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	<title>Selen Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 20 Nov 2018 16:25:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>Selen bei Endokriner Orbitopathie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2018 16:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Endokrine Orbitopathie]]></category>
		<category><![CDATA[EUGOGO-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperthyreose]]></category>
		<category><![CDATA[M. Basedow]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Selen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2018, 52, 88a Leserbrief: Selen bei Endokriner Orbitopathie Frage von Dr. H.B. aus M.: &#62;&#62; Ich stolpere in einem Artikel auf Deximed darüber, dass Selen eine Therapieoption bei Endokriner Orbitopathie darstelle. Die Daten sind von 2012. Bei einer weiteren Suche stoße ich auf keine aktuelleren Daten. Können Sie mir etwas Neues zum Stand des [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2018, <strong>52</strong>, 88a</p>
<h2>Leserbrief: Selen bei Endokriner Orbitopathie</h2>
<p><b>Frage</b> von Dr. H.B. aus M.: &gt;&gt; Ich stolpere in einem Artikel auf Deximed darüber, dass Selen eine Therapieoption bei Endokriner Orbitopathie darstelle. Die Daten sind von 2012. Bei einer weiteren Suche stoße ich auf keine aktuelleren Daten. Können Sie mir etwas Neues zum Stand des Wissens berichten? &lt;&lt;</p>
<p><b>Antwort:</b> &gt;&gt; Freie Radikale und Zytokine spielen eine Rolle in der Pathogenese der Endokrinen Orbitopathie (EO; Graves’ orbitopathy). Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement (vgl. 1). Selenoproteine sind u.a. Teil des antioxidativen Systems beim Menschen und im Tierreich.<a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=88a">bitte Artikel Abonnieren==&gt;&gt;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Alle Artikel zum Schlagwort: Selen,</h2>
<p>Leserbrief: Selen bei Endokriner Orbitopathie <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=88a" target="_self">2018, <b>52</b>, 88a</a><br />
Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen<a class="link1" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=27" target="_self">?</a> <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=27" target="_self">2013, <b>47</b>, 27</a><br />
Prävention des Prostatakarzinoms: Vitamin C und E sowie Selen wirkungslos <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=29a" target="_self">2009, <b>43</b>, 29a</a><br />
Leserbrief <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=80" target="_self">2007, <b>41</b>, 80</a><br />
Leserbrief <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=64" target="_self">2007, <b>41</b>, 64</a><br />
Antioxidanzien (Vitamine, Selen) zur Prävention gastrointestinaler Tumore: eher leichte Erhöhung der Letalität <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2004&amp;S=94a" target="_self">2004, <b>38</b>, 94a</a><br />
Leserbrief: Nochmals: Selen bei onkologischen Erkrankungen? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=80c" target="_self">1998, <b>32</b>, 80c</a><br />
Leserbrief: Selen-Therapie bei onkologischen Erkrankungen? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=08a" target="_self">1998, <b>32</b>, 08a</a><br />
<a href="https://der-arzneimittelbrief.de">CME Fortbildung für Ärzte</a></p>
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<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> erscheint als unabhängige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschließlich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise veröffentlichen können.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/gibt-es-indikationen-fuer-eine-prophylaxe-oder-therapie-mit-selen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2015 07:51:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hashimoto-Thyreoditis]]></category>
