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	<title>Fehlgeburten Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Die Einnahme von Folsäure in der Frühschwangerschaft hat keinen Einfluss auf die Abortrate</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/die-einnahme-von-folsaeure-in-der-fruehschwangerschaft-hat-keinen-einfluss-auf-die-abortrate/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2001 11:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abort]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlgeburten]]></category>
		<category><![CDATA[Folsäure]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einnahme von Folsäure im 1. Schwangerschafts-Trimenon reduziert die Häufigkeit von Neuralrohr-Defekten beim Neugeborenen. Den Frauen wird empfohlen, möglichst schon vor Beginn der Konzeption bis zu 8 Wochen nach der Konzeption 400 µg Folsäure/d einzunehmen. Bei besonderem Risiko, z.B. Neuralrohr-Defekten bei zuvor geborenen Kindern oder bei Einnahme bestimmter Antikonvulsiva (z. B. Valproinsäure oder Carbamazepin), wird [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einnahme von Folsäure im 1. Schwangerschafts-Trimenon reduziert die Häufigkeit von Neuralrohr-Defekten beim Neugeborenen. Den Frauen wird empfohlen, möglichst schon vor Beginn der Konzeption bis zu 8 Wochen nach der Konzeption 400 µg Folsäure/d einzunehmen. Bei besonderem Risiko, z.B. Neuralrohr-Defekten bei zuvor geborenen Kindern oder bei Einnahme bestimmter Antikonvulsiva (z. B. Valproinsäure oder Carbamazepin), wird die Einnahme einer höheren Folsäuredosis empfohlen. Eine Studie scheint dafür zu sprechen, daß die Einnahme von 800 µg Folsäure/d die Abortrate von ca. 10% auf 16% erhöht (Hook, E.B., und Czeizel, A.E.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9274597&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>350</B>, 513</a>). Der Frage, ob 400 µg Folsäure/d das Abortrisiko erhöht, wurde in einer Studie von J. Gindler et al. mit chinesischen Ko-Autoren im Lancet (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11564486&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>358</B>, 796</a>) nachgegangen. Das chinesische Gesundheitsministerium hat seit 1993 in vielen Provinzen des Landes allen Frauen, die eine Schwangerschaft planten oder gerade schwanger geworden waren, die Einnahme von 400 µg Folsäure/d während des 1. Schwangerschafts-Trimenons empfohlen. Die Erstschwangerschaften solcher Frauen und anderer, die keine Folsäure eingenommen hatten (mit ähnlichem Alter, Body-Mass-Index, ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Stellung und Beruf), wurden miteinander verglichen. Zielgröße war die Häufigkeit von Aborten, d.h. fetalem Tod vor der 20. Schwangerschaftswoche. Frauen mit induzierten Aborten wurden selbstverständlich ausgeschlossen. Insgesamt wurden Daten von etwa 22000 Frauen, die Folsäure genommen hatten, und von etwa 1900 Frauen, die keine Folsäure genommen hatten, evaluiert. Erstaunlicherweise war die Häufigkeit einer Ausbildung in einer Oberschule oder einem College bei den Frauen, die keine Folsäure eingenommen hatten, mit 11,4% größer als bei den Einnehmerinnen (5,3%). In anderer Hinsicht waren die Gruppen gut vergleichbar. Bemerkenswert im Vergleich mit europäischen Frauen war der niedrige Body-Mass-Index von 20,4-20,5 kg/m<sub>2 </sub>in den beiden Gruppen.</p>
<p>Die durchschnittliche Abortrate bei allen Frauen zusammen betrug 9,1%. Nach Folsäure-Einnahme betrug die Rate 9,0% im Vergleich mit 9,3% ohne Folsäure-Einnahme. Der Unterschied ist nicht signifikant. Die zeitliche Verteilung der Aborte im Hinblick auf das Schwangerschaftsalter war in beiden Gruppen ähnlich.</p>
<p>Die statistische Stärke dieser Studie besteht darin, daß in einer bestimmten Region fast alle Frauen mit ersten Schwangerschaften erfaßt wurden. Die behandelten Frauen nahmen nur 400 µg Folsäure/d und keine Multivitamin-Präparate ein. Die auch hierzulande empfohlene Tagesdosis von 400 µg Folsäure/d in der Frühschwangerschaft hat offenbar keinen Einfluß auf die Abortrate.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die hierzulande empfohlene Einnahme von 400 µg Folsäure/d, möglichst vor, auf jeden Fall aber während des 1. Schwangerschafts-Trimenons, erhöht (bei dieser Studie in China) nicht das Risiko für Aborte.</p>
