{"id":40210,"date":"1999-12-01T12:06:00","date_gmt":"1999-12-01T11:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/der-arzneimittelbrief.com\/artikel\/1999\/enterale-ernaehrung-substrate-applikationstechnik-indikationen-komplikationen"},"modified":"1999-12-01T12:06:00","modified_gmt":"1999-12-01T11:06:00","slug":"enterale-ernaehrung-substrate-applikationstechnik-indikationen-komplikationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enterale-ernaehrung-substrate-applikationstechnik-indikationen-komplikationen\/","title":{"rendered":"Enterale Ern\u00e4hrung: Substrate, Applikationstechnik, Indikationen, Komplikationen"},"content":{"rendered":"<p><b>Zusammenfassung: Die enterale Ern\u00e4hrung ist im Vergleich zur parenteralen die physiologischere und komplikations\u00e4rmere Form der Nahrungszufuhr. Wenn immer m\u00f6glich, sollte daher von der parenteralen rasch auf die enterale Ern\u00e4hrung \u00fcbergegangen werden.<\/b><\/p>\n<p><b> <\/b><\/p>\n<p>Neben den Indikationen m\u00fcssen je nach Grunderkrankung und geplanter Dauer auch die ad\u00e4quaten Zugangswege und Applikationsformen der enteralen Ern\u00e4hrung bedacht werden. Soll die enterale Ern\u00e4hrung l\u00e4nger als 2-4 Wochen durchgef\u00fchrt werden, ist die Anlage einer nasoduodenalen Sonde oder einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG), besonders bei \u00e4lteren Patienten und\/oder bei Passagebehinderung im oberen Gastrointestinaltrakt, indiziert. In der Regel ist eine standardisierte hochmolekulare Formuladi\u00e4t mit Ballaststoffen ausreichend. Verschiedene Zust\u00e4nde (Operationen, Traumata, Diabetes meIlitus, Nieren- oder Leberinsuffizienz) f\u00fchren zu spezifischen Stoffwechselver\u00e4nderungen. F\u00fcr diese Situationen wird von verschiedenen Herstellern eine Vielzahl modifizierter N\u00e4hrl\u00f6sungen angeboten. Ob die Gabe dieser modifizierten N\u00e4hrl\u00f6sungen &#8211; im Vergleich zur standardisierten hochmolekularen Di\u00e4t &#8211; klinisch vorteilhaft ist, wird sehr kontrovers beurteilt. \u00dcberzeugende klinische Studien liegen nicht vor. Im Einzelfall kann bei Unvertr\u00e4glichkeit der hochmolekularen Formuladi\u00e4t ein Versuch mit diesen modifizierten Di\u00e4ten unternommen werden.<\/p>\n<p>Die k\u00fcnstliche Ern\u00e4hrung hat als wesentliches Ziel die Pr\u00e4vention bzw. Behandlung von Sch\u00e4den durch Fehl- oder Mangelern\u00e4hrung. Sie soll das Wohlbefinden des Patienten steigern und durch Erhalten der funktionellen K\u00f6rpersubstanz Komplikationen vermeiden. Die enterale Ern\u00e4hrung kann dar\u00fcber hinaus dazu beitragen, den Aufenthalt im Krankenhaus zu verk\u00fcrzen und damit die krankheitsbedingten Kosten zu senken. Prinzipiell sollte bei jeder Ern\u00e4hrungstherapie folgende Priorit\u00e4t eingehalten werden: Die normale Ern\u00e4hrung des Patienten bleibt immer das wichtigste Ziel, dem die Gabe von Trinknahrung, die enterale Ern\u00e4hrung \u00fcber Ern\u00e4hrungssonden, die kombinierte enterale und parenterale Ern\u00e4hrung sowie die totale parenterale Ern\u00e4hrung unterzuordnen ist. Eine parenterale Ern\u00e4hrung sollte somit m\u00f6glichst rasch durch eine Form der enteralen Ern\u00e4hrung ersetzt werden.