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	<title>Kava Kava Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Kava-Kava-haltige Arzneimittel sind wahrscheinlich erheblich lebertoxisch</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/kava-kava-haltige-arzneimittel-sind-wahrscheinlich-erheblich-lebertoxisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2002 11:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kava Kava]]></category>
		<category><![CDATA[Leberversagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Ärzte kennen Kava-Kava oder Kavain nicht. Es ist ein Pflanzenwurzel-Extrakt, der gegen leichte Unruhezustände und Angst wirksam sein soll (1). Der Extrakt wird als Generikum, aber auch unter Warenzeichen, wie z.B. Antares oder Aigin Kava-Hevert verkauft. Kava-ratiopharm allein wurde nach dem Arzneiverordnungs-Report 2001 insgesamt 83000 mal verordnet, Kavosporal forte 59000 mal. Nun soll die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Ärzte kennen Kava-Kava oder Kavain nicht. Es ist ein Pflanzenwurzel-Extrakt, der gegen leichte Unruhezustände und Angst wirksam sein soll (1). Der Extrakt wird als Generikum, aber auch unter Warenzeichen, wie z.B. Antares oder Aigin Kava-Hevert verkauft. Kava-ratiopharm allein wurde nach dem Arzneiverordnungs-Report 2001 insgesamt 83000 mal verordnet, Kavosporal forte 59000 mal. Nun soll die Zulassung für Kava-Kava- und Kavain-haltige Arzneimittel widerrufen werden. Offenbar<i> </i>können sie schwere hepatotoxische Reaktionen auslösen.</p>
<p>Dem BfArM liegen bisher (Dezember 2001) 24 Spontanberichte über Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) mit Leberbeteiligung vor. Unter ihnen befinden sich Meldungen über gravierende hepatotoxische Wirkungen bis hin zu Leberversagen, (cholestatischer) Hepatitis oder Leberzirrhose. Der Zusammenhang mit Kava-Kava- oder Kavain-haltigen Arzneimitteln wird vom BfArM in 18 dieser Fälle als wahrscheinlich oder möglich eingestuft. In einem Fall verlief die UAW an der Leber tödlich. In 5 Fällen wurden diese Reaktionen ohne Komedikation und nach Einnahme von Arzneimitteln beobachtet, die nur den wirksamen Bestandteil Kava-Kava oder Kavain als Reinsubstanz enthalten. 2 Berichte konnten wegen fehlender klinischer Angaben nicht bewertet werden.</p>
<p>Auch in Fällen einer Komedikation mit anderen Mitteln wurde das Kava-Kava-haltige Arzneimittel als Auslöser angesehen. Serologische Untersuchungen auf Hepatitis-Antikörper waren, soweit durchgeführt, in allen Fällen negativ. 4 dieser schwerwiegenden UAW im Zusammenhang mit der Einnahme Kava-Kava- oder Kavain-haltiger Arzneimittel, die eine Lebertransplantation erforderlich machten, wurden auch in der Fachliteratur publiziert (2-5).</p>
<p>Wer also noch geglaubt hatte, &#8222;pflanzliche Arzneimittel&#8220; hätten keine bedrohlichen UAW, wird spätestens jetzt eines Besseren belehrt.</p>
<p>Auch in der Schweiz liegen 4 Spontanberichte über Leberschäden (in 3 Fällen histologisch gesichert) im Zusammenhang mit der Einnahme Kava-Kava-haltiger Arzneimittel vor (2). Der Zusammenhang dieser UAW mit der Kava-Kava-Einnahme wurde von der Interkantonalen Kontrollstelle der Schweiz in 2 Fällen als wahrscheinlich beurteilt. In den beiden anderen Fällen wurde ein kausaler Zusammemhang mit der Kava-Kava-Behandlung als möglich eingeschätzt, da auch die Komedikationen als auslösend mit in Betracht zu ziehen waren.</p>
<p>Der Mechanismus dieser UAW ist nicht bekannt. Nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird von einer dosisabhängigen toxischen Arzneimittelreaktion ausgegangen. Die oben beschriebenen schwerwiegenden hepatotoxischen Reaktionen sind histologisch als toxische Arzneimittelreaktionen gesichert.</p>
<p>Literatur</p>
<ol class="literatur">
<li>Völz, H.P., und Hänsel, R.: Phytotherapie 1996, 17, 183.</li>
<li>Brauer, R.B., et al.: Workshop für Hepatologie, Wilsede, 28.-30.6.2001.</li>
<li>Kraft, M., et al.: Dtsch. Med. Wschr. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11544547&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <b>126</b>, 970</a>.</li>
<li>Saß, M., et al.: Workshop für Hepatologie, Wilsede, 28.-30.6.2001.</li>
<li>Strahl, S., et al.: Dtsch. Med. Wschr. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9856112&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <b>123</b>, 1410</a>.</li>
</ol>
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		<title>Leberversagen durch Einnahme von Kava, einem pflanzlichen Medikament gegen Angstsymptome</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leberversagen-durch-einnahme-von-kava-einem-pflanzlichen-medikament-gegen-angstsymptome/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2001 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kava Kava]]></category>
		<category><![CDATA[Leberversagen]]></category>
