Schlagwort: Azetylsalizylsäure

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Analgetika und Antiphlogistika in der Schwangerschaft

Zusammenfassung: Paracetamol und Ibuprofen sind Analgetika/Antipyretika bzw. Antiphlogistika der ersten Wahl in der Schwangerschaft. Paracetamol darf in allen Phasen und Ibuprofen bis zur 30. Schwangerschaftswoche gegeben werden. Reservemittel sind Diclofenac, Codein in Kombination mit Paracetamol oder erprobte Opioide wie Tramadol. Pethidin hat sich in der Geburtsphase bewährt. Es ist nicht auszuschließen, daß Prostaglandinantagonisten durch Hemmung […]

Ximelagatran und Azetylsalizylsäure zur Sekundärprophylaxe nach akutem Myokardinfarkt: Die ESTEEM-Studie

Wir haben im Januar 2003 erstmals über Ximelagatran (Exanta), ein neues, oral verabreichbares Antikoagulans bei der Indikation Beinvenen-Thrombose berichtet (1). Das besondere an dieser Substanz ist, daß die INR-Kontrollen, wie sie bei den Vitamin-K-Antagonisten notwendig sind, entfallen. Außerdem soll es weniger Interaktionen mit anderen Substanzen und mit der Nahrung geben. Nun soll die Indikation von […]

Hyperlipidämie behindert Hemmung der Plättchenaggregation durch Azetylsalizylsäure

Bei manchen Patienten ist die Hemmung der Plättchenaggregation durch Azetylsalizylsäure (ASS) sehr gering, so daß sie dadurch kaum vor thrombotischen Komplikationen geschützt werden. Es gibt Hinweise dafür, daß eine Hyperlipidämie zu dieser ASS-Resistenz beitragen kann. Aus diesem Grund führten M. Friend et al. aus den USA eine Pilotstudie durch, in die 56 Patienten (72% Männer) […]

Irreführende Werbung in der Zweiten und Dritten Welt

Vom 19.-21. September 2002 trafen sich die Herausgeber der unabhängigen Arzneimittel-Informationsblätter in Dubrovnik. Sie sind seit 1986 in der International Society of Drug Bulletins (ISDB) zusammengeschlossen, der auch DER ARZNEIMITTELBRIEF angehört. Die Mitglieder sind in ihrer Informationspolitik nur der Gesundheit der Patienten verpflichtet und nicht dem Umsatz der Pharmaindustrie und nicht dem Wohlergehen der Versicherungen […]

„Aspirin-Resistenz“

Niedrig dosierte Azetylsalizylsäure (ASS) inaktiviert zu über 95% das Enzym Zyklooxygenase (COX-1-Isoform). In den kernlosen Thrombozyten ist diese COX-1-Hemmung irreveriblel. Als Folge wird u.a. die Thromboxan-A2-Synthese vermindert und die Aggregationsfähigkeit der Thrombozyten um 80% reduziert. In zahllosen Studien konnte nachgewiesen werden, daß diese Thrombozytenfunktionshemmung durch ASS einen großen Nutzen in Therapie und Sekundärprophylaxe kardiovaskulärer Erkrankungen […]

Die Kombination von Azetylsalizylsäure und Antikoagulanzien nach Myokardinfarkt ist ohne zusätzlichen Nutzen. Die CHAMP-Studie

In den Jahren 1992-97 wurden an 78 Veterans Affairs Medical Centers in den USA über 20000 Patienten mit akutem Myokardinfarkt behandelt. Ein Viertel dieser Patienten (n = 5059) wurden in die CHAMP-Studie (Combination Hemotherapy And Mortality Prevention; Fiore, L.D., et al.: Circulation 2002, 105, 557) eingeschlossen. Sie erhielten innerhalb von 14 Tagen nach dem Infarkt […]

Leserbrief: Phenprocumon oder Azetylsalizylsäure oder beides?

Dr. F.R. aus Berlin schreibt: >> Ein Patient mit peripherer arterieller Verschlußkrankheit und beidseitigem Femoralarterien-Bypass (Allografts) erhielt eine Dauerantikoagulation mit Phenprocoumon (Marcumar u.a.) zur Verschlußprophylaxe. Wegen Stenokardien wurden nach drei Jahren Koronar-Bypässe notwendig. In Folge dessen wurde die vorbestehende Antikoagulanzien-Therapie um 100 mg Azetylsalizylsäure/d (ASS) erweitert. Ich hielt diese Doppeltherapie für nicht verantwortbar. Die behandelnden […]

Azetylsalizylsäure oder orale Antikoagulanzien nach nicht-kardioembolischem Schlaganfall

Patienten nach Schlaganfall haben ein hohes Risiko für ein Rezidiv. Die beste Rezidivprophylaxe nach einem kardioembolischen Insult (bei Vorhofflimmern) ist eine niedrig dosierte Antikoagulation. Bei einer signifikanten Stenose der Arteria carotis interna auf der Seite des Schlaganfalls ist die Endarteriektomie Therapie der Wahl. Bei zwei Dritteln aller Schlaganfälle findet sich aber keine dieser beiden genannten […]

Niedrig dosierte Azetylsalizylsäure und Vitamin E zur Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse

Kürzlich haben wir über den unerwarteten Befund berichtet, daß gastrointestinale Blutungen bei längerfristiger Einnahme von Azetylsalizylsäure (ASS) weitgehend unabhängig von der Tagesdosis sind (1). Da auch kleine ASS-Dosen ein gastrointestinales Blutungsrisiko haben, muß man sich also überlegen, ob man einem älteren Menschen ASS zur Primärprävention kardiovaskulärer Komplikationen empfehlen kann. In einer jetzt im Lancet erschienenen […]

Azetylsalizylsäure und Magenblutungen

Es ist gesichert, daß die regelmäßige prophylaktische Einnahme von Azetylsalizylsäure (ASS) koronare Ereignisse, Schlaganfälle und Thromboembolien bei Vorhofflimmern signifikant reduzieren kann. Nach dem Prinzip „No gain without pain“ müssen auf der anderen Seite vermehrt gastrointestinale (GI) Blutungen und eine verlängerte Blutungszeit bei Unfällen oder Notoperationen in Kauf genommen werden. S. Derry und Y.K. Loke aus […]