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	<title>Vitamine Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Newsletter Dezember 2018</title>
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		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2018 10:21:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Arzneimittelbriefes! Wir dürfen Ihnen unsere aktuelle Ausgabe vorstellen: Zur klinischen Bedeutung pharmakogenetischer Tests Pharmakogenetische Tests boomen. Es handelt sich dabei um ein Screening auf Keimbahnvarianten bestimmter Proteine, die an der Wirkung und dem Metabolismus von Arzneimitteln beteiligt sind (Transportproteine, Enzyme, u.a.). Mit Hilfe dieser Informationen (z.B. langsamer, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
liebe Freunde des Arzneimittelbriefes!</p>
<p>Wir dürfen Ihnen unsere aktuelle Ausgabe vorstellen:</p>
<p><b id="1">Zur klinischen Bedeutung pharmakogenetischer Tests</b></p>
<p>Pharmakogenetische Tests boomen. Es handelt sich dabei um ein Screening auf Keimbahnvarianten bestimmter Proteine, die an der Wirkung und dem Metabolismus von Arzneimitteln beteiligt sind (Transportproteine, Enzyme, u.a.). Mit Hilfe dieser Informationen (z.B. langsamer, normaler oder ultraschneller Metabolisierer) soll die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln voraussagbar werden. Die klinische Validität und der individuelle Nutzen der gewonnenen Informationen sind jedoch in den meisten Fällen völlig unklar. Zudem spielt die Pharmakogenetik nur bei einem Bruchteil der häufig verschriebenen Arzneimittel eine klinisch bedeutsame Rolle. Die prädiktiven Werte sind gering oder unklar. Ein allgemeines pharmakogenetisches Screening ist daher allenfalls ein teures „nice to have“ und derzeit abzulehnen, insbesondere wenn die Patienten das selbst bezahlen sollen.<br />
Grund für eine gezielte pharmakogenetische Testung könnte die unzureichende Wirksamkeit eines Arzneimittels oder unerwartete Nebenwirkungen sein. Von diesem allgemeinen Screening sind gezielte genetische Untersuchungen von Tumorgewebe auf somatische Mutationen abzugrenzen. Diese sind längst etabliert und können wertvolle Auskunft geben über die Wirksamkeit von Onkologika beim individuellen Patienten. Unser Hauptartikel informiert an Hand von Beispielen, u.a. aus der Psychopharmakologie, über den Sinn und Unsinn pharmakogenetischer Tests.</p>
<p><b id="2">PCSK-9-Hemmer Alirocumab: statistisch signifikante aber klinisch geringe Effekte</b></p>
<p>In der lang erwarteten ODYSSEY OUTCOME Studie konnten bei Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom statistisch signifikante aber klinisch geringe Effekte durch eine Behandlung mit dem PCSK9 Hemmer Alirocumab nachgewiesen werden. Die Patienten erhielten alle die maximal tolerierte Statin-Dosis und Alirocumab oder Plazebo. Ziel der Behandlung war ein LDL-Cholesterin zwischen 25-50 mg/dL. In Relation zu der erzielten zusätzlichen LDL Senkung (bis zu -62%) waren die klinischen Auswirkungen gering: die kardiovaskuläre Letalität innerhalb von 2,8 Jahren wurde überhaupt nicht und die Gesamt Letalität nur geringfügig gesenkt mit einer Number Needed to Treat von 166. Zudem scheinen bestimmte Subgruppen überhaupt keinen Nutzen von den extrem niedrigen LDL-Werten zu haben. Da auch weiterhin Daten zur Langzeitsicherheit fehlen, ist der von den Kardiologischen Fachverbänden geforderte „breite Zugang“ zu diesen Arzneimitteln abzulehnen.</p>
<p><b id="3">Patienten mit leichter Hypertonie ohne weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren: Zweifel am Nutzen einer medikamentösen Therapie</b></p>
