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	<title>Loratadin Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Sun, 01 Aug 2004 10:09:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&gt;Loratadin oder Desloratadin? Cetirizin oder Levocetirizin?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/loratadin-oder-desloratadin-cetirizin-oder-levocetirizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Aug 2004 10:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cetirizin]]></category>
		<category><![CDATA[Desloratadin]]></category>
		<category><![CDATA[Levocetirizin]]></category>
		<category><![CDATA[Loratadin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. A.W. aus Würzburg schreibt: >> … die Deutsche Gesellschaft für Allergologie klärt über den Gebrauch von rezeptfreien und rezeptpflichtigen antiallergischen Medikamenten auf. Die Kernfrage, ob der rezeptfreie Wirkstoff Loratadin tatsächlich Nachteile gegenüber dem rezeptpflichtigen Wirkstoff Desloratadin hat, wird nicht erörtert. Genau dieselbe Überlegung gilt für den Vergleich Cetirizin und Levocetirizin. Welche Erkenntnisse gibt es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. A.W. aus Würzburg schreibt: >> … die Deutsche Gesellschaft für Allergologie klärt über den Gebrauch von rezeptfreien und rezeptpflichtigen antiallergischen Medikamenten auf. Die Kernfrage, ob der rezeptfreie Wirkstoff Loratadin tatsächlich Nachteile gegenüber dem rezeptpflichtigen Wirkstoff Desloratadin hat, wird nicht erörtert. Genau dieselbe Überlegung gilt für den Vergleich Cetirizin und Levocetirizin. Welche Erkenntnisse gibt es zum Wirksamkeitsvergleich der Wirkstoffe? <<</p>
<p>Dr. T.K. aus Staffelstein hinterfragt ebenfalls in einem Leserbrief den Sinn des Rundschreibens der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie vom 9.6.2004.</p>
<p>Dort konnte man lesen: … Aber die Verordnung verschreibungspflichtiger Arzneimittel steht dem Arzt unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebot frei &#8230; Im Einzelnen können folgende Gründe die Rezeptur verschreibungspflichtiger Antihistaminika rechtfertigen:</p>
<p>– Der Patient ist auf ein verschreibungspflichtiges Antihistaminikum eingestellt und damit gut therapiert.</p>
<p>– Die mit der Einnahme einiger rezeptfreier Antihistaminika verbundenen Risiken, wie kardiotoxische Nebenwirkungen, Sedierung und psychomotorische Störungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sollen vermieden werden.</p>
<p>– Der Patient benötigt ein stärker wirksames Antihistaminikum, das insbesondere das Symptom der nasalen Obstruktion lindert.</p>
<p><b>Antwort:</b> >> Weil die UAW der Antihistaminika-Therapie soweit wie möglich vermieden werden sollen, werden heute überwiegend Loratadin und Cetirizin eingesetzt. Zwischen den (älteren) Razematen und den nachfolgenden Enantiomeren Desloratadin (Aerius<sup>®</sup>) bzw. Levocetirizin (Xusal<sup>®</sup>) gibt es keine wesentlichen Unterschiede weder in der Wirkung noch in den UAW, aber wesentliche Unterschiede im Preis (1). Es ist also unwirtschaftlich, die teureren Nachfolgepräparate zu verordnen. Das Rundschreiben der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie ist in der Lage, diesen klaren Sachverhalt zu verschleiern. Sie sollte sich dafür einsetzen, daß die Krankenkassen auch die Kosten für Loratadin und Cetirizin übernehmen. Die Koppelung der Erstattungsfähigkeit an die Verschreibungspflicht muß aufgehoben werden. Es muß Ausnahmen geben. Dafür sollten sich die Berufsgruppen einsetzen. <<</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Schwabe, U., und Paffrath, D.: Arzneiverordnungs-Report 2003. Springer, Berlin, Heidelberg, New York.</li>
</ol>
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			</item>
		<item>
		<title>Das BfArM gibt bekannt: QT-Zeit-Verlängerungen nach Einnahme des Antihistaminikums Loratadin</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/das-bfarm-gibt-bekannt-qt-zeit-verlaengerungen-nach-einnahme-des-antihistaminikums-loratadin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2002 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Long-QT-Syndrom]]></category>
		<category><![CDATA[Loratadin]]></category>
		<category><![CDATA[QT-Zeit-Verlängerung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Loratadin (Lisino u.a.), ein langwirkender H1-Blocker, ist in Deutschland für die symptomatische Therapie der allergischen Rhinitis und der chronischen Urticaria zugelassen und unterliegt seit 1994 nicht mehr der Verschreibungspflicht. Zu den zahlreichen Medikamenten, die für die Entstehung von QT-Zeit-Verlängerungen verantwortlich gemacht werden, gehören auch H1-Blocker. QT-Verlängerungen können zu ventrikulären Arrhythmien, sog. Torsade de pointes, und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Loratadin (Lisino u.a.), ein langwirkender H1-Blocker, ist in Deutschland für die symptomatische Therapie der allergischen Rhinitis und der chronischen Urticaria zugelassen und unterliegt seit 1994 nicht mehr der Verschreibungspflicht.</p>
