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	<title>Cladribin Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Medikamente für seltene Krankheiten: 10 Jahre nach Zulassung häufig noch unzureichende Kenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/medikamente-fuer-seltene-krankheiten-10-jahre-nach-zulassung-haeufig-noch-unzureichende-kenntnisse-zu-wirksamkeit-und-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hiwot]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2016 00:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Arzneimittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2016, 50, 62b Medikamente für seltene Krankheiten: 10 Jahre nach Zulassung häufig noch unzureichende Kenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit Fazit: Die Analyse der nach Zulassung von sechs Orphan drugs im Jahr 2004 durchgeführten Studien verdeutlicht erneut, wie lückenhaft die Erkenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit dieser beschleunigt zugelassenen Arzneimittel auch 10 Jahre nach Zulassung noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2016, <strong>50</strong>, <span id="ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr">62b</span></p>
<h2>Medikamente für seltene Krankheiten: 10 Jahre nach Zulassung häufig noch unzureichende Kenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit</h2>
<p><b>Fazit:</b> Die Analyse der nach Zulassung von sechs Orphan drugs im Jahr 2004 durchgeführten Studien verdeutlicht erneut, wie lückenhaft die Erkenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit dieser beschleunigt zugelassenen Arzneimittel auch 10 Jahre nach Zulassung noch sind. Orphan drugs mit häufig unzureichenden Belegen für ihre Wirksamkeit und Sicherheit gefährden Patienten und belasten mit ihren meist überhöhten Preisen unser solidarisch finanziertes Gesundheitssystem. Auch wir halten deshalb eindeutige Auflagen der EMA hinsichtlich der nach Zulassung durchzuführenden klinischen Studien für erforderlich, ebenso wie Sanktionen – z.B. Marktrücknahme bzw. Beauftragung unabhängiger Institutionen, die erforderlichen Studien nach Zulassung durchzuführen&#8230; <b><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2016&amp;S=62b"><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</strong></a></b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel</b></p>
<p><a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Orphan%20drugs," target="_self">Orphan drugs,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Zulassung," target="_self">Zulassung,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Arzneimittel," target="_self">Arzneimittel,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Medikamente," target="_self">Medikamente,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Anagrelid," target="_self">Anagrelid,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Cladribin," target="_self">Cladribin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Mitotan," target="_self">Mitotan,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=FIRM-ACT-Studie," target="_self">FIRM-ACT-Studie,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: Zulassung,</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=30b" target="_self">Nochmals: Mängel bei der Zulassung medizintechnischer Produkte</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=30b" target="_self">2014, <b>48</b>, 30b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=16DB01" target="_self">Zulassung neuer Arzneimittel durch die FDA – ist die Evidenz aus den klinischen Studien ausreichend?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=16DB01" target="_self">2014, <b>48</b>, 16DB01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=16DB01" target="_self">Zulassung neuer Arzneimittel durch die FDA – ist die Evidenz aus den klinischen Studien ausreichend?