<p>Die Entscheidung, wann bei einem Patienten eine blutdrucksenkende Arzneimitteltherapie beginnen sollte, ist nicht immer einfach ─ insbesondere bei Patienten, deren Charakteristika nicht gut in klinischen Studien vertreten sind. Eine große retrospektive Kohortenstudie zeigte nun bei Patienten mit einer leichten Hypertonie (RR:140/90-159/99mmHg) ohne weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren keinen Unterschied in der Gesamtsterblichkeit und bei kardiovaskulären Ereignissen zwischen antihypertensiv Behandelten und Unbehandelten.</p>
<p><b id="4">Rivaroxaban zur Antikoagulation nach TAVI ungeeignet</b></p>
<p>In einem Rote-Hand-Brief informiert die Bayer AG in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur, dass die Phase-III-Studie GALILEO vorzeitig abgebrochen wurde. In dieser Studie erhielten Patienten nach TAVI randomisiert eine Rivaroxaban-basierte Antikoagulationsstrategie oder eine Plättchenhemmer-basierte Strategie. Grund für den Studienabbbruch war in vorläufigen Ergebnissen ein Anstieg der Gesamtsterblichkeit sowie von Thromboembolie- und Blutungsereignissen.</p>
<p><b id="5">Demenz bei Patienten mit M. Parkinson: Kombination von Antidementiva und Anticholinergika ungünstig</b></p>
<p>Versicherungsdaten aus den USA zeigen, dass bei Patienten mit M.Parkinson und Demenz häufig Cholinesterasehemmer als Antidementivum und Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z.b. Spasmolytika oder bestimmte Antidepressiva) zugleich verordnet werden. Dies ist pharmakologisch widersprüchlich und wird daher auch als Medikationsfehler angesehen. In dem Artikel werden Arzneimittel mit anticholinerger Eigenschaften aufgeführt und auf diese wichtige Interaktion hingewiesen.</p>
<p><b id="6">Protonenpumpenhemmer für Patienten auf der Intensivstation mit Risiko für gastrointestinale Blutungen?</b></p>
<p>Eine große prospektive Studie zeigt keinen Nutzen der weitverbreiteten „Stress-Ulkus-Prophylaxe“ mit Protonenpumpenhemmern bei Patienten auf Intensivstationen.</p>
<p><b id="7">Ethische Aspekte der Herzschrittmachertherapie</b></p>
<p>Ethische Aspekte der Herzschrittmachertherapie reichen von (fehlenden) Handlungsanweisungen für Situationen am Lebensende über vielschichtige Interessenkonflikte und Probleme, die sich aus dem raschen technologischen Fortschritt ergeben. Hinzu kommt eine immer größer werdende Diskrepanz zwischen industrieseitig angebotener High-Tech-Medizin und der für Patienten und Gesundheitssysteme erschwinglichen und verfügbaren Versorgung. Der Artikel diskutiert einige dieser für Patienten, Angehörigen und ÄrztInnen</p>
<p><strong>Kurznachrichten</strong></p>
<p><strong>Unser Mitherausgeber Wolf-Dieter Ludwig</strong> wurde am 07.12.2018 erneut zum Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gewählt. Er bekleidet dieses Amt seit 2007 (<a href="https://www.akdae.de/Kommission/Presse/Pressemitteilungen/index.htm">https://www.akdae.de/Kommission/Presse/Pressemitteilungen/index.htm</a>).</p>
<p><strong>Bundesrat stimmt für Abschaffung von Importquote für Arzneimittel</strong> Damit folgt dieses Gremium den Empfehlungen der Task Force zur Aufklärung der Vorgänge um den brandenburgischen Arzneimittelhändler Lunapharm (s. ARZNEIMITTELBRIEF November). Weitere Empfehlungen waren u.a.: bessere organisatorische Abläufe und adäquate, kompetente personelle Ausstattung sowohl der Aufsichtsbehörden (<a href="https://www.bundesrat.de/pk-top.html?id=18-973-27">https://www.bundesrat.de/pk-top.html?id=18-973-27</a>).</p>
<p><strong>Nützliche Quellen im Netz</strong><br />
<strong>The SIDER database of drugs and side effects</strong> ist eine nicht kommerzielle, barrierefreie Recherche-Datenbank zu unerwünschten Arzneimittelreaktionen (UAW). Listet tabellarisch die Informationen aus den Fachinformationen und Einzelfallberichte auf. Einfache, schnelle Recherchefunktion. Herausgegeben von European Molecular Biology Laboratory (EMBL), in Heidelberg (<a href="http://sideeffects.embl.de/">http://sideeffects.embl.de/</a>)</p>
<p>Viel Spaß beim Lesen des aktuellen Newsletters,</p>
