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	<title>Interferon Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Leserbrief: Wirksamkeit von Interferon bei Multipler Sklerose durch Ibuprofen oder Paracetamol beeinflußt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2003 10:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Acetaminophen]]></category>
		<category><![CDATA[Ibuprofen]]></category>
		<category><![CDATA[Interferon]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Paracetamol]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage von Dr. R.H. aus Winnenden: >> Ist möglicherweise der wesentliche Teil des Therapieeffekts von Interferon bei Multipler Sklerose (MS) auf die gegen die Nebenwirkungen von Interferon eingesetzten Medikamente (Ibuprofen oder Paracetamol) zurückzuführen? Die Frage ist berechtigt, denn antiinflammatorische Effekte von Ibuprofen und Paracetamol im ZNS sind bekannt. Epidemiologische Studien haben gezeigt, daß ihre Einnahme [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Frage</b> von Dr. R.H. aus Winnenden: >> Ist möglicherweise der wesentliche Teil des Therapieeffekts von Interferon bei Multipler Sklerose (MS) auf die gegen die Nebenwirkungen von Interferon eingesetzten Medikamente (Ibuprofen oder Paracetamol) zurückzuführen?<<</p>
<p><b>Antwort:</b> >> Die Frage ist berechtigt, denn antiinflammatorische Effekte von Ibuprofen und Paracetamol im ZNS sind bekannt. Epidemiologische Studien haben gezeigt, daß ihre Einnahme z.B. auch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der Alzheimerschen Erkrankung reduziert. Diese Wirksamkeit wird über einen hemmenden Einfluß auf die entzündliche Reaktion um die Alzheimer-(Amyloid)-Plaques erklärt (1, 2).</p>
<p>Aus folgenden Gründen ist es aber unwahrscheinlich, daß ein wesentlicher Teil der Wirkung der Interferon-beta-Therapie bei MS auf diese Komedikation zurückgeführt werden kann:</p>
<p>· Bei den zur Zulassung führenden Studien war die Gabe von Paracetamol bei der Interferon-beta-1b(Betaferon)-Studie nur bei Bedarf (grippeartige Symptome) vorgesehen, bei den Studien mit den beiden anderen Präparaten hingegen obligat (wahrscheinlich, um die Verblindung der Untersucher zu optimieren). Ein geringerer Therapieeffekt in den Gruppen der Interferon-beta-1b-Studie, in denen Paracetamol oder Ibuprofen nicht obligat gegeben wurde, ist nicht nachweisbar gewesen. Auch haben in den beiden anderen Studien die Plazebo-Gruppen, die regelmäßig die Komedikation erhielten, keinen besseren Verlauf genommen als man nach allgemeinen Erfahrungen erwartet hätte, und es ließ sich ein signifikanter Effekt gegen Verum nachweisen (3, 4).</p>
<p>· Die grippeartigen Symptome treten fast nur zu Beginn der Therapie auf, der Interferon-Effekt auf anreichernde Herde im MRT, Schubrate und Progression der Behinderung hält hingegen lange an. Ein die Einnahme überdauernder Effekt von Ibuprofen und Paracetamol ist aber nicht bekannt.</p>
<p>· In einer kleinen Studie (5) wurde der Effekt von Ibuprofen auf Zahl und Größe anreichernder MS-Herde im MRT untersucht. Dabei war die Zahl dieser Herde nach einer Woche nicht signifikant verändert, die ”Läsions-Last” (d.h. das Gesamtvolumen aller anreichernden Herde) allerdings minimal geringer. Die Autoren schließen daraus, daß der deutliche Effekt der Beta-Interferone durch die Komedikation nicht wesentlich beeinflußt worden ist.</p>
<p>· Bei der Rheumatoiden Arthritis werden ebenfalls nicht-steroidale Antirheumatika gegeben wegen ihrer Effekte auf Schmerz und Entzündungsreaktion. Dennoch haben sich diese Substanzen nicht als langfristige Therapie des entzündlichen Grundprozesses bewährt. Hierfür sind Steroide und sogenannte Basis-Therapeutika wesentlich wirksamer. Bei der Therapie der MS dürften analoge Verhältnisse vorliegen. Es ist also davon auszugehen, daß die Komedikation keinen oder allenfalls nur einen minimalen Anteil am Therapieeffekt der Interferon-Medikation bei MS hat. <<</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Lim, G.P., et al: J. Neurosci. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10908610&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>20</b>, 5709</a>.</li>
