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	<title>Dr. Rath Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Wirbt Dr Rath jetzt bei AIDS-Kranken in Südafrika für seine Vitamin-Präparate?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2005 11:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Rath]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Infektion]]></category>
		<category><![CDATA[Rath, Dr.]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Europa ist ein gewisser Dr. Rath seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Vertrieb seiner Vitaminpräparate. Er preist sie an als Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs. Zwar wurde ihm in Deutschland der Vertrieb seines Buches „Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt” und die Werbung für Hochdosis-Präparate verboten (1). Aber immer noch sieht man ganzseitige Zeitungsannoncen und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Europa ist ein gewisser Dr. Rath seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Vertrieb seiner Vitaminpräparate. Er preist sie an als Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs. Zwar wurde ihm in Deutschland der Vertrieb seines Buches „Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt” und die Werbung für Hochdosis-Präparate verboten (1). Aber immer noch sieht man ganzseitige Zeitungsannoncen und großflächige Straßenreklamen, die auf seine Auftritte hinweisen. Seine home-page ist fünfsprachig. Es gibt eine Dr. Rath Gesundheitsstiftung und eine Dr. Rath Gesundheits-Akademie. Wer Berater für Dr. Raths Gesundheits-Allianz werden will, kann einen schriftlichen Antrag auf Zulassung zur Beratertätigkeit stellen.</p>
<p>Nun hat er seine Aktivitäten nach Südafrika ausgeweitet. Dort hat er den sehr einflussreichen Verband der traditionellen Heiler (THO) für sich gewonnen, der der Pharmakotherapie des HI-Virus kritisch gegenübersteht und mehr auf natürliche Heilweise setzt. Dieser Verband feiert Rath (2, 3) als „den weltbekannten Wissenschaftler, der den Durchbruch bei Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Viruskrankheiten mit natürlicher Heilweise geschafft hat, &#8230; der den Kampf gegen die pharmazeutischen Investment-Interessen anführt &#8230; mit seiner Kampagne „Brecht die Ketten des Pharmazeutischen Kolonialismus”. In den Augen von „Treatment Action Campaign” (TAC), einer Organisation, die sich für konventionelle AIDS-Prophylaxe und -Therapie mit möglichst generischen AIDS-Medikamenten einsetzt, ist zu erwarten, dass er so die Position der „Natürlichen Heiler” stärkt, seine teuren Vitaminpräparate als natürliche Heilweise anpreist und an die Ärmsten der Armen verkauft. So tritt er als pharmazeutischer Unternehmer mit ganz üblen Methoden in Südafrika auf, bagatellisiert die Problematik, unterstützt Falschinformationen &#8211; AIDS sei keine Infektionskrankheit &#8211; und hält Betroffene davon ab, ihre Chancen wahrzunehmen. Wie in Europa. Nur in einem anderen Indikationsgebiet. Die Verbote, die in Europa gegen Aktivitäten von Dr. Rath ausgesprochen worden sind, sollten den Afrikanern zu denken geben.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>AMB 2000, <b>34,</b> 80.</li>
<li>Treatment Action Campaign: www.tac.org.za</li>
<li>BUKO Pharma-Kampagne, Pressemitteilung, 30.11.2004. <a href="http://www.bukopharma.de/">www.bukopharma.de</a></li>
</ol>
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		<title>Leserbrief: Vitamine und Koronare Herzkrankheit</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-vitamine-und-koronare-herzkrankheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2000 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Rath]]></category>
		<category><![CDATA[HOPE-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Koronare Herzkrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nurses' Health Study]]></category>