		<category><![CDATA[Keshan-Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2013, 47, 27 Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen? Das Element Selen (Se) steht im Periodensystem der Elemente in der gleichen Gruppe VI b wie Sauerstoff und Schwefel. Mit der Aminosäure Seleno-Cystein (in der Se Schwefel vertritt) ist es Bestandteil von bisher 25 bekannten sog. Selenoproteinen. Die Erforschung der Rolle [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2013, <strong>47</strong>, 27</p>
<h2>Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen?</h2>
<p>Das Element Selen (Se) steht im Periodensystem der Elemente in der gleichen Gruppe VI b wie Sauerstoff und Schwefel. Mit der Aminosäure Seleno-Cystein (in der Se Schwefel vertritt) ist es Bestandteil von bisher 25 bekannten sog. Selenoproteinen. Die Erforschung der Rolle von Selenoproteinen im Stoffwechsel und bei Erkrankungen hat in den letzten 20 Jahren einen enormen Aufschwung genommen. Die bekanntesten Selenoproteine sind die Glutathionperoxidasen 1-4 und die Jodthyronin-Dejodinasen, die z.B. Thyroxin zu dem wirksameren Trijodthyronin dejodinieren. Se ist also ein lebensnotwendiges Spurenelement. Ein ausführlicher Review-Artikel über „Selenium in Human Health” ist vor einem Jahr im Lancet erschienen (1).</p>
<p>Wie bei vielen anderen Spurenelementen und Vitaminen gibt es unzählige Arbeiten zu der Frage, ob in unserer sich mehr und mehr vom Naturzustand entfernenden Nahrung genug Se enthalten ist. Die empfohlene Se-Zufuhr mit der Nahrung liegt bei 50-60 µg/d (2). Die wichtigsten Se-haltigen Nahrungsmittel sind Getreide und deren Produkte, Muskelfleisch und Meerestiere. Der Se-Gehalt von Getreide und Fleisch hängt vom Se-Gehalt des Bodens ab, auf dem das Getreide wächst und auf dem das Schlachtvieh weidet. Der Se-Gehalt des Bodens variiert stark, jedoch gibt es in Europa keine eindeutig auf einen Se-Mangel zurückzuführenden Erkrankungen. In China ist jedoch seit 50 Jahren in einigen Regionen eine endemisch auftretende dilatative Kardiomyopathie (Keshan-Krankheit) bekannt. Sie wird auf eine extreme Se-Armut der Ackerböden zurückgeführt und bessert sich nach Se-Einnahme (3).</p>
<p>Es gibt ein umfangreiches publiziertes Material zu vielen biologischen Systemen und Erkrankungen im Hinblick auf den Se-Status und die Ergebnisse einer Se-Supplementierung (Immunsystem, HIV-Infektion, Hirnfunktion, Fertilität, Schilddrüse, Intensivpflege-Patienten, kardiovaskuläres System, Krebserkrankungen, Diabetes mellitus). Zu den aufgelisteten Aspekten wird in dem Review von M.P. Rayman kritisch Stellung genommen (1).</p>
<p>Die Cochrane Heart Group hat kürzlich einen „Intervention Review” mit dem Thema „Selenium supplementation for the <i>primary</i> prevention of cardiovascular disease” veröffentlicht (4). Es wurden insgesamt 12 Studien ausgewertet, in denen Se-Supplementierung mit Plazebo oder keiner Intervention bei insgesamt 19.715 Teilnehmern verglichen wurde. Die beiden umfangreichsten Studien wurden in den USA durchgeführt, wo in mehreren Bundesstaaten das Mehl bereits mit Se angereichert wird. Weder hinsichtlich Gesamt- noch kardiovaskulärer Mortalität ergab sich ein signifikanter Effekt der Se-Einnahme. Das trifft auch zu für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse. Die Risk-Ratios (RR) für die erwähnten Zielpunkte bewegen sich zwischen 0,96 und 1,03 mit 95%-Konfidenzbereichen (CI), die den Wert 1,0 in allen Fällen überlappen. Es ergab sich ein vager Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus unter Se-Supplementierung (RR: 1,06; CI: 0,97-1,15; nicht signifikant), über das wir bereits 2007 berichtet haben (5). Gering signifikant häufigere UAW in den Se-Gruppen des Cochrane Reviews waren Alopezie und Dermatitis.</p>
<p>Letzterer Aspekt führt uns zu einem Pferdefuß der Se-Supplementierung: In dem umfangreichen US-Third National Health and Nutritional Examination Survey zu Se  zeigte es sich, dass sowohl ein niedriger als auch hoher Se-Status &#8211; gemessen an der Se-Konzentration im Serum &#8211; mit erhöhter Mortalität (Beobachtungszeitraum: 18 Jahre) assoziiert ist (zit. n. 1). Die niedrigste prospektive Mortalität hatten Probanden mit Serum-Konzentrationen um 135 µg/l. Unterhalb 100 und oberhalb 170 µg/l nahm die Mortalität zu. Bekannte Zeichen einer Se-Toxizität bei Zufuhr von hohen Dosen sind Haarausfall, Brüchigkeit und Verfärbung der Nägel, periphere Neuropathien und ein knoblauchartiger Atemgeruch.</p>