<li>Blasko, I., et al: Neurobiol. Dis. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11741404&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <b>8</b>, 1094</a>.</li>
<li>Jacobs, L.D., et al. (MSCRG = <b>M</b>ultiple <b>S</b>clerosis <b>C</b>ollaborative <b>R</b>esearch <b>G</b>roup): Ann. Neurol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8602746&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <b>39</b>, 285</a>.</li>
<li>IFNB Multiple Sclerosis Study Group: Neurology <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7617182&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <b>45</b>, 1277</a>.</li>
<li>Barkhof, F.: Ann. Neurol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9403493&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <b>42</b>, 982</a>.</li>
</ol>
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		<item>
		<title>Nochmals: Arzneitherapien an der Obergrenze der finanziellen Belastbarkeit</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/nochmals-arzneitherapien-an-der-obergrenze-der-finanziellen-belastbarkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2002 11:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[5-Fluorouracil]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben uns in diesem Jahr ausführlich an Beispielen aus der Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie mit kostenintensiven Arzneimitteln beschäftigt. (AMB 2002, 36, 25; 33 und 65). Diese Hauptartikel bezogen sich auf Vorträge eines von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) organisierten Themenschwerpunkts ”Arzneitherapien an der Obergrenze der finanziellen Belastbarkeit” anläßlich des 26. Interdisziplinären Forums der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns in diesem Jahr ausführlich an Beispielen aus der Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie mit kostenintensiven Arzneimitteln beschäftigt. (<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6151" target="_blank" rel="noopener">AMB 2002, <b>36</b>, 25</a>; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6160" target="_blank" rel="noopener">33</a> und <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6192" target="_blank" rel="noopener">65</a>). Diese Hauptartikel bezogen sich auf Vorträge eines von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) organisierten Themenschwerpunkts ”Arzneitherapien an der Obergrenze der finanziellen Belastbarkeit” anläßlich des 26. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer. Alle Referate und Diskussionen dieses Symposiums können im Band 26 (2002/2003) ”Fortschritt und Fortbildung in der Medizin”, herausgegeben von der Bundesärztekammer und erschienen im Deutschen Ärzte-Verlag Köln, nachgelesen werden.</p>
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		<item>
		<title>Arzneitherapien an der Obergrenze der finanziellen Belastbarkeit. Beispiele Protonenpumpen-Hemmer, Interferon/Ribavirin und Infliximab in der Gastroenterologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2002 10:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Chronisch entzündliche Darmerkrankungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zusammenfassung: An drei Arzneimittel-Beispielen aus der Gastroenterologie (Protonenpumpen-Hemmer, Interferon/Ribavirin, Infliximab) lassen sich einige Gründe für hohe Kosten und unterschiedliche Preisgestaltung zeigen. Protonenpumpen-Hemmer sind trotz moderater Tagestherapiekosten kostenintensiv durch ungesicherte