<\/p>\n<p>Zur Einsch\u00e4tzung einer Mangelern\u00e4hrung k\u00f6nnen verschiedene anthropometrische, biochemische und immunologische Parameter herangezogen werden. F\u00fcr die klinische Praxis hat sich die Bestimmung des Body-Mass-lndex (BMI; K\u00f6rpergewicht\/K\u00f6rperl\u00e4nge<sup>2 <\/sup>[kg\/m<sup>2<\/sup>]) oder die dokumentierte, ungewollte Substanzabnahme innerhalb einer bestimmten Zeit als brauchbar erwiesen. Ein BMI < 18,5 oder eine Gewichtsabnahme von 5-10% in den vorausgegangenen drei Monaten wird als diagnostisches Kriterium f\u00fcr eine Mangelern\u00e4hrung gewertet. Es ist differentialdiagnostisch zu bedenken, da\u00df bei verschiedenen Erkrankungen ein erh\u00f6hter Energie- bzw. Substratbedarf besteht. Auf die Physiologie des Stoffwechsels, speziell auf die pathophysiologischen Besonderheiten des Hunger- bzw. des Postaggressions-Stoffwechsels kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden; es wird auf die \u00dcbersicht zur parenteralen und enteralen Ern\u00e4hrung entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr An\u00e4sthesie und lntensivmedizin verwiesen (1). Unter klinischen Gesichtspunkten spielt der Hypermetabolismus im Vergleich zur Malnutrition und zur Nahrungskarenz nur eine untergeordnete Rolle. Jede l\u00e4ngerdauernde Nahrungskarenz (z.B. auch durch h\u00e4ufige diagnostische Ma\u00dfnahmen verursacht!) oder unzureichende N\u00e4hrstoffzufuhr f\u00fchrt zu einem Abbau k\u00f6rpereigener Reserven. Als Nahrungskarenz wird dabei nicht nur die vollst\u00e4ndige Nahrungskarenz, sondern bereits eine Kalorienzufuhr < 500 kcal\/d verstanden. Die Dauer der bereits bestehenden und\/oder zu erwartenden Nahrungskarenz spielt bei der Indikation zur Ern\u00e4hrungstherapie eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p><b>Generelle Indikationen:<\/b> Bei medizinischer Indikation ist eine Sondennahrung verordnungsf\u00e4hig aufgrund der Richtlinien des Bundesausschusses der \u00c4rzte und Krankenkassen (AMR) \u00fcber die Verordnung von Arzneimitteln in der vertrags\u00e4rztlichen Versorgung. Medizinische lndikationen f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Ern\u00e4hrung (Aminos\u00e4uremischungen und Eiwei\u00dfhydrolysate) sind gegeben bei angeborenen Enzymmangel-Erkrankungen sowie enterale Di\u00e4ten bei M. Crohn, Kurzdarm-Syndrom, stark Untergewichtigen mit Mukoviszidose, bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz unter eiwei\u00dfarmer Ern\u00e4hrung und bei Patienten mit konsumierenden Erkrankungen. Konsumierende Erkrankungen sind z.B. Tumorerkrankungen, AIDS, Tuberkulose und anhaltend hochfieberhafte oder chronisch entz\u00fcndliche Krankheiten mit Abbauvorg\u00e4ngen. Die medizinische Ern\u00e4hrung im Sinne der Nr. 17.1 der AMR f\u00e4llt somit auch in das Arzneimittelbudget des Vertragsarztes. F\u00fcr die Verabreichung medizinisch indizierter Sondennahrung werden in der Regel Ern\u00e4hrungssonden, spezielle \u00dcberleitungssysteme und teilweise auch Ern\u00e4hrungspumpen ben\u00f6tigt. Diese Produkte sind Hilfsmittel und geh\u00f6ren laut Produkte\u00fcbersicht der Spitzenverb\u00e4nde der gesetzlichen Krankenkassen zum Bereich \u201dApplikationshilfen&#8220;; sie fallen nicht unter das Arzneimittelbudget.