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	<title>Kaffee Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 May 2003 10:10:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Starker Kaffeekonsum während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für Totgeburt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2003 10:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gravidität]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Totgeburt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Starker Kaffeekonsum in der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Fehlgeburt und kann das Geburtsgewicht des Kindes beeinträchtigen. K. Wisborg et al. aus Aarhus, Dänemark, untersuchten jetzt den Einfluß des Kaffeetrinkens auf das Risiko einer Totgeburt (fetaler Tod nach der 28. Schwangerschaftswoche) und des Kindstods im 1. Lebensjahr (Brit. Med. J. 2003, 326, 420). Von 1989-1996 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Starker Kaffeekonsum in der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Fehlgeburt und kann das Geburtsgewicht des Kindes beeinträchtigen. K. Wisborg et al. aus Aarhus, Dänemark, untersuchten jetzt den Einfluß des Kaffeetrinkens auf das Risiko einer Totgeburt (fetaler Tod nach der 28. Schwangerschaftswoche) und des Kindstods im 1. Lebensjahr (Brit. Med. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12595379&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>326</b>, 420</a>). Von 1989-1996 wurden alle schwangeren Frauen in der Region um Aarhus während der 16. Schwangerschaftswoche per Fragebogen über die Quantität ihres Kaffeekonsums, über Rauchen, Alkoholgenuß etc. während der Schwangerschaft interviewt. Der Ausgang der Schwangerschaft wurde den Registern der geburtshilflichen Einrichtungen entnommen (von Hebammen erstellt). Der Koffeinkonsum bezog sich im Wesentlichen auf die Zählung der durchschnittlichen Tassen Kaffee/d. Der Genuß von Tee, Trinkschokolade und Cola spielte angeblich in der Region quantitativ keine wesentliche Rolle.</p>
<p>Insgesamt kamen bei 18478 Frauen mit Einling-Schwangerschaften 82 Totgeburten vor (4,4/1000 Schwangerschaften). Ähnlich hoch war die Inzidenz von Kindstod im 1. Lebensjahr (4/1000). In der Gruppe mit 1-3 Tassen Kaffee/d war das Totgeburt-Risiko im Vergleich mit Frauen, die gar keinen Kaffee tranken, nicht erhöht (Relatives Risiko = RR 0,7; CI: 0,4-1,2). Bei 4-7 Tassen/d stieg das RR auf 1,8 an, war aber nach Korrektur hinsichtlich Raucher- und Alkoholstatus mit RR = 1,4 nicht mehr signifikant erhöht. Bei mehr als 8 Tassen/d betrug das RR jedoch 3,0 (CI: 1,5-5,9) und blieb auch nach Korrektur bezüglich Rauchen und Alkohol mit RR = 2,2 (CI: 1-4,7) signifikant erhöht. In dieser Gruppe, die nur 950 Frauen umfaßte, war auch ein deutlicher Trend im Sinne des häufigeren Kindstods im 1. Lebensjahr erkennbar, der aber nach Adjustierung für Rauchen und Alkohol nicht mehr signifikant war. Frauen mit sehr hohem Kaffeekonsum rauchten im Durchschnitt mehr, tranken mehr Alkohol, waren älter, öfter Multipara und öfter alleinstehend als die Frauen, die gar keinen Kaffee tranken.</p>
<p>Diese prospektive Assoziationsstudie beweist nicht sicher den ursächlichen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Totgeburten; jedoch könnte Coffein durch eine vermehrte Adrenalinausschüttung mit Vasokonstriktion in der Plazenta oder durch direkte toxische Einflüsse auf den Feten in einigen Fällen zum intrauterinen Kindstod führen.</p>
<p><b>Fazit:</b> Frauen, die während der Schwangerschaft nur 1-3 Tassen Kaffee/d (oder gar keinen) trinken, die nicht rauchen und auch Alkohol meiden sind hinsichtlich des fetalen Wohlergehens auf der sicheren Seite. Jenseits von 3-4 Tassen Kaffee/d scheint sich eine Risikoschwelle für eine Schädigung des Feten zu befinden.</p>
