; 1994, <B>28</B>, 25). Man hat dieses Phänomen bisher damit erklärt, daß ACE-Hemmer nicht nur die Bildung von Angiotensin II hemmen, sondern auch den Abbau des Vasodilatators Bradykinin, der in der Pathogenese dieses Ödems eine Rolle spielt.</p>
<p>Da Losartan und andere Angiotensin-ll-Rezeptor-Antagonisten den Abbau von Bradykinin nicht hemmen, wurde erwartet, daß sie das Risiko, ein angioneurotisches Ödem zu entwickeln, nicht erhöhen. Diese Hoffnung hat getrogen (s.a. AMB 1996, <B>30</B>, 37). Holländischen Institutionen zur Uberwachung der Arzneimittelsicherheit wurden seit der Einführung von Losartan im Jahre 1995 bis zum Mai 1997 13 Fälle bekannt, bei denen ein Angioödem mit der Einnahme des Antihypertensivums Losartan in Zusammenhang gebracht werden mußte. Darüber berichteten E.W. van Rijnsoever et al. (Arch. Intern. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9778207&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>158</B>, 2063</a>). Das Ödem trat 24 Stunden bis 16 Monate nach Beginn der Therapie auf und verschwand unmittelbar nach dem Absetzen. Elf Patienten waren Frauen und zwei Männer. Dieses Geschlechterverhältnis ist auch beim ACE-Hemmer-induzierten Angioödem beobachtet worden. Drei der Patienten hatten zuvor nach ACE-Hemmern bereits ein Angioödem entwickelt. Auch in der Datenbank des BfArM finden sich 19 Berichte dieser Nebenwirkung. Die Pathogenese des Angioödems unter Angiotensin-ll-Rezeptor-Antagonisten ist somit völlig unklar.</p>
<p>Es empfiehlt sich, Angiotensin-ll-Rezeptor-Antagonisten (Candesartan, Eprosartan, Irbesartan, Losartan, Valsartan) nicht solchen Patienten zu verordnen, die bereits ein angioneurotisches Ödem hatten, insgesamt auf diese Nebenwirkung vermehrt zu achten und sie zu melden.</p>
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