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	<title>Fluoxetin Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Kein routinemäßiger Einsatz von Antibiotika bei akut exazerbiertem Asthma bronchiale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2019 12:45:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p> AMB 2019, 53, 26  Fazit: In einer retrospektiven Kohortenstudie war bei Patienten mit einem akuten Asthmaanfall der Einsatz eines Antibiotikums – ohne eindeutige Indikation hierfür – mit einem verlängerten Krankenhausaufenthalt, höheren Krankenhauskosten und einem erhöhten Risiko für Antibiotika-assoziierte Diarrhö verbunden bei ähnlichem Risiko für ein Therapieversagen. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Antibiotika nicht routinemäßig bei Patienten [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">  AMB 2019, <strong>53</strong>, 26  <br></p>



Fazit: In einer retrospektiven Kohortenstudie war bei Patienten mit einem akuten Asthmaanfall der Einsatz eines Antibiotikums – ohne eindeutige Indikation hierfür – mit einem verlängerten Krankenhausaufenthalt, höheren Krankenhauskosten und einem erhöhten Risiko für Antibiotika-assoziierte Diarrhö verbunden bei ähnlichem Risiko für ein Therapieversagen. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Antibiotika nicht routinemäßig bei Patienten mit akutem Asthma-Anfall eingesetzt werden sollten&#8230;<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2019&amp;S=26">bitte Artikel abonnieren</a>



<h2 class="wp-block-heading">Alle Artikel zum Schlagwort: Asthma bronchiale,</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leserbrief: Unabhängigkeit von Leitlinien-Autoren gefordert<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2019&amp;S=32">2019, <strong>53</strong>, 32</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein routinemäßiger Einsatz von Antibiotika bei akut exazerbiertem Asthma bronchiale<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2019&amp;S=26">2019, <strong>53</strong>, 26</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktualisierte Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma veröffentlicht<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2019&amp;S=01">2019, <strong>53</strong>, 01</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Erwachsenen sollte die Diagnose Asthma bronchiale von Zeit zu Zeit überprüft werden<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=12">2017, <strong>51</strong>, 12</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Antibiotika bei der Exazerbation von Asthma häufig nicht vorteilhaft<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=02">2017, <strong>51</strong>, 02</a></p>



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<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> erscheint als unabhängige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschließlich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise veröffentlichen können.</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Antidepressivum Fluoxetin verbessert nicht die motorische Rehabilitation nach einem Schlaganfall</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/fluoxetin-verbessert-nicht-die-motorische-rehabilitation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2019 08:52:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[TIA]]></category>
		<category><![CDATA[Transitorische ischämische Attacke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/?p=4625</guid>

					<description><![CDATA[<p> AMB 2019, 53, 27  Fazit: Der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Fluoxetin führt nicht zu besseren funktionellen motorischen Ergebnissen nach einem Schlaganfall mit persistierenden Ausfällen. Er senkt geringfügig die Häufigkeit postinfarzieller Depressionen, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit für Knochenfrakturen. Eine routinemäßige Gabe von Fluoxetin oder anderen Antidepressiva bei akutem Schlaganfall ist daher nicht zu empfehlen&#8230;.bitte Artikel abonnieren Alle Artikel [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">  AMB 2019, <strong>53</strong>, 27  <br></p>



Fazit: Der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Fluoxetin führt nicht zu besseren funktionellen motorischen Ergebnissen nach einem Schlaganfall mit persistierenden Ausfällen. Er senkt geringfügig die Häufigkeit postinfarzieller Depressionen, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit für Knochenfrakturen. Eine routinemäßige Gabe von Fluoxetin oder anderen Antidepressiva bei akutem Schlaganfall ist daher nicht zu empfehlen&#8230;.<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2019&amp;S=27">bitte Artikel abonnieren</a>



<h2 class="wp-block-heading">Alle Artikel zum Schlagwort: Fluoxetin,</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Antidepressivum Fluoxetin verbessert nicht die motorische Rehabilitation nach einem Schlaganfal<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2019&amp;S=27">l2019, <strong>53</strong>, 27</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Medikamentöse Initialbehandlung bei schweren unipolaren Depressionen<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=17">2018, <strong>52</strong>, 17</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Depression und Suizidalität als unerwünschte Arzneimittelwirkung<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=49">2014, <strong>48</strong>, 49</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Serotonin-Syndrom als additive Wechselwirkung unter Fentanyl<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=43">2013, <strong>47</strong>, 43</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Potenziell inadäquate Arzneimittel im Alter. Das PRISCUS-Projekt<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=25">2012, <strong>46</strong>, 25</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva &#8211; eine kritischere Beurteilung ist notwendig<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=89">2011, <strong>45</strong>, 89</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Arzneimittel und Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=89">2009, <strong>43</strong>, 89</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Überschätzung von Arzneimitteleffekten durch Publication bias<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2008&amp;S=79">2008, <strong>42</strong>, 79</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer in der Schwangerschaft<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=89">2007, <strong>41</strong>, 89</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Medikamente induzierte Hepatopathien am Beispiel von Antikoagulanzien<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=17">2007, <strong>41</strong>, 17</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorhofflimmern &#8211; durch Medikamente ausgelöst<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=78b">2005, <strong>39</strong>, 78b</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unangemessene Medikation bei pflegebedürftigen älteren Menschen. Eine europäische Bestandsaufnahme<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=54b">2005, <strong>39</strong>, 54b</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Metaanalysen und Fall-Kontroll-Studie zur Frage der Suizidalität unter Therapie mit SSRI<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=45b">2005, <strong>39</strong>, 45b</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unangemessene Medikamente bei älteren Patienten: Die Beers-Liste<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=44">2005, <strong>39</strong>, 44</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) in der Spätschwangerschaft und Entzugssymptome bei Neugeborenen<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=38a">2005, <strong>39</strong>, 38a</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Medikamenten-induzierte abnorme QT-Zeit-Verlängerung und Torsade de Pointes<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2004&amp;S=49">2004, <strong>38</strong>, 49</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hyperhidrosis. Therapieansätze<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=83">2000, <strong>34</strong>, 83</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neuerkannte Nebenwirkungen von Neuro- und Psychopharmaka<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=39a">2000, <strong>34</strong>, 39a</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Therapie der neurokardiogenen Synkope<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=33">2000, <strong>34</strong>, 33</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Medikamentöse Unterstützung bei der Raucherentwöhnung<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=25">2000, <strong>34</strong>, 25</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leserbrief: Interaktionen von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern und Methadon<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=40a">1998, <strong>32</strong>, 40a</a></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Medikamentöse Initialbehandlung bei schweren unipolaren Depressionen</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/medikamentoese-initialbehandlung-bei-schweren-unipolaren-depressionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 07:39:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2018, 52, 17  Medikamentöse Initialbehandlung bei schweren unipolaren Depressionen Zusammenfassung: Die größte bisher durchgeführte Metaanalyse zur Behandlung mit Antidepressiva kommt zu dem Schluss, dass Antidepressiva bei mittelschweren und schweren Episoden einer unipolaren Depression durchweg wirksamer sind als Plazebo. Die Akzeptanz der Therapie – gemessen an der Abbruchrate („dropout rate“) – variiert sehr stark zwischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr">AMB 2018, <strong>52</strong>, 17 </span></p>
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<h2>Medikamentöse Initialbehandlung bei schweren unipolaren Depressionen</h2>
<p>Zusammenfassung: Die größte bisher durchgeführte Metaanalyse zur Behandlung mit Antidepressiva kommt zu dem Schluss, dass Antidepressiva bei mittelschweren und schweren Episoden einer unipolaren Depression durchweg wirksamer sind als Plazebo. Die Akzeptanz der Therapie <b>– </b>gemessen an der Abbruchrate („dropout rate“) – variiert sehr stark zwischen den einzelnen Wirkstoffen, liegt aber im Mittel im Bereich von Plazebo. Die Effektstärke ist moderat, und es sind keine speziellen Klasseneffekte bei den Wirkstoffen erkennbar, was Zweifel an den behaupteten Wirkmechanismen weckt. Einige Antidepressiva scheinen in der Erstlinientherapie günstiger zu sein als andere. Die Beweiskraft dieser Aussagen wird u.a. dadurch eingeschränkt, dass 91% der untersuchten 522 Studien ein mittleres oder hohes Risiko für Verzerrung der Ergebnisse (Bias) haben. Zudem darf diese grundsätzlich positive Einschätzung nicht auf mildere Formen, eine längere Behandlung (&gt; 8 Wochen), auf eine Zweitlinientherapie bei Non-Respondern, auf Kinder und Jugendliche und andere Formen von Depressionen übertragen werden. <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=17"><b><b><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern</strong> </b><b><strong>–</strong></b><b><strong>&gt;</strong></b></b></a></p>
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<h2>Alle Artikel zum Schlagwort: Depression,</h2>
<p>Medikamentöse Initialbehandlung bei schweren unipolaren Depressionen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=17" target="_self">2018, <b>52</b>, 17</a></div>
<div>Schwere Depression: Geringe Adhärenz und Persistenz bei Therapie mit Antidepressiva <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=70" target="_self">2017, <b>51</b>, 70</a><br />
Die Behandlung alter Menschen mit Antipsychotika und Antidepressiva ist mit einem erhöhten Sterberisiko assoziiert <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2016&amp;S=37" target="_self">2016, <b>50</b>, 37</a><br />
Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=96" target="_self">2015, <b>49</b>, 96</a><br />
Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva Typ SSRI und SNRI <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=65" target="_self">2015, <b>49</b>, 65</a><br />
“So long and thank you for all the serotonin” <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=48DB01" target="_self">2015, <b>49</b>, 48DB01</a><br />