<p>DER ARZNEIMITTELBRIEF hat mehrfach über Se-Supplementierung berichtet (5, 6, 7). In Beantwortung eines Leserbriefs haben wir uns skeptisch zur Se-Behandlung von Patient(inn)en mit der autoimmunen Hashimoto-Thyreoiditis geäußert (6). Die Gabe von 100-200 µg/d Se senkt bei den meisten dieser Patient(inn)en nicht die Antikörpertiter gegen Schilddrüsen-Peroxidase (TPO-AK), und keine bisherige Interventionsstudie mit Se erstreckt sich über mehr als ein Jahr. Es ist nicht bekannt, ob das Risiko für Entwicklung und Fortschreiten einer Hypothyreose durch Se-Einnahme vermindert wird. Auch Frauen mit erhöhten TPO-AK-Titern während einer Schwangerschaft mit Se zu behandeln mit dem Ziel, postpartale Thyreopathien zu vermeiden, sehen wir sehr kritisch und empfehlen dies nicht. Wenn aus „ideologischen” Gründen eine solche Behandlung gewünscht wird, dann sollten nicht mehr als 100 µg/d Se eingenommen werden. Mit dieser Dosis kann es kaum zu UAW kommen. Die deutschen gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nicht die Kosten für eine Se-Prophylaxe, da es hierfür keine Evidenz-basierten Indikationen gibt. Se-Supplementierung kann erfolgen bei hochgradiger Mangelernährung und bei längerfristiger intravenöser Ernährung.</p>
<p><b>Fazit:</b> Ein Cochrane-Review zur primären Prävention von Herz/Kreislauf-Erkrankungen ergab keinen Hinweis für die Nützlichkeit von Selenpräparaten. Außer bei hochgradiger Mangelernährung und bei künstlicher Ernährung gibt es in Deutschland keine Evidenz-basierten Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selenpräparaten. Bei Probanden mit bereits hoher Selenkonzentration im Serum oder bei Einnahme größerer Mengen Selen kann es zu chronischen Intoxikationen kommen.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Rayman,M.P.: Lancet 2012, <b>379</b>, 1256. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=22381456&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Rayman,M.P.: Brit. J. Nutr. 2004, <b>92</b>, 557. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=15522125&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Chen, J.:Asia Pac. J. Clin. Nutr. 2012, <b>21</b>, 320. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=22705420&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Rees, K.,et al.: Cochrane Database Syst. Rev. 2013; DOI:10.1002/14651858.CD009671.pub2. <a href="http://www.thecochranelibrary.com/view/0/index.html" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2007, <b>41</b>,80. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6771" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2007, <b>41</b>,64. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6743" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>AMB 2009, <b>43</b>,29a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6976" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Hashimoto-Thyreoditis," target="_self">Hashimoto-Thyreoditis,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Keshan-Krankheit," target="_self">Keshan-Krankheit,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Selen," target="_self">Selen,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: Selen</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=27" target="_self">Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=27" target="_self">2013, <b>47</b>, 27</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=29a" target="_self">Prävention des Prostatakarzinoms: Vitamin C und E sowie Selen wirkungslos</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=29a" target="_self">2009, <b>43</b>, 29a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=80" target="_self">Leserbrief</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=80" target="_self">2007, <b>41</b>, 80</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=64" target="_self">Leserbrief</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=64" target="_self">2007, <b>41</b>, 64</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2004&amp;S=94a" target="_self">Antioxidanzien (Vitamine, Selen) zur Prävention gastrointestinaler Tumore: eher leichte Erhöhung der Letalität</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2004&amp;S=94a" target="_self">2004, <b>38</b>, 94a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=80c" target="_self">Leserbrief: Nochmals: Selen bei onkologischen Erkrankungen?