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	<title>Bestrahlung Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Aug 2003 10:01:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Benötigen Patienten mit fortgeschrittenem M. Hodgkin eine adjuvante Bestrahlung nach der Polychemotherapie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2003 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bestrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Lymphogranulomatose]]></category>
		<category><![CDATA[M. Hodgkin]]></category>
		<category><![CDATA[Polychemotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Zytostatika]]></category>
		<category><![CDATA[Zytostatische Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser wichtigen Frage widmete sich eine Studie der European Organization for Research and Treatment of Cancer Lymphoma Group (Aleman, B.M.P., et al.: N. Engl. J. Med. 2003, 348, 2396). Der Nutzen einer adjuvanten lokalen Bestrahlung der bei Erstdiagnose betroffenen nodalen oder extranodalen Manifestationen nach Erreichen einer kompletten Remission (CR) durch Polychemotherapie wird auf Grund der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser wichtigen Frage widmete sich eine Studie der European Organization for Research and Treatment of Cancer Lymphoma Group (Aleman, B.M.P., et al.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12802025&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>348</b>, 2396</a>). Der Nutzen einer adjuvanten lokalen Bestrahlung der bei Erstdiagnose betroffenen nodalen oder extranodalen Manifestationen nach Erreichen einer kompletten Remission (CR) durch Polychemotherapie wird auf Grund der Ergebnisse verschiedener randomisierter Studien zunehmend bezweifelt. Darüber hinaus führt die Bestrahlung zu einem vermehrten Auftreten von soliden Tumoren im Bestrahlungsfeld, und die Kombination von Polychemotherapie und Bestrahlung erhöht eindeutig das Risiko spät auftretender Komplikationen, wie z.B. Zweitneoplasien oder kardiovaskuläre Erkrankungen (vgl. AMB 1992, <b>26</b>, 95). Patienten mit unbehandeltem M. Hodgkin (Stadium III oder IV) im Alter von 15-70 Jahren wurden in der zwischen 1989 und 2000 durchgeführten europäischen Studie zunächst mit der Kombinationschemotherapie MOPP-ABV (s. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6306" target="_blank" rel="noopener">AMB 2003, <b>37</b>, 52</a>) behandelt und nach Erreichen einer CR nach 6-8 Zyklen Polychemotherapie randomisiert (keine weitere Behandlung versus lokale, ”Involved-field”-Bestrahlung). Alle Patienten in partieller Remission (PR) nach 6 Zyklen Polychemotherapie erhielten eine lokale Bestrahlung. Die Dosis der Bestrahlung (16-30 Gy) richtete sich nach Lokalisation des M. Hodgkin (nodal versus extranodal) und Therapieergebnis nach 6 Zyklen (PR versus CR). Primäres Ziel der Studie war die Beantwortung der Frage, ob eine adjuvante Bestrahlung das rezidivfreie Überleben nach 3 Jahren bei Patienten in CR nach Polychemotherapie verlängert. Sekundäre Endpunkte waren ereignisfreies Überleben und Gesamtüberleben. Die Auswertung erfolgte entsprechend dem ”Intention-to-treat”-Prinzip. Von insgesamt 739 Patienten erreichten 421 (57%) eine CR nach Polychemotherapie, von denen nach Randomisierung 161 Patienten keine Bestrahlung und 172 Patienten eine adjuvante Radiotherapie erhielten. 88 Patienten wurden nicht randomisiert. Gründe hierfür waren u.a. Verweigerung der Randomisierung durch Patienten oder Ärzte und Protokollverletzung. Nach einer medianen Beobachtungszeit von 79 Monaten unterschieden sich beide Therapiearme weder im rezidiv- und ereignisfreien Überleben noch im Gesamtüberleben signifikant (Tab. 1). Zweitneoplasien traten in einem Zeitraum von 9-112 Monaten nach Beginn der Chemotherapie bei 6 Patienten ohne und bei 15 Patienten (vorwiegend akute Leukämien oder myelodysplastische Syndrome) mit adjuvanter lokaler Bestrahlung auf (p = 0,05). Bemerkenswert sind die Therapieergebnisse der Patienten mit partieller Remission nach Polychemotherapie (n = 250; 34%), die in jedem Fall zusätzlich bestrahlt wurden, und von denen 79% ereignisfrei bzw. 87% insgesamt 5 Jahre überlebten. Vermutlich befand sich jedoch ein Teil dieser Patienten nach Abschluß der Polychemotherapie bereits in CR, da die Beurteilung der Remissionsqualität nach Polychemotherapie bei Patienten mit M. Hodgkin häufig schwierig ist und nicht immer sicher zwischen aktiver Erkrankung und residualer Fibrose (z.B. bei Mediastinaltumor) unterschieden werden kann.</p>