<\/p>\n<p><b>Kontraindikationen und Komplikationen:<\/b> Es gibt prinzipielle Kontraindikationen f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Ern\u00e4hrung und spezielle personenbezogene bzw. krankheitsspezifische Kontraindikationen. Die k\u00fcnstliche Ern\u00e4hrung von Patienten im Terminalstadium konsumierender Erkrankungen wird diskutiert, aber als Befriedigung eines menschlichen Grundbed\u00fcrfnisses, das h\u00e4ufig aufgrund der Krankheit nicht selbst vollzogen werden kann, ethisch weitgehend bejaht (17). Die Ern\u00e4hrung von Patienten gegen ihren erkl\u00e4rten Willen ist unter dem Gesichtspunkt der Selbstbestimmung abzulehnen, d.h. es mu\u00df eine Einwilligungserkl\u00e4rung unterschrieben werden, speziell wenn die Ern\u00e4hrung \u00fcber perkutane endoskopische Zug\u00e4nge geplant ist. (s.u). Klinisch ist die enterale Ern\u00e4hrungstherapie bei schwersten St\u00f6rungen der Vitalparameter mit katecholaminpflichtiger Kreislaufinsuffizienz, metabolischer Azidose (pH < 7,25), Hyperlaktat\u00e4mie, schweren Gerinnungsst\u00f6rungen oder w\u00e4hrend einer Reanimation kontraindiziert. Auch in den Akutphasen schwerer Stoffwechselentgleisungen (Coma diabeticum, hepaticum oder ur\u00e4micum) wird eine Kontraindikation f\u00fcr eine enterale Ern\u00e4hrung gesehen. Spezielle Kontraindikationen f\u00fcr die enterale Ern\u00e4hrung sind unstillbares Erbrechen, akute intestinale Obstruktionen, Blutungen, Perforationen oder Peritonitis. Komplikationen treten bei Sondenern\u00e4hrung generell selten auf und sind von geringerer Relevanz (2). Eine besondere Gefahr der Ern\u00e4hrung \u00fcber Sonden ist die Aspirationspneumonie. In einer k\u00fcrzlich publizierten Studie wurde bei 80 beatmeten Patienten gefunden, da\u00df Pneumonien bei Duodenalsonden seltener sind als bei Magensonden (27% vs. 42%; s.a. weiter unten: Applikationstechnik). Auch waren die mediane Beatmungsdauer (5 vs. 7 Tage) und der Aufenthalt auf der lntensivstation (5 vs. 9 Tage) bei Patienten mit Duodenalsonden k\u00fcrzer; die Unterschiede waren aber wegen der kleinen Fallzahl nicht signifikant (3).<\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufiges Problem bei enteraler Ern\u00e4hrung ist Diarrh\u00f6, die u.a. durch zu rasche Steigerung der Kostmenge, bakterielle Kontamination der Nahrung, zu hohen Laktosegehalt, Fettintoleranz, zu schnelle Applikation, zu gro\u00dfe Volumina oder zu kalte Sondenkost, aber auch durch pathologisch ver\u00e4nderte Darmflora verursacht werden kann. Bei einigen Patienten steigen unter hochkalorischer Ern\u00e4hrung die Transaminasen und die alkalische Phosphatase; meist kehren sie jedoch spontan in den Normalbereich zur\u00fcck. Bei enteraler Ern\u00e4hrung sollten der Allgemeinzustand sowie das Gewicht des Patienten h\u00e4ufig kontrolliert und auf eventuellen Reflux, Darmger\u00e4usche, Stuhlverhalten und Flatulenz geachtet werden.