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	<title>DCCT-Studie Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Langfristig anhaltende günstige Effekte der intensivierten Therapie bei Typ-1-Diabetes. Die EDIC-Studie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2003 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DCCT-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes mellitus Typ 1]]></category>
		<category><![CDATA[EDIC-Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die DCCT- und andere Studien haben gezeigt, daß bei Typ-1-Diabetikern eine nahezu euglykämische Einstellung die stark behindernden diabetischen Spätkomplikationen Retinopathie, Neuropathie und Nephropathie verzögern kann (1-4; Übersicht und Metaanalyse bei 5). Die DCCT-Studie hatte zwei Gruppen, intensivierte bzw. konventionelle Diabetestherapie, miteinander verglichen und endete nach 6,5 Jahren. Die Patienten beider Gruppen wurden danach von ihren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die DCCT- und andere Studien haben gezeigt, daß bei Typ-1-Diabetikern eine nahezu euglykämische Einstellung die stark behindernden diabetischen Spätkomplikationen Retinopathie, Neuropathie und Nephropathie verzögern kann (1-4; Übersicht und Metaanalyse bei 5). Die DCCT-Studie hatte zwei Gruppen, intensivierte bzw. konventionelle Diabetestherapie, miteinander verglichen und endete nach 6,5 Jahren. Die Patienten beider Gruppen wurden danach von ihren Hausärzten weiterbehandelt und motiviert, mit der intensivierten Therapie fortzufahren bzw. auf die intensivierte Therapie überzugehen. In der EDIC-Studie werden seit dieser Zeit jährlich (inzwischen länger als acht Jahre) die Daten dieser Patienten ausgewertet (6-8). Die beiden ehemaligen DCCT-Gruppen (intensivierte Therapie: n = 676; konventionelle Therapie: n = 673) unterschieden sich zum Zeitpunkt des Eintritts in die EDIC-Studie in wesentlichen epidemiologischen Parametern nicht: Alter (34 Jahre vs. 33 Jahre), Geschlecht (49% vs. 46% Frauen), Diabetesdauer (12 Jahre), Raucher (23% vs. 22%), Serum-Kreatinin (0,85 mg/dl vs. 0,84 mg/dl), <sup>125</sup>I-Iothalamat-Clearance (125 vs. 126 ml/Min. pro 1,73 m<sup>2</sup>), LDL-Cholesterin (113 mg/dl vs. 115 mg/dl), Blutdruck (> 140/90 mmHg: 11%). Signifikante Unterschiede als Folge der vorausgegangenen Therapieregime bestanden im HbA<sub>1C</sub> (7,4% vs. 9,1%; p < 0,001), in der Albuminausscheidung im Urin (> 28 µg/Min. = > 40 mg/d; 7,4% vs. 12,9% der Patienten) sowie im Body-Mass-Index (26,5 vs. 25,0).</p>
<p><b>Ergebnisse:</b> Während der Nachbeobachtungsjahre glichen sich die HbA<sub>1C</sub>-Werte beider Gruppen allmählich an, blieben jedoch nach acht Jahren immer noch statistisch unterschiedlich (8,0% vs. 8,2%; p = 0,002). Trotz dieser Angleichung vergrößerte sich der anfängliche Unterschied in Prävalenz und kumulativer Inzidenz der Mikroalbuminurie weiter, denn 6,8% der ursprünglich normoalbuminurischen, intensiviert behandelten Patienten entwickelten neu eine Mikroalbuminurie, während es in der zuvor konventionell behandelten Vergleichsgruppe 15,8% waren. Neue, &#8222;klinische Albuminurie&#8220; (> 208 µg/Min. = > 300 mg/d) trat bei 1,4% der Patienten in der ursprünglich intensiviert behandelten Gruppe auf vs. 9,4% in der konventionell behandelten Gruppe.</p>
<p>Hinsichtlich der Protektion der Nierenfunktion sind die Ergebnisse weniger unterschiedlich: 1,5% verdoppelten die Kreatininwerte vs. 2,5% in der ehemals konventionell behandelten Gruppe (p = 0,17). Nimmt man jedoch das Erreichen eines Kreatininwerts von > 2 mg/dl als Maßstab, waren die Unterschiede signifikant (0,7% vs. 2,8%; p = 0,004). Leider wurden die sequenziellen Messungen der glomerulären Filtrationsrate (<sup>125</sup>I-Iothalamat-Clearance) aus der DCCT-Studie nicht weitergeführt, so daß die Daten hinsichtlich der Progression der Niereninsuffizienz nicht sehr valide sind. Der Anteil der dialysepflichtig gewordenen Patienten betrug 0,6% vs. 1,0% (p = 0,14).</p>