		<category><![CDATA[Piper methysticum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Extrakte aus Kava, der Wurzel der Pfefferpflanze Piper methysticum, werden auf den südpazifischen Inseln als narkotisches Getränk verwendet. Hauptbestandteile von Kava sind Laktone, die auch in Europa und in den USA als standardisierte Extrakte gegen Angstsymptome und innere Spannungen verkauft werden. Im Brit. Med. J. (2001, 322, 139) wurde jetzt über folgenden bemerkenswerten Fall berichtet: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Extrakte aus Kava, der Wurzel der Pfefferpflanze Piper methysticum, werden auf den südpazifischen Inseln als narkotisches Getränk verwendet. Hauptbestandteile von Kava sind Laktone, die auch in Europa und in den USA als standardisierte Extrakte gegen Angstsymptome und innere Spannungen verkauft werden. Im Brit. Med. J. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11159570&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>322</B>, 139</a>) wurde jetzt über folgenden bemerkenswerten Fall berichtet:</p>
<p>Ein 50-jähriger Mann wurde in ein Genfer Krankenhaus wegen Ikterus eingewiesen. Seit einem Monat hatte er zunehmende Schwäche, ein Dunkelwerden der Haut und dunklen Urin bemerkt. Außer Angstsymptomen war der Patient bisher nicht krank gewesen. Er hatte seit 2 Monaten 4 Kapseln täglich eines Kava-Extraktes eingenommen. Die Tagesdosis enthielt etwa 210-280 mg Laktone (Präparat Laitain der Fa. Schwabe, Schweiz). Die empfohlene Höchstdosis war 3 Kapseln/d. Der Patient nahm keine weiteren Medikamente und trank keinen Alkohol. Er hatte eine extreme Erhöhung der Transaminasen, der Gamma-Glutamyltransferase, der Laktatdehydrogenase und des konjugierten Bilirubins. Die alkalische Phosphatase war mäßig erhöht. Die Prothrombinzeit war 25%. Eine infektiöse Hepatitis, gleich welcher Art, eine Thrombose der Pfortader und bzw. eine Lebervenenthrombose wurden ausgeschlossen. Der Zustand des Patienten verschlechterte sich innerhalb von zwei Tagen. Er entwickelte eine Grad-IV-Enzephalopathie, und der Quick-Wert fiel auf unter 10%. Er erhielt ein Lebertransplantat und erholte sich komplikationslos. Die Untersuchung der Leber zeigte ein atrophisches Organ mit schweren hepatozellulären Nekrosen und ausgedehnten lobulären sowie portalen Infiltrationen mit Lymphozyten und Eosinophilen.</p>
<p>Die hepatotoxische Wirkung großer Dosen von Kava-Extrakten ist bekannt. Dieser Patient nahm aber nur unwesentlich mehr als die empfohlene Höchstdosis. Der Fall zeigt erneut, daß pflanzliche Medikamente durchaus nicht harmlos sind, und daß es wichtig ist, bei unklaren Krankheitssymptomen die Patienten auch nach der Einnahme von &#8222;Over-the-counter&#8220;-Medikamenten zu befragen.</p>
<p><B>Fazit:</B> Pflanzliche Medikamente, auch nicht rezeptpflichtige, können ähnlich wie chemisch definierte Substanzen zu schweren, mitunter potentiell tödlichen Nebenwirkungen führen. </p>
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		<title>Arzneimittelinteraktionen von Phytopharmaka</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/arzneimittelinteraktionen-von-phytopharmaka/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2000 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneimittelinteraktionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die bislang publizierten Berichte über Interaktionen zwischen Phytopharmaka und klassischen Medikamenten hat A. Fugh-Berman aus Washington aus mehreren medizinischen Datenbanken zusammengetragen und in tabellarischer Form im Lancet (2000, 355, 134) veröffentlicht. Die genannten Interaktionen sind sicher nur die Spitze eines Eisbergs. Da Phytopharmaka gemeinhin als harmlos angesehen werden, besteht eine hohe Wahrnehmungsschwelle und damit auch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die bislang publizierten Berichte über Interaktionen zwischen Phytopharmaka und klassischen Medikamenten hat A. Fugh-Berman<B> </B>aus Washington aus mehreren medizinischen Datenbanken zusammengetragen und in tabellarischer Form im Lancet (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10675182&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>355</B>, 134</a>) veröffentlicht. Die genannten Interaktionen sind sicher nur die Spitze eines Eisbergs. Da Phytopharmaka gemeinhin als harmlos angesehen werden, besteht eine hohe Wahrnehmungsschwelle und damit auch ein großes Wissensdefizit für ihre unerwünschten Wirkungen und Arzneimittelinteraktionen. Die nachfolgend übersetzte und leicht verändert wiedergegebene Liste (Tab. 1) soll dazu beitragen, den Blick für mögliche Wechselwirkungen zu schärfen. Immerhin werden in Deutschland jährlich über 50 Mio. Phytopharmaka-Verordnungen ausgestellt, in den meisten Fällen ohne ausreichenden Wirksamkeitsnachweis und ohne Kenntnis von pharmakologischen und toxikologischen Basisdaten (Schwabe, U., und Paffrath, D.: Arzneiverordnungs-Report 1999. Springer, Berlin, Heidelberg 2000).<br /><B><br /></B>Einige chinesische und ayurvedische Heilkräutermischungen werden in der ursprünglichen Liste mit mehreren Interaktionen ebenfalls aufgeführt. Das Problem dieser Mischungen ist, daß es keine Standards für die Inhaltsstoffe und Dosierungen gibt. Jede Charge einer solchen Medizin kann theoretisch eine andere unerwünschte Wirkung oder Arzneimittelinteraktion hervorrufen. Auch wurden in solchen Mischungen neben den Wirkstoffen der traditionellen Heilpflanzen auch immer wieder Wirkstoffe wie Paracetamol, Indometacin, Diazepam und Prednisolon gefunden.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2000/06/Abbildung-2000-43-1.gif" alt="Abbildung 2000-43-1.gif" class="table-figure"></p>
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