Prophylaxe von Schlaganfällen bei Frauen: Synopsis von Empfehlungen der American Heart/Stroke Associations <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=69" target="_self">2014, <b>48</b>, 69</a><br />
Depression und Suizidalität als unerwünschte Arzneimittelwirkung <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=49" target="_self">2014, <b>48</b>, 49</a><br />
Diagnostik und Arzneimitteltherapie unter dem „Gender“-Aspekt <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=78" target="_self">2013, <b>47</b>, 78</a><br />
Transkranielle Gleichstrom-Stimulation zur Behandlung von Depressionen? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=71b" target="_self">2013, <b>47</b>, 71b</a><br />
Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva &#8211; eine kritischere Beurteilung ist notwendig <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=89" target="_self">2011, <b>45</b>, 89</a><br />
Mirtazapin und Sertralin nicht besser als Plazebo bei Demenzkranken mit Depression 2011, <b>45</b>, 71<br />
Neue Arzneimittel<a class="link1" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=01" target="_self"> 2009</a> <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=01" target="_self">2011, <b>45</b>, 01</a><br />
Neuere Befunde zur Pharmakotherapie schwerer Depressionen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2010&amp;S=33" target="_self">2010, <b>44</b>, 33</a><br />
<a class="link1" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=93" target="_self">W</a>irkt Escitalopram wirklich besser als Citalopram? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=93" target="_self">2009, <b>43</b>, 93</a><br />
Nicht-pharmakologische Behandlung von Depressionen nach aortokoronarer Bypass-Operation <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=39b" target="_self">2009, <b>43</b>, 39b</a><br />
Johanniskraut genauso gut wie Standard-Antidepressiva? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2008&amp;S=86a" target="_self">2008, <b>42</b>, 86a</a><br />
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer in der Schwangerschaft <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=89" target="_self">2007, <b>41</b>, 89</a><br />
Johanniskraut bei Depression <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=45a" target="_self">2005, <b>39</b>, 45a</a><br />
Ist Plazebo wirkungslos? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=55b" target="_self">2001, <b>35</b>, 55b</a><br />
Psychosoziale Einflüsse auf Entstehung und Prognose der Koronaren Herzkrankheit <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=33" target="_self">2001, <b>35</b>, 33</a><br />
Leserbrief: Nochmals Nefazodon. Ausverkauf der akademischen Medizin? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=32b" target="_self">2001, <b>35</b>, 32b</a><br />
Ausverkauf der akademischen Medizin? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=79a" target="_self">2000, <b>34</b>, 79a</a><br />
Nefazodon und Psychotherapie zur Behandlung chronischer Depressionen oder eine neue Form der Forschung <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=78b" target="_self">2000, <b>34</b>, 78b</a><br />
Leserbrief: Wirksamkeit von Monoaminooxidase-Hemmern bei M. Parkinson und Depressionen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=72b" target="_self">2000, <b>34</b>, 72b</a><br />
Leserbrief: Tryptophan zur Behandlung von Depressionen? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=23c" target="_self">2000, <b>34</b>, 23c</a><br />
Problemlösungs-Therapie versus Pharmakotherapie der mentalen Depression <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=23a" target="_self">2000, <b>34</b>, 23a</a><br />
Johanniskraut (Hypericum)-Extrakt versus Imipramin zur Therapie von Depressionen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=22" target="_self">2000, <b>34</b>, 22</a><br />
Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen in der Hausarztpraxis <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=06b" target="_self">2000, <b>34</b>, 06b</a></div>
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<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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		<title>Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva Typ SSRI und SNRI</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/entzugserscheinungen-beim-absetzen-von-antidepressiva-typ-ssri-und-snri/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hiwot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2015 16:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Citalopram]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Duloxetin]]></category>
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		<category><![CDATA[Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer]]></category>
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		<category><![CDATA[SSRI]]></category>
		<category><![CDATA[Venlafaxin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2015, 49, 65 Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva Typ SSRI und SNRI Zusammenfassung: Bei bis zu einem Drittel der Patienten, die mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) behandelt werden, ist nach dem Absetzen mit Entzugssymptomen zu rechnen. Diese sind überwiegend unspezifisch, manchmal ungewöhnlich, und sie werden leider oft mit einem Rezidiv der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2015, <strong>49</strong>, 65</p>
<h2>Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva Typ SSRI und SNRI</h2>
<p><b>Zusammenfassung: Bei bis zu einem Drittel der Patienten, die mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) oder Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) behandelt werden, ist nach dem Absetzen mit Entzugssymptomen zu rechnen. Diese sind überwiegend unspezifisch, manchmal ungewöhnlich, und sie werden leider oft mit einem Rezidiv der Grundkrankheit verwechselt. Das führt nicht selten dazu, dass diese Arzneimittel unnötig weiter verordnet werden.</b>&#8230; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=65"><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</strong></a></p>
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<p><b>Schlagworte zum Artikel</b></p>
<p><a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Selektive%20Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=SSRI," target="_self">SSRI,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=SNRI," target="_self">SNRI,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Antidepressiva," target="_self">Antidepressiva,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Depression," target="_self">Depression,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fluoxetin," target="_self">Fluoxetin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Paroxetin," target="_self">Paroxetin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Sertralin," target="_self">Sertralin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Citalopram," target="_self">Citalopram,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Escitalopram," target="_self">Escitalopram,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fluvoxamin," target="_self">Fluvoxamin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Venlafaxin," target="_self">Venlafaxin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Duloxetin," target="_self">Duloxetin,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Milnacipran," target="_self">Milnacipran</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: SSRI,</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=48DB01" target="_self">“So long and thank you for all the serotonin”</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=48DB01" target="_self">2015, <b>49</b>, 48DB01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=09" target="_self">Pharmakotherapie der Angststörungen</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2014&amp;S=09" target="_self">2014, <b>48</b>, 09</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=78" target="_self">Diagnostik und Arzneimitteltherapie unter dem „Gender“-Aspekt</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=78" target="_self">2013, <b>47</b>, 78</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=43" target="_self">Serotonin-Syndrom als additive Wechselwirkung unter Fentanyl</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=43" target="_self">2013, <b>47</b>, 43</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=59" target="_self">Wissenschaftliche Irreführung durch Publikationsplanung (Ghost management) und Ghostwriting</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=59" target="_self">2012, <b>46</b>, 59</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=25" target="_self">Potenziell inadäquate Arzneimittel im Alter. Das PRISCUS-Projekt</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=25" target="_self">2012, <b>46</b>, 25</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=24DB01" target="_self">Vorsicht mit Rote-Hand-Briefen – oder wie Lundbeck versucht, vor den eigenen Warnungen zu warnen</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=24DB01" target="_self">2012, <b>46</b>, 24DB01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=89" target="_self">Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva &#8211; eine kritischere Beurteilung ist notwendig</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=89" target="_self">2011, <b>45</b>, 89</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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<p><span style="color: #000000; font-family: Arial;">*Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Entzugserscheinungen beim Absetzen *Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Entzugserscheinungen beim Absetzen *SSRI, Entzugserscheinungen beim Absetzen *Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, Entzugserscheinungen beim Absetzen *SNRI, Entzugserscheinungen beim Absetzen *Antidepressiva, Entzugserscheinungen beim Absetzen *Depression, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Fluoxetin, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Paroxetin, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Sertralin, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Citalopram, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Escitalopram, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Fluvoxamin, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Venlafaxin, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Duloxetin, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI *Milnacipran, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva vom Typ SSRI und SNR</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Depression und Suizidalität als unerwünschte Arzneimittelwirkung</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/depression-und-suizidalitaet-als-unerwuenschte-arzneimittelwirkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[NBF]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jul 2014 20:02:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Monat 07]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Antiepileptika]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneimittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Depression und Suizidalität als unerwünschte Arzneimittelwirkung AMB 2014, 48, 49 Zusammenfassung: Ganz unterschiedliche Arzneimittel können als unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) depressive Störungen sowie Suizidideen und suizidale Handlungen auslösen, wobei depressive Störungen häufiger sind als Suizidideen und diese wiederum häufiger als suizidale Handlungen. Bei manchen Arzneimitteln ist dies eine zwar schwere, aber sehr seltene UAW, bei anderen kommt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Depression und Suizidalität als unerwünschte Arzneimittelwirkung</h2>
<p>AMB 2014, <strong>48</strong>, <span style="color: #000000;">49</span></p>