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=16DB01" target="_self">2014, <b>48</b>, 16DB01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=88DB01" target="_self">Die Zulassung von Medizinprodukten in Europa – wer will, der kann</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=88DB01" target="_self">2012, <b>46</b>, 88DB01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=15b" target="_self">Qualitätsmängel und fehlende Nachbeobachtung bei Medizinprodukten. Wir brauchen bessere Kontrollen und „Implantat-Vigilanz&#8220;</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=15b" target="_self">2012, <b>46</b>, 15b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=23a" target="_self">Wie strukturelle Veränderungen bei den Zulassungsbehörden zu Arzneimittelrisiken führen</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=23a" target="_self">2009, <b>43</b>, 23a</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>2-Chlordesoxyadenosin plus Prednison versus Chlorambucil plus Prednison als primäre Therapie bei chronischer lymphatischer Leukämie</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/2-chlordesoxyadenosin-plus-prednison-versus-chlorambucil-plus-prednison-als-primaere-therapie-bei-chronischer-lymphatischer-leukaemie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jan 2001 11:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2-Chlordesoxyadenosin]]></category>
		<category><![CDATA[Chlorambucil]]></category>
		<category><![CDATA[Chronische lymphatische Leukämie]]></category>
		<category><![CDATA[Cladribin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/2001/2-chlordesoxyadenosin-plus-prednison-versus-chlorambucil-plus-prednison-als-primaere-therapie-bei-chronischer-lymphatischer-leukaemie</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir haben in den vergangenen Jahren wiederholt über randomisierte klinische Studien zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) berichtet, in denen &#8211; abhängig vom Stadium der Erkrankung &#8211; Chlorambucil (CBL) plus Kortikosteroide (z.B. Prednison) mit abwartendem Verhalten bzw. intensiver Kombinationschemotherapie verglichen wurden (s. AMB 1990, 24, 69; 1992, 26, 5; 1998, 32, 53b). Diese Studien [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben in den vergangenen Jahren wiederholt über randomisierte klinische Studien zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) berichtet, in denen &#8211; abhängig vom Stadium der Erkrankung &#8211; Chlorambucil (CBL) plus Kortikosteroide (z.B. Prednison) mit abwartendem Verhalten bzw. intensiver Kombinationschemotherapie verglichen wurden (s. AMB 1990, <B>24</B>, 69; 1992, <B>26</B>, 5; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5963" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>32</B>, 53b</a>). Diese Studien hatten ergeben, daß bei Patienten mit Behandlungsindikation eine orale Gabe von CBL als Standardtherapie gilt (vgl. AMB 1996, <B>30</B>, 5). Inzwischen stehen verschiedene neue Therapiestrategien für Patienten mit CLL zur Verfügung, von denen insbesondere Purin-Analoga wie Fludarabin und 2-Chlordesoxyadenosin (2-CdA) bei unzureichendem Ansprechen auf CBL und häufig auch als primäre Therapie bei CLL eingesetzt werden (vgl. AMB 1991, <B>25</B>, 68; 1993, <B>27</B>, 41). Leider gibt es bisher nur sehr wenige randomisierte Studien, die den klinischen Stellenwert dieser Purin-Analoga mit CBL verglichen haben. Eine polnische Arbeitsgruppe hat kürzlich die Ergebnisse einer randomisierten, multizentrischen, prospektiven Therapiestudie mitgeteilt, in der jeweils unbehandelte Patienten im Stadium III/IV nach Rai-Klassifikation oder Patienten im Stadium 0, I, II mit Zeichen für Krankheitsprogreß entweder mit CBL plus Prednison oder 2-CdA plus Prednison behandelt wurden (Robak, T., et al.: Blood 2000, <B>96</B>, 2723). Insgesamt wurden 250 Patienten in diese Studie aufgenommen, von denen 229 auswertbar waren. CBL wurde in der Dosierung 12 mg/m<sub>2</sub>/d 7 Tage lang und 2-CdA 0,12 mg/kg/d 5 Tage lang, jeweils in Kombination mit Prednison (30 mg/m<sub>2</sub>/d), verabreicht und die