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	<title>Ursodesoxycholsäure Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Sep 2000 10:06:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kann eine medikamentöse Prophylaxe Okklusionen biliärer Stents verhindern?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/kann-eine-medikamentoese-prophylaxe-okklusionen-biliaerer-stents-verhindern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2000 10:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Biliärer Stent]]></category>
		<category><![CDATA[Ciprofloxacin]]></category>
		<category><![CDATA[Norfloxacin]]></category>
		<category><![CDATA[Stent]]></category>
		<category><![CDATA[Ursodesoxycholsäure]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die endoskopische Einlage von Gallengang-Stents hat sich bei mechanischer Cholestase durch Pankreas- oder Gallengangtumoren als palliatives Behandlungsverfahren etabliert. Aus Kostengründen und wegen der einfacheren Handhabung werden häufig Polyäthylen-Stents verwandt. Eine Komplikation dieser Methode ist der Stent-Verschluß. Mikrobiologische Untersuchungen zeigen, daß Polyäthylen-Stents häufig mit Bakterien (meist Enterobakterien) besiedelt sind. Diese Bakterien können aus dem Darmlumen aszendierend, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die endoskopische Einlage von Gallengang-Stents hat sich bei mechanischer Cholestase durch Pankreas- oder Gallengangtumoren als palliatives Behandlungsverfahren etabliert. Aus Kostengründen und wegen der einfacheren Handhabung werden häufig Polyäthylen-Stents verwandt. Eine Komplikation dieser Methode ist der Stent-Verschluß. Mikrobiologische Untersuchungen zeigen, daß Polyäthylen-Stents häufig mit Bakterien (meist Enterobakterien) besiedelt sind. Diese Bakterien können aus dem Darmlumen aszendierend, aber auch über das portal-venöse Blutgefäßsystem den Stent erreichen Auf der inneren Oberfläche der Polyäthylen-Stents bilden Bakterien einen Proteinfilm, der zusammen mit präzipitierender Galle den Verschluß des Stents verursacht. In einer kleinen, randomisierten Studie konnte 1994 gezeigt werden, daß durch eine Kombinationsbehandlung mit Ursodesoxycholsäure plus Norfloxacin Stent-Verschlüsse signifikant reduziert werden. Wegen verschiedener Kritikpunkte (kleine Patientenzahl, ungleiche Randomisierung der Patienten, sehr häufige (Früh)-Verschlüsse in der Plazebo-Gruppe) konnte aus dieser Studie aber keine generelle Therapieempfehlung für eine solche Prophylaxe nach Einlage von Polyäthylen-Gallengang-Stents abgeleitet werden.</p>
<p>Sung, J.J., et al. (Am. J. Gastroenterol. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10566714&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>94</B>, 3197</a>) untersuchten die Wirksamkeit einer Monotherapie mit Ciprofloxacin (2 mal 250 mg p.o. nach intravenöser Vorbehandlung) gegen Plazebo bei 52 Patienten mit malignen Gallengangstenosen nach Stent-Implantation (je 26 Patienten pro Gruppe). Die Randomisierung in beide Gruppen war in wesentlichen Kriterien gleich, jedoch wurden in die Plazebo-Gruppe mehr Patienten mit bereits liegendem Gallengang-Stent aufgenommen. Es zeigte sich, daß innerhalb der ersten 20 Wochen Stent-Verschlüsse (diagnostiziert anhand klinischer und laborchemischer Parameter) in beiden Gruppen gleich häufig waren (je 10 Patienten; &#8222;Stent-Offenheitsrate&#8220;: 60%). Ciprofloxacin hatte auch keinen positiven Effekt auf die Letalität nach 30 bzw. 20 Wochen.</p>
<p>In einer anderen randomisierten Multicenter-Studie (De Ledinghen, V. , et al.: Dig. Dis. Sci. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10695627&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>45</B>, 145</a>) wurde erneut der Effekt von Ursodesoxycholsäure plus Norfloxacin zur Prävention von Stent-Verschlüssen untersucht. Nach Einlage eines 10-French-Gallengang-Stents wurden 33 Patienten mit Ursodesoxycholsäure (13-15 mg/kg KG in zwei Dosen/d) plus Norfloxacin (400 mg/d; Gruppe 1) bzw. 29 rein symptomatisch behandelt (Gruppe 2). Nach 20 Wochen fand sich auch in dieser Studie kein Unterschied in der Zahl der Stent-Verschlüsse in den beiden Gruppen (&#8222;Stent-Offenheitsrate&#8220; in Gruppe 1: 60%; in Gruppe 2: 40%). Auch beim Überleben gab es keine signifikanten Unterschiede. Die Autoren weisen besonders auf vier Patienten der Gruppe 1 hin, bei denen es durch Ursodesoxycholsäure zum Stent-Verschluß gekommen war.</p>
<p><B>Fazit:</B> Antibiotika oder eine Kombinationsbehandlung von Antibiotika plus Ursodesoxycholsäure können Verschlüsse von Gallengang-Stents offenbar nicht verhindern. Auch in diesem Fall ist das Ergebnis einer kleinen Monocenter-Studie durch größere Studien nicht bestätigt worden.</p>