<p><b>Fazit:</b> Patienten mit fortgeschrittenem M. Hodgkin und kompletter Remission nach Polychemotherapie benötigen nach den Ergebnissen dieser europäischen multizentrischen Studie keine adjuvante lokale Bestrahlung. Demgegenüber profitieren Patienten in partieller Remission vermutlich von einer konsolidierenden Bestrahlung. Die guten Therapieergebnisse bei dieser Patientengruppe sprechen gegen eine frühzeitige Therapieintensivierung (z.B. mittels Hochdosis-Chemotherapie) bei den Patienten, die nach adäquater Polychemotherapie keine komplette Remission erreicht haben.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2003/08/Abbildung-2003-61a-1.gif" alt="Abbildung 2003-61a-1.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Mit Medikamenten beschichtete Stents, eine Revolution?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/mit-medikamenten-beschichtete-stents-eine-revolution/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2002 11:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Adriamycin]]></category>
		<category><![CDATA[Bestrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[INHIBIT-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Koronar-Stent]]></category>
		<category><![CDATA[Rapamycin]]></category>
		<category><![CDATA[RAVEL-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Sirolimus]]></category>
		<category><![CDATA[Stent]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ca. 200000 Koronarangioplastien werden jährlich in Deutschland durchgeführt, meistens mit, oft aber auch ohne strenge Indikation. Den Koronararterien sind die Motive des Eingriffs egal, sie reagieren stets mit einer Entzündungs- und Heilreaktion. Das dilatierte Segment neigt nach der Traumatisierung jedoch zur Narbenbildung und zur Restenose. Dieses Phänomen wird bei ca. 30% der Patienten klinisch relevant, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ca. 200000 Koronarangioplastien werden jährlich in Deutschland durchgeführt, meistens mit, oft aber auch ohne strenge Indikation. Den Koronararterien sind die Motive des Eingriffs egal, sie reagieren stets mit einer Entzündungs- und Heilreaktion. Das dilatierte Segment neigt nach der Traumatisierung jedoch zur Narbenbildung und zur Restenose. Dieses Phänomen wird bei ca. 30% der Patienten klinisch relevant, meist innerhalb des ersten halben Jahres. Besonders Diabetiker, aber auch bestimmte Familien, leiden verstärkt unter dieser Narbenbildung. Seit Jahren ist es eine Vision interventioneller Kardiologen, die Bildung dieser Restenosen ganz zu verhindern. Für dieses Ziel wurden in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen. Ein erster bedeutsamer Schritt war die Einführung der Stents Ende der 80er Jahre. Diese machten nicht nur die Interventionen sicherer, sondern senkten auch die Restenoserate. Eine weitere Verbesserung der Langzeitergebnisse brachten die ADP-Rezeptor-Blocker (Ticlopidin, Clopidogrel). Aber mit diesen Mitteln sind die Probleme der Restenosierung keineswegs gelöst. Einen gewissen Durchbruch brachte die intrakoronare Bestrahlung. Mit Hilfe dieser Technik konnte die Restenosierung auch bei problematischen Patienten auf ein sehr niedriges Niveau gesenkt werden, im übrigen auch mit günstigen klinischen Resultaten (weniger Herzinfarkte, weniger Reinterventionen, längeres Überleben). Aber diese Methode ist sehr teuer und kann nur mit erheblichem Aufwand an Gerät und Personal durchgeführt werden (INHIBIT-Studie = <b>IN</b>timal <b>H</b>yperplasia <b>I</b>nhibition with <b>B</b>eta <b>I</b>nstent <b>T</b>rial: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11867107&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2002, <b>359</b>, 551</a>).</p>
<p>Eine weitere Neuerung steht kurz vor der Markteinführung. Es werden nun Stents angeboten, die auf ihrer Oberfläche eine Polymerschicht tragen. An diese Polymere sind Medikamente gebunden, die nach einer bestimmbaren Kinetik vom Stent abgegeben werden (&#8222;Drug eluting stents&#8220;). Diese Medikamente hemmen lokal die Intimaproliferation und damit die Restenosierung. Viele Stent-Hersteller haben intensiv auf diesem Gebiet geforscht, da hier ein großer Markt gesehen wird. Viele Substanzen, die in den Zellzyklus eingreifen, wurden getestet, teilweise mit sehr guten Ergebnissen (Rapamycin, Adriamycin u.a.). In der bislang nur als Abstract bzw. als Kongreßvortrag veröffentlichten RAVEL-Studie (<b>RA</b>ndomized study with the sirolimus-eluting Bx <b>VEL</b>ocity balloon-expandable stent) wurde ein mit Sirolimus beschichteter Stent bei über 300 Patienten eingelegt (s. Übersichtsarbeit bei Poon, M., et al.