Ausweitung der Indikationen. Die Kosten für die Therapie der chronischen Hepatitis C mit der Kombination Peginterferon plus Ribavirin lassen sich nur mangels therapeutischer Alternativen bei dieser [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Zusammenfassung: An drei Arzneimittel-Beispielen aus der Gastroenterologie (Protonenpumpen-Hemmer, Interferon/Ribavirin, Infliximab) lassen sich einige Gründe für hohe Kosten und unterschiedliche Preisgestaltung zeigen. Protonenpumpen-Hemmer sind trotz moderater Tagestherapiekosten kostenintensiv durch ungesicherte Ausweitung der Indikationen. Die Kosten für die Therapie der chronischen Hepatitis C mit der Kombination Peginterferon plus Ribavirin lassen sich nur mangels therapeutischer Alternativen bei dieser ernsten Erkrankung durchsetzen. Der Tumor-Nekrose-Faktor-Antikörper Infliximab ist zur Therapie bei M. Crohn hinsichtlich Nutzen und Risiken noch nicht abschließend zu beurteilen, wird aber schon jetzt als Innovation und unter dem Gesichtspunkt, daß eventuell Operationen vermieden werden können, relativ unkritisch positiv bewertet.</b></p>
<p><b> </b></p>
<p>Im Jahre 2000 gehörten zu den 200 am häufigsten verordneten Präparaten 15 aus dem Bereich Gastroenterologie (1). Gegenüber 1999 stiegen erneut die Verordnungen von H<sub>2</sub>-Rezeptor-Antagonisten, Protonenpumpen-Hemmern und Mitteln gegen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Die Verordnungshäufigkeit entspricht dem hohen Anteil gastroenterologisch kranker Patienten in den Praxen der Allgemeinmediziner und Internisten. Obwohl ein großer Teil dieser Patienten nicht klar einzuordnende bzw. funktionelle Beschwerden hat, werden sie dennoch medikamentös behandelt. Aus dem Bereich Gastroenterologie sollen an drei Beispielen für kostenintensive Behandlungen exemplarisch Mechanismen der Preisgestaltung auf dem Arzneimittelmarkt erläutert und gleichzeitig Möglichkeiten der Kosteneinsparung diskutiert werden.</p>
<p><b>Protonenpumpen-Hemmer (PPI): </b>Die Verordnungen der PPI haben sich im vergangenen Jahrzehnt nahezu verzehnfacht. Mit 256 Mio. Tagesdosen hat diese Medikamentengruppe im Jahre 2000 erstmalig die Verordnungen der bis dahin ständig ebenfalls weiter angestiegenen H<sub>2</sub>-Antagonisten (217 Mio.) deutlich übertroffen. Die PPI machten im Jahre 2000 einen Gesamtumsatz von 1,052 Mrd. DM aus. Sie haben damit einen Anteil von 48% aller Medikamente in der Gastroenterologie erreicht (1).</p>
<p>Bei Betrachtung der Indikationen für PPI (Tab. 1) wird deutlich, daß nur eine sehr geringe Zahl der Verordnungen Patienten mit den klassischen Indikationen dieser Medikamentengruppe, <i>Ulcus ventriculi </i>und <i>Ulcus duodeni</i>, betrifft. Aufgrund der hohen Inzidenz, aber auch der Prävalenz der gastroösophagealen Refluxkrankheit, die zusammen mit einer beachtlichen Aufklärungskampagne der interessierten Pharmahersteller noch häufiger diagnostiziert wird, ergibt sich ein enormes Verordnungspotenzial für PPI (2, 3; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6028" target="_blank" rel="noopener">AMB 1999, <b>33</b>, 9</a>; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6055" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>33</b>, 31</a>; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5720" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>34</b>, 36</a>; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5638" target="_blank" rel="noopener">2001, <b>35</b>, 39</a> und <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5590" target="_blank" rel="noopener">95</a>). Eine Konsensuskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten hat geschätzt, daß es in Deutschland 7-10 Mio. behandlungsbedürftige Patienten mit gastroösophagealer Refluxkrankheit gibt. Bei einer Kostenschätzung von 400 € pro Patient und Jahr ergibt sich ein jährlicher Gesamtaufwand von 3 Mrd. €.</p>