<\/p>\n<p><b>Ern\u00e4hrungssubstrate:<\/b> Die Auswahl der enteralen N\u00e4hrl\u00f6sung ist schwierig, da der behandelnde Arzt mit einer un\u00fcberschaubaren Zahl verschiedener N\u00e4hrl\u00f6sungen und Trinknahrungen konfrontiert ist. Der Nutzen dieser Substrate ist h\u00e4ufig unzureichend belegt. Folgende Gesichtspunkte k\u00f6nnen eine Hilfe bei der Auswahl sein: Enterale N\u00e4hrl\u00f6sungen sollten grunds\u00e4tzlich die gleiche Zusammensetzung wie eine ausgewogene Normalkost haben. Dabei werden 15-22% des Energiebedarfs durch Proteine, 15-35% durch lang- oder mittelkettige Triglyzeride und etwa 45-55% durch Kohlenhydrate gedeckt. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen ausreichend Elektrolyte, Spurenelemente und Vitamine zugef\u00fchrt werden. Industriell hergestellte Sondennahrung ist standardisiert und ihr N\u00e4hrstoff-, Mineral- und Vitamingehalt genau definiert Die Pr\u00e4parate sind in der Regel portionsweise abgepackt. Man unterscheidet grunds\u00e4tzlich die <i>hochmolekulare (Formuladi\u00e4t) <\/i>und die <i>niedermolekulare Di\u00e4t. <\/i>Die hochmolekulare Formuladi\u00e4t (s. Tab. 1) ist n\u00e4hrstoffdefiniert. Sie enth\u00e4lt intakte Proteine, Kohlenhydrate und zwischen 9,4 g und 50 g Fett\/1000 kcal. Sie ist als ballaststoffhaltige bzw. ballaststofffreie Di\u00e4t erh\u00e4ltlich. Hochmolekulare Di\u00e4ten m\u00fcssen bei alleiniger Gabe bedarfsdeckend sein. Voraussetzung ist eine ungest\u00f6rte Resorptionskapazit\u00e4t des Darmes. Der Energiegehalt sollte bei 1,0-1,5 kcal\/ml N\u00e4hrl\u00f6sung liegen, um den Energiebedarf mit einer akzeptablen Fl\u00fcssigkeitszufuhr zu decken. Der Gehalt an Spurenelementen und Energie mu\u00df mindestens dem Bedarf gesunder Normalpersonen entsprechen. Die Eiwei\u00dfzufuhr sollte 0,8 bis maximal 2 g\/kg K\u00f6rpergewicht betragen. Als Kohlenhydratkomponente empfiehlt sich ein ausgewogenes Gemisch aus Poly-, Oligo- und Disacchariden. Laktose ist wegen der h\u00e4ufigen prim\u00e4ren oder sekund\u00e4ren Laktoseintoleranz ungeeignet. Fette sollten zu je einem Drittel als mehrfach unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, einfach unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren und ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren vorhanden sein. Der Elektrolytanteil der verschiedenen Di\u00e4ten ist sehr unterschiedlich. Der Natriumgehalt beeinflu\u00dft nicht nur die Resorption der N\u00e4hrsubstrate, sondern auch den gesamten Fl\u00fcssigkeitshaushalt des Patienten. Der Gehalt an Magnesium, Kalzium und Phosphat ist bei den verschiedenen Sondennahrungen ausreichend. Die klinische Erfahrung zeigt, da\u00df bei Langzeitgabe, insbesondere bei Patienten mit Divertikulose, Obstipation oder Diabetes mellitus, die ballaststoffreichen Nahrungen vorteilhaft sind. Klinisch relevante Unterschiede zwischen den verschiedenen industriell hergestellten hochmolekularen Standarddi\u00e4ten sind nicht belegt. F\u00fcr