		<category><![CDATA[Rath, Dr.]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage von Dr. W.D. aus Siegen: >> Es wird derzeit über die Hochdosis-Vitamin-Therapie von Dr. Rath diskutiert. Welche Literatur gibt es über die Wirksamkeit von zusätzlicher medikamentöser Vitaminzufuhr? > Beobachtungsstudien zeigen eine geringere Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse bei Personen, die sich Vitamin-E-reich ernähren (1, 2). Aus diesen Registern kann jedoch nicht abgeleitet werden, daß diese Korrelation [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Frage</B> von Dr. W.D. aus Siegen: >> Es wird derzeit über die Hochdosis-Vitamin-Therapie von Dr. Rath diskutiert. Welche Literatur gibt es über die Wirksamkeit von zusätzlicher medikamentöser Vitaminzufuhr? <<

<B>Antwort:</B> >> Beobachtungsstudien zeigen eine geringere Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse bei Personen, die sich Vitamin-E-reich ernähren (1, 2). Aus diesen Registern kann jedoch nicht abgeleitet werden, daß diese Korrelation auf einem ursächlichen Zusammenhang beruht. Es könnte durchaus sein, daß die Vitamin-E-reichere Diät auch reicher ist z.B. an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen oder ärmer ist an Cholesterin. Es könnte auch sein, daß sie assoziiert ist mit anderen &#8222;Lifestyle&#8220;-Faktoren wie z.B. höherer körperlicher Aktivität und Allgemeininteresse an der Gesundheit. Interventionsstudien haben bisher nicht einheitlich gezeigt, daß eine zusätzliche Gabe von Vitaminen kardiovaskuläre Ereignisse oder die Letalität senkt (3, 4).</p>
<p>Für die Aussagen von Herrn Dr. Rath gibt es keinen wisssenschaftlichen Hintergrund; seine Produkte werden über das Internet und über Berater in Deutschland von einer Firma in den Niederlanden vertrieben, die für deutsche Gerichte nicht zugänglich ist. Der Vertrieb seines werbenden Buches &#8222;Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt?&#8220; und der Vertrieb seiner Präparate wurde durch Beschluß des Landgerichts Berlin vom 13.11.1998 untersagt &#8211; wie uns das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilt. Es handelt sich dabei um hochdosierte Vitamin-Präparate. Die Behandlung mit solchen Präparaten basiert auf dem Konzept der sogenannten orthomolekularen Medizin, die vom Nobelpreisträger Linus Pauling unterstützt wurde. Sie enthalten hochdosiert Vitamine, insbesondere Ascorbinsäure. Ihre Wirkung ist in keiner Weise wissenschaftlich bewiesen. Die empfohlenen Dosierungen übersteigen den täglichen Bedarf von 75 mg Vitamin C um mindestens den Faktor 4. Allein die hohe Dosierung von Vitamin C führt zur Einstufung der Produkte als Arzneimittel, da von überwiegend anderen als Ernährungszwecken auszugehen ist. Hinzu kommen die werbenden Aussagen, die in verschiedenen Medien von Dr. Rath verbreitet werden. Sie beziehen sich auf die prophylaktische und therapeutische Wirkung seiner &#8222;Zellularmedizin&#8220;. Dr. Rath selbst bezeichnet seine Produkte als &#8222;nachweislich wirksame Naturheilmittel&#8220;. Es handelt sich also um zulassungspflichtige Arzneimittel. Eine solche Zulassung liegt nicht vor. Herr Dr. Rath handelt gesetzwidrig, wenn er von den Niederlanden aus diese Produkte weiter als teure Arzneimittel vertreibt. <<<br /><B><br />Literatur</p>
<p></B>1. Stampfer, M.J., et al. (Nurses Health Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8479463&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>328</B>, 1444</a>.<br />2. Rimm, E.B., et al. (Health Professionals Follow-up Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8479464&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>328</B>, 1450</a>.<br />3. Yusuf, S., et al. (HOPE = <B>H</B>eart <B>O</B>utcomes <B>P</B>revention <B>E</B>valuation Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10639540&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>342</B>, 154</a>.<br />4. Tardif, J.-C., et al. (Multivitamins and Probucol Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9241125&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>337</B>, 365</a>.</p>
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