<p>Ihre Herausgeber Wolf-Dieter Ludwig und Jochen Schuler.</p>
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<p><span style="color: #262626;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><b>Sie wissen nicht, was Sie schenken sollen?</b></span></span></span></p>
<p><span style="color: #262626;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Machen Sie jemandem eine Freude, verschenken Sie ein Geschenkabonnement. </span></span></span><a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Abonnement-Einzelnutzer-Geschenk.aspx"><span style="color: #0000ff;"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="text-decoration: underline;">Wie es geht, erfahren Sie hier&#8230;</span></span></span></span></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nahrungsergänzungsmittel: Wenig bis kein kardiovaskulärer Nutzen</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/nahrungsergaenzungsmittel-wenig-bis-kein-kardiovaskulaerer-nutzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Dec 2018 16:15:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2018, 52, 81  Nahrungsergänzungsmittel: Wenig bis kein kardiovaskulärer Nutzen Zusammenfassung: Ein aktuelles Review untersuchte die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln auf kardiovaskuläre Endpunkte bei Personen, die keinen nachgewiesenen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen hatten. Abgesehen von einer mäßigen Reduktion von Schlaganfällen durch Folsäure zeigten sich dabei – wie bereits in einem großen Review vor fünf Jahren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr">AMB 2018, <strong>52</strong>, 81 </span></p>
<h2>Nahrungsergänzungsmittel: Wenig bis kein kardiovaskulärer Nutzen</h2>
<p><b>Zusammenfassung: </b>Ein aktuelles Review untersuchte die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln auf kardiovaskuläre Endpunkte bei Personen, die keinen nachgewiesenen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen hatten. Abgesehen von einer mäßigen Reduktion von Schlaganfällen durch Folsäure zeigten sich dabei – wie bereits in einem großen Review vor fünf Jahren (2) – allenfalls geringfügige positive und bei Antioxidanzien und Niacin sogar negative Effekte. Empfehlungen, solche Nahrungsergänzungsmittel zur Protektion oder gar Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen einzunehmen, sind nicht evidenzbasiert. Der nur aus einer einzigen Studie stammende positive präventive Effekt von Folsäure auf kardiovaskuläre Ereignisse muss in großen Studien weiter untersucht werden. <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=81">bitte Artikel Abonnieren==&gt;&gt;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Alle Artikel zum Schlagwort: Nahrungsergänzungsmittel,</h2>
<p>Nahrungsergänzungsmittel: Wenig bis kein kardiovaskulärer Nutzen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2018&amp;S=81" target="_self">2018, <b>52</b>, 81</a><br />
„Supplementierung” mit antioxidativen Vitaminen erhöht eher das Letalitätsrisiko <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=76" target="_self">2007, <b>41</b>, 76</a></p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wirbt Dr Rath jetzt bei AIDS-Kranken in Südafrika für seine Vitamin-Präparate?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wirbt-dr-rath-jetzt-bei-aids-kranken-in-suedafrika-fuer-seine-vitamin-praeparate/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2005 11:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Rath]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Infektion]]></category>