die Auswahl des Pr\u00e4parats ist somit der Geschmack (bei oraler Gabe) und der Preis entscheidend. Bei der Applikation \u00fcber eine Ern\u00e4hrungssonde sollte eine im Geschmack neutrale Di\u00e4t verwendet werden, da bei eventuellem Reflux ein intensiver Geschmack h\u00e4ufig als unangenehm empfunden wird. Bei den Kosten ist zu beachten, da\u00df es empfohlene Verkaufspreise gibt (s. Tab. 2). H\u00e4ufig werden aber von den Herstellern Rabatte oder Spezialpreise &#8211; insbesondere bei Gro\u00dfapotheken &#8211; einger\u00e4umt, so da\u00df auch f\u00fcr den ambulanten Bereich ein Gespr\u00e4ch zwischen Apotheker und Arzt lohnt.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe der enteralen N\u00e4hrl\u00f6sungen umfa\u00dft die chemisch definierten Di\u00e4ten, bei denen es sich um <i>niedermolekulare Di\u00e4ten <\/i>handelt. Dazu geh\u00f6ren die eigentlichen Elementardi\u00e4ten der 1. Generation, die aus einem Gemisch von Glukose, L-Aminos\u00e4uren und Ethyllinoleat bestehen. Diese monomeren Substanzen werden im oberen Jejunum vollst\u00e4ndig resorbiert. Der Nachweis, da\u00df Oligopeptide im oberen D\u00fcnndarm besser resorbiert werden als Aminos\u00e4urengemische, f\u00fchrte zur Entwicklung der 2. Generation niedermolekularer Di\u00e4ten, den sogenannten <i>Oligopeptid-Di\u00e4ten. <\/i>Sie haben eine niedrigere Osmolarit\u00e4t (dadurch weniger Diarrh\u00f6, Oberbauchschmerzen, V\u00f6llegef\u00fchl) und werden geschmacklich besser akzeptiert. Dennoch werden die Oligopeptid-Di\u00e4ten und auch die Elementardi\u00e4ten der 1. Generation bei langfristiger oraler Einnahme von den meisten Patienten wegen des unangenehmen Geschmacks nicht toleriert.<\/p>\n<p><b>Applikationstechnik:<\/b> Die enteralen Ern\u00e4hrungsl\u00f6sungen k\u00f6nnen getrunken werden oder \u00fcber verschiedene Sondentypen zugef\u00fchrt werden. Grunds\u00e4tzlich kann zwischen gastralen, duodenalen und jejunalen Sonden sowie transnasal, perkutan-endoskopisch bzw. perkutan-chirurgisch angelegten Zug\u00e4ngen (z.B. PEG, perkutane Jejunostomie, Feinnadelkatheterjejunostomie) unterschieden werden. Die naso- oder orogastralen Sonden werden vor allem bei bewu\u00dftseinsklaren bzw. bei intubierten Patienten bei enteraler Ern\u00e4hrung \u00fcber einen begrenzten (kurzen) Zeitraum bevorzugt. Die Lage der Sonde sollte vor Beginn der Ern\u00e4hrung r\u00f6ntgenologisch \u00fcberpr\u00fcft werden. Bei gastraler Sondenlage sollte die Ern\u00e4hrungsl\u00f6sung jeweils als Bolus gegeben werden, denn bei kontinuierlicher Applikation oder kurzen Zeitintervallen besteht die Gefahr der Magenatonie. Duodenal-\/Jejunalsonden werden z.B. bei Patienten mit Erkrankungen oder nach Operationen im Bereich des oberen lntestinaltrakts oder bei starkem gastro\u00f6sophagealem Reflux unter gastraler Ern\u00e4hrung eingesetzt. Die Positionierung erfolgt unter r\u00f6ntgenologischer bzw. endoskopischer Kontrolle. Die Zufuhr der Nahrung \u00fcber eine Duodenalsonde sollte kontinuierlich sein, um ein Dumping-Syndrom zu vermeiden. Die PEG ist bei Langzeitern\u00e4hrung der transnasalen Sonde wegen der Gefahr der Druckulzera oder bei stenosierenden Prozessen des \u00d6sophagus (z.B. bei Tumoren) vorzuziehen. Bei der Anlage ist &#8211; zumindest bei Risikopatienten &#8211; zum Vermeiden von Infektionen die prophylaktische Gabe eines Antibiotikums (z.B. einmalig 1 g Ceftriaxon i.v.) wirksam (4). 