<p><b style="color: #000000;">Zusammenfassung: Ganz unterschiedliche Arzneimittel können als unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) depressive Störungen sowie Suizidideen und suizidale Handlungen auslösen, wobei depressive Störungen häufiger sind als Suizidideen und diese wiederum häufiger als suizidale Handlungen. Bei manchen Arzneimitteln ist dies eine zwar schwere, aber sehr seltene UAW, bei anderen kommt sie, wie z.B. bei Interferonen, relativ häufig vor. Der genaue Wirkmechanismus ist meist nicht bekannt, weil die Pathogenese von Depression und Suizidalität auf der biologischen Ebene nicht geklärt ist. Kenntnisse zu diesen speziellen UAW sind wichtig, um entsprechende Symptome und Verhaltensweisen rechtzeitig zu erkennen, einzuordnen und zu handeln, aber auch, um Patienten und Angehörige bei Beginn der Therapie angemessen aufzuklären. </b></p>
<p><span style="color: #000000;">Psychische Nebenwirkungen von Arzneimitteln, wie z.B. Müdigkeit unter Antihistaminika oder Unruhe bei der Dosisfindung von L-Thyroxin, sind seit langem und allgemein bekannt. In den Fachinformationen und Packungsbeilagen bezieht sich der Hinweis zur Teilnahme am Straßenverkehr häufig auf dieses spezielle Risiko (1, 2). Nicht so bekannt ist &#8211; auch in Fachkreisen – dass mehr als 10% aller UAW-Meldungen Berichte über psychische Reaktionen sind. Dazu gehören auch Depressionen mit und ohne Suizidalität. </span></p>
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<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
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<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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<p>*Antidepressiva, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Antiepileptika, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Arzneimittel, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Atomoxetin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Betarezeptoren-Blocker, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Bupropion, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Chinolone, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Ciprofloxacin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Citalopram, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Depression, als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Efavirenz, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Escitalopram, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Finasterid, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Fluoxetin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Fluvoxamin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Gyrasehemmer, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Interferon alfa-2b, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Interferon beta-1b, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Isotretinoin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Levofloxacin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Medikamente, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Mefloquin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Methylphenidat, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Montelukast, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Nebenwirkungen, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Ofloxacin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Paroxetin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Rimonabant, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Roflumilast, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Sertralin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Suizid, als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Suizidalität, als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Topiramat, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *UAW, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Vareniclin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln *Vigabatrin, Depression und Suizidalität als Nebenwirkung von Arzneimitteln</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva &#8211; eine kritischere Beurteilung ist notwendig</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/behandlung-aelterer-patienten-mit-antidepressiva-eine-kritischere-beurteilung-ist-notwendig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2014 08:15:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahr 2011 Band 45]]></category>
		<category><![CDATA[Monat 12]]></category>
		<category><![CDATA[Amitriptylin]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
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		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Geriatrische Patienten]]></category>
		<category><![CDATA[Hyponatrieämie]]></category>
		<category><![CDATA[Lofepramin]]></category>
		<category><![CDATA[Mianserin]]></category>
		<category><![CDATA[Milnacipran]]></category>
		<category><![CDATA[Mirtazapin]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtselektive Monoamino-Wiederaufnahme-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Paroxetin]]></category>
		<category><![CDATA[Schlagworte zum Artikel Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Sertralin]]></category>
		<category><![CDATA[SSRI]]></category>
		<category><![CDATA[Stürze]]></category>
		<category><![CDATA[Suizidalität]]></category>
		<category><![CDATA[Suizidversuche]]></category>
		<category><![CDATA[Trazodon]]></category>
		<category><![CDATA[Trizyklische Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Venlafaxin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2011, 45, 89 Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva &#8211; eine kritischere Beurteilung ist notwendig Zusammenfassung: Bei Analyse einer großen britischen Hausärzte-Datenbank mit mehr als 60.000 älteren Patienten mit Depression fand sich unter der Behandlung mit Antidepressiva (AD) statistisch eine deutliche Assoziation mit erhöhter Sterblichkeit sowie vermehrt Suizidversuchen, Stürzen, Frakturen und Hyponatriämie. Dabei schnitten die bei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2011, <strong>45</strong>, 89</p>
<h2>Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva &#8211; eine kritischere Beurteilung ist notwendig</h2>
<p><b>Zusammenfassung</b><b>: Bei Analyse einer großen britischen Hausärzte-Datenbank mit mehr als 60.000 älteren Patienten mit Depression fand sich unter der Behandlung mit Antidepressiva (AD) statistisch eine deutliche Assoziation mit erhöhter Sterblichkeit sowie vermehrt Suizidversuchen, Stürzen, Frakturen und Hyponatriämie. Dabei schnitten die bei älteren Menschen als sicherer geltenden selektiven </b><b>Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer</b><b> (SSRI) </b><b>und neueren anderen Antidepressiva (AAD) zum Teil erheblich schlechter ab als die im Alter als inadäquat geltenden </b><b>nichtselektiven Monoamino-Wiederaufnahme-Hemmer (NSMRI; früher: </b><b>trizyklische Antidepressiva), möglicherweise weil diese im Mittel relativ niedrig dosiert wurden. Die Ergebnisse dieser retrospektiven Kohortenstudie beweisen zwar keine Kausalität, sollten jedoch mahnen, AD speziell bei älteren Patienten immer kritisch und von gutem Monitoring begleitet zu verordnen, zumal ihre Wirkung bei leichten und mittelschweren Depressionen nicht größer ist als die von Plazebo. Primum nil nocere!</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Prävalenz von Depressionen im höheren Lebensalter wird auf 8-10% geschätzt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Komorbiditäten wie Schmerzen, Demenz, Schlaganfall und bestimmte soziale Umstände, wie z.B. Vereinsamung, erhöhen das Risiko für Depressionen. Bei Menschen in Pflegeheimen sollen depressive Symptome bei bis zu 50% und schwere Depressionen bei 15-20% vorkommen (1). Vor diesem Hintergrund gehören AD mittlerweile zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln bei älteren Menschen überhaupt. Neben depressiven Störungen werden AD aber auch bei Angst- und Zwangsstörungen, chronischen Schmerzen, Essstörungen und zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Sie sind offenbar das Allheilmittel der letzten 20 Jahre mit massiven jährlichen Verordnungssteigerungen. Die Verordnungen in Deutschland betrugen in Tagesdosen (DDD) 2001/2010: SSRI: 256/530 Mio. DDD, NSMRI: 256/294 Mio. DDD, Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SNRI): 16/149 Mio. DDD (3). Die Autoren des diesjährigen Arzneiverordnungs-Reports fordern deshalb auch, dass geklärt werden muss, wer diese steigenden Antidepressiva-Mengen an wen und wofür verordnet (3).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die „Responderquote” der AD-Therapie liegt zwischen 50% und 70% &#8211; je stärker die Depression, desto größer der Effekt<a name="_GoBack"></a>. Aber auch durch Plazebo kann bei 30% bis 40% der Patienten eine Besserung erzielt werden. Klinisch relevante Unterschiede zwischen AD und Plazebo sind praktisch nur bei den schweren Formen der Depressionen nachgewiesen (2, 3, 8).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach Zahlen der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse erfolgten 20% aller Neuverordnungen von AD im Jahre 2009 bei Menschen über 70 Jahren (4). Dabei wurden zu 61% SSRI, zu 5% NSMRI und zu 34% AAD verordnet, z.B. Mianserin, Trazodon, Mirtazapin, Venlafaxin, Milnacipran, Duloxetin. Über zwei Drittel der Erstverschreibungen stammen von Hausärzten und nicht von Psychiatern (5). Patienten, die wegen einer Depression in der Hausarztpraxis behandelt werden, leiden jedoch ganz überwiegend an leichteren Formen, bei denen in Studien kein Vorteil gegenüber Plazebo nachgewiesen ist (2, 3, 8).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da keine gravierenden Wirkunterschiede zwischen den über 50 zugelassenen AD nachgewiesen sind und wegen des hohen Plazebo-Effekts auch kaum nachweisbar sein dürften, sollte die Wahl eines AD, gerade bei älteren Patienten, vorzugsweise nach dem Nebenwirkungsprofil erfolgen. Über die unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) von AD bei älteren Menschen ist aber leider wenig bekannt. In den so genannten PIM-Listen (Potenziell inadäquate Medikamente; z.B. PRISCUS-Liste), in denen Arzneimittel benannt werden, die im höheren Lebensalter mehr Gefahren als Nutzen haben, werden von Experten die NSMRI („trizyklischen Antidepressiva”) wegen ihrer peripheren und zentral anticholinergen Eigenschaften als gefährlich eingeordnet und eher SSRI oder AAD empfohlen (6). Diese Empfehlungen basieren jedoch nur auf geringer Evidenz, da in den klinischen Studien zu AD ältere Patienten erheblich unterrepräsentiert oder gar nicht einbezogen sind. Zudem beträgt in Studien zu AD die Behandlung oft nur wenige Wochen, dagegen findet im realen Leben bei Älteren oft eine jahrelange Dauertherapie statt, die im Sinne einer Erhaltungstherapie bzw. Stabilisierung der Remission bei vielen Patienten auch durchaus leitliniengerecht sein kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Etwas Licht in diese Finsternis bringt nun eine große retrospektive Kohortenstudie aus Großbritannien. Die Arbeit wurde aus öffentlichen Geldern im Rahmen des „United Kingdom’s National Institute of Research Health Technology Assessment Program” finanziert (7).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei dieser Studie wurden aus der „QResearch primary care research database”, einer großen Hausärzte-Datenbank, mehr als 88.000 Patienten über 65 Jahre identifiziert, bei denen zwischen 1996 und 2007 die Diagnose „Depression” gestellt wurde (Indexdiagnose). 27.900 Patienten wurden ausgeschlossen, weil sie weitere psychiatrische Diagnosen hatten (Psychosen, Schizophrenie) oder weil sie schon lange an einer depressiven Erkrankung litten und mit AD vorbehandelt waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>60.746 Patienten aus 570 Arztpraxen wurden so bis Ende 2008 über eine mediane Zeit von fünf Jahren ab Diagnosestellung in den Krankenakten (305.188 Personenjahre) retrospektiv verfolgt. Das mittlere Alter betrug 75 Jahre und 66,7% waren Frauen. Der Schweregrad der Depression war leider aus der Datenbank nicht ersichtlich, jedoch Komorbiditäten und Komedikation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach Diagnosestellung erhielten 89% der Patienten mindestens einmalig eine AD-Verordnung, nur 11% wurden nicht medikamentös behandelt. 11% erhielten einmalig ein AD und 11% mehr als 60 Verschreibungen. Die mediane AD-Exposition betrug 364 Tage. 55% erhielten einen SSRI, 32% einen NSMRI und 13% ein neueres AD. Die 11 am häufigsten verordneten Medikamente waren: Citalopram, Fluoxetin, Amitriptylin, Dosulepin, Paroxetin, Venlafaxin, Sertralin, Mirtazapin, Lofepramin, Escitalopram und Trazodon. Diese AD machten 96% aller Verordnungen aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auffallend war, dass die AD, insbesondere die NSMRI, sehr häufig in niedrigerer Dosis als es den üblichen Empfehlungen für Erwachsene entspricht, verordnet wurden. 