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	<title>Heuschnupfen Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Sep 1999 10:01:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Langzeiteffektivität einer Gräserpollen-lmmuntherapie</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/langzeiteffektivitaet-einer-graeserpollen-lmmuntherapie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 1999 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Desensibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gräserpollen]]></category>
		<category><![CDATA[Heuschnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Immuntherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Rhinitis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei Patienten mit Heuschnupfen wird häufig eine Immuntherapie mit Gräserpollenextrakten durchgeführt. Nach entsprechender Testung werden die Pollenextrakte alle 3 bis 6 Wochen, möglichst über mehrere Jahre, s.c. injiziert. Die Effektivität dieser Therapie ist belegt. Sie ist jedoch sehr zeitaufwendig und teuer. Es ist unklar, wie lange der Effekt einer 3- bis 4jährigen lmmuntherapie mit Gräserpollen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Patienten mit Heuschnupfen wird häufig eine Immuntherapie mit Gräserpollenextrakten durchgeführt. Nach entsprechender Testung werden die Pollenextrakte alle 3 bis 6 Wochen, möglichst über mehrere Jahre, s.c. injiziert. Die Effektivität dieser Therapie ist belegt. Sie ist jedoch sehr zeitaufwendig und teuer. Es ist unklar, wie lange der Effekt einer 3- bis 4jährigen lmmuntherapie mit Gräserpollen anhält, wenn sie abgebrochen wird. Um diese Frage zu klären, unternahmen S.R. Durham et al. aus London (N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10441602&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>341</b>, 468</a>) eine Studie, in der die Intensität der Heuschnupfen-Symptomatik in drei verschiedenen Gruppen miteinander verglichen wurden. <i>Gruppe 1: </i>12 Patienten waren 3 bis 4 Jahre mit Pollenextrakten behandelt worden und wurden für weitere 3 Jahre behandelt. <i>Gruppe 2: </i>13 Patienten wurden für 3 bis 4 Jahre mit Pollenextrakten behandelt und dann für weitere Jahre mit Plazebo-lnjektionen. Die Zuordnung zur Gruppe 1 und 2 war einfach blind. <i>Gruppe 3:</i> 11 Patienten erhielten überhaupt keine lmmuntherapie und wurden ausschließlich mit Antihistaminika bzw. topisch mit Natrium-Cromoglicat usw. behandelt. Der lntensitäts-Score der allergischen Rhinitis bzw. Konjunktivitis wurde 1, 2 und 3 Jahre nach Studienbeginn (Beginn der Plazebo-Phase in Gruppe 2) ermittelt.</p>
<p>3 Jahre nach Studienbeginn war der Symptome-Score in Gruppe 2 mit 504 Punkten eher niedriger als in Gruppe 1 (921). Der Unterschied war jedoch nicht signifikant. In Gruppe 3 war der Symptome-Score erwartungsgemäß viel höher (2863) als in Gruppe 1 und 2. Diese Ergebnisse zeigen, daß der gute Effekt einer Desensibilisierungstherapie, die 3 bis 4 Jahre lang durchgeführt wurde, mindestens weitere 3 Jahre ohne Fortsetzung der lmmuntherapie anhält. Die Ergebnisse konnten auch objektiviert werden, indem Hautquaddeln nach einer einmaligen intradermalen Allergen-Injektion biopsiert und im Hinblick auf die Zahl der TH2-Zellen und der Messenger-RNA für Interleukin-4 untersucht wurden. Zwar ergab sich im dritten Jahr eine gewisse Zunahme der T-Zell-Reaktion in Gruppe 2 verglichen mit Gruppe 1, jedoch war die Zunahme unbedeutend. In einem begleitenden Editorial von N.F. Atkinson aus Baltimore werden die Ergebnisse der beschriebenen Studie diskutiert (N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10441610&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>341</b>, 522</a>). Es wird empfohlen, die zeitaufwendige und teure Desensibilisierungstherapie nur dann durchzuführen, wenn die Symptome der allergischen Rhinitis/Konjunktivitis nicht ausreichend mit topischen Medikamenten oder gut verträglichen Antihistaminika in den Griff zu bekommen sind und/oder wenn die Symptome über viele Monate auftreten. Bei Patienten mit Pollen-Asthma oder mit allergischer Rhinitis plus Asthma ist die Desensibilisierungstherapie offenbar weniger wirksam und auch riskanter, da diese Patienten stärker zu akuten anaphylaktischen Reaktionen nach Injektion von Gräserpollen neigen. Bei Asthma wird von dieser Therapie also eher abgeraten.</p>