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		<title>Kaffeetrinken fördert, Alkoholkonsum schützt vor Helicobacter-pylori-lnfektion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1998 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Helicobacter pylori]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylon (HP) ist ein wichtiger Kausalfaktor der chronischen Gastritis sowie Duodenal- und Magenulzera. In epidemiologischen Studien kann der Befall der Magenschleimhaut mit HP entweder durch serologische Messung des Anti-HP-lgG-Titers oder mit Hilfe der Kohlenstoff-13-Exhalations-methode erfaßt werden. Bei letzterer Methode nimmt der Patient 13C-Harnstoff oral zu sich. Der Harnstoff wird [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylon (HP) ist ein wichtiger Kausalfaktor der chronischen Gastritis sowie Duodenal- und Magenulzera. In epidemiologischen Studien kann der Befall der Magenschleimhaut mit HP entweder durch serologische Messung des Anti-HP-lgG-Titers oder mit Hilfe der Kohlenstoff-13-Exhalations-methode erfaßt werden. Bei letzterer Methode nimmt der Patient 13C-Harnstoff oral zu sich. Der Harnstoff wird teilweise durch HP im Magen metabolisiert, und 13CO<sub>2 </sub>kann in der Ausatmungsluft nachgewiesen werden. Diese Methode beweist einen aktuellen Befall der Magenschleimhaut mit HP, während ein positiver lgG-Titer auch abgeheilte Infektionen anzeigen kann (s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5810" target="_blank" rel="noopener">AMB 1997, <B>31</B>, 17</a>).</p>
<p>Es ist unklar, welchen Effekt Alkohol und Rauchen auf den HP-Befall der Magenschleimhaut haben. Erhöhter Kaffeekonsum war bereits früher als Risikofaktor für HP-Infektionen identifiziert worden. H. Brenner et al. aus Ulm berichten im Brit. Med. J. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9420488&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>315</B>, 1489)</a> über eine Studie, in der der Einfluß von Rauchen, Alkohol und Kaffeekonsum auf das Vorhandensein von HP untersucht wurde. In einer einzigen Praxis einer Kleinstadt in der Nähe von Ulm wurden während 4 Monaten im Jahre 1996 alle Patienten gebeten, an einer kleinen Studie teilzunehmen, in deren Rahmen sie einen Fragebogen hinsichtlich sozioökonomischer Daten und dem Gebrauch von Tabak, Alkohol und Kaffee ausfüllen mußten. Anschließend wurde der 13C-Harnstoff-Exhalationstest durchgeführt. Patienten mit aktuellen Magenbeschwerden, solche mit früheren Magenulzera und solche, die kürzlich Antibiotika erhalten hatten, wurden von der Studie ausgeschlossen. Insgesamt konnten 447 Patienten (Alter 15 bis 79 Jahre) untersucht werden. Bei 94 (21%) konnte mit Hilfe des Exhalationstestes ein HP-Befall nachgewiesen werden. Zwischen Rauchen und aktueller HP-Infektion fand sich keine signifikante Beziehung (Raucher 21,6%, niemals Raucher 18,2% HP-Befall). Der AIkoholkonsum wurde anhand des durchschnittlichen Alkoholgehaltes von Bier und Wein in 2 Gruppen aufgeteilt: Weniger als 75 g und mehr als 75 g Alkohol pro Woche. Der HP-Befall war bei Patienten, die gar keinen Alkohol tranken 23%, bei solchen, die weniger als 75 g pro Woche Alkohol tranken 25% und bei mehr als 75 g Alkohol pro Woche 14,9%. Die Odds Ratio (OR) für die letztere Gruppe im Vergleich mit Patienten, die keinen Alkohol tranken, betrug 0,33 (Vertrauensbereich 0,16-0,68). Entgegengesetzt war der Einfluß von Kaffeekonsum auf die Prävalenz von HP: Die lnfektionsrate von Nicht-Kaffeetrinkern war mit 11,7% auffällig niedrig. Bei 1 bis 3 Tassen Kaffee pro Tag war die lnfektionsrate 18,8 und bei mehr als 3 Tassen pro Tag 28,2%. Die OR bei Patienten, die mehr als 3 Tassen Kaffee pro Tag tranken im Vergleich mit Nicht-Kaffeetrinkern betrug 2,49 mit einem Vertrauensbereich von 1,23-5,03 und war damit, ebenso wie der Effekt von mehr als 75 g Alkohol pro Woche, hochsignifikant verschieden von Nicht-Kaffeetrinkern bzw. Nicht-Alkoholkonsumenten.</p>
<p><B>Fazit:</B> Konsum von mehr als 3 Tassen Kaffee pro Tag ist signifikant mit einer häufigeren HP-Infektion der Magenschleimhaut assoziiert. Vermutlich ist das Kaffeetrinken ein ursächlicher Faktor für die HP-Infektion. Konsum von mehr als 75 g Alkohol pro Woche scheint die Magenschleimhaut vor HP zu schützen. Während empfohlen werden kann, weniger Kaffee zu trinken, lohnt es sich mit Sicherheit aus ganzheitlicher Sicht nicht, den Alkoholkonsum zu steigern, nur um den Magen von HP freizuhalten!</p>
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