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=80c" target="_self">1998, <b>32</b>, 80c</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=08a" target="_self">Leserbrief: Selen-Therapie bei onkologischen Erkrankungen?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=08a" target="_self">1998, <b>32</b>, 08a</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/gibt-es-indikationen-fuer-eine-prophylaxe-oder-therapie-mit-selen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jan 2014 20:17:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahr 2013 Band 47]]></category>
		<category><![CDATA[Monat 04]]></category>
		<category><![CDATA[Hashimoto-Thyreoditis]]></category>
		<category><![CDATA[Keshan-Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/?p=1223</guid>

					<description><![CDATA[<p>AMB 2013, 47, 27 &#160; Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen? &#160; Fazit: Ein Cochrane-Review zur primären Prävention von Herz/Kreislauf-Erkrankungen ergab keinen Hinweis für die Nützlichkeit von Selenpräparaten. Außer bei hochgradiger Mangelernährung und bei künstlicher Ernährung gibt es in Deutschland keine Evidenz-basierten Indikationen für eine &#8230; Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&#62; &#160; Schlagworte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2013, <strong>47</strong>, 27</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ein Cochrane-Review zur primären Prävention von Herz/Kreislauf-Erkrankungen ergab keinen Hinweis für die Nützlichkeit von Selenpräparaten. Außer bei hochgradiger Mangelernährung und bei künstlicher Ernährung gibt es in Deutschland keine Evidenz-basierten Indikationen für eine &#8230; <strong><a title="Gibt es Indikationen für eine Prophylaxe oder Therapie mit Selen?" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=27" target="_blank">Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Hashimoto-Thyreoditis," target="_self">Hashimoto-Thyreoditis,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Keshan-Krankheit," target="_self">Keshan-Krankheit,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Selen," target="_self">Selen,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Hashimoto-Thyreoditis, Indikation für Selen? *Keshan-Krankheit, Selenmangel *Selen, physiologische Bedeutung, Vorkommen, Mangel, Indikationen</p>
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			</item>
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		<title>Antioxidanzien (Vitamine, Selen) zur Prävention gastrointestinaler Tumore: eher leichte Erhöhung der Letalität</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/antioxidanzien-vitamine-selen-zur-praevention-gastrointestinaler-tumore-eher-leichte-erhoehung-der-letalitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2004 11:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha-Tocopherol]]></category>
		<category><![CDATA[Antioxidanzien]]></category>
		<category><![CDATA[Betacaroten]]></category>
		<category><![CDATA[Betacarotin]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonkarzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Leberzellkarzinom]]></category>
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		<category><![CDATA[Pankreaskarzinom]]></category>
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		<category><![CDATA[Selen]]></category>
