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	<title>UGDP-Studie Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Dec 1997 11:11:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Leserbrief: Nochmals: Sulfonylharnstoffe in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-nochmals-sulfonylharnstoffe-in-der-therapie-des-diabetes-mellitus-typ-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 1997 11:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes mellitus Typ 2]]></category>
		<category><![CDATA[DIGAMI-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Glukose/Insulin-Infusion]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Myokardinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Orale Antidiabetika]]></category>
		<category><![CDATA[Sulfonylharnstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[UGDP-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[UKPDS-Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den Offenen Brief von Prof. Dr. Dr. h.c. Berger, Düsseldorf (s.AMB 1997, 31, 72b) hat jetzt das BfArM folgendermaßen geantwortet (gekürzt): Die Hypothese über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit im Zusammenhang mit einer Sulfonylharnstoffbehandlung von Patienten mit NIDDM geht wesentlich auf die bereits Anfang der 70er Jahre veröffentlichte University Group [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den Offenen Brief von Prof. Dr. Dr. h.c. Berger, Düsseldorf (s.<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5869" target="_blank" rel="noopener">AMB 1997, <B>31</B>, 72b</a>) hat jetzt das BfArM folgendermaßen geantwortet (gekürzt):</p>
<p>Die Hypothese über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit im Zusammenhang mit einer Sulfonylharnstoffbehandlung von Patienten mit NIDDM geht wesentlich auf die bereits Anfang der 70er Jahre veröffentlichte <B>U</B>niversity <B>G</B>roup <B>D</B>iabetes <B>P</B>rogram (UGDP) Study zurück, deren Randomisierung und statistische Analyse jedoch kritisiert wurden; die Ergebnisse werden daher weitgehend als nicht gesichert betrachtet (1).</p>
<p>Die 1997 publizierte DIGAMI-Study (<B>D</B>iabetes Mellitus, <B>I</B>nsulin <B>G</B>lucose Infusion in <B>A</B>cute <B>M</B>yocardial <B>I</B>nfarction Study; 2) untersuchte die Langzeitmortalität von Patienten mit akutem Herzinfarkt und diabetischer Stoffwechsellage. Diese Studie aktualisiert Ergebnisse aus einer Veröffentlichung von Zwischenergebnissen der DIGAMI-Studie aus dem Jahre 1995, und den weiteren Ausführungen liegt nur die neuere Publikation zugrunde.</p>
<p>306 Patienten erhielten initial eine lnsulin-Glukose-Therapie, nachfolgend weiter Insulin und wurden mit 314 Patienten unter &#8222;Standardtherapie&#8220; (Diät, Sulfonylharnstoffe, falls erforderlich auch Insulin) verglichen.</p>
<p>Nach einer mittleren Beobachtungszeit von 3,4 Jahren waren 102 Todesfälle in der Insulin-Gruppe (33%) und 138 Todesfälle in der Kontroll-Gruppe (44%) aufgetreten. Das entspricht einem Unterschied zwischen beiden untersuchten Gruppen hinsichtlich der Mortalität von absolut 11% am Ende der Studienlaufzeit Der entsprechende Wert für das erste Jahr der Beobachtung betrug 7%. Es ergibt sich rechnerisch am Ende der Beobachtungszeit eine relative Reduktion der Mortalität von 28% in der Insulin-Gruppe gegenüber der Kontroll-Gruppe. Lediglich nach einer Subgruppen-Analyse konnte bei Patienten, die vor dem Auftreten des Myokardinfarktes kein Insulin benötigt hatten und &#8211; gemäß vorgegebener Definition &#8211; sowieso ein niedriges kardiovaskuläres Risiko aufwiesen, ein größerer Unterschied in der Anzahl der Todesfälle bzw. in der absoluten Reduktion der Mortalität (15%) am Ende der Beobachtungszeit festgestellt werden.</p>
<p>Die Aussagekraft der DIGAMI-Studie ist bezüglich des von Ihnen aufgeworfenen Problems dadurch eingeschränkt, daß<br /><UL></p>
<li>die Kontroll-Gruppe nicht gut beschrieben und offenbar hinsichtlich der antidiabetischen Therapie heterogen war; Patienten dieser Gruppe erhielten z.T. auch Insulin;</li>
<li>die Standardbehandlung (sowohl für die Insulin- wie für die Kontrollgruppe) bei Krankenhauseinweisung wegen eines Herzinfarktes nicht beschrieben ist;</li>
<li>in die Studie auch Patienten aufgenommen werden konnten, die zuvor keinen Diabetes hatten, aber akut eine diabetische Stoffwechsellage aufwiesen;</li>
<li>die Ergebnisse genau genommen nur für Patienten bei und nach akutem Herzinfarkt zutreffen;</li>
<li>der Endpunkt &#8222;long term all cause mortality&#8220; war.</li>
<p></UL><br />Auch diese Studie ist also zur Übertragbarkeit der Ergebnisse auf das Gesamtkollektiv von Patienten mit NIDDM und koronarer Herzkrankheit und damit zur Stützung Ihrer Risikoannahme allein nicht hinreichend geeignet.<br />Zur Zeit werden in der UK Prospective Study (UKPDS) Vor- und Nachteile verschiedener Therapiemöglichkeiten für Patienten mit NIDDM auch hinsichtlich kardiovaskulärer Erkrankungen untersucht (1, 3, 4).</p>
<p>In die Diskussion sind auch die experimentellen Arbeiten zu den Sulfonylharnstoffwirkungen einzubeziehen. Die Arbeit von Cleveland, J.C., et al. (5) beschreibt eine Assoziation zwischen Langzeiteinfluß von Sulfonylharnstoffen und der Verhinderung der ischämischen Präkonditionierung von isoliertem humanem Myokardgewebe.</p>