<p>Sehr auffällig sind die Ergebnisse hinsichtlich der behandlungsbedürftigen arteriellen Hypertonie. Zu Beginn der EDIC-Studie war die Prävalenz mit 11% in beiden Gruppen gleich. Sie nahm in der ursprünglich intensiviert behandelten Gruppe geringer zu als in der konventionell behandelten und erreichte nach dem zweiten Jahr Signifikanzniveau. Nach acht Jahren betrug sie 29,9% vs. 40,3% (p = 0,001). Diese Unterschiede sind nach Angaben der Autoren nicht auf unterschiedliche antihypertensive Therapieregime zurückzuführen. ACE-Hemmer z.B. wurden zu 21,6% vs. 29,0% eingesetzt, was auch wichtig ist für die Interpretation der Albuminurie-Daten.</p>
<p>Die Ergebnisse bestätigen die Überlegenheit und auch einen länger anhaltenden günstigen Effekt der intensivierten Therapie bei Diabetes mellitus Typ 1 hinsichtlich Nierenfunktion und Hypertonie, wie er auch schon für die diabetische Retinopathie gezeigt worden ist (3).</p>
<p><b>Fazit:</b> Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sollten gleich zu Beginn der Erkrankung eine intensivierte Diabetes-Therapie erhalten. Die EDIC-Studie zeigt, daß Patienten, die zunächst 6,5 Jahre lang konventionell behandelt und erst dann auf eine intensivierte Diabetestherapie umgestellt wurden, auch acht Jahre danach noch Nachteile haben: die Albuminurie ist stärker, die Niereninsuffizienz entwickelt sich wahrscheinlich rascher und die arterielle Hypertonie ist häufiger.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>DCCT = Diabetes Control and Complications Trial: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8366922&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <b>329</b>, 977</a>.</li>
<li>DCCT = Diabetes Control and Complications Trial: Kidney Int. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7643540&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <b>47</b>, 1703</a>.</li>
<li>DCCT = Diabetes Control and Complications Trial: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10666428&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>342</b>, 381</a>.</li>
<li>AMB 1995, <b>29</b>, 33.</li>
<li>Wang, P.H., et al.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8098449&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <b>341</b>, 1306</a>.</li>
<li>EDIC = Epidemiology of Diabetes Interventions and Complications: Diabetes Care <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10333910&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999 <b>22</b>, 99</a>.</li>
<li>EDIC = Epidemiology of Diabetes Interventions and Complications: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12020338&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2002, <b>287</b>, 2563</a>.</li>
<li>EDIC = Epidemiology of Diabetes Interventions and Complications: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=14570951&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>290</b>, 2159</a>.</li>
</ol>
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		<title>Fortschreiten von Retinopathie/Nephropathie bei Patienten mit Typ-1-Diabetes und konventioneller versus intensivierter Insulintherapie</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/fortschreiten-von-retinopathie-nephropathie-bei-patienten-mit-typ-1-diabetes-und-konventioneller-versus-intensivierter-insulintherapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2000 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DCCT-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes mellitus Typ 1]]></category>