Therapie nach 4 Wochen wiederholt. Das Ansprechen wurde nach insgesamt drei Zyklen beurteilt. Bei kompletter Remission wurde die Therapie beendet, bei partieller Remission weitere 3 Zyklen verabreicht und bei Nichtansprechen auf ein alternatives Regime gewechselt. Die Ergebnisse sind in Tab. 1 zusammengefaßt. Die Raten der kompletten Remissionen und des Ansprechens insgesamt waren signifikant höher bei Patienten, die mit 2-CdA plus Prednison behandelt wurden. Auch das progreßfreie Überleben war signifikant länger in der mit 2-CdA behandelten Gruppe. Ereignisfreies Überleben und Gesamtüberleben (2-CdA plus Prednison: 78% versus CBL plus Prednison: 82%; beurteilt nach 24 Monaten) unterschieden sich jedoch nicht signifikant. Von 43 Patienten, die auf die primäre Therapie mit CBL plus Prednison nicht angesprochen oder früh Rezidive erlitten hatten, konnte durch 2-CdA plus Prednison bei 67% ein Ansprechen (komplette oder partielle Remission) erreicht werden. Wichtigste unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) war erwartungsgemäß die Myelosuppression, wobei Granulozytopenie, Infektionen und Fieber unklarer Genese bei Patienten, die mit 2-CdA behandelt wurden, signifikant häufiger auftraten als nach CBL (23% versus 11%; p < 0,02). Autoimmunhämolytische Anämien, eine seltene, aber wegen des schlechten Ansprechens auf Kortikosteroide klinisch sehr ernste UAW nach Gabe von Purin-Analoga (vgl. AMB 1996, <B>30</B>, 30) traten bei 7 Patienten in der 2-CdA- und bei 2 Patienten in der CBL-Gruppe auf; sie verliefen bei 5 Patienten (4 Patienten nach 2-CdA und 1 Patient nach CBL) trotz Gabe von Kortikosteroiden tödlich.</p>
<p><B>Fazit:</B> 2-CdA plus Prednison ist der bisherigen Standardtherapie der CLL mit CBL plus Prednison hinsichtlich Ansprechraten, nicht jedoch hinsichtlich ereignisfreiem Überleben und Gesamtüberleben signifikant überlegen. Die Ansprechraten nach 2-CdA sind vergleichbar mit den bisher publizierten Ergebnissen klinischer Phase-II/III-Studien mit Fludarabin bei Patienten mit CLL. Diese Ergebnisse verdeutlichen, daß die Frage nach der optimalen primären Therapie der behandlungsbedürftigen CLL (CBL versus Purin-Analoga) weiterhin unbeantwortet ist. Ältere Patienten sollten aufgrund der bisher vorliegenden Ergebnisse außerhalb klinischer Studien initial weiterhin mit dem gut verträglichen CBL behandelt werden. Bei Therapierefraktärität bzw. bei jüngeren Patienten, bei denen ein rasches Ansprechen (z.B. vor Stammzelltransplantation) erwünscht ist, kommt eine Therapie mit Purin-Analoga in Betracht.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2001/01/Abbildung-2001-6b-1.gif" alt="Abbildung 2001-6b-1.gif" class="table-figure"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unerwünschte Wirkungen von Zytostatika</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/unerwuenschte-wirkungen-von-zytostatika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 1999 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2-Chlordesoxyadenosin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Fortsetzung unseres Hauptartikels AMB 1999, 33, 41) Tabelle 2C Spätschäden von Zytostatika (Monate bis Jahre nach Applikation)</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Fortsetzung unseres Hauptartikels AMB 1999, 33, 41)</p>
<p><b>Tabelle 2C</b></p>
<p><b>Spätschäden von Zytostatika (Monate bis Jahre nach Applikation)</b></p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/1999/07/Abbildung-1999-52-1.gif" alt="Abbildung 1999-52-1.gif" class="table-figure"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unerwünschte Wirkungen von Zytostatika</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/unerwuenschte-wirkungen-von-zytostatika-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 1999 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2-Chlordesoxyadenosin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die heute in der Tumortherapie eingesetzten zytostatisch wirksamen Medikamente entstammen