70% der NSMRI-Verordnungen unterschritten die empfohlene Tagesdosis um 50% und mehr. Eine relativ niedrige Dosierung fand sich auch bei 13,8% der SSRI und bei 19,2% der anders klassifizierten AD. Im Hinblick auf die oft reduzierte Leberfunktion bei älteren Patienten mag dies sinnvoll sein, jedoch könnte nur das regelmäßige Messen der Arzneimittelspiegel (Therapeutic Drug Monitoring = TDM) hier weitere Klarheit schaffen (9).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beim Vergleich der UAW (s. Tab. 1) mit und ohne AD-Exposition innerhalb der Kohorte zeigte sich, dass die Raten erheblich differierten. In den Behandlungsphasen nahmen die UAW teilweise erheblich zu. So stieg die Jahresletalität von 7% ohne AD auf teilweise über 11% mit AD an. Die Suizidrate vervierfachte sich, das Risiko für Schlaganfall, Sturz, Fraktur und Hyponatriämie erhöhte sich um 20-50%. Die meisten UAW traten innerhalb der ersten vier Wochen nach Beginn und in den ersten vier Wochen nach Ende der Behandlung auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zwischen den verschiedenen AD-Gruppen gab es teilweise erhebliche Unterschiede bei den UAW. So hatten Patienten unter NSMRI wesentlich weniger klinische Ereignisse als die Patienten, die mit einem SSRI oder einem AAD behandelt wurden. Auch wurde bei den SSRI und den NSMRI eine positive Korrelation zwischen der gewählten Dosis und dem Auftreten einer UAW (Tod, Stürze, Krampfanfälle) gefunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es liegt der Verdacht nahe, dass der bessere bzw. schlechtere klinische Verlauf etwas mit den gewählten AD zu tun hat. Unter SSRI war das Risiko für Stürze und Hyponatriämie, bei den AAD das Risiko für Tod, Suizid, Myokardinfarkt, Frakturen und Krampfanfälle am höchsten. Die drei AD, unter denen es am häufigsten zu UAW kam, waren Trazodon, Mirtazapin und Venlafaxin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders überrascht hat der Befund, dass NSMRI scheinbar verträglicher waren als die anderen, neueren AD. Dass 70% der Patienten weniger als 50% der empfohlenen NSMRI-Tagesdosis erhielten, könnte hier das günstigere Abschneiden erklären.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist zu bedenken, dass es sich bei diesen Register-Ergebnissen lediglich um eine Assoziation zwischen dem Gebrauch bestimmter AD und klinischen Ereignissen handelt. Eine Kausalität ist damit nicht bewiesen. Andererseits sind randomisierte kontrollierte Studien, die verlässlich auch seltene UAW erfassen, praktisch nicht durchführbar. Es wäre z.B. denkbar, dass SSRI oder AAD besonders häufig solchen Patienten verordnet wurden, die bereits ein höheres Komplikationsrisiko hatten. Solch ein Behandlungsbias lässt sich nur im Rahmen einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie ausschalten. Die Risikoadjustierung in dieser Studie beseitigt diesen Bias nicht ganz. Auch könnte der leider nicht dokumentierte und daher auch nicht bekannte Schweregrad der Depressionen bei Behandlungsbeginn die unterschiedlichen Komplikationsraten bestimmter AD erklären. Möglicherweise sind Patienten mit schweren Depressionen bevorzugt und höher dosiert mit SSRI oder den AAD behandelt worden. Auch ist die Gruppe von Patienten, die keine AD verordnet bekommen hat, und als Kontrolle diente, vergleichsweise klein. Trotz dieser methodischen Bedenken ist aber festzuhalten, dass der Einsatz von AD im höheren Lebensalter wohlüberlegt sein muss, insbesondere bei leichten und mittelschweren Depressionen. Gerade bei älteren Menschen kommt dem regelmäßigen, sorgfältigen Monitoring der Therapie (inkl. TDM), die sich auf gute pharmakologische und klinische Kenntnisse stützen sollte, eine große Bedeutung zu. Auch die Beherzigung der alten Empfehlung, generell nur wenige und nur solche Arzneimittel zu verordnen, mit deren Eigenschaften man gut vertraut ist, trägt sicher zur Sicherheit der Therapie bei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol>
<li>Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2009: <a href="http://www.gbe-bund.de/" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2010, <b>44</b>,33. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7104" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Lohse, M.J., undMüller-Oerlinghausen, B., in Schwabe, U., und Paffrath, D. (Hrsg.):Arzneiverordnungs-Report 2011. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, 2011. S.813.</li>
<li>vertragspartner.ooegkk.at/mediaDB/753696_Antidepressiva.pdf <a href="http://vertragspartner.ooegkk.at/mediaDB/753696_Antidepressiva.pdf" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>http://www.hauptverband.at/&#8230;  <a href="http://www.hauptverband.at/portal27/portal/hvbportal/channel_content/cmsWindow?p_pubid=648931&amp;action=2&amp;p_menuid=58215&amp;p_tabid=1" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Holt, S., et al.:Dtsch. Arztebl. Int. 2010, <b>107</b>,543. <a href="http://www.aerzteblatt.de/studieren/archiv/artikel.asp?id=77776" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Coupland, C., et al.: BMJ2011, <b>343</b>, d4551. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=21810886&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Archiv/20113.pdf <a href="http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Archiv/20113.pdf" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Hiemke, C., et al.:Pharmacopsychiatry 2011, <b>44</b>, 195. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=21969060&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Link zur Quelle" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
</ol>
<p><img decoding="async" alt="" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_gif/2011_45_89Tab1.gif" /></p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel</b></p>
<p><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Alter," target="_self">Alter,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Amitriptylin," target="_self">Amitriptylin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Antidepressiva," target="_self">Antidepressiva,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Citalopram," target="_self">Citalopram,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Depression," target="_self">Depression,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Dosulepin," target="_self">Dosulepin,</a><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Duloxetin," target="_self">Duloxetin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Escitalopram," target="_self">Escitalopram,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fluoxetin," target="_self">Fluoxetin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Frakturen," target="_self">Frakturen,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Geriatrie," target="_self">Geriatrie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Geriatrische%20Patienten," target="_self">Geriatrische Patienten,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Hyponatrie%C3%A4mie," target="_self">Hyponatrieämie,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Lofepramin," target="_self">Lofepramin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Mianserin," target="_self">Mianserin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Milnacipran," target="_self">Milnacipran,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Mirtazapin," target="_self">Mirtazapin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Nichtselektive%20Monoamino-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Nichtselektive Monoamino-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Paroxetin," target="_self">Paroxetin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Selektive%20Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Sertralin," target="_self">Sertralin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=SSRI," target="_self">SSRI,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=St%C3%BCrze," target="_self">Stürze,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Suizidalit%C3%A4t," target="_self">Suizidalität,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Suizidversuche," target="_self">Suizidversuche,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Trazodon," target="_self">Trazodon,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Trizyklische%20Antidepressiva," target="_self">Trizyklische Antidepressiva,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Venlafaxin," target="_self">Venlafaxin,</a></p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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<p>Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva</p>
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<p>*Alter, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Amitriptylin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Antidepressiva, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Citalopram, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Depression, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Dosulepin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Duloxetin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Escitalopram, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Fluoxetin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Frakturen, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Geriatrie, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Geriatrische Patienten, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Hyponatrieämie, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Lofepramin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Mianserin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Milnacipran, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Mirtazapin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Paroxetin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Sertralin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Stürze, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Suizidalität, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Suizidversuche, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Trazodon, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Trizyklische Antidepressiva, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen *Venlafaxin, Antidepressiva bei älteren Patienten zu häufig verordnet, Nebenwirkungen</p>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Serotonin-Syndrom als additive Wechselwirkung unter Fentanyl</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/serotonin-syndrom-als-additive-wechselwirkung-unter-fentanyl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2014 12:42:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahr 2013 Band 47]]></category>
		<category><![CDATA[Monat 06]]></category>
		<category><![CDATA[5-Hydroxytryptamin-Rezeptor-Agonisten]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Citalopram]]></category>
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		<category><![CDATA[Wechselwirkungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2013, 47, 43 &#160; Serotonin-Syndrom als additive Wechselwirkung unter Fentanyl &#160; Fazit: Unter analgetischer Therapie mit Fentanyl, Tramadol, Methadon oder Pethidin ist an die Möglichkeit eines Serotonin-Syndroms zu denken, speziell bei hoher Dosierung oder Kombination mit anderen &#8230; Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&#62; &#160; Schlagworte zum Artikel: 5-Hydroxytryptamin-Rezeptor-Agonisten, Antidepressiva, Citalopram,Clomipramin, Escitalopram, Fentanyl, Fluoxetin, Fluvoxamin, Imipramin, Linezolid, Methadon, Milnacipran, Moclobemid, Ondansetron, Paroxetin, Pethidin, Rotigotin, Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, Serotoninsyndrom, Serotonin-Syndrom, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Sertralin, SSRI, SSRI, Tramadol, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2013, <strong>47</strong>, 43</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Serotonin-Syndrom als additive Wechselwirkung unter Fentanyl</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Unter analgetischer Therapie mit Fentanyl, Tramadol, Methadon oder Pethidin ist an die Möglichkeit eines Serotonin-Syndroms zu denken, speziell bei hoher Dosierung oder Kombination mit anderen &#8230; <strong><a title="Serotonin-Syndrom als additive Wechselwirkung unter Fentanyl" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=43" target="_blank">Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=5-Hydroxytryptamin-Rezeptor-Agonisten," target="_self">5-Hydroxytryptamin-Rezeptor-Agonisten,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Antidepressiva," target="_self">Antidepressiva,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Citalopram," target="_self">Citalopram,</a><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Clomipramin," target="_self">Clomipramin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Escitalopram," target="_self">Escitalopram,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fentanyl," target="_self">Fentanyl,<br />
