{"id":2343,"date":"2014-09-30T21:26:40","date_gmt":"2014-09-30T21:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/?p=2343"},"modified":"2014-09-30T21:30:16","modified_gmt":"2014-09-30T21:30:16","slug":"ebola-virus-epidemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/ebola-virus-epidemie\/","title":{"rendered":"Ebola-Virus-Epidemie in Westafrika \u2013 das geheimnisvolle Serum und was man sonst noch wissen sollte"},"content":{"rendered":"<p>AMB 2014,\u00a0<strong>48<\/strong>,\u00a067<\/p>\n<p>Leseprobe<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ssliche Daten zu Arzneimitteln<\/strong><\/p>\n<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF<\/strong>\u00a0informiert seit 1967 \u00c4rzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angeh\u00f6rige anderer Heilberufe \u00fcber Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.<\/p>\n<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF<\/strong>\u00a0erscheint als unabh\u00e4ngige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschlie\u00dflich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. \u00a0Wir bitten Sie deshalb um Verst\u00e4ndnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gutepillen-schlechtepillen.de\/pages\/abo-einzelperson.php\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\"Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein ganz besonderes Projekt.\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/GPSP_Banner_AMB_01_2013.jpg\" alt=\"GPSP_Banner_AMB_01_2013\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/Abonnement-Einzelnutzer-Studenten.aspx\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Was bringt DER ARZNEIMITTELBRIEF speziell f\u00fcr Studentinnen und Studenten und den Beginn des Berufslebens?\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2_Studi_Banner_AMB_NEU.jpg\" alt=\"Ebola-Virus\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/isdb.aspx\"><img decoding=\"async\" title=\"DER ARZNEIMITTELBRIEF als Mitglied im ISDB\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/ISDB_Banner_AMB.jpg\" alt=\"DER ARZNEIMITTELBRIEF als Mitglied im ISDB\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/Abonnieren.aspx\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Sie k\u00f6nnen den ARZNEIMITTELBRIEF in 4 Preiskategorien abonnieren:\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/1_ABO_Banner_AMB_NEU.jpg\" alt=\"Sie k\u00f6nnen den ARZNEIMITTELBRIEF in 4 Preiskategorien abonnieren:\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeTitel\" style=\"color: #000000;\">\n<h1>Ebola-Virus-Epidemie in Westafrika &#8211; das geheimnisvolle Serum und was man sonst noch wissen sollte<\/h1>\n<\/div>\n<p style=\"color: #000000;\"><b>Der Erreger:<\/b>\u00a0Ebola-Viren sind beh\u00fcllte Einzel-Strang-RNS-Viren aus der Familie der Filoviridae (Fadenf\u00f6rmige). Klinisch geh\u00f6ren sie in die Gruppe von Viren, die h\u00e4morrhagische Fieber verursachen k\u00f6nnen. Das Ebola-Virus ist eng mit dem Marburg-Virus verwandt, das 1967 durch Versuchstiere (Affen) aus Afrika nach Marburg eingeschleppt wurde. Dort (Behringwerke) infizierten sich Tierpfleger und sp\u00e4ter auch Krankenhauspersonal der Universit\u00e4tsklinik. Einige Patienten starben. Das Marburg-Virus \u2013 das erste dieser Familie \u2013 wurde damals von Virologen der Universit\u00e4t Marburg isoliert und charakterisiert. Es stand damit f\u00fcr die Wissenschaft zur Verf\u00fcgung. Ebola- und Marburg-Viren sind die gr\u00f6\u00dften bekannten humanpathogenen RNS-Viren. Sie k\u00f6nnen alle K\u00f6rperzellen befallen, sind also nicht, wie viele andere Viren, auf bestimmte Wirtszellen beschr\u00e4nkt (\u00dcbersicht bei\u00a01). Die Matrixproteine VP40 und VP24 gelten als immunologisch relevant und sind m\u00f6gliche Angriffsziele f\u00fcr eine Therapie. Das Ebola-Virus wurde nach dem Fluss Ebola benannt, einem Nebenfluss des Kongo. Dort, vormals Zaire, kam es im September 1976 zum ersten bekannten Ausbruch (2). Damals starben 280 von 318 Patienten (Letalit\u00e4t 88%) bei allerdings sehr schlechter allgemeiner medizinischer Versorgung (\u00dcbersicht bei\u00a01). Andere Viren, die ein h\u00e4morrhagisches Fieber ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, sind z.B. das Lassa-, Krim-Kongo-, Hanta- und Lujo-Virus (3).