<p>Zu den zahlreichen Medikamenten, die für die Entstehung von QT-Zeit-Verlängerungen verantwortlich gemacht werden, gehören auch H1-Blocker. QT-Verlängerungen können zu ventrikulären Arrhythmien, sog. Torsade de pointes, und im Einzelfall zum Kammerflimmern führen.</p>
<p>Es wird davon ausgegangen, daß vor allem die Antihistaminika Terfenadin (Teldane u.a.) und Astemizol QT-Verlängerungen provozieren können (1, 2; s.a. AMB 1997, <b>31</b>, 32). Ein erhöhtes Risiko für die Auslösung von Herzrhythmusstörungen kann jedoch im Zusammenhang mit der Anwendung von Loratadin nicht ausgeschlossen werden (3-5).</p>
<p>In der Datenbank des BfArM finden sich insgesamt 4 Fallmeldungen über Arrhythmien in Zusammenhang mit der Einnahme von Loratadin. Todesfälle wurden nicht gemeldet. Über eine QT-Verlängerung wurde jedoch nur in einem, ungenügend dokumentierten Fall berichtet.</p>
<p>Eine Erhebung in der WHO-Datenbank im Jahre 1997 ergab insgesamt 57 Fallmeldungen von ventrikulären Arrhythmien in Zusammenhang mit der Einnahme von Loratadin, in 27 Fällen (darunter 5 Todesfälle) gab es keinerlei Hinweise auf andere ursächlich in Frage kommende Medikamente (6). Aktuell finden sich in der WHO-Datenbank mehr als 25 Berichte von QT-Verlängerungen, 18 Berichte von Torsade de pointes und 58 Fallmeldungen von Arrhythmien, für deren Entstehung Loratadin (mit)verantwortlich gemacht wird. Kardial bedingte Todesfälle von Patienten, die u.a. Loratadin eingenommen hatten, wurden in ca. 13 Fällen beschrieben.</p>
<p>Als wahrscheinlicher Mechanismus für die Verlängerung des QT-Intervalls wird die Blockade von Kalium-Kanälen am Herzen angesehen. Eine K<sup>+</sup>-Kanal-blockende Wirkung von Loratadin konnte experimentell nachgewiesen werden (4). Bei hohen Plasmakonzentrationen ist die kanalblockierende Wirkung von Loratadin besonders ausgeprägt (3). Die klinische Relevanz dieser experimentellen Ergebnisse kann jedoch noch nicht abschließend bewertet werden (7).</p>
<p>Die Inzidenz ventrikulärer Arrhythmien ist bei Anwendung von Loratadin in Anbetracht der hohen Verbrauchszahlen vermutlich gering (8, 9). Dennoch muß aufgrund der vorliegenden Daten das mögliche arrhythmogene Potential von Loratadin intensiv beobachtet und das Nutzen-Risiko-Verhältnis im Vergleich zu neueren H1-Blockern überprüft werden.</p>
<p>Um das Risiko des Auftretens kardialer Nebenwirkungen nach der Einnahme von Loratadin unter klinischen Bedingungen suffizient bewerten zu können, benötigt das BfArM zusätzliche Informationen aus der Praxis. Wir bitten die Fachkreise, dem BfArM alle entsprechenden Nebenwirkungen zu melden und diese so umfassend wie möglich zu dokumentieren. Warenzeichen: ca. 60 Zulassungen einschließlich Parallelimporte.</p>
<p><b> </b></p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Woosley, R.L., et al.: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8445816&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <b>269</b>, 1532</a>.</li>
<li>Hey, J.A., et al.: Arzneim.-Forsch./Drug Res. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8720304&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <b>46</b> (I), 153</a>.</li>
<li>Delpon, E., et. al.: Drug Safety <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10597864&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>21</b> Suppl. 1, 11</a>.</li>
<li>Crumb, W.J.: J. Pharmacol. Exp. Ther. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10604956&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>292</b>, 261</a>.</li>
<li>Kuchar, D.L., et al.: Med. J. Aust. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12056995&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2002, <b>176</b>, 429</a>.</li>
<li>Lindquist, M., et. al.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9142080&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <b>349</b>, 1322</a>.</li>
<li>Haverkamp, W., et. al.: Eur. Heart J. 2001, <b>3</b> Suppl., K81.</li>
<li>De Abajo, F.J., et al.: Br. J. Clin. Pharmacol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10215756&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>47</b>, 307</a>.</li>
<li>Darpö, B.: Eur. Heart J. 2001, <b>3</b> Suppl., K70.</li>
</ol>
<p>The post <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/das-bfarm-gibt-bekannt-qt-zeit-verlaengerungen-nach-einnahme-des-antihistaminikums-loratadin/">Das BfArM gibt bekannt: QT-Zeit-Verlängerungen nach Einnahme des Antihistaminikums Loratadin</a> appeared first on <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten">Der Arzneimittelbrief</a>.</p>
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