unterschiedlichen Substanzgruppen. Neben der Einteilung nach Substanzklassen mit Untergruppen und Einzelsubstanzen (s. Tab. 1) werden Zytostatika auch eingeteilt nach ihrer Wirkung auf den Zellzyklus in phasenspezifische (wirken nur während bestimmter Phasen des Zellzyklus), zyklusspezifische (erfassen alle Phasen des Zellzyklus außer der G0-Phase) und zyklusunspezifische (erfassen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die heute in der Tumortherapie eingesetzten zytostatisch wirksamen Medikamente entstammen unterschiedlichen Substanzgruppen. Neben der Einteilung nach Substanzklassen mit Untergruppen und Einzelsubstanzen (s. Tab. 1) werden Zytostatika auch eingeteilt nach ihrer Wirkung auf den Zellzyklus in phasenspezifische (wirken nur während bestimmter Phasen des Zellzyklus), zyklusspezifische (erfassen alle Phasen des Zellzyklus außer der G<sub>0</sub>-Phase) und zyklusunspezifische (erfassen auch Zellen in der G<sub>0</sub>-Phase) Wirkstoffe bzw. nach ihren Wirkungen auf ”kritische Zielmoleküle&#8220; (DNS, DNS-Synthese, RNS, Protein) (1).</p>
<p>Zytostatika sind Medikamente mit sehr geringem therapeutischem Index. Häufigkeit und Schweregrad ihrer unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) werden von verschiedenen Faktoren (z.B. Dosisintensität, d.h. applizierte Dosis pro Zeiteinheit, Applikationsform, zeitliche Abfolge der Applikation, Applikation als Mono- oder Polychemotherapie, Patientenmerkmale) bestimmt. Genaue Kenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um UAW zu vermeiden bzw. zu verringern und somit Zytostatika in optimaler Dosierung sicher einzusetzen; diese betreffen die pharmakokinetischen (insbesondere Biotransformation und Elimination) sowie pharmakodynamischen Eigenschaften der Zytostatika (2-5), ihre möglichen Interaktionen mit gleichzeitig verabreichten Pharmaka (6, 7), aber auch die Berücksichtigung von Patientenmerkmalen, z.B. Leber- und Nierenfunktion, Knochenmarkreserve, vorausgegangene Chemo- und/oder Strahlentherapie, Begleiterkrankungen und die weitere Medikation (8, 9). Allerdings sind viele UAW der Zytostatika prinzipiell nicht zu vermeiden, da sie aus den pharmakologischen Wirkungen resultieren, z.B. zytotoxische Effekte durch Beeinträchtigung der DNS-, RNS- und/oder Proteinsynthese, Hemmung der Zellteilung, Auslösung von Apoptose. Die UAW können anhand ihres zeitlichen Auftretens unterteilt werden in <i>sofort, früh, verzögert auftretende UAW </i>und <i>Spätschäden, </i>die sich in der Regel erst nach Monaten bis Jahren manifestieren (4, 10; vgl. AMB 1983, <b>17</b>, 57). In den Tab. 2A bis 2C sowie Tab. 3 sind die häufigen UAW zusammengestellt und zusätzlich seltene dann erwähnt, wenn sie eine besondere klinische Bedeutung haben (11). Wegen des großen Umfangs der Daten werden die Tab. 2C und 3 in der nächsten Ausgabe des AMB veröffentlicht. Myelosuppression und Schädigung der Schleimhäute im Bereich der Mundhöhle (Stomatitis) bzw. des Gastrointestinaltrakts (Mukositis) sind Folgen der antiproliferativen Wirkungen von Zytostatika auf normale Körperzellen mit hoher Teilungsrate (Tab. 2A). Schweregrad und Dauer dieser früh auftretenden UAW bestimmen die Intervalle, in denen Zytostatika verabreicht werden können. Sie sind abhängig vom Wirkungsmechanismus und Angriffspunkt der Zytostatika im ZeIlzyklus. So gibt es schnell einsetzende und rasch reversible Schädigungen nach S-Phase-spezifischen Zytostatika (z.B. Antimetaboliten) bzw. verzögert auftretende und gelegentlich lang anhaltende Schädigungen nach zyklusunspezifischen Zytostatika, die auch Zellen in der G<sub>0</sub>-Phase erfassen (z.B. Alkylsulfonate). Bei den verzögert auftretenden UAW sind insbesondere toxische Effekte auf spezielle Organe (z.B. Kardio-, Neuro-, Nephro- und pulmonale Toxizität; Tab. 2B) zu beachten (12-17), die neben der Myelosuppression häufig dosislimitierend sind und bei Überschreiten einer kumulativen Gesamtdosis des jeweiligen Zytostatikums schwere, mitunter irreversible Organschäden zur Folge haben. Bei allen Zytostatika muß aufgrund des Wirkungsmechanismus mit embryotoxischen Wirkungen gerechnet werden. Eine Chemotherapie muß im 1. Trimenon der Schwangerschaft grundsätzlich vermieden werden und sollte bei Tumorerkrankungen, bei denen primär eine Chemotherapie indiziert ist, erst im 2. Trimenon begonnen werden (18).</p>