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11867133&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2002, <b>359</b>, 619</a>). In den folgenden 6 Monaten kam es bei keinem Patienten zur Restenose. Andere Firmen, die ihre Stents mit anderen proliferationshemmenden Substanzen versehen, sind wohl ähnlich erfolgreich. Wenn dies alles so stimmt, wie es derzeit publiziert und propagiert wird, dann steht der interventionellen Kardiologie eine Revolution bevor. Diese Revolution wirkt sich möglicherweise günstig für Koronarkranke aus, ungünstig aber für das Gesundheitswesen. Die &#8222;Drug eluting stents&#8220; werden nämlich sehr teuer sein und die Sonderentgelte für Ballondilatationen schon fast alleine aufbrauchen. Die Kardiologen stehen also künftig vor der Frage, wer einen solchen &#8222;Wunder-Stent&#8220; erhalten soll und wer nicht. Vielleicht hilft eine strengere, d.h. generell gesicherte Indikation zur Einlage von Stents aus diesem Dilemma.</p>
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		<title>Intrakoronare Radiotherapie</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/intrakoronare-radiotherapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 1999 10:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bestrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Koronarangiografie]]></category>
		<category><![CDATA[Koronarangiographie]]></category>
		<category><![CDATA[PCI]]></category>
		<category><![CDATA[Perkutane Koronarintervention]]></category>
		<category><![CDATA[Perkutane transluminale koronare Angioplastie]]></category>
		<category><![CDATA[PTCA]]></category>
		<category><![CDATA[Radiotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[SCRIPPS-Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Lösung des Restenoseproblems nach erfolgreicher koronarer Ballondilatation werden mehrere Wege beschritten. Neben Stent-Implantation und der Pharmakotherapie (ADP-Blocker, GIIb/Illa-Blocker) ist die intrakoronare Bestrahlung ein innovatives und möglicherweise erfolgversprechendes Verfahren. Mit der SCRIPPS-Studie (Scripps-Clinic Coronary Radiation to Inhibit Proliferation Post-Stenting) wurden nun die ersten Langzeitergebnisse einer solchen Radiotherapie vorgelegt (Teirstein, P.S., et al.: Circulation 1999, 99, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Lösung des Restenoseproblems nach erfolgreicher koronarer Ballondilatation werden mehrere Wege beschritten. Neben Stent-Implantation und der Pharmakotherapie (ADP-Blocker, GIIb/Illa-Blocker) ist die intrakoronare Bestrahlung ein innovatives und möglicherweise erfolgversprechendes Verfahren. Mit der SCRIPPS-Studie (<B>S</B>cripps-Clinic <B>C</B>oronary <B>R</B>adiation to <B>I</B>nhibit <B>P</B>roliferation <B>P</B>ost-<B>S</B>tenting) wurden nun die ersten Langzeitergebnisse einer solchen Radiotherapie vorgelegt (Teirstein, P.S., et al.: Circulation <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9892590&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>99</B>, 243</a>).</p>
<p>In einem prospektiven, randomisierten und doppeltblinden Studiendesign wurden 55 Patienten mit klinisch manifesten Restenosen mindestens 4 Wochen nach der primären Koronarintervention eingeschlossen. Es erfolgte eine erneute PTCA mit oder ohne Stent-Einlage. Dann wurde doppeltblind bei 26 Patienten eine Strahlenquelle (<sub>192</sub>1r) für 20 bis 45 Minuten an die Läsion gebracht (800-3000 cGy) und bei den übrigen 29 Patienten ein Strahlen-Plazebo. Die bereits veröffentlichten Ein-Jahres-Ergebnisse zeigten, daß bei den bestrahlten Patienten bei 11% eine Reintervention notwendig wurde gegenüber 44% in der Plazebo-Gruppe (p > 0,01).</p>
<p>Die Zwei-Jahres-Ergebnisse zeigen ein nahezu identisches Ergebnis. Eine Revaskularisation wurde bei 15% der Bestrahlten und bei 45% der übrigen Patienten notwendig. Die klinischen Daten, wie Häufigkeit von Tod oder Myokardinfarkt, wichen allerdings zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant voneinander ab. Unerwünschte Wirkungen der Bestrahlung wurden nicht beobachtet, wobei die Autoren selbst darauf hinweisen, daß Tumore nach Bestrahlung in der Regel erst nach 3 bis 7 Jahren auftreten.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die intrakoronare Bestrahlung ist offenbar eine effektive Methode zur Prävention von Restenosierungen nach Koronarinterventionen. Der sicherheitstechnische Aufwand ist allerdings erheblich, und über die biologischen Langzeitfolgen dieser Bestrahlung kann bislang noch keine Aussage gemacht werden.</p>
<p>The post <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/intrakoronare-radiotherapie/">Intrakoronare Radiotherapie</a> appeared first on <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten">Der Arzneimittelbrief</a>.</p>
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