<p>Eine große, jedoch nicht eindeutig zu schätzende Zahl von Verordnungen der PPI betrifft die Prophylaxe und Therapie gastrointestinaler Läsionen unter Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID), obwohl nur ein Präparat (Antra MUPS) für diese Indikation zugelassen ist. Auch Patienten, die mit dyspeptischen, vermutet säurebedingten, funktionellen Beschwerden den Arzt aufsuchen, erhalten häufig einen PPI.</p>
<p>Der Spielraum für die Preisgestaltung wird in Tab. 2 am Beispiel Omeprazol deutlich. Verschiedene Markteinflüsse haben die anfänglichen Tageskosten von 5,28 DM in mehreren Stufen auf zuletzt 3,33 DM reduziert. Wahrscheinlich haben neu eingeführte Wirkstoffe aus der gleichen Gruppe oder &#8211; nach Ablaufen des Patentschutzes &#8211; preisgünstigere Generika dies begründet.</p>
<p><b>Interferon und Ribavirin bei Hepatitis C:</b> Die Hepatitis C ist eine häufig chronisch verlaufende Erkrankung, die im Mittel nach 20 Jahren in eine Leberzirrhose, nach 30 Jahren in ein Leberzellkarzinom übergehen kann (s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5639" target="_blank" rel="noopener">AMB 2001, <b>35</b>, 41</a> und <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6127" target="_blank" rel="noopener">2002, <b>36</b>, 4b</a>). Die Übertragung erfolgt häufig bei i.v. Drogenkonsum und früher &#8211; vor der Möglichkeit des serologischen Nachweises &#8211; durch Blutprodukte. Während die Hepatitis B durch aktive Impfung und entsprechende Impfstrategien stark zurückgedrängt werden konnte, ist dies bei der Hepatitis C aufgrund eines fehlenden Impfstoffs bisher nicht möglich. Die Prävalenz der Erkrankung wird in Deutschland auf 600000-800000 geschätzt. Bei Beachtung von Kontraindikationen (fortgesetzter Drogenkonsum, soziale Situation des Patienten, spezielle Kontraindikationen für die Medikamente) kann geschätzt werden, daß eine Gruppe von ca. 400000 Patienten für eine solche Therapie geeignet ist. Die Basis der Therapie mit dem Ziel einer dauerhaften Elimination des Virus besteht in der Gabe von Interferon alfa. Die Therapieerfolge haben sich durch eine Verlängerung der Therapiezeit, die zusätzliche Behandlung mit Ribavirin (Rebetol) und schließlich den Ersatz des konventionellen Interferons durch längerwirkende, pegylierte Interferone (Peginterferon alfa-2b = PegIntron, Peginterferon alfa-2a = Pegasys) von 6% auf etwa 60% steigern lassen (Tab. 3). Die Dosierung der beiden Behandlungskomponenten und die Therapiedauer richten sich nach Körpergewicht und individuellen Risikofaktoren, so daß heute eine angepaßte Therapie möglich ist (4; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6127" target="_blank" rel="noopener">AMB 2002, <b>36</b>, 4</a>).</p>
<p>Im Jahre 2000 belief sich der Umsatz der Verordnungen für Interferon alfa-2a, Interferon alfa-2b und Ribavirin auf 330 Mio. DM, wobei der Umsatz an Peginterferon wegen der Einführung zur Jahresmitte noch nicht genau bekannt war (1), schätzungsweise aber bei 50 Mio. DM lag. Setzt man diese Umsätze in Beziehung zu den Behandlungskosten für einen Patienten, so läßt sich errechnen, daß offenbar nur ein Bruchteil der behandlungsbedürftigen Patienten tatsächlich eine solche Therapie erhalten hat.</p>
<p>Die Therapiekosten bei chronischer Hepatitis C sind in Tab. 4 dargestellt: Bei durchschnittlichen Kosten der Behandlung mit Peginterferon plus Ribavirin von 864 DM pro Woche ergibt sich bei 6 Monaten eine Summe von 21000 DM und bei 12 Monaten von 42000 DM. Würde man alle 400000 Patienten behandeln, bei denen eine Therapieindikation anzunehmen ist, so wäre bei dieser Kostenberechnung und einer mittleren Behandlungszeit von 9 Monaten eine Summe von 13 Mrd. DM (6,65 Mrd. €) aufzuwenden. Allein die geschätzten 10000 Neuerkrankungen pro Jahr würden angesichts der hohen Kosten eine Summe von 315 Mio. DM (161 Mio. €) bedeuten. Aus den o.g. Verordnungsumsätzen läßt sich schließen, daß in Deutschland aber lediglich eine Zahl von etwas mehr als den geschätzten Neuerkrankungen pro Jahr behandelt wird.</p>