<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><b>Reservoir:<\/b>\u00a0Das nat\u00fcrliche Reservoir der Ebola-Viren sind Tiere; es handelt sich also um eine Zoonose. Bisher konnte nicht zweifelsfrei gekl\u00e4rt werden, von welchen Tieren die Erkrankung \u00fcbertragen wird. Es gibt Hinweise auf Flughunde als m\u00f6gliche \u00dcbertr\u00e4ger, denn in Nil-Flughunden und Hammerkopf-Flughunden wurden sowohl Ebola- als auch Marburg-Viren gefunden. Diese Tiere erkranken selbst nicht. Es k\u00f6nnte also sein, dass von Flughunden angefressene Fr\u00fcchte von Affen aufgefressen wurden und sich diese dabei infiziert haben. Infizierte Affen (Affen erkranken auch selbst), die bei der Jagd geschossen oder gefangen wurden, oder andere gejagte Tiere (\u201eBuschfleisch\u201c) k\u00f6nnten dann das Virus auf den Menschen \u00fcbertragen haben (4).<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><b>\u00dcbertragung, Verlauf:<\/b>\u00a0Die \u00dcbertragung des Virus von infizierten Tieren auf den Menschen ist ein seltenes, aber zum Ebola-Ausbruch f\u00fchrendes Ereignis. Die weitere Infektion von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt mit Erkrankten bzw. ihren K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten oder durch Verstorbene im Rahmen besonderer Rituale bei der Bestattung. Eine \u00dcbertragung durch Tr\u00f6pfchen ist auch denkbar, z.B. wenn ein Infizierter hustet. Ebola-Patienten haben jedoch eher selten Bluthusten (s.\u00a0Tab.\u00a01). F\u00fcr den aerogenen Infektionsweg gibt es keine Hinweise. Die Inkubationszeit betr\u00e4gt 2-21\u00a0Tage, meist 8-10\u00a0Tage. Kontagi\u00f6s sind Erkrankte solange Symptome bestehen, besonders in der Sp\u00e4tphase der Erkrankung, wenn die Viruslast am h\u00f6chsten ist (4).<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><em>Die Symptome sind zu Beginn der Erkrankung sehr unspezifisch und k\u00f6nnen nicht von anderen Infektionskrankheiten, wie z.B. Malaria, unterschieden werden. Im Vordergrund stehen neben Fieber Symptome des Gastrointestinaltrakts. Zu Blutungen kommt es erst im weiteren Verlauf (s.\u00a0Tab.\u00a01). Die exakte Diagnose wird mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) bzw. durch Anz\u00fcchtung des Virus gestellt.<\/em><\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">Aus den \u00dcbertragungswegen leiten sich die entsprechenden Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr \u00c4rzte und Pflegepersonal ab. Schutzkittel, Handschuhe, Mundschutz, Schutzbrille sowie eine Kopfhaube sind erforderlich. Infizierte Patienten sollten auf einer entsprechend ausgestatteten Infektionsstation untergebracht werden. Die K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten dieser Patienten m\u00fcssen speziell entsorgt und die Untersuchungsmaterialien unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen versandt werden.<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><b>Aktueller Ausbruch:<\/b>\u00a0Der bisher gr\u00f6\u00dfte registrierte Ausbruch ereignete sich in L\u00e4ndern, die fr\u00fcher nicht betroffen waren: zurzeit haupts\u00e4chlich Guinea, Sierra-Leone und Liberia in Westafrika. Die ersten vereinzelten Patienten wurden im Dezember 2013 registriert, und seit April 2014 stieg die Zahl der Neuerkrankten in diesen drei L\u00e4ndern stetig. Bis Ende August 2014\u00a0<em>waren\u00a0<\/em>nach WHO-Angaben\u00a0<em>in Westafrika 3069 Menschen infiziert und 1552 Menschen daran ge<\/em>storben\u00a0<em>(5). Die Letalit\u00e4t von insgesamt ca. 55% liegt damit deutlich unter der beim ersten Ausbruch am Fluss Ebola (5,\u00a06).