<p><b>Fazit:</b> Eine Desensibilisierungstherapie mit Gräserpollen bei allergischer Rhinitis/Konjunktivitis sollte nur bei unzureichender Wirkung von Antihistaminika und topischen Medikamenten erfolgen. Nach 3- bis 4jähriger Desensibihsierungstherapie hält der Effekt bei den meisten Patienten mindestens 3 Jahre lang an.</p>
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		<title>Wirkvergleich von intranasalen Kortikosteroiden vs. orale Antihistaminika bei Heuschnupfen</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wirkvergleich-von-intranasalen-kortikosteroiden-vs-orale-antihistaminika-bei-heuschnupfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jan 1999 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antihistaminika]]></category>
		<category><![CDATA[Glukokortikoide]]></category>
		<category><![CDATA[Glukokortikosteroide]]></category>
		<category><![CDATA[Heuschnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Kortikosteroide]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht sicher, ob die Behandlung des Heuschnupfens mit systemischer Gabe von Antihistaminika oder mit lokaler Applikation von topischen Kortikosteroiden wirksamer ist. J.M. Weiner et al. von der Monash-University in Melbourne führten deshalb eine Meta-Analyse zur Beantwortung dieser Frage durch, für die sie 16 qualitativ hochwertige doppeltblinde Vergleichsstudien zwischen topischen intranasalen Kortikoiden und oralen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nicht sicher, ob die Behandlung des Heuschnupfens mit systemischer Gabe von Antihistaminika oder mit lokaler Applikation von topischen Kortikosteroiden wirksamer ist. J.M. Weiner et al. von der Monash-University in Melbourne führten deshalb eine Meta-Analyse zur Beantwortung dieser Frage durch, für die sie 16 qualitativ hochwertige doppeltblinde Vergleichsstudien zwischen topischen intranasalen Kortikoiden und oralen Antihistaminika bei Patienten mit allergischer Rhinitis aus der Literatur heranziehen konnten (Brit. Med. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9848901&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <B>317</B>, 1624</a>). Die topischen Kortikosteroide waren Budesonid (Pulmicort u.a.), Beclometason (Sanasthmyl, Viarox u.a.), Fluticason (Flutide) und Triamcinolon-Acetonid; die Antihistaminika waren Dexchlorpheniramin (Polaronil), Terfenadin (Teldane u.a.), Astemizol (Hismanal), Loratadin (Lisino) und Cetirizin (Zyrtec). Über die minimale Laufzeit der verschiedenen Studien finden sich keine klaren Angaben. Evaluiert wurde der therapeutische Effekt im Hinblick auf Blockade der Nasenatmung, Ausfluß aus der Nase, Niesen, Juckreiz in der Nase, Gesamtsymptome an der Nase und Augensymptome. Die Ergebnisse werden als Differenzen der Odds ratios mitgeteilt. Der Wert 0 bedeutet keine Differenz, ein positiver Wert zwischen 0 und 1,0 bedeutet günstigere Wirkung des Antihistamins, ein Wert zwischen 0 und -1,0 bedeutet günstigere Wirkungen des Kortikosteroids. Im Hinblick auf alle nasalen Beschwerden waren topisch applizierte Kortikosteroide den oral applizierten Antihistaminika insgesamt hochsignifikant überlegen, wenn auch die Ergebnisse in den 16 Studien quantitativ unterschiedlich waren. Etwa in der Hälfte der Einzelstudien war die Überlegenheit der Kortikosteroide per se schon signifikant. Hinsichtlich der Augensymptome (Kortikosteroide wurden nicht zusätzlich in den Bindehautsack geträufelt) waren die Ergebnisse sehr heterogen, aber gleichförmig um den Wert 0 verteilt.</p>
<p>In der Diskussion wird der Behandlung mit topischen Kortikosteroiden der Vorzug gegeben. Aus der neueren Literatur geht auch hervor, daß der Eintritt der Wirkung einer topischen Applikation von Kortikosteroiden nicht erst nach 3 Tagen, sondern bereits nach 12 bis 24 Stunden zu erwarten ist. Obwohl eine längerdauernde topische Kortikosteroidapplikation zur Nasenschleimhaut-Atrophie führen könnte, haben pathologisch-anatomische Studien diese Befürchtung nicht belegt. Auf der anderen Seite sind manche Antihistaminika, z.B. Terfenadin und Astemizol, mit dem Risiko der Herzrhythmusstörungen belastet (s.a.<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5826" target="_blank" rel="noopener">AMB 1997, <B>31</B>, 32a</a>). Berechnungen der Behandlungskosten in den USA, in Kanada und Australien ergaben, daß die topische Kortikosteroid-Therapie nur etwa 20 bis 40% soviel kostet wie die Behandlung mit neueren Antihistaminika.</p>