</a><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fluoxetin," target="_self">Fluoxetin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Fluvoxamin," target="_self">Fluvoxamin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Imipramin," target="_self">Imipramin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Linezolid," target="_self">Linezolid,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Methadon," target="_self">Methadon,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Milnacipran," target="_self">Milnacipran,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Moclobemid," target="_self">Moclobemid,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Ondansetron," target="_self">Ondansetron,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Paroxetin," target="_self">Paroxetin,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Pethidin," target="_self">Pethidin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Rotigotin," target="_self">Rotigotin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Selektive%20Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Selektive%20Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotoninsyndrom," target="_self">Serotoninsyndrom,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Syndrom," target="_self">Serotonin-Syndrom,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer," target="_self">Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Sertralin," target="_self">Sertralin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=SSRI," target="_self">SSRI,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=SSRI," target="_self">SSRI,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Tramadol," target="_self">Tramadol,</a><br />
<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Triptane," target="_self">Triptane,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Valproins%C3%A4ure," target="_self">Valproinsäure,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Venlafaxin," target="_self">Venlafaxin,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Wechselwirkungen," target="_self">Wechselwirkungen,</a></p>
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<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>*5-Hydroxytryptamin-Rezeptor-Agonisten, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Antidepressiva, Paroxetin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Citalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Clomipramin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Escitalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, *Fentanyl, Nebenwirkung Serotonin-Syndrom *Fluoxetin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Fluvoxamin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, *Imipramin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Linezolid, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Methadon, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, *Milnacipran, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Moclobemid, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Ondansetron, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Paroxetin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Pethidin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Rotigotin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, *Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Citalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Escitalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,   * , Nebenwirkung von Fentanyl * , Nebenwirkung von Fentanyl *Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Citalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,   *Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, Escitalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Sertralin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,   *SSRI, Citalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *SSRI, Escitalopram, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Tramadol, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, *Triptane, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Valproinsäure, additive Wechselwirkung mit Fentanyl, Serotonin-Syndrom *Venlafaxin, additive Wechselwirkung mit Fentanyl,  *Wechselwirkungen, additive, Fentanyl, Serotonin-Syndrom</p>
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		<title>Medikamenten-induzierte abnorme QT-Zeit-Verlängerung und Torsade de Pointes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2004 10:04:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Zusammenfassung: Rhythmusstörungen vom Typ Torsade de Pointes (TdP) sind eine potentiell lebensbedrohliche unerwünschte Wirkung (UAW) von solchen Arzneimitteln, die das QT-Intervall im Oberflächen-EKG verlängern. Nicht nur Kardiaka, sondern auch zahlreiche Substanzen mit nicht-kardialer Indikation können dies bewirken. Die Besonderheiten dieser speziellen UAW müssen jedem bekannt sein, der diese Arzneimittel einsetzt bzw. verschreibt. Die Zulassungsbehörden sind derzeit bestrebt, die Sicherheit neuer und etablierter Medikamente in dieser Hinsicht zu verbessern. Da es sich um eine UAW handelt, die vermutlich oft unentdeckt bleibt und in ihrer Häufigkeit erheblich unterschätzt wird, sollten Anwender und Verschreiber bei unklaren plötzlichen Todesfällen an diese Möglichkeit denken und auch Verdachtsfälle unbedingt der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft oder dem BfArM melden.</b></p>
<p>Seit mehr als 40 Jahren ist bekannt, daß es im Zusammenhang mit einer medikamentenbedingten überschießenden Verlängerung des QT-Intervalls zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen vom Typ TdP kommen kann. Trotz häufiger Berichte über derartige UAW wurde dieses Problem lange Zeit vernachlässigt und von vielen sogar als klinisch unbedeutend angesehen. Diese Einschätzung hat sich grundlegend geändert. Mehrere in dieser Hinsicht kritische Medikamente wurden vom Markt genommen (Terodilin, Lidoflazin, Sertindol, Grepafloxacin, Cisaprid, Droperidol), und die Liste der Medikamente mit nicht-kardialer Indikation, die das QT-Intervall verlängern und TdP auslösen können, wird immer länger. Darüber hinaus beschäftigen sich wissenschaftliche Untersuchungen intensiv mit den genetischen und elektrophysiologischen Mechanismen der myokardialen Repolarisation sowie deren Beeinflussung durch Medikamente und angeborene Erkrankungen (angeborene QT-Syndrome; 1-3).</p>
<p>Zahlreiche Medikamentengruppen sind von dieser UAW betroffen (s. Tab. 1); z.T. liegt sogar ein Klasseneffekt vor. Die Wahrscheinlichkeit einer UAW vom Typ TdP ist substanzabhängig. Unter Sotalol, einem Klasse-III-Antiarrhythmikum, erleiden immerhin 2-4% der Patienten Rhythmusstörungen vom Typ TdP. Die Häufigkeit unter Medikamenten mit nicht-kardialer Indikation liegt deutlich niedriger (1:100000 bis < 1:1000000; 3). Wie häufig TdP unter einzelnen Medikamenten auftreten, kann nicht exakt angegeben werden; es muß jedoch von einer bedeutsamen Dunkelziffer ausgegangen werden. Es wird geschätzt, daß ca. 10-20% der Patienten, die medikamentenbedingt eine überschießende QT-Verlängerung entwickeln, in Zusammenhang mit einer TdP sterben.</p>
<p><b>Mechanismen der TdP und Risikofaktoren:</b> Die Mechanismen, durch die Medikamente zur TdP führen, konnten in den letzten Jahren weitgehend aufgeklärt werden. Durch das betreffende Arzneimittel werden Ionenströme überschießend gehemmt, die am Zustandekommen der myokardialen Repolarisation beteiligt sind. In erster Linie wird die schnell aktivierende Komponente des so genannten <a name="OLE_LINK1">verzögerten Kalium-Gleichrichterstroms</a> I<sub>Kr</sub> gehemmt, dessen Kanalprotein durch HERG (Human Ethere-a-gogo-Related Gene) kodiert wird (3). Auf zellulärer Ebene wird die Dauer des Aktionspotentials und damit die QT-Intervalldauer im Oberflächen-EKG verlängert; Nachschwankungen des Aktionspotentials (so genannte frühe Nachdepolarisationen) lösen die Rhythmusstörung aus.</p>
<p>Das Medikament ist allerdings nur selten allein für die TdP verantwortlich. Meist finden sich weitere Faktoren, die bei der Entstehung der Rhythmusstörung mitwirken. Pathophysiologisch wichtig sind hier Bradykardien und/oder Hypokaliämien, Faktoren, die auch unabhängig von Medikamenten zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen und darüber hinaus die repolarisationshemmende Wirkung von Medikamenten verstärken. TdP treten bei Frauen häufiger auf (3). Daß Frauen physiologischerweise ein längeres QT-Intervall als Männer haben, ist seit langem bekannt. Zu TdP kommt es vor allem bei hohen Konzentrationen des Medikaments, die aus hohen Dosierungen und/oder Störungen der Ausscheidung oder des Metabolismus resultieren. Zahlreiche Pharmaka, die das QT-Intervall verlängern und TdP auslösen können, werden durch das Zytochrom-P450-Enzymsystem metabolisiert (4). Eine besonders wichtige Rolle spielen CYP3A4 und CYP2D6. Genetische Polymorphismen führen zu unterschiedlichen Metabolisierungskapazitäten (langsame und schnelle Metabolisierer). Bei Patienten, die wegen eines CYP2D6-Polymorphismus langsam metabolisieren, können im Vergleich zu Schnell-Metabolisierern mehrfach höhere Spitzenkonzentrationen des Medikaments auftreten. Der Zustand einer langsamen Arzneimittel-Metabolisierung kann auch dadurch entstehen, daß zusätzlich eine Substanz verabreicht wird, die das Zytochrom-P450-Enzymsystem hemmt. Hierzu gehören unter anderen Proteaseinhibitoren und Azole. Eine solche Hemmung der Metabolisierung des Medikaments durch andere Pharmaka ist häufig für die TdP mitverantwortlich (4). Ein Faktor, der die TdP begünstigt, sich im Einzelfall aber nicht abschätzen läßt, ist die individuell vorhandene Neigung mancher Menschen, auf ein Medikament, das bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern kann, abnorm bzw. überschießend zu reagieren. In einem solchen Fall wird von einer <i>verminderten bzw. herabgesetzten Repolarisationsreserve</i> gesprochen (1). Eine Ursache für eine herabgesetzte Repolarisationsreserve sind Mutationen in Genen, die für Ionenkanäle kodieren, die bei der Repolarisation eine Rolle spielen (z.B. I<sub>Kr</sub>, s.o.; 4, 10). Beim <i>kongenitalen</i> QT-Syndrom, bei dem ebenfalls solche Genmutationen vorliegen, findet sich <i>unabhängig</i> von der Behandlung mit repolarisationsverlängernden Pharmaka eine abnorme QT-Verlängerung und eine erhöhte Neigung zu TdP (2).</p>