12-24 h nach der Anlage kann mit der Ern\u00e4hrung begonnen werden. Die Zufuhr der Sondennahrung sollte langsam und stufenweise gesteigert werden, wobei sich die Dauer der Adaptationsphase nach der Grundkrankheit, der Lokalisation der Sonde und der Art der Di\u00e4t richtet. Nach Operationen ist mit der enteralen Ern\u00e4hrung erst nach Einsetzen der Darmmotorik (ca. 2.-4. postoperativer Tag) zu beginnen. Das Volumen der Sondennahrung sollte in t\u00e4glichen Schritten von 250-500 ml in Abh\u00e4ngigkeit von Grunderkrankung, Lage der Sondenspitze und subjektiver Vertr\u00e4glichkeit gesteigert werden. Treten w\u00e4hrend des Nahrungsaufbaus Diarrh\u00f6, \u00dcberbl\u00e4hung oder Erbrechen auf, wird entweder die enterale Ern\u00e4hrung reduziert oder 1-2 Tage lang ausschlie\u00dflich Tee gegeben. Danach kann die Ern\u00e4hrung vorsichtig wieder aufgebaut werden. Bevor die optimale Energie- und Fl\u00fcssigkeitsmenge erreicht ist, werden noch fehlende Fl\u00fcssigkeit, Elektrolyte und N\u00e4hrstoffe zus\u00e4tzlich parenteral zugef\u00fchrt Bei der enteralen Ern\u00e4hrung ist es nach allgemeiner Meinung g\u00fcnstig, wenn entsprechend der normalen zirkadianen Ern\u00e4hrungsrhythmik n\u00e4chtliche Pausen von 6-8 Stunden eingehalten werden. Bei enteraler Ern\u00e4hrung mu\u00df auf eine ausreichende Kalorienzufuhr geachtet werden. In einer Untersuchung an intensivmedizinisch betreuten, enteral mit Sondenkost ern\u00e4hrten Patienten wurde festgestellt, da\u00df die behandelnden \u00c4rzte nur ca. 66% des t\u00e4glichen Bedarfs verordneten und da\u00df von dieser Menge wiederum nur 78% tats\u00e4chlich gegeben wurde (5).<\/p>\n<p>Nach Operationen oder Traumen kann noch vor Einsetzen der Darmmotorik mit einer minimalen enteralen Ern\u00e4hrung (sog. \u201dZottenern\u00e4hrung&#8220;) begonnen werden, wobei die Menge von 25-30 ml\/h nicht \u00fcberschritten werden sollte. Hierbei steht nicht der Aspekt der systemischen Ern\u00e4hrung im Vordergrund. Die Zufuhr von N\u00e4hrstoffen in das Darmlumen tr\u00e4gt n\u00e4mlich au\u00dferdem dazu bei, die Integrit\u00e4t des Epithels zu erhalten und vor der Translokation von Bakterien und systemischen Infektionen zu sch\u00fctzen. Experimentelle Untersuchungen zeigen, da\u00df die Zahl lebender Mikroorganismen in mesenterialen Lymphknoten durch eine enterale Substratzufuhr reduziert werden kann (6). In einer klinischen Studie an traumatologischen Patienten traten bei isokalorischer parenteraler Ern\u00e4hrung (TPN) im Vergleich mit enteraler Ern\u00e4hrung mehr Pneumonien (31% vs. 11,8%); Abszesse (17,8% vs. 3,9%) und Katheterkomplikationen (13,3% vs. 1,9%) auf (7). In einer anderen Untersuchung konnte jedoch bei routinem\u00e4\u00dfiger, additiver enteraler Ern\u00e4hrung in der postoperativen Situation (zuz\u00fcglich zum normalen Kostaufbau) kein klinischer Nutzen (einschlie\u00dflich Verweildauer im Krankenhaus, Zahl der Haupt- und Nebenkomplikationen) nachgewiesen werden (8).