<p>Um UAW frühzeitig zu erkennen und ggf. die Dosierung von Zytostatika rechtzeitig individuell anpassen zu können, sind <i>Kontrolluntersuchungen </i>erforderlich (Blutbild mit Leukozyten, Differentialblutbild, Thrombozyten, Erythrozyten; Überprüfen der Leber-/Nierenfunktion, Elektrolyte, Harnsäure und ggf. auch Gerinnungsparameter). Der Umfang begleitender Untersuchungen (z.B. Echokardiographie, Lungenfunktion, Audiometrie, neurologische Untersuchung) richtet sich nach der Art der Behandlung und der spezifischen Toxizität der verwendeten Substanzen.</p>
<p>Basierend auf den langjährigen Erfahrungen mit Zytostatika wurden <i>supportive Therapiekonzepte </i>entwickelt (19-23), z.B. antiemetische Therapie (s. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5897" target="_blank" rel="noopener">AMB 1997, <b>31</b>, 93b</a> und Tab. 3), Behandlung der Chemotherapie-induzierten Diarrhö (s. AMB 1998, <b>32</b>, 1), empirische antimikrobielle Therapie bei Neutropenie mit Fieber (s. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5903" target="_blank" rel="noopener">AMB 1996, <b>30</b>, 9</a>) sowie Prä- und Posthydratation kombiniert mit osmotischer Diurese bei Cisplatin. Diese Maßnahmen haben ebenso wie das Beachten spezieller Organtoxizitäten und das Einhalten kumulativer Gesamtdosen wesentlich dazu beigetragen, die UAW zu verringern und die Akzeptanz der Chemotherapie durch den Patienten zu verbessern. Die Intensivierung der Standard-Chemotherapie und der zunehmende Einsatz der Hochdosis-Chemotherapie haben das Interesse verstärkt auf zytoprotektive sowie sog. ”Rescue&#8220;-Substanzen gelenkt (s. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5926" target="_blank" rel="noopener">AMB 1998, <b>32</b>, 21a</a> und <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6022" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>33</b>, 6</a>). Durch sie sollen normale Zellen, nicht aber die Tumorzellen, vor zytotoxischen Effekten geschützt und dadurch die Chemotherapie in der geplanten Dosisintensität bzw. in den gewünschten Zeitintervallen ermöglicht werden. Als etablierte zytoprotektive bzw. ”Rescue&#8220;-Substanzen gelten heute hämatopoetische Wachstumsfaktoren, Mesna und Kalziumfolinat (24-28). Andere Substanzen (z.B. Amifostin, Dexrazoxan) befinden sich noch in klinischer Erprobung (14, 28).</p>
<p><b>Literatur</b> </p>
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<li><b></b></li>
</ol>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/1999/06/Abbildung-1999-41-5.gif" alt="Abbildung 1999-41-5.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Emetogenes Potential von Zytostatika</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/emetogenes-potential-von-zytostatika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 1997 11:06:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Onkologen aus den USA und Italien haben mit finanzieller Unterstützung der Firma Glaxo Wellcome ein neues einfaches Klassifikationsschema vorgeschlagen, das Klinikern die Einschätzung des emetogenen Potentials von Zytostatika erleichtern und dadurch eine individuelle antiemetische Therapie ermöglichen soll (Hesketh, P.J., et al.: J. Clin. Oncol. 