<p><b>Neue Auflagen von Zulassungsbehörden:</b> Berichte über das Auftreten von TdP im Zusammenhang mit nicht-kardial eingesetzten Pharmaka haben bereits Mitte der 90er Jahre die Behörden alarmiert. Eine erste Reaktion war eine 1997 publizierte Stellungnahme des <i>Committee for Proprietary Medicinal Products</i> (CPMP) der EMEA, die sich mit der <i>klinischen</i> Evaluierung neuer Pharmaka vor ihrer Zulassung hinsichtlich der Wirkung auf das QT-Intervall beschäftigt (5). Neue Richtlinien legen ebenfalls fest, welche Kriterien und Verfahren bei der <i>präklinischen</i> Evaluierung neuer Medikamente einzusetzen sind (6). Besonders viel Aufmerksamkeit erregt derzeit eine neue Richtlinie der Arbeitsgruppe der ICH (International Conference on Harmonisation) zur medikamentenbedingten QT-Intervall-Verlängerung (7). Wesentlicher Bestandteil dieser in ihrer endgültigen Form noch nicht verabschiedeten Richtlinie ist die Forderung nach einer so genannten <i>gründlichen</i> (thorough) QT-Studie, die für jedes neue systemisch angewendete Medikament gefordert wird. An Design und Aussagekraft einer solchen Studie werden hohe Anforderungen gestellt. Angestrebt wird ein Mehrfach-Crossover-Design mit zwei unterschiedlichen Dosierungen (einer therapeutischen sowie einer möglichst hohen, gerade noch verträglichen Dosierung), einem Plazebo-Arm und einer so genannten Positiv-Kontrolle. Hinter dieser Positiv-Kontrolle verbirgt sich ein Arzneimittel, von dem bekannt ist, daß es das QT-Intervall verlängert. Bevorzugt wird derzeit Moxifloxacin eingesetzt, das eine QT-Verlängerung von etwa 6-12 ms bewirkt. Ziel dieses Prüfungsarmes ist es, die Sensitivität des Studiendesigns und der verwandten Methodik zur QT-Intervall-Messung nachzuweisen. Neue Medikamente, die das QT-Intervall in diesen Studien im Vergleich zu Plazebo um mehr als 5 ms verlängern, werden als solche klassifiziert, die die myokardiale Repolarisation signifikant verlängern und die ein Risiko in sich bergen, TdP zu induzieren. In dieser neuen Richtlinie hat die <i>frequenzkorrigierte</i> Dauer des QT-Intervalls eine zentrale Bedeutung. Da sich die Dauer der myokardialen Repolarisation mit steigender Herzfrequenz verkürzt (und vice versa), muß eine auf die Frequenz bezogene Korrektur des gemessenen QT-Intervalls (QTc) erfolgen, um die Werte bei unterschiedlicher Herzfrequenz vergleichbar zu machen. Hierfür muß eine Korrekturformel angewendet werden (Nomogramme, die die Abweichung des gemessenen QT-Wertes von der Norm in Prozent angeben, sind obsolet). Am häufigsten wird die Korrekturformel nach Bazett angewendet (s. Abb. 1). Läßt man geschlechtsabhängige Unterschiede außer Acht, gilt als oberer normaler Grenzwert ein QTc von 440 ms. Das auf die Herzfrequenz korrigierte QT-Intervall ist als Surrogat-Parameter für ein erhöhtes TdP-Risiko aber problematisch. Mit der Formel nach Bazett wird überkorrigiert, wenn die Herzfrequenz zunimmt (8). Daraus kann eine QTc-Zunahme von mehr als 5 ms resultieren, obwohl das Medikament die Repolarisation selbst gar nicht beeinflußt, sondern nur die Frequenz steigert. In der neuen Richtlinie werden daher komplexe Verfahrensweisen zur Frequenzkorrektur des QT-Intervalls empfohlen. Insgesamt ist der Aufwand für eine solche QT-Studie erheblich, und die Zahl der notwendigen EKG bewegt sich schnell im fünfstelligen Bereich. Die Kosten betragen in der Regel mehr als 1 Mio. EUR. Ob die Häufigkeit Medikamenten-induzierter TdP durch solche Maßnahmen verringert werden kann, bleibt abzuwarten.</p>
<p><b>Vorsichtsmaßnahmen in der Praxis</b> Hersteller und Zulassungsbehörden kümmern sich darum, die Bedeutung der QT-Verlängerung als UAW zu erfassen. Im Bewußtsein der Ärzte ist jedoch die Gefährlichkeit dieser UAW noch wenig verankert. Wer hätte schon daran gedacht, daß Moxifloxacin einmal zum Standard-Vergleichs-Medikament für QT-Verlängerungen werden würde? Studien zur Häufigkeit Medikamenten-induzierter TdP sind dringend wünschenswert.</p>
<p>Es kann davon ausgegangen werden, daß wir mit dem Problem der Medikamenten-bedingten QT-Verlängerung auch in Zukunft leben müssen. Es mag sein, daß für einen Teil der heutigen Präparate therapeutisch gleichwertige Alternativen gefunden werden, die keine QT-Verlängerung verursachen. Einen vollständigen Ersatz wird es in naher Zukunft aber wohl nicht geben. Es geht deshalb nicht darum, grundsätzlich QT-Zeit-verlängernde Medikamente zu vermeiden. Das würde möglicherweise bedeuten, Patienten wertvolle Therapeutika vorzuenthalten oder andere UAW billigend in Kauf zu nehmen. Werden Medikamente, die das QT-Intervall verlängern können, jedoch eingesetzt, so ist an erster Stelle zu fordern, daß der behandelnde Arzt mit dieser besonderen UAW vertraut ist (s.a. 9, 10). Hierdurch dürften sich die Probleme, die sich oft ergeben, wenn bereits Rhythmusstörungen aufgetreten sind, zumindest zum Teil vermeiden lassen, z.B. gleichzeitige Gabe ebenfalls repolarisationsverlängernder Medikamente, Hypokaliämie und/oder Medikamenteninteraktionen. Ein EKG vor Therapiebeginn und unter Steady-state-Bedingungen ist zu fordern, auch wenn nicht klar ist, wie viele TdP hierdurch zu verhindern sind. EKG-Kontrollen sollten auch während einer Langzeittherapie durchgeführt werden. Dosierungsempfehlungen sollten strikt befolgt und Überdosierungen vermieden werden. Bei Ausscheidungs- und Metabolisierungsstörungen ist die Dosierung anzupassen. Auf Interaktionen muß geachtet werden. Auf jeden Fall ist die Gabe mehrerer repolarisationsverlängernder Substanzen zu vermeiden. Bei neu aufgetretenen Beschwerden (Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder Krampfanfälle) muß auch an Rhythmusstörungen als Ursache gedacht werden. In solchen Fällen sollte ein EKG registriert bzw. ein Internist oder Kardiologe kontaktiert werden. Bei Erkrankungen (Diarrhö, rezidivierendes Erbrechen) bzw. Zuständen, die zu einem Verlust von Kalium führen können (starkes Schwitzen, Mangelernährung bei Alkoholabusus oder Anorexia nervosa), muß das Serum-Kalium kontrolliert werden.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Roden, D.M.: Clin. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7902224&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <b>16</b>, 683</a>.</li>
<li>Roden, D.M., et al.: Circulation <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8873679&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <b>94</b>, 1996</a>.</li>
<li>Haverkamp, W., et al.: Cardiovasc. Res. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10947683&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>47</b>, 219</a>.</li>
<li>Shah, R.: Drug Safety <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=14756578&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2004, <b>27</b>, 145</a>.</li>
<li>Committee for Proprietary Medicinal Product (CPMP). Points to consider: the assessment of the potential for QT interval prolongation by non-cardiovascular drugs. The European Agency for the Evaluation of Medicinal Products 1997.<a name="R_QTc_draft_FDA"></a></li>
<li>ICH Guideline S7B. Safety pharmacology studies for assessing the potential for delayed ventricular repolarization (QT interval prolongation) for human pharmaceuticals. <a href="http://www.ich.org" target="_blank" rel="noopener">www.ich.org</a></li>
<li>ICH Preliminary Concept Paper: The clinical evaluation of QT/QTc interval prolongation and proarrhythmic potential for non-antiarrhythmic drugs. Step 1 Draft 3 (November 12, 2003).</li>
<li>Hodges, M.: Cardiac Eletrophysiol. Rev. 1997, <b>3</b>, 360.</li>
<li>Al-Khatib, S.M., et al.: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12709470&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>289</b>, 2120</a>.</li>
<li>Moss, A.J.: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12709446&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>289</b>, 2041</a>.</li>
</ol>
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		<title>Hyperhidrosis. Therapieansätze</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Nov 2000 11:07:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen schwitzen übermäßig. Einige leiden erheblich unter dieser körperlichen Reaktion und erleben Einbußen in ihren sozialen Kontakten. Die Bedeutung, die ein solches starkes Schwitzen für die Betroffenen erlangen kann, spiegelt sich in der großen Zahl von Selbsthilfegruppen und Fachkliniken wieder, die sich diesem Problem auf vielfältige Art und Weise widmen (1-3). Die Therapie des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen schwitzen übermäßig. Einige leiden erheblich unter dieser körperlichen Reaktion und erleben Einbußen in ihren sozialen Kontakten. Die Bedeutung, die ein solches starkes Schwitzen für die Betroffenen erlangen kann, spiegelt sich in der großen Zahl von Selbsthilfegruppen und Fachkliniken wieder, die sich diesem Problem auf vielfältige Art und Weise widmen (1-3).</p>
<p>Die Therapie des krankhaften Schwitzens ist schwierig und häufig unbefriedigend. Ein aktueller Übersichtsartikel aus der Hyperhidrosis-Ambulanz der Dermatologischen Universitätsklinik Zürich befaßt sich diesem Thema und liegt dieser Darstellung zu Grunde (4).</p>
<p>Zunächst ist ärztlicherseits zu klären, ob eine sekundäre Hyperhidrosis vorliegt und somit eine kausale Therapie möglich ist: endokrine Erkrankungen (z.B. Hyperthyreose, Phäochromozytom, Karzinoid, Diabetes mellitus), hormonelle Umstellungen (z.B. Menopause, Schwangerschaft), neurologische Erkrankungen (z.B. degenerative Veränderungen des Rückenmarks) oder ein Malignom. Weiterhin sollte eine genaue Medikamentenanamnese erfolgen, da viele Wirkstoffe zu einer vermehrten Schweißabsonderung führen (s. Tab. 1). Hier sollten Auslaßversuche Klärung und eventuell Heilung bringen.</p>
<p>Die primäre Form der Hyperhidrose hat ein typisches körperliches Verteilungsmuster. Die Patienten schwitzen besonders stark an den Handinnenflächen, an den Füßen, unter den Achseln, im Gesicht oder auf der Kopfhaut, oft verbunden mit starker Gesichtsrötung. Das Schwitzen tritt überwiegend bei emotionalem Streß auf, z.B. bei Vorstellungsgesprächen, Vorträgen, Rendezvous etc. und verunsichert die Betroffenen stark.</p>
<p>Der normale Wasserverlust durch Schwitzen beträgt im Mittel 500 ml/d. Patienten mit extremer Hyperhidrosis können dagegen mehrere Liter/d verlieren. Die ekkrinen Schweißdrüsen werden durch den Sympathikus versorgt; die zentralnervösen Zentren liegen im Hypothalamus und im limbischen System. Die synaptische Transmittersubstanz ist Acetylcholin.</p>
<p>Die Therapie der emotional getriggerten Hyperhidrosis ist schwierig. In Einzelfällen kann gegen starke Aufgeregtheit autogenes Training, Biofeedback oder auch eine Psychotherapie hilfreich sein. Hausmittel wie Salbei-Tee oder Homöopathika oder Akupunktur können unterstützend eingesetzt werden; die Datenlage über deren Wirksamkeit ist jedoch völlig unzureichend. Die systemische medikamentöse Therapie der Hyperhidrosis ist wegen der möglichen Nebenwirkungen der in Frage kommenden Pharmaka (Tranquilizer, Anticholinergika, Betablocker, einzelne Antidepressiva) problematisch. Die Dämpfung der Sympathikus-Wirkungen durch Betarezeptoren-Blocker, z.B. <I>Propranolol</I>, besonders vor wichtigen Auftritten oder Prüfungssituationen, kann das Schwitzen deutlich reduzieren. Allerdings sollte beachtet werden, daß einige Betablocker selbst eine Hyperhidrosis verursachen können. <I>Clonidin</I> als Dauertherapie scheint zumindest bei einigen Patienten ein wirksames Mittel zu sein (5). Größere klinische Studien fehlen jedoch.</p>
<p><I>Aluminiumchlorid-haltige Externa</I> (Konzentration 20%) werden axillär (als Roll-on-Stift) oder auch palmar/plantar angewendet. Die Lösung wird nach den Empfehlungen der Zürcher Dermatologen vier Wochen lang jeweils abends vor dem Zubettgehen auf die trockene Haut aufgetragen. Danach nur noch 1-2 mal wöchentlich. Die Wirkung wird auf eine Blockierung der Schweißdrüsenausgänge zurückgeführt. Über 80% der Patienten haben in einer Serie so eine deutliche Besserung erfahren (6). Allerdings erleiden bis zu 50% der Patienten Irritationen der Haut; auch werden dauerhafte Effekte angezweifelt (3).</p>
<p>Bei der <I>Iontophorese</I> werden Hände oder Füße täglich 20 Minuten auf einer Metallplatte in Wasser gebadet während ein Gleichstrom (20 mA) durch das Wasserbad fließt. Nach einer Initialtherapie von zwei Wochen nimmt die Schweißbildung deutlich ab und soll nach jeder Behandlung 3-4 Tage anhalten. Diese einfache und sehr effektive Methode kann zu Hause von den Patienten angewendet werden (7).</p>
<p>Als relativ neue Therapie ist die Injektion von <I>Botulinus-Toxin</I> (BTX) zu nennen (8). Intradermal eingebrachtes BTX (6-12 Einstichspunkte pro Axillla oder etwa 25 Einstiche pro Handfläche) blockiert irreversibel die präsynaptische Freisetzung von Acetylcholin (&#8222;Chemodenervierung&#8220;) und reduziert die Schweißmenge um 70-90%. Allerdings wird die Wirkung durch neu einsprießende Nervenenden während der folgenden 6-9 Monate abgeschwächt, und BTX muß dann erneut injiziert werden. Die genauen Injektionspunkte können durch Anwendung der Jod-Stärke-Reaktion oder der Minorschen Schweißprobe (Violettfärbung der schwitzenden Hautareale) markiert werden. In der Achselhöhle soll das BTX-Verfahren gut toleriert werden; zur Behandlung der Handflächen wird eine Leitungsanästhesie empfohlen. Bei streng intradermaler Injektion sind keine systemischen Wirkungen zu erwarten. Trotzdem wird empfohlen das BTX nicht bei Patienten mit schweren neuromuskulären Erkrankungen anzuwenden (z.B. Myasthenia gravis).</p>
<p>Als <I>chirurgische Behandlungsmethoden</I> kommen die axilläre Schweißdrüsenextraktion oder Liposuktion und die endoskopische thorakale Sympathektomie (ETS) in Frage. Als großer Vorteil dieser Methoden wird die definitive Lösung des Problems genannt; nachteilig sind die möglichen Komplikationen, wie Infektion oder auch neurologische Ausfälle. In den USA und in Fernost gibt es Chirurgen, die sich nur auf die endoskopische Sympathektomie spezialisiert haben. Als Nachteil dieser Methode wird eine kompensatorische Hyperhidrose der nicht denervierten Gebiete bei bis zu 70% der Patienten genannt.</p>