<p><B>Fazit:</B> Bei Patienten mit Heuschnupfen, bei denen die Symptome nicht mit einfachen Mitteln zu beherrschen sind, ist eine regelmäßig durchgeführte topische intranasale Kortikosteroid-Therapie offenbar wirksamer und kosteneffektiver als eine Behandlung mit oralen Antihistaminika.</p>
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		<title>Leserbrief: Depot-Kortikosteroide sind obsolet</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-depot-kortikosteroide-sind-obsolet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 1998 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depot-Kortikosteroide]]></category>
		<category><![CDATA[Glukokortikoide]]></category>
		<category><![CDATA[Glukokortikosteroide]]></category>
		<category><![CDATA[Heuschnupfen]]></category>
		<category><![CDATA[Kortikosteroide]]></category>
		<category><![CDATA[Pollinosis]]></category>
		<category><![CDATA[Prednisolon]]></category>
		<category><![CDATA[Prednison]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage von Dr. S.H. aus Düsseldorf: >> Man weiß: Depot-Kortisonpräparate i.m. sind bei Heuschnupfen obsolet. Und trotzdem, auch angesichts der Nebenwirkungen systemischer Antihistaminika: eine Injektion für einen lebenswerten Sommer? Ich bitte um Expertenkommentar. > Wie aus der Anfrage bereits hervorgeht, sind Depot-Kortikosteroide i.m. beim Heuschnupfen obsolet. Zugegeben: Die Verabreichung von Depot-Steroiden (40 bzw. 80 mg) [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Frage</B> von Dr. S.H. aus Düsseldorf: >> Man weiß: Depot-Kortisonpräparate i.m. sind bei Heuschnupfen obsolet. Und trotzdem, auch angesichts der Nebenwirkungen systemischer Antihistaminika: eine Injektion für einen lebenswerten Sommer? Ich bitte um Expertenkommentar. <<

<B>Antwort:</B> >> Wie aus der Anfrage bereits hervorgeht, sind Depot-Kortikosteroide i.m. beim Heuschnupfen obsolet. Zugegeben: Die Verabreichung von Depot-Steroiden (40 bzw. 80 mg) während der Pollensaison ist eine für Patienten und Ärzte sehr bequeme Behandlungsmethode, die auch in vielen Fällen zur Beschwerdefreiheit oder Beschwerdelinderung führt. Die Umsatzzahlen von Depot-Steroiden lassen erkennen, daß diese Methode noch häufig praktiziert wird. Aus Einzelbeobachtungen sind auch heute immer noch, selbst beim ganzjährigen Asthma bronchiale, Verläufe bekannt, bei denen die regelmäßige Gabe von Depot-Steroiden in 4- bis 6wöchigen Intervallen zu erheblichen Nebenwirkungen geführt hat. Es ist eine Tatsache, daß die Gabe von Depot-Steroiden zu einer signifikanten Störung des Hypophysen-Nebennierenrinden-Systems führt (selbst bei einmaliger Verabreichung) mit Aufhebung des zirkadianen Rhythmus der Kortisolkinetik für mindestens 6 Wochen. Dabei muß beachtet werden, daß Kortikosteroide nicht nur antiinflammatorisch, sondern auch immunmodulatorisch bzw. immunsuppressiv wirksam sind. Bei wiederholter Injektion (die Injektionsfrequenz nimmt von Pollensaison zu Pollensaison zu; auch die Einzeldosen werden häufig erhöht: Steigerung von 40 auf 80 mg) ist darüber hinaus ein deutlicher Wirkungsverlust festzustellen. Die Erholung des Hypophysen-Nebennierenrinden-Systems kann dann bis zu einem Jahr dauern.</p>
<p>Die in den letzten Jahren beobachteten kardialen Nebenwirkungen von Antihistaminika sind bei Loratadin und Cetirizin kaum beschrieben, bei Fexofenadin fehlen sie völlig. Das Ausweichen auf diese Substanzgruppen ist anzuraten. Noch besser ist die Lokalbehandlung mit inhalativen Steroiden (endonasal) sowie Cromoglicinsäure-haltigen Augentropfen (konjunktival). Darüber hinaus sollte die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie in Erwägung gezogen werden, zumal hier sehr gute Behandlungsergebnisse, bei Pollenallergie bis zu 80 bis 90%, zu erzielen sind. Systemische Nebenwirkungen lokaler Kortikosteroide sind erst ab 2000 µg Tagesdosis zu erwarten.</p>
<p><B>Fazit:</B> Depot-Kortikosteroide sind, nicht nur bei Pollinosis, kontraindiziert. <<</p>
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