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	<title>Magnesiumsulfat Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Aug 2003 10:02:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Inhalierte isotone Magnesiumsulfat-Lösung verstärkt den Effekt von topischem Salbutamol beim schweren Asthma-Anfall</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2003 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma]]></category>
		<category><![CDATA[Asthma bronchiale]]></category>
		<category><![CDATA[Magnesiumsulfat]]></category>
		<category><![CDATA[Salbutamol]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Magnesium hat vaso- und bronchodilatatorische Eigenschaften, die auf einen kalziumantagonistischen Effekt zurückgeführt werden. Magnesium hemmt in vitro auch die Freisetzung von Azetylcholin aus Nervenendigungen und von Histamin aus Mastzellen. In einer Multicenter-Studie war bereits gezeigt worden, daß i.v. verabreichtes MgSO4 beim akuten Asthmaanfall wirksam ist, aber nur bei Patienten mit hochgradig reduziertem FEV1 (= Forciertes [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Magnesium hat vaso- und bronchodilatatorische Eigenschaften, die auf einen kalziumantagonistischen Effekt zurückgeführt werden. Magnesium hemmt in vitro auch die Freisetzung von Azetylcholin aus Nervenendigungen und von Histamin aus Mastzellen. In einer Multicenter-Studie war bereits gezeigt worden, daß i.v. verabreichtes MgSO<sub>4</sub> beim akuten Asthmaanfall wirksam ist, aber nur bei Patienten mit hochgradig reduziertem FEV<sub>1</sub> (= Forciertes exspiratorisches Volumen in der ersten Sekunde; < 30 % der vorausgesagten Norm; 1).</p>
<p>Im Lancet berichten R. Hughes et al. aus Neuseeland jetzt über die Ergebnisse einer Studie, in der bei 52 Patienten mit akut exazerbiertem Asthma bronchiale (FEV<sub>1</sub> < 50% der vorausgesagten Norm) die Wirkung von 2,5 mg in 2,5 ml isotoner NaCl-Lösung inhaliertem Salbutamol doppeltblind mit der von Salbutamol in 2,5 ml isotoner MgSO<sub>4</sub>-Lösung verglichen wurde (2). Die Inhalation erfolgte mittels eines ”Jet-nebulizers” (Aeroneb Face Mask Nebulizer, hergestellt in Neuseeland). Vor Einschluß in die Studie erhielten die in die Krankenhausambulanz aufgenommenen Patienten zunächst eine Dosis von 2,5 mg Salbutamol als Inhalat und 100 mg Hydrokortison i.v. Nur solche Patienten wurden in die Vergleichsstudie eingeschlossen, die 30 Minuten später noch ein FEV<sub>1</sub> < 50% hatten. Zu diesem Zeitpunkt sowie nach weiteren 30 und 60 Minuten erhielten sie die beiden zu vergleichenden Inhalationen (2,5 mg Salbutamol entweder in isotoner NaCl- oder in isotoner MgSO<sub>4</sub>-Lösung). Die Wirkungen wurden mit einer erneuten FEV<sub>1</sub>-Messung nach 90 Minuten überprüft. War FEV<sub>1</sub> weiterhin < 50%, dann sollten die Patienten stationär aufgenommen werden.</p>
<p><b>Ergebnisse:</b> Das basale FEV<sub>1</sub> war in der MgSO<sub>4</sub>-Gruppe 31,9% und in der Kochsalz-Gruppe 32,2%, also erheblich reduziert. Insgesamt stieg das FEV<sub>1</sub> in der MgSO<sub>4</sub>-Gruppe etwa doppelt so stark an wie in der Kochsalz-Gruppe. Am meisten profitierten, ähnlich wie in der zitierten Studie von Silverman, Patienten mit dem niedrigsten FEV<sub>1</sub> bei Therapiebeginn. Angeblich wurden in der NaCl-Gruppe 12 von 28 Patienten stationär aufgenommen, in der MgSO<sub>4</sub>-Gruppe 7 von 24; jedoch wenden die Autoren eines lesenswerten Kommentars zu dieser Arbeit ein, daß man es mit den Kriterien für die Aufnahme oder Entlassung wohl nicht so genau genommen habe (3). Trotzdem sind die Ergebnisse dieser einfachen Modifikation der Salbutamol-Inhalation eindrucksvoll; sie sollten an einer größeren Patientenzahl inhaltlich und hinsichtlich der Praktikabilität überprüft werden.</p>
<p><b>Fazit:</b> In einer ersten Studie senkte Salbutamol in isotoner MgSO<sub>4</sub>-Lösung inhaliert bei schwerer Exazerbation von Asthma bronchiale den erhöhten Atemwegswiderstand signifikant stärker als Salbutamol in isotonem NaCl gelöst.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Silverman, R.A., et al.: Chest <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12171821&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2002, <b>122</b>, 489.</a> (Erratum: Chest 2002, <b>122</b>, 1870).</li>
<li>Hughes, R., et al.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12826434&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>361</b>, 2114.</a></li>
<li>Bucca, C., und Rolla, G.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12826427&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2003, <b>361</b>, 2095.</a></li>
</ol>
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