1997, 15, 103). Diese Klassifikation in fünf Stufen basiert auf einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Onkologen aus den USA und Italien haben mit finanzieller Unterstützung der Firma Glaxo Wellcome ein neues einfaches Klassifikationsschema vorgeschlagen, das Klinikern die Einschätzung des emetogenen Potentials von Zytostatika erleichtern und dadurch eine individuelle antiemetische Therapie ermöglichen soll (Hesketh, P.J., et al.: J. Clin. Oncol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8996130&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>15</B>, 103</a>). Diese Klassifikation in fünf Stufen basiert auf einer mittels Medline durchgeführten Literaturauswertung zu diesem Thema und den klinischen Erfahrungen der Autoren. Vorteile der Klassifikation, die wir in Tab. 1 in gekürzter Form wiedergeben, sind u.a. die Berücksichtigung der Dosis und des Applikationsweges von Zytostatika, die Einstufung neuer antineoplastisch wirksamer Substanzen und die Entwicklung eines Algorithmus zur Einschätzung des emetogenen Potentials von Kombinationschemotherapie (Tab. 2). Die Gültigkeit dieses Algorithmus wurde anhand verschiedener plazebokontrollierter klinischer Studien zur Wirksamkeit von Antiemetika validiert. In diesen Studien erhielten Frauen mit Mammakarzinom vorwiegend Cyclophosphamid-haltige Protokolle.</p>
<p><B>Fazit:</B> Der Algorithmus ist sicherlich hilfreich für die individuelle Planung der antiemetischen Therapie bei speziellen Kombinationschemotherapien, wobei eine gering oder mäßig emetogene Chemotherapie (Stufe 1-3) nicht unbedingt die Gabe der sehr teuren Serotoninrezeptor-Antagonisten erfordert, sondern auch mit anderen Antiemetika (z.B. Benzamid, Metoclopramid oder Alizaprid plus Dexamethason) erfolgreich behandelt werden kann. Die Gültigkeit des Algorithmus für Protokolle, die nicht Cyclophosphamid enthalten, muß noch in zukünftigen Studien überprüft werden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/1997/12/Abbildung-1997-93b-2.gif" alt="Abbildung 1997-93b-2.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Das BfArM gibt bekannt: Human-Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen (1996)</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/das-bfarm-gibt-bekannt-human-arzneimittel-mit-neuen-wirkstoffen-1996/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 1997 10:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2-Chlordesoxyadenosin]]></category>
		<category><![CDATA[ACE-Hemmer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das lnverkehrbringen von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen ist in der Bundesrepublik Deutschland mit besonderen Auflagen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren &#8211; abgesehen von wenigen begründeten Ausnahmen &#8211; nach erstmaliger Zulassung verbunden. Diese Arzneimittel unterliegen einer fünfjährigen automatischen Verschreibungspflicht. Nach der erstmaligen Zulassung sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom pharmazeutischen Unternehmer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das lnverkehrbringen von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen ist in der Bundesrepublik Deutschland mit besonderen Auflagen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren &#8211; abgesehen von wenigen begründeten Ausnahmen &#8211; nach erstmaliger Zulassung verbunden. Diese Arzneimittel unterliegen einer fünfjährigen automatischen Verschreibungspflicht. Nach der erstmaligen Zulassung sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom pharmazeutischen Unternehmer regelmäßig Erfahrungsberichte vorzulegen, die Grundlage für Entscheidungen über eine Verlängerung der Zulassung und das Fortbestehen der Verschreibungspflicht sind. Als &#8222;neu&#8220; werden Wirkstoffe eingestuft, wenn ihre Wirkungen in dem für die Zulassung beantragten Anwendungsgebiet in der medizinischen Wissenschaft (der Bundesrepublik Deutschland) nicht allgemein bekannt sind. Einbezogen sind auch die Arzneimittel, die in einem zentralen Verfahren der EU zugelassen wurden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/1997/08/Abbildung-1997-63b-1.gif" alt="Abbildung 1997-63b-1.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Langzeitergebnisse mit 2-Chlordesoxyadenosin (2-CdA) in der Behandlung der Haarzellenleukämie (HZL)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 1997 10:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2-Chlordesoxyadenosin]]></category>