<p>Wir erachten es gegenwärtig für sinnvoll, die Ergebnisse der UKPDS abzuwarten, die für das nächste Jahr angekündigt sind. Beim jetzigen, wenig gefestigten Kenntnisstand zu dem diskutierten Sachverhalt halten wir regulatorische Entscheidungen zu den oralen Antidiabetika, vor allem zu den Sulfonylharnstoffen, für nicht ausreichend begründet.</p>
<p><B>Literatur</p>
<p></B>1. Krentz, A.J., et al.: Drug Safety <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7848543&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1994, <B>11</B>, 223</a>.<br />2. Malmberg, K.: Brit. Med. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9169397&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>314</B>, 1512</a>.<br />3. Webster; M.W.I., und Scott, R.S.: Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9250280&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997,<B>350</B> Suppl. l, SI 23</a>.<br />4. Turner, R.C., und Holman, R.R.: Ann. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8949976&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>28</B>, 439</a>.<br />5. Cleveland, J.C., et al.: Circulation <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9236412&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>96</B>, 29</a>.</p>
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		<title>Leserbrief: Sulfonylharnstoffe in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2. Offener Brief an das BfArM</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-sulfonylharnstoffe-in-der-therapie-des-diabetes-mellitus-typ-2-offener-brief-an-das-bfarm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 1997 10:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes mellitus Typ 2]]></category>
		<category><![CDATA[DIGAMI-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Glukose/Insulin-Infusion]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Myokardinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Orale Antidiabetika]]></category>
		<category><![CDATA[Sulfonylharnstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[UGDP-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[UKPDS-Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(&#8230;) Neuerliche tierexperimentelle Untersuchungen haben den Verdacht aus einer früheren prospektiven randomisiert kontrollierten lnterventionsstudie (1) erhärtet, daß die orale Therapie mit Sulfonylharnstoffen zumindestens bei denjenigen Typ-2-Diabetikern mit einer koronaren Herzkrankheit ein erhebliches Gefährdungspotential bei Zuständen koronarer Minderdurchblutung nach sich zieht (2) (&#8230;) Neuerliche prospektive Untersuchungen in Schweden haben einen erheblichen Unterschied in der Prognose (Mortalität) [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(&#8230;) Neuerliche tierexperimentelle Untersuchungen haben den Verdacht aus einer früheren prospektiven randomisiert kontrollierten lnterventionsstudie (1) erhärtet, daß die orale Therapie mit Sulfonylharnstoffen zumindestens bei denjenigen Typ-2-Diabetikern mit einer koronaren Herzkrankheit ein erhebliches Gefährdungspotential bei Zuständen koronarer Minderdurchblutung nach sich zieht (2) (&#8230;)</p>
<p>Neuerliche prospektive Untersuchungen in Schweden haben einen erheblichen Unterschied in der Prognose (Mortalität) bei Typ-2-Diabetikern nach einem Myokardinfarkt zwischen einer mit oralen Antidiabetika und einer mit Insulin (relative Reduktion der Mortalität um 29%) behandelten Gruppe ergeben (3). Dieser alarmierende Befund ist unserer Ansicht nach und zufolge einer öffentlichen Diskussion während des Jahreskongresses der American Diabetes Association in Boston in der vergangenen Woche durchaus mit einer negativen Wirkung der Sulfonylharnstoffe auf das hypoxische Myokard vereinbar.</p>
<p>Ich möchte daher hiermit das Bundesinstitut auffordern, diesen für mindestens 50% der 4 Mio. Typ-2-Diabetiker in Deutschland relevanten Sachverhalt zu überprüfen, zur Sicherung bzw. Entkräftung der hypothetischen Schädlichkeit der Sulfonylharnstoffe bei diabetischen Patienten mit koronarer Herzkrankheit entsprechende Untersuchungen zu veranlassen und bis zu deren Abschluß sicherzustellen, daß eine entsprechende Warnung in die Produktinformation aufgenommen wird.</p>
<p>Prof. Dr. Dr. h.c. M. Berger<br />Klinik für Stoffwechselerkrankungen und Ernährung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf</p>
<p><B>Literatur</p>
<p></B>1. UGDP-Studie: Diabetes 1970,<B>19</B> Suppl. 2, 785.<br />2. Leibowitz, G., und Cerasi, E.: Diabetologia <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8739909&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>39</B>, 503</a>.<br />3. DIGAMI-Studie; Malmberg, K., et al.: J. Am. Coll. Cardiol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7797776&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1995, <B>26</B>, 57</a> sowie Brit. Med. J. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9169397&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>314</B>, 1512</a>.</p>
<p>The post <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-sulfonylharnstoffe-in-der-therapie-des-diabetes-mellitus-typ-2-offener-brief-an-das-bfarm/">Leserbrief: Sulfonylharnstoffe in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2. Offener Brief an das BfArM</a> appeared first on <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten">Der Arzneimittelbrief</a>.</p>
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