<\/em><\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"color: #000000;\"><b>Impfstoffe und Therapie:<\/b>\u00a0Weder Impfstoffe noch Therapieans\u00e4tze, die spezifisch gegen das Ebola-Virus gerichtet sind, wurden bisher ausreichend am Menschen getestet. Nur TKM-Ebola, ein Pr\u00e4parat des pharmazeutischen Unternehmers (pU) Tekmira (Kanada), das kleine mit dem Ebola-Virus interferierende RNS-Molek\u00fcle enth\u00e4lt, wurde bisher in einer Phase-I-Studie untersucht (8,\u00a09).<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">Beim aktuellen Ausbruch wird weltweit dar\u00fcber debattiert, ob es ethisch vertretbar ist, in einer solchen Situation am Menschen ungetestete Impfstoffe oder Arzneimittel anzuwenden (8). Einem infizierten Arzt und einer infizierten Krankenschwester wurde kurz vor R\u00fcckkehr in die USA ein am Menschen unerforschtes \u201eSerum\u201c verabreicht (ZMapp; s.\u00a0Tab.\u00a01). In den Massenmedien wurde dann \u00fcber eine Wunderheilung der Schwererkrankten berichtet. In einem lesenswerten Artikel im N. Engl. J. Med., der sich auch eingehend mit ethischen Fragen besch\u00e4ftigt, wird das Serum ZMapp als monoklonaler Antik\u00f6rper-Cocktail beschrieben (10). Er enth\u00e4lt Antik\u00f6rper gegen drei Glykoprotein-Epitope und wird in Tabakpflanzen gentechnisch produziert (10,\u00a011). Diese Antik\u00f6rper verminderten bei Rhesus-Makaken die Letalit\u00e4t, wenn sie 24-48\u00a0Stunden nach experimenteller Ebola-Infektion injiziert wurden (11). Auch wenn die Antik\u00f6rper erst 4-5\u00a0Tage nach der Infektion gegeben wurden, schien noch ein Effekt auf Symptome wie Fieber und PCR-Tests nachweisbar zu sein (12). Bevor diese Antik\u00f6rper den beiden Amerikanern verabreicht wurden, gab es keinerlei Sicherheitstests beim Menschen. Die Tatsache, dass die beiden Patienten sich nach der Gabe der Antik\u00f6rper schnell erholten, l\u00e4sst keine Aussage \u00fcber Wirksamkeit und Unbedenklichkeit zu, zumal ein dritter Patient, der auch diese Antik\u00f6rper bekam, starb. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden genesenen Amerikaner &#8211; auch ohne die Antik\u00f6rper &#8211; an Ebola gestorben w\u00e4ren, ist gering, denn die Letalit\u00e4t beim aktuellen Ausbruch liegt bei ca. 55% und ist bei guter klinischer Allgemeinversorgung wahrscheinlich noch deutlich niedriger. Wer die ersten Tage der Erkrankung \u00fcberlebt, hat eine gute Chance, die Infektion insgesamt zu \u00fcberleben. Dies hat zumindest der Ausbruch 1995 im Kongo gezeigt (10). Die beiden amerikanischen Patienten waren mindestens seit neun Tagen krank, als sie die Antik\u00f6rper bekamen (10). Bei der Einsch\u00e4tzung der Gef\u00e4hrlichkeit der Ebola-Erkrankung ist unbedingt zu ber\u00fccksichtigen, dass die Letalit\u00e4t nach einem Ausbruch mit der Zeit sinkt, weil sich die Viren an den Wirt adaptieren. Mehr Transparenz und detaillierte Informationen sind n\u00f6tig &#8211; zu den bisher behandelten und in Zukunft zu behandelnden Ebola-Patienten &#8211; um \u00fcberhaupt aussagef\u00e4hige Daten zum Nutzen und zur Sicherheit dieser Antik\u00f6per zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">Noch weniger l\u00e4sst sich derzeit zu anderen therapeutischen Ans\u00e4tzen bei der Ebola-Infektion sagen. Dies gilt f\u00fcr TKM-Ebola (s.o.), kleine RNS-St\u00fccke, die mit der viralen RNS-Polymerase interagieren und sie dadurch blockieren sollen. Bei experimentell infizierten Affen hat TKM-Ebola die Letalit\u00e4t gesenkt (13). Die FDA hat aus Sicherheitsgr\u00fcnden eine geplante Phase-I-Studie angehalten. Es wurde bef\u00fcrchtet, dass durch TKM-Ebola ein \u201eZytokinsturm\u201c ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnte. Mittlerweile wurde diese Einschr\u00e4nkung dahin gehend gelockert, dass die Anwendung an infizierten Patienten erlaubt wurde (10).<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">AVI-7537, das durch RNS-Interferenz gegen das Ebolavirus-Protein VP24 gerichtet ist, hat bei Affen einen \u00dcberlebensvorteil gezeigt (14) und wurde offensichtlich in einer bisher nicht ver\u00f6ffentlichten Sicherheitsstudie am Menschen getestet (10). BCX-4430, ein Adenosin-Analogon, war gegen Ebolaviren bei Nagern wirksam und bei Affen, die mit dem Marburg-Virus infiziert waren (15). Chloroquin und Imatinib haben in vitro eine Aktivit\u00e4t gegen das Ebola-Virus gezeigt und auch in einem Nagermodell (16, 10). F\u00fcr andere in der Entwicklung befindliche Substanzen gibt es noch zu wenige Daten.