		<category><![CDATA[Tocopherol]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin A]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin C]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin E]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vitamine mit Antioxidans-Eigenschaften können theoretisch oxidative kanzerogene Mechanismen antagonisieren. Menschen, die viel Gemüse und Früchte essen, haben nach einigen Studien weniger Karzinome, auch im Gastrointestinal(GI)-Trakt, als solche, die viel tierische Proteine und Fette zu sich nehmen (1, 2). Die Hypothese, daß der positive Effekt vegetarischer Nahrung nur oder überwiegend auf den Vitamingehalt zurückzuführen sei, erscheint [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vitamine mit Antioxidans-Eigenschaften können theoretisch oxidative kanzerogene Mechanismen antagonisieren. Menschen, die viel Gemüse und Früchte essen, haben nach einigen Studien weniger Karzinome, auch im Gastrointestinal(GI)-Trakt, als solche, die viel tierische Proteine und Fette zu sich nehmen (1, 2). Die Hypothese, daß der positive Effekt vegetarischer Nahrung nur oder überwiegend auf den Vitamingehalt zurückzuführen sei, erscheint aber zu kurz gegriffen. Vitamin- und Antioxidans-Supplemente müssen nicht den gleichen protektiven Effekt haben. Eine Kombination aus Betacaroten und Vitamin A führte hinsichtlich Bronchialkarzinomen sogar zu erhöhter Inzidenz und Letalität im Vergleich mit Plazebo (3, 4).</p>
<p>G. Bjelakovic et al. aus Dänemark und Italien (5) überprüften jetzt in einem Review mit Metaanalysen den Effekt verschiedener Antioxidanzien bzw. deren Kombinationen auf Inzidenz von und Letalität durch GI-Karzinome. Von 197 bereits hinsichtlich Doppelpublikationen etc. bereinigten Referenzen eigneten sich am Ende nur 14 plazebokontrollierte Studien von 1-12 Jahren Interventionsdauer mit akzeptabler Methodologie nach den Cochrane-Kriterien zur Auswertung. Von diesen wiederum wurde nur die Hälfte für methodisch hochwertig gehalten. Die Studien betrafen zusammen 170525 Personen.</p>
<p>Die Metaanalysen wurden nach der Methode „Fixed effect” und „Random effect” durchgeführt. Weder die eine noch die andere Methode ergab für Betacaroten, Vitamine A, C, E und Selen allein oder in Kombination, einen signifikanten Effekt auf die Inzidenz von Ösophagus-, Magen-, Pankreas-, Leber- und kolorektalen Karzinomen. In den sieben Studien mit hoher methodischer Qualität und mit 131727 Probanden war nach einem statistischen Modell die Letalität an Karzinomen signifikant, wenn auch gering, erhöht (RR: 1,06; CI: 1,02-1,10), nicht aber nach einem anderen Modell (RR: 1,06; CI: 0,98-1,15). Kombinationen von Betacaroten mit Vitamin A oder Vitamin E erhöhten die Letalität, nicht aber Betacaroten allein. In vier Studien mit Selen als alleinigem Antioxidans (davon drei mit relativ schlechter Methodologie) und 6077 Teilnehmern senkte Selen im Vergleich mit Plazebo signifikant die Inzidenz von GI-Tumoren (RR: 0,49; CI: 0,36-0,67). In der Selen-Studie mit hoher Qualität und 1312 Teilnehmern war das RR = 0,46 (CI: 0,23-0,94). Die Berechnung beruht auf 12 versus 24 Karzinomen in den Selen- bzw. Plazebo-Gruppen. Dieser Effekt sollte in größeren randomisierten Studien untersucht werden.</p>
<p>Die Autoren weisen darauf hin, daß viele Studien mit sehr hohen Vitamindosen (dem Vielfachen der empfohlenen Menge pro Tag) durchgeführt wurden und daß manche Antioxidanzien in hoher Dosierung auch pro-oxidative und die Apoptose hemmende Eigenschaften (z.B. an Tumorzellen) haben können. Bei Interventionsstudien mit relativ kurzer Dauer bedürfe es einer sehr großen Teilnehmerzahl, um eine ausreichende statistische „Power” hinsichtlich möglicherweise unterschiedlicher Inzidenz von oder Letalität an Karzinomen zu erreichen.</p>
<p><b>Fazit:</b> Besonders die Kombination von Betacaroten mit Vitamin A oder E in hoher Dosierung könnte das Risiko für GI-Tumore erhöhen. Auf der Titelseite des Lancet-Heftes mit diesem Artikel steht: „The prospect that vitamin pills may not only do no good but also kill their consumers is a scary speculation given the vast quantities that are used in certain communities”.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Michels, K.B., et al.: J. Natl. Cancer Inst. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11058617&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <b>92</b>, 1740</a>.</li>