		<category><![CDATA[Rath, Dr.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Europa ist ein gewisser Dr. Rath seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Vertrieb seiner Vitaminpräparate. Er preist sie an als Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs. Zwar wurde ihm in Deutschland der Vertrieb seines Buches „Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt” und die Werbung für Hochdosis-Präparate verboten (1). Aber immer noch sieht man ganzseitige Zeitungsannoncen und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Europa ist ein gewisser Dr. Rath seit vielen Jahren erfolgreich mit dem Vertrieb seiner Vitaminpräparate. Er preist sie an als Prophylaxe gegen Arteriosklerose und Krebs. Zwar wurde ihm in Deutschland der Vertrieb seines Buches „Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt” und die Werbung für Hochdosis-Präparate verboten (1). Aber immer noch sieht man ganzseitige Zeitungsannoncen und großflächige Straßenreklamen, die auf seine Auftritte hinweisen. Seine home-page ist fünfsprachig. Es gibt eine Dr. Rath Gesundheitsstiftung und eine Dr. Rath Gesundheits-Akademie. Wer Berater für Dr. Raths Gesundheits-Allianz werden will, kann einen schriftlichen Antrag auf Zulassung zur Beratertätigkeit stellen.</p>
<p>Nun hat er seine Aktivitäten nach Südafrika ausgeweitet. Dort hat er den sehr einflussreichen Verband der traditionellen Heiler (THO) für sich gewonnen, der der Pharmakotherapie des HI-Virus kritisch gegenübersteht und mehr auf natürliche Heilweise setzt. Dieser Verband feiert Rath (2, 3) als „den weltbekannten Wissenschaftler, der den Durchbruch bei Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Viruskrankheiten mit natürlicher Heilweise geschafft hat, &#8230; der den Kampf gegen die pharmazeutischen Investment-Interessen anführt &#8230; mit seiner Kampagne „Brecht die Ketten des Pharmazeutischen Kolonialismus”. In den Augen von „Treatment Action Campaign” (TAC), einer Organisation, die sich für konventionelle AIDS-Prophylaxe und -Therapie mit möglichst generischen AIDS-Medikamenten einsetzt, ist zu erwarten, dass er so die Position der „Natürlichen Heiler” stärkt, seine teuren Vitaminpräparate als natürliche Heilweise anpreist und an die Ärmsten der Armen verkauft. So tritt er als pharmazeutischer Unternehmer mit ganz üblen Methoden in Südafrika auf, bagatellisiert die Problematik, unterstützt Falschinformationen &#8211; AIDS sei keine Infektionskrankheit &#8211; und hält Betroffene davon ab, ihre Chancen wahrzunehmen. Wie in Europa. Nur in einem anderen Indikationsgebiet. Die Verbote, die in Europa gegen Aktivitäten von Dr. Rath ausgesprochen worden sind, sollten den Afrikanern zu denken geben.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>AMB 2000, <b>34,</b> 80.</li>
<li>Treatment Action Campaign: www.tac.org.za</li>
<li>BUKO Pharma-Kampagne, Pressemitteilung, 30.11.2004. <a href="http://www.bukopharma.de/">www.bukopharma.de</a></li>
</ol>
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			</item>
		<item>
		<title>Leserbrief: Vitamine und Koronare Herzkrankheit</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-vitamine-und-koronare-herzkrankheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Oct 2000 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Rath]]></category>
		<category><![CDATA[HOPE-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Koronare Herzkrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nurses' Health Study]]></category>
		<category><![CDATA[Rath, Dr.]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frage von Dr. W.D. aus Siegen: >> Es wird derzeit über die Hochdosis-Vitamin-Therapie von Dr. Rath diskutiert. Welche Literatur gibt es über die Wirksamkeit von zusätzlicher medikamentöser Vitaminzufuhr? > Beobachtungsstudien zeigen eine geringere Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse bei Personen, die sich Vitamin-E-reich ernähren (1, 2). Aus diesen Registern kann jedoch nicht abgeleitet werden, daß diese Korrelation [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-vitamine-und-koronare-herzkrankheit/">Leserbrief: Vitamine und Koronare Herzkrankheit</a> appeared first on <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten">Der Arzneimittelbrief</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Frage</B> von Dr. W.D. aus Siegen: >> Es wird derzeit über die Hochdosis-Vitamin-Therapie von Dr. Rath diskutiert. Welche Literatur gibt es über die Wirksamkeit von zusätzlicher medikamentöser Vitaminzufuhr? <<