<p><B>Fazit:</B> Zur Behandlung der primären Hyperhidrose bieten sich mehrere Therapieformen an: medikamentöse, physikalische und operative. Die Auswahl der am besten geeigneten Methode richtet sich nach dem körperlichen Verteilungsmuster der übermäßigen Schweißabsonderung, den Triggermechanismen und nach dem Leidensdruck des Betroffenen. Versagen die wichtigsten nicht invasiven Methoden (Iontophorese, Aluminiumchlorid-Externa) kann neuerdings in Fachambulanzen auch mit gutem Erfolg Botulinus-Toxin s.c. injiziert werden.<br /><B><br />Literatur</p>
<p></B>1. Deutsches Forum für Hyperhidrose: <a href="http://www.insideweb.com/mbs.cgi/mb826456" target="_blank" rel="noopener">www.insideweb.com/mbs.cgi/mb826456</a><br />2. Hyperhidrose Hilfe:<a href="http://www.schweiss-problem.de" target="_blank" rel="noopener">www.schweiss-problem.de</a><br />3. Hyperhidrosis Clinic USA: <a href="http://www.camelot.hiwd.net/customers/hcu/default.html" target="_blank" rel="noopener">www.camelot.hiwd.net/customers/hcu/default.html</a><br />4. Kreyden, O.P., et al.: Schweiz. Med. Wochenschr. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10971942&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>130</B>, 1084</a>.<br />5. Feder, R.: J. Clin. Psychiatry <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7836338&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <B>56</B>, 35</a>.<br />6. Hilbrans, J., et al.: Akt. Dermatol. 1994, <B>20</B>, 303.<br />7. Raulin, C.: Hautarzt <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=3220764&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1988, <B>39</B>, 504</a>.<br />8. Heckmann, M., et al.: Dt. Ärztebl. 2000, <B>97</B>, B 2415.<br />9. Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Hrsg.: Müller-Oerlinghausen, B., Lasek, R., Düppenbecker, H., Munter, K.-H.. Urban &#038; Fischer, München, Jena 1999.<br />10. Vom Verdacht zur Diagnose. ABC der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. A.T.I. Arzneimittelinformationen Berlin GmbH u. Co. KG. 1998. S. 413.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2000/11/Abbildung-2000-83-1.gif" alt="Abbildung 2000-83-1.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Aktuelle Therapie der neurokardiogenen Synkope</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/aktuelle-therapie-der-neurokardiogenen-synkope/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2000 10:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[9-alpha-Fluor-Kortisol]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zusammenfassung: Grundlagen der Therapie bei neurokardiogenen Synkopen sind ärztliche Beratung (eventuell psychosomatische Mitbetreuung), verschiedene Allgemeinmaßnahmen (Vermeiden synkopenfördernder Situationen, Verhaltensweisen und Medikamente) und je nach Situation vermehrte Salz- und/oder Flüssigkeitszufuhr oder Kompressionsstrümpfe. Eine neue, sehr effektive Behandlungsstrategie scheint das kombinierte Kipptisch- und Stehtraining zu sein. In der medikamentösen Therapie gilt die Wirksamkeit von Betarezeptoren-Blockern (z.B. Atenolol, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Zusammenfassung: Grundlagen der Therapie bei neurokardiogenen Synkopen sind ärztliche Beratung (eventuell psychosomatische Mitbetreuung), verschiedene Allgemeinmaßnahmen (Vermeiden synkopenfördernder Situationen, Verhaltensweisen und Medikamente) und je nach Situation vermehrte Salz- und/oder Flüssigkeitszufuhr oder Kompressionsstrümpfe. Eine neue, sehr effektive Behandlungsstrategie scheint das kombinierte Kipptisch- und Stehtraining zu sein. In der medikamentösen Therapie gilt die Wirksamkeit von Betarezeptoren-Blockern (z.B. Atenolol, Metoprolol), Midodrin und Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (z.B. Paroxetin, Fluoxetin, Sertralin) als gesichert. Wegen der breiten klinischen Erfahrung in der Behandlung der orthostatischen Hypotonie kann auch in besonderen Situationen Fludrokortison empfohlen werden. Die Wahl des Medikaments oder auch einer Kombination richtet sich nach eventuell vorliegenden Begleiterkrankungen (z.B. Hypertonie, Hypotonie, Depression) oder &#8211; falls durchgeführt &#8211; dem Ergebnis der Kipptisch-Untersuchung.<br /></B><br /><B>Pathophysiologie und klinische Symptome:</B> Der Mechanismus der neurokardiogenen Synkope (NCS) ist durch Reflexe vermittelt. Die Trigger können sowohl psychisch als auch somatisch sein. Die häufigsten psychischen Auslöser sind Angst, Streß und Schmerz. Hierbei wird eine direkter Einfluß auf das Vasomotorenzentrum im Hirnstamm vermutet.</p>
<p>Auf somatischer Ebene können Dehydratation oder verminderter venöser Rückstrom durch das sog. &#8222;Pooling&#8220; eine Reflexkaskade in Gang setzen (1). Ausgehend von Barorezeptoren im rechten Vorhof und im linken Ventrikel führt ein reflektorisch erhöhter Sympathikotonus zu Vasokonstriktion, Tachykardie und verstärkter linksventrikulärer Kontraktilität. Mechanorezeptoren in den Vorhöfen, Ventrikeln und Pulmonalarterien können in dieser Situation über Impulse zum dorsalen Vaguskern gegenregulatorisch den Vagotonus erhöhen. Daraus resultiert dann eine arterielle Hypotonie mit unterschiedlich stark ausgeprägter Bradykardie. Je nach Ausprägung spricht man von vasodepressorischer (überwiegend Vasodilatation), gemischter oder kardioinhibitorischer (überwiegend Bradykardie) NCS (2).</p>
<p>Die NCS hat klassischerweise Prodromalsymptome, wie uncharakteristisches Unwohlsein (&#8222;Mir wird so komisch&#8220;), Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen, Herzklopfen, von der Magengrube aufsteigendes Hitzegefühl, Schwitzen und Übelkeit. Die Patienten sind oft blaß. Eine Beschreibung findet man schon bei Wilhelm Busch:</p>
<p>&#8222;O Gott, da springt ein grüner, nasser,<br />erschrecklich großer Frosch ins Wasser,<br />Adele, die ihn hüpfen sah,<br />fällt um und ist der Ohnmacht nah!&#8220;.</p>
<p>Wichtig sind die Begleitumstände, die zur Synkope geführt haben (1, 3). Lang anhaltende Residualsymptome, wie Übelkeit und Schwäche, sind sehr häufig. Im Gegensatz dazu ist die orthostatische Kreislauf-Dysregulation nicht durch diese komplexen, reflexnervös bedingten pathophysiologischen Abläufe gekennzeichnet. Sie beginnt direkt nach dem Lagewechsel vom Liegen zum Stehen und kann durch den einfachen Schellong-Test diagnostiziert werden (4).</p>
<p>Oft ergibt sich die Diagnose der NCS aus der typischen Anamnese; dann sind weitere diagnostische Maßnahmen nicht erforderlich. Bei vielen Patienten fehlen allerdings typische Begleitsymptome und Auslösesituationen. Dann kann die Kipptisch-Untersuchung (KTU) häufig die Ätiologie aufdecken (5). Während einer Stehperiode von mindestens 45 Minuten mit einem Kippwinkel von 60° (-70°), an die sich eine milde medikamentöse Provokation anschließt (meist ein Hub Glyceroltrinitrat sublingual), werden kontinuierlich Herzfrequenz, Blutdruck und Bewußtseinszustand überwacht.</p>
<p><B>Allgemeinmaßnahmen:</B> Zur allgemeinen basalen Therapie der NCS gehören:<br /><UL></p>
<li>Aufklärung über die gutartige Natur der Erkrankung und Erlernen, Prodromi zu erkennen</li>
<li>Vermeiden NCS-provozierender Situationen und Verhaltensweisen</li>
<li>Maßnahmen, die bei Prodromi zu ergreifen sind</li>
<li>Absetzen synkopenfördernder Medikamente</li>
<li>Ggf. Verordnen von Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen</li>
<li>Ggf. psychosomatische Mitbetreuung</li>
<p></UL><br />Durch Stellen der Diagnose und entsprechende Beratung werden die meisten Patienten bereits oligo- oder sogar asymptomatisch (3, 6, 7). Medikamentös müssen demnach nur solche Patienten behandelt werden, bei denen die Häufigkeit der Synkopen die &#8222;Lebensqualität&#8220; deutlich beeinträchtigt und &#8222;Risiko-Patienten&#8220;, bei denen die Vorwarnzeit so kurz ist, daß sie nicht mehr reagieren können und Verletzungen möglich sind. Hierzu gehören auch Patienten, die bei Ausübung ihres Berufes unbedingt synkopenfrei sein müssen (8). Es gibt z.B. die Empfehlung, nach Synkope drei Monate lang auf das Autofahren zu verzichten, wenn der Auslösemechanismus nicht sicher vermieden werden kann (12).</p>
<p><B>Kipptisch-Training:</B> Dies ist eine neue Therapieform. Dabei werden die Patienten in der Klinik seriell gekippt, bis sie durch dieses Training eine Stunde lang ohne Synkope stehen können. Daran schließt sich zu Hause ein Stehtraining an, bei dem die Patienten bis zu zweimal täglich und jeweils bis zu einer halben Stunde lang an eine Wand gelehnt stehen. Bisher sind drei Studien zu dieser Behandlung der NCS mit insgesamt etwa 100 Patienten publiziert; es wird von einem fast hundertprozentigen Therapieerfolg berichtet (9, 10, 11).<br /><B><br />Medikamentöse Behandlung:</B> Die der Zahl Studien zur medikamentösen Therapie der NCS ist kaum zu überschauen, aber nur wenige sind randomisiert und plazebokontrolliert. Das Problem aller dieser Studien ist die viel zu kleine Patientenzahl und die zu kurze Nachbeobachtungszeit. Es ist bei der Bewertung der Therapie auch zu bedenken, daß &#8211; unabhängig von der Behandlung bzw. spontan &#8211; über zwei Drittel der Patienten irgendwann asymptomatisch werden. Die Nachbeobachtungszeit muß mehrere Jahre betragen, da die NCS episodenhaft auftreten kann. Ein weiteres Problem ist die Definition von Studienendpunkten. So gilt z.B. ein Patient, der vor Beginn einer Behandlung sechs Synkopen pro Monat hatte, weiterhin als symptomatisch, wenn er unter Therapie eine einzige Synkope erleidet, obwohl dieser Patient sich deutlich gebessert fühlen kann. Das Ziel ist also häufig nicht die Heilung, sondern ein zufriedener Patient.</p>
<p>Angriffspunkte für eine medikamentöse Therapie der NCS sind an mehreren Stellen im Reflexbogen gegeben (13):</p>
<p><UL></p>
<li>A. Verbesserung des Volumenstatus</li>
<li>B. Blockieren des erhöhten Sympathikotonus oder der aktivierten Mechanorezeptoren</li>
<li>C. Beeinflussen der zentralen Verschaltung</li>
<li>D. Blockieren des Vagotonus</li>
<li>E. Blockieren des afferenten (venöses &#8222;Pooling&#8220;) und efferenten (arterielle Vasodilatation) Schenkels</li>
<p></UL><br /><I>A. Salz- und Flüssigkeitszufuhr; Mineralokortikoide: </I>Wirkprinzip ist hier die Vergrößerung des zirkulierenden intravasalen Volumens, um einer möglichen Dehydratation oder dem venösen &#8222;Pooling&#8220; entgegenzuwirken.</p>
<p>Eine Studie (14) fand eine Verbesserung der Orthostase-Toleranz während eines Beobachtungszeitraums von 2 Monaten unter zusätzlicher Kochsalzzufuhr (120 mmol NaCl/d), allerdings nur bei den Patienten, die zuvor wenig Salz zu sich genommen hatten. El-Sayed et al. (14) untersuchten doppeltblind, plazebokontrolliert (das Salz<B> </B>war in geschmacksneutralen Kapseln eingeschlossen) insgesamt 31 Patienten mit NCS (20 doppeltblind, 11 in einer offenen Studie) ohne zusätzliche kardiovaskuläre oder andere ödembildende Erkrankungen, die einen erhöhten Salzkonsum verboten hätten. 15 Patienten (70%) der Salzgruppe zeigten eine Verbesserung der orthostatischen Toleranz und eine Zunahme des Plasma- und Blutvolumens. Ähnliches wurde von Younoszai et al. (15) durch vermehrte Flüssigkeitszufuhr berichtet.</p>
<p>Gesunde Patienten mit NCS profitieren also möglicherweise von höherer Salzzufuhr &#8211; wenn auch in den vorliegenden Studien keine statistische Signifikanz diesen ärztlichen Rat stützt.</p>
<p>Haupteffekt des Mineralokortikoids<I> Fludrokortison </I>(9a-Kortison; Astonin H), einem vor allem bei Kindern und Jugendlichen angewendeten Medikament, ist die Zunahme des zirkulierenden intravasalen Volumens infolge vermehrter renaler Natriumrückresorption. Es gibt Hinweise auf zusätzliche Wirkungen im Sinne von Desensibilisierung der Barorezeptoren, Sensibilisierung von Blutgefäßen gegenüber Noradrenalin und Verminderung des Sympathikotonus (16, 17).</p>
<p>In einer Studie von Scott et al. wurden die Patienten randomisiert entweder mit Fludrokortison oder Atenolol unabhängig von der jeweiligen Synkopenform (vasodepressorische oder kardioinhibitorische) behandelt (18). Die Patienten waren aufgrund einer positiven KTU eingeschlossen worden. Nach 6 Monaten berichteten 83% der 58 Patienten über eine Besserung oder völliges Ausbleiben der Synkopen. Die Ergebnisse sind allerdings nicht nach den beiden Substanzen aufgeschlüsselt; es wird lediglich mitgeteilt, daß es in der Erfolgsrate keinen Unterschied gab.</p>