<li>Botterweck, A.A., et al.: Am. J. Epidemiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9801014&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <b>148</b>, 842</a>.</li>
<li>Omenn, G.S., et al. (CARET = Beta-<b>C</b>arotene <b>A</b>nd <b>R</b>etinol <b>E</b>fficacy <b>T</b>rial): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8602180&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <b>334</b>, 1150</a>; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6326" target="_blank" rel="noopener">AMB 2003, <b>37</b>, 70b</a>.</li>
<li>ATBC = <b>A</b>lpha-<b>T</b>ocopherol, <b>B</b>eta <b>C</b>aroten cancer prevention study group: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8127329&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1994, <b>330</b>, 1029</a>; s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6326" target="_blank" rel="noopener">AMB 2003, <b>37</b>, 70b</a> und 1996, <b>30</b>, 53.</li>
<li>Bjelakovic, G.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=15464182&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2004, <b>364</b>, 1219</a>.</li>
</ol>
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		<item>
		<title>Leserbrief: Nochmals: Selen bei onkologischen Erkrankungen?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-nochmals-selen-bei-onkologischen-erkrankungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 1998 10:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/1998/leserbrief-nochmals-selen-bei-onkologischen-erkrankungen</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frage von Dr. H.G. aus Hannover: >> Im Januar (AMB 1998, 32, 8a) haben Sie mitgeteilt, daß für SeIen eine Verminderung der Inzidenz von Lungen-, Prostata- und kolorektalen Karzinomen beschrieben sei. Ich habe bei DIMDI unter dem Stichwort &#8222;SeIen&#8220; eigentlich nur Literaturstellen erhalten, deren Aussagen zu diesem Thema ziemlich vage sind. Ich erlaube mir anzufragen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Frage</B> von Dr. H.G. aus Hannover: >> Im Januar (<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5913" target="_blank" rel="noopener">AMB 1998, <B>32</B>, 8a</a>) haben Sie mitgeteilt, daß für SeIen eine Verminderung der Inzidenz von Lungen-, Prostata- und kolorektalen Karzinomen beschrieben sei. Ich habe bei DIMDI unter dem Stichwort &#8222;SeIen&#8220; eigentlich nur Literaturstellen erhalten, deren Aussagen zu diesem Thema ziemlich vage sind. Ich erlaube mir anzufragen, aufgrund welcher Literaturstelle Sie diese Aussage gemacht haben. <<

<B>Antwort:</B> >> Wir haben darauf hingewiesen, daß aufgrund epidemiologischer Daten die regelmäßige Einnahme von SeIen möglicherweise für die <I>Prävention </I>von Tumorerkrankungen bedeutsam ist, aber eine Wirksamkeit dieses Spurenelements in der <I>Behandlung </I>von Tumorerkrankungen bisher nicht gezeigt werden konnte. Hinsichtlich der präventiven Wirksamkeit bezogen wir uns auf eine Studie in der Zeitschrift JAMA (Clark, L.C., et al.: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8971064&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>276</B>, 1957</a>). In dem 1997 vom American Institute for Cancer Research publizierten sehr ausführlichen Bericht (Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: a global Perspective. World Cancer Research Fund/American Institute for Cancer Research) wird auf alle bisher vorliegenden Studien zum Einfluß einer zusätzlichen Einnahme von SeIen auf die Inzidenz unterschiedlicher solider Tumoren eingegangen. Obwohl es Hinweise aus diesen Studien gibt, daß Selen die Inzidenz von Magen-, Mamma-, Schilddrüsen- und hepatozellulären Karzinomen verringern kann, erlauben die vorliegenden Daten keine endgültige Beurteilung des Stellenwertes dieses Spurenelements in der Prävention von Tumorerkrankungen. <<</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leserbrief: Selen-Therapie bei onkologischen Erkrankungen?