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		<title>Einfluß von nicht-steroidalen Antiphlogistika auf Schwangerschaftsausgang und Fehlgeburtsrate</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Apr 2001 10:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlgeburten]]></category>
		<category><![CDATA[Gravidität]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtsteroidale Antiphlogistika]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtsteroidale Antirheumatika]]></category>
		<category><![CDATA[NSAID]]></category>
		<category><![CDATA[NSAR]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAID) hemmen die Zyklooxygenase und die Bildung von Prostaglandinen, die in der Schwangerschaft und bei der Geburtseinleitung eine große regulatorische Rolle spielen. Über die Beziehung zwischen der Einnahme solcher Medikamente in der Schwangerschaft und dem Geburtsausgang ist wenig bekannt. Aus diesem Grund untersuchten G.L. Nielsen et al. (Brit. Med. J. 2001, 322, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAID) hemmen die Zyklooxygenase und die Bildung von Prostaglandinen, die in der Schwangerschaft und bei der Geburtseinleitung eine große regulatorische Rolle spielen. Über die Beziehung zwischen der Einnahme solcher Medikamente in der Schwangerschaft und dem Geburtsausgang ist wenig bekannt. Aus diesem Grund untersuchten G.L. Nielsen et al. (Brit. Med. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11157526&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>322</B>, 266</a>) aus Aarhus, Dänemark, die Inzidenz von Totgeburten, Frühgeburten, kindlichen Mißbildungen und Fehlgeburten in Abhängigkeit von der Einnahme von NSAID. Erleichtert wurde diese Beobachtungsstudie in einer Region mit etwa 490000 Einwohnern (Nordjütland) durch genaue Datenerhebung hinsichtlich Medikamenteneinnahme und Schwangerschaftsausgängen im Rahmen des Dänischen Nationalen Gesundheitssystems. Da in Dänemark NSAID zu 50% von den Krankenkassen bezahlt werden, werden offenbar wenig NSAID &#8222;over the counter&#8220; verkauft, so daß die in den Apotheken erfaßten Verschreibungen von NSAID vermutlich repräsentativ für den Gebrauch sind. Die Schwangerschaftsausgänge bei ca. 3500 Frauen, die in irgendeiner Phase der Schwangerschaft NSAID eingenommen hatten, wurden mit denen von ca. 17000 Frauen verglichen, die solche Medikamente nicht eingenommen hatten. Die Frauen waren im Durchschnitt etwa 28 Jahre alt. Frauen, die NSAID eingenommen hatten, waren deutlich häufiger Raucher (ca. 40%) als solche, die NSAID nicht eingenommen hatten (ca. 28%). Die Odds Ratios (OR) für angeborene kindliche Fehlbildungen, niedriges Geburtsgewicht und Frühgeburten waren für Frauen, die NSAID eingenommen hatten: 1,27 bzw. 0,79 bzw. 1,05 (nicht signifikant).</p>
<p>In einer Fall-Kontroll-Studie von ca. 4300 Frauen mit Fehlgeburten und ca. 30000 Frauen mit Lebendgeburten ergab sich allerdings ein deutlich erhöhtes Fehlgeburtsrisiko (OR: 6,99; Vertrauensintervall 2,7-17,7), wenn NSAID in der letzten Woche vor der Fehlgeburt eingenommen worden waren, und eine OR von 2,69 (Vertrauensintervall 1,8-4,9), wenn NSAID 7-9 Wochen vor der Fehlgeburt eingenommen worden waren.</p>
<p>Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß die Einnahme von NSAID in der Frühschwangerschaft, auch in kleinen Dosen, das Risiko von Fehlgeburten erhöht. Allerdings ist nicht auszuschließen, daß bei einem Teil der Frauen die Einnahme der NSAID wegen Leibschmerzen erfolgte, die bereits Symptom eines Spontanaborts waren. Nach Mitteilung der Autoren ist dies &#8211; bei insgesamt sehr dürftiger Publikationslage zu diesem Thema &#8211; die erste Studie, aus der ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko im Zusammenhang mit der Einnahme von NSAID in der Frühschwangerschaft hervorgeht.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die vorliegende Beobachtungs- und Fall-Kontroll-Studie spricht für ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko bei Einnahme von NSAID in der Frühschwangerschaft. Die Einnahme von NSAID im 2. oder 3. Trimenon der Schwangerschaft scheint nicht mit erhöhten Raten von Frühgeburt oder Totgeburt assoziiert zu sein. </p>
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