<B>Antwort:</B> >> Beobachtungsstudien zeigen eine geringere Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse bei Personen, die sich Vitamin-E-reich ernähren (1, 2). Aus diesen Registern kann jedoch nicht abgeleitet werden, daß diese Korrelation auf einem ursächlichen Zusammenhang beruht. Es könnte durchaus sein, daß die Vitamin-E-reichere Diät auch reicher ist z.B. an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen oder ärmer ist an Cholesterin. Es könnte auch sein, daß sie assoziiert ist mit anderen &#8222;Lifestyle&#8220;-Faktoren wie z.B. höherer körperlicher Aktivität und Allgemeininteresse an der Gesundheit. Interventionsstudien haben bisher nicht einheitlich gezeigt, daß eine zusätzliche Gabe von Vitaminen kardiovaskuläre Ereignisse oder die Letalität senkt (3, 4).</p>
<p>Für die Aussagen von Herrn Dr. Rath gibt es keinen wisssenschaftlichen Hintergrund; seine Produkte werden über das Internet und über Berater in Deutschland von einer Firma in den Niederlanden vertrieben, die für deutsche Gerichte nicht zugänglich ist. Der Vertrieb seines werbenden Buches &#8222;Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt?&#8220; und der Vertrieb seiner Präparate wurde durch Beschluß des Landgerichts Berlin vom 13.11.1998 untersagt &#8211; wie uns das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilt. Es handelt sich dabei um hochdosierte Vitamin-Präparate. Die Behandlung mit solchen Präparaten basiert auf dem Konzept der sogenannten orthomolekularen Medizin, die vom Nobelpreisträger Linus Pauling unterstützt wurde. Sie enthalten hochdosiert Vitamine, insbesondere Ascorbinsäure. Ihre Wirkung ist in keiner Weise wissenschaftlich bewiesen. Die empfohlenen Dosierungen übersteigen den täglichen Bedarf von 75 mg Vitamin C um mindestens den Faktor 4. Allein die hohe Dosierung von Vitamin C führt zur Einstufung der Produkte als Arzneimittel, da von überwiegend anderen als Ernährungszwecken auszugehen ist. Hinzu kommen die werbenden Aussagen, die in verschiedenen Medien von Dr. Rath verbreitet werden. Sie beziehen sich auf die prophylaktische und therapeutische Wirkung seiner &#8222;Zellularmedizin&#8220;. Dr. Rath selbst bezeichnet seine Produkte als &#8222;nachweislich wirksame Naturheilmittel&#8220;. Es handelt sich also um zulassungspflichtige Arzneimittel. Eine solche Zulassung liegt nicht vor. Herr Dr. Rath handelt gesetzwidrig, wenn er von den Niederlanden aus diese Produkte weiter als teure Arzneimittel vertreibt. <<<br /><B><br />Literatur</p>
<p></B>1. Stampfer, M.J., et al. (Nurses Health Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8479463&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>328</B>, 1444</a>.<br />2. Rimm, E.B., et al. (Health Professionals Follow-up Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8479464&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>328</B>, 1450</a>.<br />3. Yusuf, S., et al. (HOPE = <B>H</B>eart <B>O</B>utcomes <B>P</B>revention <B>E</B>valuation Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10639540&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>342</B>, 154</a>.<br />4. Tardif, J.-C., et al. (Multivitamins and Probucol Study): N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9241125&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>337</B>, 365</a>.</p>
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