<p>Es muß die Frage gestellt werden, ob und weshalb die Hersteller die immens hohen Tageskosten von ca. 120 DM (61 €) für die Kombinationstherapie mit Peginterferon plus Ribavirin verlangen können. Aus folgenden Gründen ist dies möglich:</p>
<p>· Die Therapie ist wirksam.</p>
<p>· Es existiert keine therapeutische Alternative.</p>
<p>· Der (z.B. auch über das Internet) aufgeklärte Patient fordert die Therapie.</p>
<p>· Es gibt keine Preisvereinbarung zwischen Herstellern, gesetzlicher Krankenversicherung und Ärzten.</p>
<p>· Kassenärztliche Bundesvereinigung und gesetzliche Krankenversicherungen unterwerfen sich den Preisen durch Anerkennung der Therapie als Praxisbesonderheit (10.02.1999).</p>
<p>Auch wenn man die Mechanismen für die Preisgestaltung dieser Therapie anerkennt, bleibt die Frage, ob der hohe Preis auch gesellschaftlich zu rechtfertigen ist (5). Denn unabhängig von der Antwort auf diese Frage zeigen die Zahlen, daß einem überwiegenden Teil der Patienten mit gesicherter Therapieindikation die Behandlung vorenthalten bleibt, wofür mit Sicherheit auch der hohe Preis ein verantwortlicher Faktor ist.</p>
<p><b>Infliximab bei M. Crohn:</b> Infliximab (Remicade) ist ein monoklonaler Antikörper gegen Tumor-Nekrose-Faktor alpha, der zur Behandlung besonderer Formen des M. Crohn zugelassen ist: 1. Schwere Formen des M. Crohn, die trotz adäquater Therapie mit Kortikosteroiden und/oder Immunsuppressivum nicht angesprochen haben, 2. M. Crohn mit Fistelbildung, die trotz adäquater Therapie auf eine konventionelle Behandlung nicht angesprochen hat (6-8; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6082" target="_blank" rel="noopener">AMB 1999, <b>33</b>, 61</a>; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5749" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>34</b>, 61b</a>). Die Therapie ist bei beiden genannten Indikationen wirksam, verursacht jedoch Gesamttherapiekosten bei zweimaliger Injektion von etwa 9000 DM (4600 €), bei dreimaliger Injektion von etwa 14000 DM (7158 €).</p>
<p>Ungeachtet der hohen Kosten wird die Behandlung des M. Crohn mit Infliximab von der ”Fachwelt” bereits stark propagiert, ohne daß Fragen zu zwei wesentlichen Problemen der Therapie hinreichend beantwortet sind: 1. Der Erfolg der Behandlung ist bei beiden Indikationen nicht über ausreichend lange Zeit gesichert. 2. Die langfristigen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) sind schwerwiegend und waren in einigen Fällen fatal. So kommt es unter Infliximab zu einem Zusammenbruch der Immunabwehr, wodurch, insbesondere bei ohnehin abwehrgeschwächten Patienten, tödliche Infektionen (Viren, Pilze, Tuberkulose; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6130" target="_blank" rel="noopener">AMB 2002, <b>36</b>, 6b</a>) auftreten und maligne Lymphome entstehen können. Somit ist die propagierte Therapie spezieller Formen des M. Crohn mit Infliximab mit mehreren Problemen behaftet, die den Einsatz des Medikaments stark einschränken. In dieser speziellen Situation könnten die hohen Therapiekosten tatsächlich eine Barriere sein für eine unkritisch starke Verbreitung dieser Therapie.</p>
<p><b>Schlußfolgerungen:</b> In Tab. 5 sind die hier besprochenen Beispiele für kostenintensive Therapieformen in der Gastroenterologie gegenübergestellt. In allen Fällen handelt es sich um eine für die zugelassenen Indikationen gesicherte Therapie. Bei den <i>PPI </i>sind die täglichen Therapiekosten zwar moderat, aber die starke Ausweitung der Indikationen ist für gewaltige Kosten verantwortlich. Bei <i>Interferon </i>und<i> Ribavirin </i>geben die fehlenden therapeutischen Alternativen den Herstellern große Freiheiten bei der Preisgestaltung, die auch zu Lasten der Solidargemeinschaft ausgenutzt wird. Bei <i>Infliximab </i>hat die unbefriedigende Therapiesituation beim M. Crohn zunächst für eine hohe Akzeptanz gesorgt. Ob dies angesichts der bekanntgewordenen UAW so bleiben wird, ist fraglich.</p>