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		<title>Behandlung von Refluxkomplikationen und -beschwerden nach resezierenden Magenoperationen</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/behandlung-von-refluxkomplikationen-und-beschwerden-nach-resezierenden-magenoperationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2000 10:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enterogastraler Reflux]]></category>
		<category><![CDATA[Gastroösophagealer Reflux]]></category>
		<category><![CDATA[H2-Rezeptor-Antagonisten]]></category>
		<category><![CDATA[H2-Rezeptoren-Blocker]]></category>
		<category><![CDATA[Magenoperationen]]></category>
		<category><![CDATA[Omeprazol]]></category>
		<category><![CDATA[Protonenpumpen-Hemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Protonenpumpenhemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Ursodesoxycholsäure]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenngleich elektive Operationen bei peptischen bzw. Helicobacter-pylori-assoziierten Magen- und Duodenalgeschwüren praktisch bedeutungslos geworden sind, ist die Zahl der Notfalloperationen bei Ulkuskomplikationen nicht wesentlich zurückgegangen. Auch werden Magenkarzinome, trotz der abnehmenden lnzidenz in den westlichen industrialisierten Ländern, unverändert häufig und zunehmend radikaler operiert. Folgezustände resezierender Mageneingriffe sind deshalb unverändert ein klinisches Problem. Metabolische Resektionskomplikationen (Mangelerscheinungen) sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenngleich elektive Operationen bei peptischen bzw. Helicobacter-pylori-assoziierten Magen- und Duodenalgeschwüren praktisch bedeutungslos geworden sind, ist die Zahl der Notfalloperationen bei Ulkuskomplikationen nicht wesentlich zurückgegangen. Auch werden Magenkarzinome, trotz der abnehmenden lnzidenz in den westlichen industrialisierten Ländern, unverändert häufig und zunehmend radikaler operiert. Folgezustände resezierender Mageneingriffe sind deshalb unverändert ein klinisches Problem.</p>
<p>Metabolische Resektionskomplikationen (Mangelerscheinungen) sind selten, häufiger sind funktionelle Symptome nach Magenteilresektion oder Gastrektomie (&#8222;Postgastrektomie-Syndrom&#8220;). Letztere sind Folge einer zu geringen Reservoirkapazität des Rest- bzw. Neomagens, einer zu schnellen oder zu langsamen Entleerung, der Vagotomie, fehlfunktionierender Dünndarmschlingen und/oder des Verlusts physiologischer Barrieren (Kardia, Pylorus).</p>
<p>Der enterogastrale bzw. -ösophageale Reflux ist ein häufiges Problem in der Praxis. Ein Refluat aus dem Duodenum bzw. dem oberen Dünndarm (Gallensaft, Pankreassekret) verursacht &#8222;alkalische, biliäre&#8220; Gastritiden, selten auch Ösophagitiden. Endogene, hydrophobe Gallensalze gelten als pathogener Faktor bei der Entstehung dieser Mukosaschäden, die nicht nur Beschwerden verursachen, sondern auch als Prädisposition für das Entstehen von (&#8222;Magenstumpf&#8220;-) Karzinomen in Betracht kommen. Zunehmend wird toxischen Gallensäuren auch eine pathogenetische Rolle bei der Entstehung von Barrett-Metaplasien, einer fakultativen Präkanzerose, angelastet. Vom alleinigen Gallereflux in den Ösophagus sind mitunter Symptome, hingegen kaum Ösophagitiden zu erwarten. Einer (umstrittenen) Hypothese zufolge sollen jedoch gerade Interaktionen zwischen der Magensäure und bestimmten Gallensalzen (bei ,,Mixed reflux&#8220;) zu besonders problematischen oxydativen Zellschädigungen führen.</p>
<p>Charakteristische Beschwerden eines duodeno-gastroösophagealen Refluxes sind galliges Erbrechen und Dyspepsien (galliges Aufstoßen, Oberbauchschmerz, Völlegefühl). Endoskopisch weisen Schleimhaut-Reizungen (&#8222;Red-green-disease&#8220;), aber auch ausgeprägtere Läsionen (Erosionen, Ulzera, Narben) auf das Problem hin. Histologisch können Meta- und auch Dysplasien gefunden werden. Zur Graduierung der Reflux-Komplikationen werden makroskopische und mikroskopische Kriterien herangezogen. Durch fiberoptische Bilirubin-Meßsonden, die in den Ösophagus oder in den Magen eingebracht werden, können spezialisierte Zentren den enterogastralen bzw. -ösophagealen Gallereflux auch zuverlässig in vivo quantifizieren (&#8222;Bilitec-Spektrophotometrie&#8220;).</p>
<p>Die Behandlung entero-gastro-ösophagealer Refluxkomplikationen und -beschwerden ist häufig problematisch. Bei Ösophagitiden ist zunächst ein &#8222;saurer Anteil&#8220; im Refluat auszuschließen bzw. mit H<sub>2</sub>-Rezeptorenblockern oder Protonenpumpeninhibitoren effektiv zu supprimieren. Ansonsten gilt zur Behandlung postoperativer &#8222;alkalischer; biliärer&#8220; Refluxkomplikationen oder -beschwerden die</p>