		<category><![CDATA[Insulin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahre 1993 wurde die DCCT-Studie (Diabetes Control and Complications Trial) veröffentlicht. Sie zeigte, daß im Durchschnitt 6,5 Jahre mit intensivierter Insulintherapie behandelte Typ-1-Diabetiker im Vergleich mit konventioneller Therapie einen deutlich besseren HbA1C-Wert hatten und Retinopathie und Nephropathie langsamer fortschritten. Die intensivierte Insulintherapie wurde daraufhin als evaluierter Standard und als kosteneffektiv eingestuft. Die US-amerikanischen Kollegen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahre 1993 wurde die DCCT-Studie (Diabetes Control and Complications Trial) veröffentlicht. Sie zeigte, daß im Durchschnitt 6,5 Jahre mit intensivierter Insulintherapie behandelte Typ-1-Diabetiker im Vergleich mit konventioneller Therapie einen deutlich besseren HbA<sub>1C</sub>-Wert hatten und Retinopathie und Nephropathie langsamer fortschritten. Die intensivierte Insulintherapie wurde daraufhin als evaluierter Standard und als kosteneffektiv eingestuft. Die US-amerikanischen Kollegen, die diese Studie durchgeführt haben (DCCT-Gruppe), berichten jetzt im N. Engl. J. Med. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10666428&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>342</B>, 381</a>) über eine Nachbeobachtung der Patientinnen und Patienten der DCCT-Studie. Den Patienten der Gruppe mit intensivierter Insulintherapie wurde empfohlen, diese beizubehalten, was auch in fast allen Fällen geschah. Den Patienten der konventionellen Therapiegruppe wurde eine intensivierte Insulintherapie angeboten. Nach der Schulung wurden alle Patienten an ihre Hausärzte zurücküberwiesen. Vier Jahre später wurde bei den in die Nachuntersuchung eingeschlossenen Patienten der Fundus oculi fotografiert (n = 1208) und der Urin auf Proteinausscheidung untersucht (n = 1302). HbA<sub>1C</sub>-Werte wurden jährlich, beginnend am Ende der DCCT-Studie bis zum 4. Jahr registriert.</p>
<p><B>Ergebnisse:</B> Am Ende der DCCT-Studie war HbA<sub>1C</sub> in der Gruppe mit intensivierter Insulintherapie 7,2%, in der Gruppe mit konventioneller Therapie 9,1% (Unterschied: 1,9%). 75% der Patienten mit zuvor konventioneller Therapie entschlossen sich, zur intensivierten Insulintherapie überzugehen. Bereits nach einem Jahr war deren HbA<sub>1C</sub>-Wert auf 8% abgefallen, während der Wert in der unverändert mit intensivierter Therapie behandelten Patienten auf etwa 7,5% angestiegen war. Nach 4 Jahren betrug das HbA<sub>1C</sub> in der stets intensiv behandelten Gruppe 7,9% und in der früher konventionell behandelten Gruppe 8,2%. Trotz dieses nach 4 Jahren relativ geringen Unterschiedes (nur 0,3% Punkte) war der Unterschied zwischen der immer intensiv behandelten Gruppe und der erst seit 4 Jahren intensiviert behandelten Gruppe im Hinblick auf das Fortschreiten von proliferativer Retinopathie, Makulaödem und Häufigkeit von erforderlicher Lasertherapie immer noch deutlich (72% vs. 87%; p < 0,001). Der Anteil der Patienten mit zunehmender Albuminausscheidung im Urin war ebenfalls signifikant geringer in der immer intensiviert mit Insulin behandelten Gruppe. Obwohl also in den letzten 4 Jahren der Unterschied der HbA<sub>1C</sub>-Werte (als Spiegel der glykämischen Kontrolle) zwischen den beiden Gruppen nur sehr gering war, schritten mikrovaskuläre Komplikationen bei den seit nunmehr über 10 Jahren intensiviert behandelten Diabetikern langsamer fort als bei den während der ersten 6,5 Jahre konventionell behandelten Patienten.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die Ergebnisse sprechen dafür, daß beim Typ1-Diabetes mellitus eine möglichst früh begonnene intensivierte Insulintherapie (die heute in westlichen Ländern weitgehend Standard ist) sich nicht nur im Hinblick auf die glykämische Kontrolle, sondern auch hinsichtlich des Vermeidens mikrovaskulärer Komplikationen lohnt. </p>
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