<p>Durch die genannten Beispiele soll nicht in Abrede gestellt werden, daß in speziellen Situationen hohe Therapiekosten gerechtfertigt sind, wenn 1. die Herstellung des Wirkstoffs aufwendig und teuer ist, 2. keine therapeutische Alternative besteht und 3. die spezielle Indikation streng eingehalten wird. Diese Kriterien sind bei den o.g. Beispielen aber nur teilweise erfüllt.</p>
<p>Zu den wichtigen Ansätzen, die Kosten der Arzneitherapie zu reduzieren, gehört die gute Information der Ärzte, damit die Grundsätze einer rationalen Arzneimitteltherapie beachtet und gefördert werden. Die Information der Ärzte darf aber nicht auf das Studium beschränkt bleiben, sondern muß durch qualifizierte Weiterbildung, kontinuierliche strukturierte Fortbildung und durch die Beachtung von anerkannten Leitlinien erfolgen. Zum anderen sind Preisvereinbarungen zwischen Herstellern, Krankenkassen und Ärzteschaft denkbar, bei denen sich der Preis kostenintensiver Arzneimittel nicht nur an den Möglichkeiten des Markts, sondern auch an den Leistungsreserven der Solidargemeinschaft orientiert.</p>
<p><b> </b></p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Holtermüller, K.H.: Magen-Darm-Mittel und Laxantien. In: Arzneiverordnungs-Report 2001. Hrsgb.: U. Schwabe und D. Paffrath. Springer, Berlin, Heidelberg 2002. S. 494.</li>
<li>Naunton, M., et al.: J. Clin. Pharm. Ther. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11123484&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>25</b>, 333.</a></li>
<li>Jones, R., und Bytzer, P.: Aliment. Pharmacol. Ther. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11380314&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <b>15</b>, 765.</a></li>
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<li>Gugler, R., und Haustein, K.O.: Ribavirin. Arzneiverordnungen in der Praxis 2/2000, 6.</li>
<li>Cohen, R.D., et al.: Am. J. Gastroenterol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11151879&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>95</b>, 3469</a>.</li>
<li>Rutgeerts, P., et al.: Gastroenterology <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10500056&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>117</b>, 761</a>.</li>
<li>Ricart, E., und Sandborn, W.J.: Gastroenterology <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10535892&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>117</b>, 1247</a>.</li>
<li><b></b></li>
</ol>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2002/09/Abbildung-2002-65-5.gif" alt="Abbildung 2002-65-5.gif" class="table-figure"></p>
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		<title>Hyperhidrosis. Therapieansätze</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/hyperhidrosis-therapieansaetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2000 11:07:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen schwitzen übermäßig. Einige leiden erheblich unter dieser körperlichen Reaktion und erleben Einbußen in ihren sozialen Kontakten. Die Bedeutung, die ein solches starkes Schwitzen für die Betroffenen erlangen kann, spiegelt sich in der großen Zahl von Selbsthilfegruppen und Fachkliniken wieder, die sich diesem Problem auf vielfältige Art und Weise widmen (1-3). Die Therapie des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen schwitzen übermäßig. Einige leiden erheblich unter dieser körperlichen Reaktion und erleben Einbußen in ihren sozialen Kontakten. Die Bedeutung, die ein solches starkes Schwitzen für die Betroffenen erlangen kann, spiegelt sich in der großen Zahl von Selbsthilfegruppen und Fachkliniken wieder, die sich diesem Problem auf vielfältige Art und Weise widmen (1-3).</p>