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-selen-therapie-bei-onkologischen-erkrankungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1998 11:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/1998/leserbrief-selen-therapie-bei-onkologischen-erkrankungen</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frage von Dres. J.B. und C.J. aus Bad Elster: >> Wir bitten um eine Stellungnahme zur SeIen-Therapie bei Patienten mit onkologischen Erkrankungen (Stabilisierung des Immunsystems, Verminderung von Leuko-/Thrombopenie, Reduzierung des Lymphödems). > Die Einnahme hoher Dosen von Vitaminen (z.B. Vitamin A, C oder E) bzw. Mineralstoffen (z.B. Selen) durch Patienten mit Tumorerkrankungen beruht in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Frage</B> von Dres. J.B. und C.J. aus Bad Elster: >> Wir bitten um eine Stellungnahme zur SeIen-Therapie bei Patienten mit onkologischen Erkrankungen (Stabilisierung des Immunsystems, Verminderung von Leuko-/Thrombopenie, Reduzierung des Lymphödems). <<

<B>Antwort:</B> >> Die Einnahme hoher Dosen von Vitaminen (z.B. Vitamin A, C oder E) bzw. Mineralstoffen (z.B. Selen) durch Patienten mit Tumorerkrankungen beruht in der Regel auf einem Mißverständnis. Aufgrund epidemiologischer Studien kann heute davon ausgegangen werden, daß antioxidativ wirksame Vitamine und Spurenelemente eine Bedeutung für die <I>Prävention </I>von Tumorerkrankungen besitzen. In diesem Zusammenhang sind die Ergebnisse der kürzlich publizierten, ersten doppeltblinden, randomisierten und plazebokontrollierten Studie zur präventiven Wirksamkeit von Selen bei Patienten mit malignen Hauttumoren von Interesse (Clark, L.C., et al.: JAMA <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8971064&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>276</B>, 1957</a>). Die zusätzliche tägliche Gabe von 200 µg Selen führte nicht zu einer Reduktion der Inzidenz von Basaliomen oder Plattenepithelkarzinomen bei Patienten mit bekannten malignen epithelialen Hauttumoren in der Vorgeschichte, jedoch zu einer signifikanten Verminderung der Inzidenz von Lungen-, Prostata- und kolorektalem Karzinom und Gesamtletalität infolge Tumorerkrankungen. Vor entsprechenden Empfehlungen zur Selensubstitution fordern die Autoren der Studie jedoch zunächst die Bestätigung dieser Ergebnisse durch eine weitere kontrollierte klinische Studie.</p>
<p>Ergebnisse, die eine Wirksamkeit der genannten Vitamine bzw. des Selens in der <I>Behandlung </I>von Tumorerkrankungen zeigen, liegen jedoch nicht vor, und Selen wird deshalb heute zu den Medikamenten mit ungeprüfter Wirkung in der Onkologie gerechnet. Die wenigen bisher vorliegenden Ergebnisse aus epidemiologischen Studien haben gezeigt, daß das Risiko an gastrointestinalen Tumoren, insbesondere am Magenkarzinom zu erkranken, umgekehrt proportional zur geschätzten Aufnahme an Selen und den Selen-Plasmakonzentrationen ist. Da Selen antioxidativ wirkt, wurde in den epidemiologischen Studien zumeist die Kombination mit Vitamin E und A untersucht.</p>
<p>Klinische Studien, die die Wirksamkeit von Selen in den von Ihnen angesprochenen Indikationen bei Patienten mit onkologischen Erkrankungen analysiert haben, liegen nicht vor. Aufgrund tierexperimenteller Untersuchungen, die nach Vorbehandlung mit Selen eine selektive Protektion gegen Cisplatin-induzierte Nephrotoxizität beobachteten, wurde möglicherweise von den Protagonisten der Selen-Therapie auch eine Zytoprotektion gegen andere Nebenwirkungen (z.B. Leuko-/Thrombopenie) von bestimmten Chemotherapeutika abgeleitet. Im Unterschied zum reduzierten Glutathion (s. AMB 1996, <B>30</B>, 31) bzw. einer anderen schwefelhaltigen Verbindung, Amifostin (s. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5797" target="_blank" rel="noopener">AMB 1997, <B>31</B>, 6b</a>), existieren für Selen jedoch keine kontrollierten klinischen Studien, die eine Zytoprotektion gegen spezielle Chemotherapeutika belegen. Dies trifft auch für die Stabilisierung des lmmunsystems bzw. Reduzierung des Lymphödems zu, wobei diese Indikationen aufgrund des oben erwähnten antioxidativen Wirkungsmechanismus von Selen sehr abwegig erscheinen. <<</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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