		<category><![CDATA[Cladribin]]></category>
		<category><![CDATA[Haarzell-Leukämie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die HZL ist eine seltene, chronisch verlaufende lymphoproliferative Erkrankung der B-Lymphozyten, bei der eine Panzytopenie und Splenomegahe klinisch im Vordergrund stehen. Während in früheren Jahren zunächst die Splenektomie und später die Behandlung mit alpha-Interferon (á-lFN) als Therapie der Wahl galten, haben die sehr guten Ansprechraten nach einmaliger 7tägiger Dauerinfusion des Purinanalogons 2-CdA &#8211; komplette Remission [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die HZL ist eine seltene, chronisch verlaufende lymphoproliferative Erkrankung der B-Lymphozyten, bei der eine Panzytopenie und Splenomegahe klinisch im Vordergrund stehen. Während in früheren Jahren zunächst die Splenektomie und später die Behandlung mit alpha-Interferon (á-lFN) als Therapie der Wahl galten, haben die sehr guten Ansprechraten nach einmaliger 7tägiger Dauerinfusion des Purinanalogons 2-CdA &#8211; komplette Remission (CR) bei etwa 80% der Patienten &#8211; das Interesse auf diese neue Substanz gelenkt (vgl. AMB 1993, <B>27</B>, 45). Da trotz Erreichens einer CR bei vielen Patienten mittels immunologischer sowie molekularbiologischer Analysen ein Persistieren der pathologischen Zellpopulation im Knochenmark (minimal residual disease) nachzuweisen war, wurden klinische Studien mit Spannung erwartet, die den längerfristigen Verlauf nach einmaliger Gabe von 2-CdA (z.B. Dauer der CR, Ansprechen auf 2-CdA im Rezidiv) und evtl. Spät-komplikationen dieser Substanz untersuchten.</p>
<p>Über Ergebnisse einer derartigen Studie wurde kürzlich von einer Gruppe aus Chicago berichtet (M.S. Tallmann et al Blood <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8822913&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>88</B>, 1954)</a>. Insgesamt erhielten 52 z.T. mit á-lFN und/oder Splenektomie vorbehandelte, konsekutive Patienten mit HZL einen Zyklus mit 2-CdA (0,1 mg/kg/d als kontinuierliche i.v. Infusion über 7 Tage), von denen 50 hinsichtlich des klinischen Ansprechens auswertbar waren. Bei 40 Patienten (80%) konnte durch 2-CdA eine CR und bei 9 (18%) eine partielle Remission erreicht werden, und nur ein Patient sprach nicht an. Insgesamt 7 Patienten (5 nach Erreichen einer CR und 2 nach PR) erlitten 12 bis 45 Monate nach initialer Therapie mit 2-CdA ein Rezidiv der HZL. Bei 5 Patienten wurde erneut 2-CdA verabreicht, wodurch bei 2 Patienten eine 2. CR und bei 3 eine PR erreicht werden konnte. Als akute Toxizität nach Gabe von 2-CdA wurde insbesondere eine Myelosuppression und Fieber mit negativen Blutkulturen beobachtet. Nach einer medianen Beobachtungsdauer von 33 Monaten für alle Patienten wurde bei 2 Patienten eine Neuropathie diagnostiziert, deren ätiologische Zuordnung unklar blieb, und ein 70jähriger Patient erkrankte an einem Prostatakarzinom. Weitere sekundäre Neoplasien oder opportunistische Infektionen, aufgrund der durch 2-CdA ausgelösten lmmunsuppression besonders gefürchtete Spätkomplikationen, wurden nicht beobachtet. Das progressionsfreie Überleben beträgt nach 4 Jahren für alle 52 Patienten 72% und das Gesamtüberleben 86%. Von verschiedenen klinischen Parametern erwies sich nur eine Vorbehandlung mit á-lFN bzw. Splenektomie als prognostisch wichtiger Faktor für das progressionsfreie Überleben.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die einmalige Gabe von 2-CdA führt bei den meisten Patienten mit HZL zu lang anhaltenden Remissionen. Patienten, die nach 2-CdA rezidivieren, sprechen auf eine erneute Therapie mit dem Purinanalogon an. Spätkomplikationen, die eindeutig auf 2-CdA zurückzuführen sind, wurden bisher nicht beobachtet. Für die Beurteilung des kurativen Potentials von 2-CdA bei der HZL ist die Beobachtungsdauer in den meisten Studien noch zu kurz.</p>
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