<p>Die Therapie des krankhaften Schwitzens ist schwierig und häufig unbefriedigend. Ein aktueller Übersichtsartikel aus der Hyperhidrosis-Ambulanz der Dermatologischen Universitätsklinik Zürich befaßt sich diesem Thema und liegt dieser Darstellung zu Grunde (4).</p>
<p>Zunächst ist ärztlicherseits zu klären, ob eine sekundäre Hyperhidrosis vorliegt und somit eine kausale Therapie möglich ist: endokrine Erkrankungen (z.B. Hyperthyreose, Phäochromozytom, Karzinoid, Diabetes mellitus), hormonelle Umstellungen (z.B. Menopause, Schwangerschaft), neurologische Erkrankungen (z.B. degenerative Veränderungen des Rückenmarks) oder ein Malignom. Weiterhin sollte eine genaue Medikamentenanamnese erfolgen, da viele Wirkstoffe zu einer vermehrten Schweißabsonderung führen (s. Tab. 1). Hier sollten Auslaßversuche Klärung und eventuell Heilung bringen.</p>
<p>Die primäre Form der Hyperhidrose hat ein typisches körperliches Verteilungsmuster. Die Patienten schwitzen besonders stark an den Handinnenflächen, an den Füßen, unter den Achseln, im Gesicht oder auf der Kopfhaut, oft verbunden mit starker Gesichtsrötung. Das Schwitzen tritt überwiegend bei emotionalem Streß auf, z.B. bei Vorstellungsgesprächen, Vorträgen, Rendezvous etc. und verunsichert die Betroffenen stark.</p>
<p>Der normale Wasserverlust durch Schwitzen beträgt im Mittel 500 ml/d. Patienten mit extremer Hyperhidrosis können dagegen mehrere Liter/d verlieren. Die ekkrinen Schweißdrüsen werden durch den Sympathikus versorgt; die zentralnervösen Zentren liegen im Hypothalamus und im limbischen System. Die synaptische Transmittersubstanz ist Acetylcholin.</p>
<p>Die Therapie der emotional getriggerten Hyperhidrosis ist schwierig. In Einzelfällen kann gegen starke Aufgeregtheit autogenes Training, Biofeedback oder auch eine Psychotherapie hilfreich sein. Hausmittel wie Salbei-Tee oder Homöopathika oder Akupunktur können unterstützend eingesetzt werden; die Datenlage über deren Wirksamkeit ist jedoch völlig unzureichend. Die systemische medikamentöse Therapie der Hyperhidrosis ist wegen der möglichen Nebenwirkungen der in Frage kommenden Pharmaka (Tranquilizer, Anticholinergika, Betablocker, einzelne Antidepressiva) problematisch. Die Dämpfung der Sympathikus-Wirkungen durch Betarezeptoren-Blocker, z.B. <I>Propranolol</I>, besonders vor wichtigen Auftritten oder Prüfungssituationen, kann das Schwitzen deutlich reduzieren. Allerdings sollte beachtet werden, daß einige Betablocker selbst eine Hyperhidrosis verursachen können. <I>Clonidin</I> als Dauertherapie scheint zumindest bei einigen Patienten ein wirksames Mittel zu sein (5). Größere klinische Studien fehlen jedoch.</p>
<p><I>Aluminiumchlorid-haltige Externa</I> (Konzentration 20%) werden axillär (als Roll-on-Stift) oder auch palmar/plantar angewendet. Die Lösung wird nach den Empfehlungen der Zürcher Dermatologen vier Wochen lang jeweils abends vor dem Zubettgehen auf die trockene Haut aufgetragen. Danach nur noch 1-2 mal wöchentlich. Die Wirkung wird auf eine Blockierung der Schweißdrüsenausgänge zurückgeführt. Über 80% der Patienten haben in einer Serie so eine deutliche Besserung erfahren (6). Allerdings erleiden bis zu 50% der Patienten Irritationen der Haut; auch werden dauerhafte Effekte angezweifelt (3).</p>
<p>Bei der <I>Iontophorese</I> werden Hände oder Füße täglich 20 Minuten auf einer Metallplatte in Wasser gebadet während ein Gleichstrom (20 mA) durch das Wasserbad fließt. Nach einer Initialtherapie von zwei Wochen nimmt die Schweißbildung deutlich ab und soll nach jeder Behandlung 3-4 Tage anhalten. Diese einfache und sehr effektive Methode kann zu Hause von den Patienten angewendet werden (7).</p>