<p>Mehrere andere, nicht randomisierte Studien mit geringen Patientenzahlen beschreiben die Wirksamkeit von Mineralokortikoiden. Eine Studie von Grubb et al. fällt besonders auf (19). Bei 10 von 21 Kindern wurde die KTU nach Behandlung negativ, und nach 20 Monaten hatten 20 Kinder keine Synkopen mehr.</p>
<p>Als Nebenwirkungen können Hypertonie, Ödeme, Akne und Depressionen auftreten, in seltenen Fällen auch Hypokaliämie. Eine generelle Therapieempfehlung kann aus dieser Datenlage nicht abgeleitet werden. Allerdings wird &#8211; wohl wegen der großen klinischen Erfahrung in der Behandlung der orthostatischen Hypotonie &#8211; Fludrokortison (0,1-0,3 mg/d) auch zur Therapie der NCS bei solchen Patienten versucht, die nach Allgemeinmaßnahmen nicht symptomfrei werden, insbesondere bei rein vasodepressorischer NCS.</p>
<p><I>B. Betarezeptoren-Blocker; Disopyramid: </I>Das Wirkprinzip der Beta-Blocker in der Behandlung der NCS besteht darin, daß durch die Abnahme der Kontraktilität des Myokards die Mechanorezeptoren vermindert aktiviert werden. Diese Substanzklasse ist bei NCS bisher wohl am häufigsten untersucht worden (insgesamt etwa 25 Studien mit über 800 Patienten). Dennoch gibt es nur eine plazebokontrollierte Studie von Mahanonda et al. mit Atenolol bei 42 Patienten (20; s. Tab. 1). In der Kontroll-KTU nach einem Monat waren in der Verum-Gruppe 62% gegenüber 5% der Patienten in der Plazebo-Gruppe frei von Synkopen. Eine Besserung des Befindens gaben 71% der Patienten unter Atenolol an gegenüber nur 29% unter Plazebo.</p>
<p>In einer anderen Untersuchung war Metoprolol Clonidin überlegen (21), in einer weiteren auch Verapamil (22).</p>
<p>Andere, allerdings nicht kontrollierte Studien bestätigen den positiven Eindruck (23, 24), so daß insgesamt die Wirksamkeit der Beta-Blocker als gesichert gelten kann. Es gibt allerdings auch eine Studie ohne positiven Therapieeffekt (25).</p>
<p>Bei Disopyramid, einem Klasse-Ia-Antiarrhythmikum, werden die negativ inotropen und anticholinergen Nebenwirkungen therapeutisch genutzt. Es gibt nur eine plazebokontrollierte Arbeit aus dem Jahr 1993 (26). Sowohl auf dem Kipptisch als auch während der Nachbeobachtung über 29 Monate war Disopyramid dem Plazebo nicht überlegen. Milstein et al. berichteten dagegen über eine positive Beeinflussung bei der KTU und über Symptomfreiheit bei 9 von 10 Patienten während eines Zeitraums von 20 Monaten (27). Weitere ältere Arbeiten beschreiben die Wirksamkeit von Disopyramid insbesondere bei Patienten, die nicht auf Beta-Blocker angesprochen hatten (28, 29), wobei in einer Untersuchung hohe Tagesdosen (bis zu 1200 mg) erforderlich waren (30).</p>
<p>Die anticholinergen Nebenwirkungen von Disopyramid (Mundtrockenheit, Obstipation, Harnverhalt) sind erheblich, am schwersten wiegt aber der potentiell proarrhythmische Effekt, der zur Torsades de pointes führen kann. Aufgrund dieser Tatsache und der eher unsicheren Datenlage zur Wirksamkeit, ist Disopyramid kein Mittel der ersten Wahl.</p>
<p><I>C. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): </I>Der Neurotransmitter Serotonin spielt eine Rolle in der Blutdruckregulation. Die Aktivierung von Serotonin-Rezeptoren setzt den Sympathikotonus herab und trägt damit vermutlich zur Hypotonie im Moment der Synkope bei.</p>
<p>Kürzlich ist eine plazebokontrollierte Studie mit Paroxetin erschienen (31; s. Tab. 1). Sie wurde an Patienten durchgeführt, bei denen andere Substanzen (Etilefrin, Propranolol, Fludrokortison und Disopyramid) versagt hatten. Bei der Kontroll-KTU nach einem Monat waren 62% in der Verum-Gruppe gegenüber 38% in der Plazebo-Gruppe negativ. Die Nachbeobachtungszeit betrug insgesamt 25 Monate; Endpunkt war das Wiederauftreten von Synkopen, nicht das Verhalten bei weiteren KTU. Auch hier schnitt die Verum-Gruppe mit 18% gegenüber 53% signifikant besser ab. Positive Ergebnisse gibt es auch mit Fluoxetin und Sertralin (32, 33).</p>
<p>Das Nebenwirkungsspektrum dieser Substanzgruppe umfaßt Angstzustände, Schlaf- und Appetitlosigkeit sowie Müdigkeit. Auch sind wichtige Interaktionen mit anderen Arzneimitteln zu bedenken, weil sie über dieselben Zytochrome abgebaut werden (vgl. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5704" target="_blank" rel="noopener">AMB 2000,<B>34</B>,17</a>).</p>
<p><I>D. Anticholinergika:</I> Nur eine Arbeit mit insgesamt 60 Patienten hat bisher Scopolamin gegenüber Plazebo untersucht. Weder bei KTU noch während der Nachbeobachtungszeit war Scopolamin überlegen (34). Weitere, wenn auch positive, Berichte beruhen auf Beobachtungen bei einzelnen Patienten.</p>
<p>Zwei Studien mit Propanthelin zeigen einen positiven Einfluß bei der KTU und im Hinblick auf Synkopenrezidive (35, 36). Die Patientenzahlen sind aber klein, und es fehlen die Plazebo-Kontrollen.</p>
<p><I>E. Alpha-Agonisten: </I>Alpha-Agonisten bewirken eine arterielle Vasokonstriktion mit Blutdrucksteigerung und über eine Tonuserhöhung der Venen eine Abnahme des &#8222;Pooling&#8220;.</p>
<p>In einer nicht randomisierten Studie besserte <I>Ephedrin</I> bei 15 von 16 jugendlichen Patienten während der Nachbeobachtungszeit von 12 Monaten die NCS-Symptome (37). Dies wurde von anderen Untersuchern bestätigt (20). Auch <I>Etilefrin</I> (Effortil u.v.a.) wurde in dieser Indikation sehr häufig verwendet (38). Skepsis kam durch eine Studie auf, in der beim Vergleich von Etilefrin mit Plazebo schließlich auch in der Plazebo-Gruppe bei seriellen KTU kaum noch Synkopen auszulösen waren (39). Nach einer doppeltblinden, plazebokontrollierten und randomisierten Multicenter-Studie mit 106 Patienten ist man heute überzeugt, daß Etilefrin in der Behandlung der NCS nicht wirksam ist (40; s. Tab. 1).</p>
<p>Anders sind die Ergebnisse mit <I>Midodrin </I>(Gutron); es existieren sowohl plazebokontrollierte (41, 42) als auch nicht plazebokontrollierte Arbeiten (43, 44), welche die Wirksamkeit bei NCS zeigen.</p>
<p>Natale et al. (41; s. Tab. 1) behandelten 30 Patienten sechs Monate lang mit Midodrin; davon erlitten 26 Patienten keine Synkopen mehr, zwei berichteten zusätzlich über eine deuliche Besserung des Allgemeinbefinden und lediglich ein Patient mußte die Therapie wegen Nebenwirkungen abbrechen. In der Plazebo-Gruppe wurden nur 4 Patienten symptomfrei und 8 im Allgemeinbefinden gebessert. Ward et al. randomisierten Midodrin gegen Plazebo in einem Cross-over-Design mit jeweils vierwöchiger Dauer (42; s. Tab. 1). Midodrin war sowohl in der KTU als auch in der Besserung des Allgemeinbefindens dem Plazebo überlegen; die &#8222;Lebensqualität&#8220; wurde mit einer Skala gemessen.</p>
<p>Midodrin ist ein reiner Alpha-Agonist ohne beta-mimetische Aktivität, was die bessere Wirksamkeit gegenüber Etilefrin erklären könnte.</p>
<p><I>F. Übrige: </I>Nelson et al. beschrieben die Wirksamkeit von <I>Theophyllin</I> bei NCS (45): 82% der behandelten Patienten waren in der KTU synkopenfrei, und immerhin 50% blieben es während der Nachbeobachtungszeit von 10 Monaten; allerdings mußten 7 von 14 Patienten die Therapie wegen Unverträglichkeit abbrechen. <I>Clonidin</I> wurde bisher einmal gegen Metoprolol geprüft und hat keine therapeutische Bedeutung erlangt (17); für <I>Verapamil</I> gilt gleiches wie für Clonidin (18). Die Beobachtung, daß <I>ACE-Hemmer</I> die Katecholaminfreisetzung aus sympathischen Nervenenden inhibieren können, führte zu ihrer Anwendung bei der NCS. Die einzige bisher erschienene Studie ist klein; eine Aussage über die Wirksamkeit der ACE-Hemmer bei NCS ist bisher noch nicht möglich (46).</p>
<p><B>Differentialtherapie und Maßnahmen bei Versagen der Therapie:</B> Es fehlen Studien, in denen Patienten je nach bestimmten Reaktionsmustern während der KTU (z.B. vasodepressorische Synkope) oder nach Altersgruppen oder nach Begleiterkrankungen differenziert behandelt wurden. Deshalb können nur pathophysiologisch begründete Empfehlungen gegeben werden.</p>
<p>Bei begleitender arterieller Hypertonie ist sicher ein Beta-Blocker die primäre Wahl. Ebenso bei Patienten, bei denen adrenerge Stimuli als häufige Auslöser vermutet werden. Besteht eine Neigung zur Hypotonie oder scheint ein Volumenmangel auslösend zu sein, sollte Fludrokortison gegeben werden und auf gute Hydratation geachtet werden. Bei Nichtansprechen kann Midodrin versucht werden. SSRI werden zur Zeit bei Versagen dieser drei Medikamente verwendet; als primäre Therapie der NCS sind sie bei Patienten mit depressiven Begleitsymptomen geeignet. Für die Auswahl der medikamentösen Therapie kann auch das Ergebnis der KTU richtungsweisend sein. So könnte z. B. ein Patient mit rein vasodepressorischer Reaktion bei der Synkope mit Mineralokortikoid und Alpha-Agonist behandelt werden.</p>
<p>Bei therapierefraktären Patienten, insbesondere mit kardioinhibitorischer Form der NCS, kann eine Schrittmachertherapie diskutiert werden. Diese ist allerdings niemals ein frühzeitiger Schritt, vor allem nicht bei jüngeren Patienten (47). Die Ausschöpfung aller konservativer Behandlungsverfahren, inklusive psychosomatischer Mitbetreuung (48), und eine Persistenz der Symptome über mindestens ein Jahr nach Diagnosestellung ist hier zu fordern.</p>
<p><B>Literatur<br /></B><br />1. Sutton, R.: Eur. Heart J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11543489&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>Suppl. D</B>, 109</a>.<br />2. Sutton, R., et al.: Eur. J. Pacing Electrophysiol. 1992, <B>3</B>, 180.<br />3. Klingenleben, T., et al.: Z. Kardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7717017&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <B>84</B>, 137</a>.<br />4. Thulesius, O., et al.: Z. Kreisl. Forsch. 1961, <B>61</B>, 742.<br />5. Benditt, D., et al.: J. Am. Coll. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8752825&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>28</B>, 263</a><br />6. 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Di Girolamo, E., et al.: Circulation <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10534467&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>100</B>, 1798</a>.<br />12. Li, H., et al.. Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10955374&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>85</B>, 184</a>.<br />13. Calkins, H.: Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10568557&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>84</B>, 20Q</a>.<br />14. El-Sayed, H., et al.: Heart <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8673750&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>75</B>, 134</a><br />15. Younoszai, A.K., et al.: Arch. Pediatr. Adolesc. Med. 1998, <B>152</B>, 165.<br />16. 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Natale, A., et al.: PACE <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7596849&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <B>18</B>, 655</a>.<br />25. Sheldon, R., et al.: Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8806338&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>78</B>, 536</a>.<br />26. Morillo, C.A., et al.: J. Am. Coll. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8245337&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>22</B>, 1843</a>.<br />27. Milstein, S., et al.: Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=2343821&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1990, <B>65</B>,1339</a>.<br />28. Leor, J., et al.. Am. 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Grubb, B.P., et al.: PACE <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7681197&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>16</B>, 458</a>.<br />33. Grubb, B.P., et al.: J. Am. Coll. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8034887&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1994, <B>24</B>, 490</a>.<br />34. Lee, T.M., et al.: Am. J. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8752198&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>78</B>, 480</a>.<br />35. Yu, J.C., et al.: Cardiovasc. Drugs Ther. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9110111&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>10</B>, 687</a>.<br />36. Corbala, F., et al.: Arch. Inst. Cardiol. 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<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2000/05/Abbildung-2000-33-1.gif" alt="Abbildung 2000-33-1.gif" class="table-figure"></p>
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