<p>· Korrektur-Operation mit Anlage einer Y-Roux-Schlinge oder einer Jejunuminterposition als effektivste Maßnahme.</p>
<p>Bis zu 90% der Patienten kann damit kausal geholfen, d.h. der Reflux beseitigt werden. Allerdings ist eine Reoperation nicht selten problematisch bzw. nicht praktikabel. Dann gibt es für die konservative Therapie verschiedene Ansätze:</p>
<p>· Als &#8222;Basismaßnahme&#8220; gilt eine geeignete Körperhaltung (z.B. nachts Oberkörper-Hochlagerung), die den Reflux bei fehlenden Barrieren wenigstens nicht unterstützt.<br />· Bei refluxbedingten Schleimhautschäden können Prokinetika, bei Erbrechen auch Antiemetika (Triflupromazin, Dimenhydrinat) probatorisch eingesetzt werden.<br />· &#8222;Gallensäurenbindende&#8220; Schichtgitter-Antazida lindern (zuweilen) Refluxsymptome und werden meist besser akzeptiert als Colestyramin. Von Sucralfat ist hingegen kaum eine Wirkung zu erwarten.<br />· Mikrokristalline Zellulose (5 g/d) wurde zur Inaktivierung von Gallensäuren bei duodenogastralem Reflux vorgeschlagen; in einer lateinamerikanischen Studie sind Beschwerden auf diese Weise deutlich vermindert worden. Etabliert ist diese Behandlungsmethode in Europa allerdings nicht.<br />· Bei &#8222;biliärer&#8220; Reflux-Gastritis wurde die Wirksamkeit von Ursodesoxycholsäure gezeigt: Nach Behandlung mit 2 mal 250 mg/d verschwanden die dyspeptischen Symptome bei 80,4% der Patienten binnen zweier Monate vollständig. Möglicherweise kommt der medikamentösen Veränderung des Gallensäurepools im Refluat zugunsten der &#8222;nichttoxischen&#8220; Ursodesoxycholsäure künftig eine entscheidende therapeutische Bedeutung zu.</p>
<p>Insgesamt befriedigen die (unzureichend oder nicht gesicherten) medikamentösen Anstrengungen zur Verhinderung bzw. Neutralisation des &#8222;alkalischen&#8220; Refluxes bislang jedoch wenig. Die Betreuung magenresezierter Patienten mit &#8222;biliärer&#8220; Refluxkrankheit bleibt &#8211; wenn nicht korrigierend operiert werden kann &#8211; weiterhin problematisch.</p>
<p><B>Empfehlenswerte Literatur<br /></B><br />Armbrecht, U., et al.: Der operierte Patient &#8211; interdisziplinär Bd. 2; Der gastrektomierte Patient. Karger Basel, Freiburg 1992.</p>
<p>Eichfeld, U., et al.: Der postoperative alkalische Reflux nach totaler Gastrektomie wegen Magenkarzinom. Zentralbl. Chir. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8147156&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1994, <B>119</B>, 23</a>.</p>
<p>Kirchner, R.: Folgezustände nach Magenresektion und Gastrektomie und ihre Konsequenzen. Z. Gastroenterol. 1996, <B>Suppl. 2</B>.</p>
<p>Ventura, P., et al.: A double-blind controlled trial of the efficacy and safety of taurohydrodeoxycholic acid in the treatment of dyspeptic disturbances associated with gall-stones or other hepatic disorders. Clin. Drug Invest. 1996, <B>11</B>, 77.</p>
<p>Fuchs, K.-H., et al.: Säure und Galle: Die Bedeutung von Reflux und Stase beim operierten Magen. Z. Gastroenterol. 1998, <B>Suppl. 2</B>.</p>
<p>Marshall, R.E.K., et al.: Investigation of oesophageal reflux symptoms after gastric surgery with combined pH and bilirubin monitoring. Br. J. Surg. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10100802&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>86</B>, 271</a>.</p>
<p>Vaezi, M.F., et al.: Double reflux: double trouble (comment). Gut <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10205186&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>44</B>, 590</a>.</p>
<p>Stein, H.J., et al.: Bile acids as components of the duodenogastric refluxate: detection, relationship to bilirubin, mechanism of injury and clinical relevance. Hepatogastroenterology (Greece) <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10228767&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>46</B>, 66</a>.</p>
<p>Paniagua, M., et al.: Accion de Ia celulosa microcristalina en la gastritis alcalina por reflujo biliar. Acta Gastroenterol. Latinoam. (Argentina) <a href="http://9412131" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>27</B>, 75</a>. </p>
<p>The post <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/behandlung-von-refluxkomplikationen-und-beschwerden-nach-resezierenden-magenoperationen/">Behandlung von Refluxkomplikationen und -beschwerden nach resezierenden Magenoperationen</a> appeared first on <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten">Der Arzneimittelbrief</a>.</p>
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