<p>Als relativ neue Therapie ist die Injektion von <I>Botulinus-Toxin</I> (BTX) zu nennen (8). Intradermal eingebrachtes BTX (6-12 Einstichspunkte pro Axillla oder etwa 25 Einstiche pro Handfläche) blockiert irreversibel die präsynaptische Freisetzung von Acetylcholin (&#8222;Chemodenervierung&#8220;) und reduziert die Schweißmenge um 70-90%. Allerdings wird die Wirkung durch neu einsprießende Nervenenden während der folgenden 6-9 Monate abgeschwächt, und BTX muß dann erneut injiziert werden. Die genauen Injektionspunkte können durch Anwendung der Jod-Stärke-Reaktion oder der Minorschen Schweißprobe (Violettfärbung der schwitzenden Hautareale) markiert werden. In der Achselhöhle soll das BTX-Verfahren gut toleriert werden; zur Behandlung der Handflächen wird eine Leitungsanästhesie empfohlen. Bei streng intradermaler Injektion sind keine systemischen Wirkungen zu erwarten. Trotzdem wird empfohlen das BTX nicht bei Patienten mit schweren neuromuskulären Erkrankungen anzuwenden (z.B. Myasthenia gravis).</p>
<p>Als <I>chirurgische Behandlungsmethoden</I> kommen die axilläre Schweißdrüsenextraktion oder Liposuktion und die endoskopische thorakale Sympathektomie (ETS) in Frage. Als großer Vorteil dieser Methoden wird die definitive Lösung des Problems genannt; nachteilig sind die möglichen Komplikationen, wie Infektion oder auch neurologische Ausfälle. In den USA und in Fernost gibt es Chirurgen, die sich nur auf die endoskopische Sympathektomie spezialisiert haben. Als Nachteil dieser Methode wird eine kompensatorische Hyperhidrose der nicht denervierten Gebiete bei bis zu 70% der Patienten genannt.</p>
<p><B>Fazit:</B> Zur Behandlung der primären Hyperhidrose bieten sich mehrere Therapieformen an: medikamentöse, physikalische und operative. Die Auswahl der am besten geeigneten Methode richtet sich nach dem körperlichen Verteilungsmuster der übermäßigen Schweißabsonderung, den Triggermechanismen und nach dem Leidensdruck des Betroffenen. Versagen die wichtigsten nicht invasiven Methoden (Iontophorese, Aluminiumchlorid-Externa) kann neuerdings in Fachambulanzen auch mit gutem Erfolg Botulinus-Toxin s.c. injiziert werden.<br /><B><br />Literatur</p>
<p></B>1. Deutsches Forum für Hyperhidrose: <a href="http://www.insideweb.com/mbs.cgi/mb826456" target="_blank" rel="noopener">www.insideweb.com/mbs.cgi/mb826456</a><br />2. Hyperhidrose Hilfe:<a href="http://www.schweiss-problem.de" target="_blank" rel="noopener">www.schweiss-problem.de</a><br />3. Hyperhidrosis Clinic USA: <a href="http://www.camelot.hiwd.net/customers/hcu/default.html" target="_blank" rel="noopener">www.camelot.hiwd.net/customers/hcu/default.html</a><br />4. Kreyden, O.P., et al.: Schweiz. Med. Wochenschr. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10971942&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>130</B>, 1084</a>.<br />5. Feder, R.: J. Clin. Psychiatry <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7836338&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <B>56</B>, 35</a>.<br />6. Hilbrans, J., et al.: Akt. Dermatol. 1994, <B>20</B>, 303.<br />7. Raulin, C.: Hautarzt <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=3220764&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1988, <B>39</B>, 504</a>.<br />8. Heckmann, M., et al.: Dt. Ärztebl. 2000, <B>97</B>, B 2415.<br />9. Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Hrsg.: Müller-Oerlinghausen, B., Lasek, R., Düppenbecker, H., Munter, K.-H.. Urban &#038; Fischer, München, Jena 1999.<br />10. Vom Verdacht zur Diagnose. ABC der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. A.T.I. Arzneimittelinformationen Berlin GmbH u. Co. KG. 1998. S. 413.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2000/11/Abbildung-2000-83-1.gif" alt="Abbildung 2000-83-1.gif" class="table-figure"></p>
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