<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">Derzeit steht man vor der Entscheidung, ob man am Menschen nicht getestete Substanzen angesichts der Gef\u00e4hrlichkeit und der schlecht zu kontrollierenden Ausbreitung der Ebola-Infektion einsetzen darf oder soll. Hinzu kommt, dass die bisherigen Behandlungsoptionen nicht bzw. nicht ausreichend zur Verf\u00fcgung stehen und dass die schwache medizinische Infrastruktur in den L\u00e4ndern, in denen der Ausbruch w\u00fctet, die Durchf\u00fchrung einer ethisch korrekten Studie kaum zul\u00e4sst (vgl. 17). Es d\u00fcrfte auch schwierig sein, verschiedene Interessenkonflikte sauber zu trennen bzw. kenntlich zu machen. Deshalb erscheint es sinnvoll, dass diese medizinethischen Fragen durch (hoffentlich) unabh\u00e4ngige Spezialisten bearbeitet werden. Eine solche Gruppe wurde von der WHO eingesetzt (18). Nach Ansicht der Autoren eines fundierten Artikels im Lancet ist den Ebola-Kranken gegenw\u00e4rtig sehr viel mehr geholfen, wenn die medizinische Grundversorgung (Personal, Einrichtung, Hygiene etc.) in den betroffenen L\u00e4ndern durch Hilfe von au\u00dfen verbessert wird, als dass ungepr\u00fcfte Arzneimittel au\u00dferhalb von Studien eingesetzt werden (19). Eine Verbesserung der medizinischen Infrastruktur k\u00e4me zudem den Patienten k\u00fcnftiger Ausbr\u00fcche \u2013 auch anderer Infektionen &#8211; zugute.<\/p>\n<p style=\"color: #000000;\">Wie viele andere potenziell t\u00f6dliche Krankheitserreger, ist auch das Ebola-Virus von milit\u00e4rischem Interesse, einerseits, um Soldaten durch Impfung oder Arzneimittel zu sch\u00fctzen, andererseits als Biowaffe. Es erstaunt deshalb nicht, dass in den USA milit\u00e4rische Einrichtungen mit pU zusammenarbeiten, bez\u00fcglich Ebola schon seit Jahren (20). Nach einer aktuellen Meldung will die US-Regierung eine nicht genannte Zahl von Soldaten in die betroffenen L\u00e4nder schicken. Dort sollen sie Isolierstationen aufbauen und internationale Helfer vor Ort sch\u00fctzen. F\u00fcr die nationale Sicherheit der USA sei es wichtig, dass die Seuche in Afrika einged\u00e4mmt werde, so die Aussage des US-Pr\u00e4sidenten (21). Man vermutet, dass eine Eind\u00e4mmung nat\u00fcrlich auch wirtschaftlichen Interessen dient. Wir meinen, neben der Sicherheit in anderen L\u00e4ndern sind zuallererst Hilfsma\u00dfnahmen f\u00fcr die zurzeit und zuk\u00fcnftig Betroffenen in Afrika wichtig. Die Hilfe kommt sp\u00e4rlich und sehr sp\u00e4t.<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<ol class=\"literatur\">\n<li>Klenk, H.-D. (Hrsg.): Marburg and EbolaViruses. Current Topics in Microbiology and Immunology. Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, 1999.<\/li>\n<li>http:\/\/whqlibdoc.who.int\/ bulletin\/1978\/Vol56-No2\/bulletin_1978_56(2)_271-293.pdf\u00a0<a href=\"http:\/\/whqlibdoc.who.int\/bulletin\/1978\/Vol56-No2\/bulletin_1978_56(2)_271-293.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Fletscher, T.E., et al. BMJ 2014,\u00a0<b>349<\/b>,g5079.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=25113010&amp;dopt=Abstract\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>http:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/E\/Ebola\/ Kurzinformation_Ebola_in_Westafrika.html\u00a0<a href=\"http:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/E\/Ebola\/Kurzinformation_Ebola_in_Westafrika.html\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>http:\/\/www.afro.who.int\/en\/clusters-a-programmes\/dpc\/ epidemic-a-pandemic-alert-and-response\/ outbreak-news\/<a href=\"http:\/\/www.afro.who.int\/en\/clusters-a-programmes\/dpc\/epidemic-a-pandemic-alert-and-response\/outbreak-news\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Briand, S., et al.: N. Engl. J. Med. 2014 im Druck.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMp1409858?query=TOC\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Fauci, A.S.: N.Engl. J. Med. 2014:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.nejm.org\/doi\/pdf\/10.1056\/NEJMp1409494\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Reardon, S.: Nature 2014,\u00a0<b>511<\/b>, 520.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.nature.com\/news\/ebola-treatments-caught-in-limbo-1.15634\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Enserink, M.:Science 2014,\u00a0<b>345<\/b>, 364.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=25061181&amp;dopt=Abstract\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Goodman, J.N.:Engl. J. Med. 2014\u00a0<a href=\"http:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMp1409817\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Olinger, G.G., et al.: Proc. Natl. Acad. Sci USA 2012,\u00a0<b>109<\/b>, 18030.<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=23071322&amp;dopt=Abstract\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Pettitt, J., et al.: Sci. Transl. Med.2013,\u00a0<b>5<\/b>, 199ra113.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=23966302&amp;dopt=Abstract\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Geisbert, T.W., et al.: Lancet 2010,\u00a0<b>375<\/b>,1896.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=20511019&amp;dopt=Abstract\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Iversen, P.L., et al.: Viruses 2012,\u00a0<b>4<\/b>,2806.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3509674\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Warren, T.K., et al.: Nature 2014,\u00a0<b>508<\/b>,402.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=24590073&amp;dopt=Abstract\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Uebelhoer, L.S., et al.: Antiviral Res.2014,\u00a0<b>106<\/b>, 86.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/?term=24713118\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Emanuel, E.J., et al.: J. Infect. Dis. 2004,\u00a0<b>189<\/b>, 930.\u00a0<a href=\"http:\/\/jid.oxfordjournals.org\/content\/189\/5\/930.long\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>www.who.int\/mediacentre\/ news\/statements\/2014\/ebola-ethical-review-summary\/en\u00a0<a href=\"http:\/\/www.who.int\/mediacentre\/news\/statements\/2014\/ebola-ethical-review-summary\/en\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>Rid, A., und Emanuel,E.J.: Lancet 2014:\u00a0<a href=\"http:\/\/download.thelancet.com\/flatcontentassets\/pdfs\/S0140673614613155.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>http:\/\/www.usamriid.army.mil\/<a href=\"http:\/\/www.usamriid.army.mil\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<li>http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ebola-356.html\u00a0<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ebola-356.html\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_images\/link.jpeg\" alt=\"Link zur Quelle\" width=\"11\" height=\"11\" border=\"0\" \/><\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div id=\"box\" style=\"color: #000000;\">\n<div id=\"content1\">\n<div id=\"ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeAusgabe\">\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_gif\/2014_48_67Tab1.gif\" alt=\"\" \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/_gif\/2014_48_67Tab2.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"content2\">\n<div class=\"headsuche2\">\n<div id=\"ctl00_Content2_UCAnzeigeSchlagwortZuArtikel_OhneInfo1_anzeige\" class=\"schlagwortArtikel\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AMB 2014,\u00a048,\u00a067 Leseprobe Verl\u00e4ssliche Daten zu Arzneimitteln DER ARZNEIMITTELBRIEF\u00a0informiert seit 1967 \u00c4rzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angeh\u00f6rige anderer Heilberufe \u00fcber Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. 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