<\/p>\n<p><b>Sondennahrung bei speziellen Indikationen:<\/b> Neben den standardisierten hochmolekularen Di\u00e4ten wird von der Industrie eine Vielzahl modifizierter Sondennahrungen angeboten. Diese Modifikationen in der Zusammensetzung der N\u00e4hrstoffanteile oder der Zusatzstoffe ber\u00fccksichtigen pathophysiologische Besonderheiten einzelner Krankheiten, aus denen sich &#8211; zumindest nach Ansicht der Hersteller &#8211; spezielle Indikationen ergeben sollen. Es fehlen aber in der Regel gut kontrollierte, prospektive Studien, die den klinischen Nutzen von Spezialdi\u00e4ten gegen\u00fcber einer standardisierten hochmolekularen Di\u00e4t bei isokalorischer Ern\u00e4hrung belegen. Allerdings sind solche Studien wegen der notwendigen gro\u00dfen Patientenzahlen auch sehr schwierig durchzuf\u00fchren. So k\u00f6nnen z.B. im Einzelfall durchaus Di\u00e4ten, die mit mittelkettigen Triglyzeriden (MCT) angereichert sind, bei <i>chronischer Pankreatitis <\/i>oder beim <i>Kurzdarm-Syndrom <\/i>indiziert sein. Fettreiche Di\u00e4ten k\u00f6nnen m\u00f6glicherweise bei <i>beatmeten Patienten die Entw\u00f6hnung vom Respirator erleichtern, <\/i>denn die Erh\u00f6hung des Fettanteils auf Kosten des Kohlenhydratanteils f\u00fchrt zu einer geringeren CO<sub>2<\/sub>-Produktion. Die Begr\u00fcndung f\u00fcr diese Spezialdi\u00e4t leitet sich aus Untersuchungen an gesunden Probanden ab, die zwei verschiedene Formuladi\u00e4ten erhielten. Nach Gabe einer fettreichen Di\u00e4t (50% Fettanteil) \u00fcber 5 Tage zeigte sich beim Vergleich mit einer Di\u00e4t mit nur 30% Fettanteil eine hochsignifikante Abnahme der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe bzw. des CO<sub>2<\/sub>-Drucks (9, 10). Bei einem kleinen Kollektiv von 19 Patienten konnte tats\u00e4chlich nach Gabe der fettreichen Di\u00e4t die Beatmungszeit verk\u00fcrzt werden (10). Bei kontrollierter Beatmung oder wiederhergestellter selbst\u00e4ndiger Atmung bietet diese Di\u00e4t jedoch keine wesentlichen Vorteile. F\u00fcr <i>Diabetiker <\/i>wurden Di\u00e4ten entwickelt, bei denen Glukoseersatzstoffe verwendet werden. Durch diese Ersatzstoffe k\u00f6nnen jedoch gastrointestinale Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen entstehen. H\u00e4ufig ist eine ballaststoffreiche Standard-Sondennahrung unter Anpassen der antidiabetischen Therapie genauso gut geeignet und besser vertr\u00e4glich. Es sei ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, da\u00df eine spezielle Sondenern\u00e4hrung f\u00fcr intensivmedizinisch betreute Diabetiker unn\u00f6tig ist, da der Glukosestoffwechsel durch entsprechende Insulingaben sicher gesteuert werden kann. Auch f\u00fcr leber- und niereninsuffiziente Patienten wurden spezielle Sondennahrungen entwickelt. In der Praxis werden diese Di\u00e4ten aber selten ben\u00f6tigt, da diese Patienten in der Regel normal Nahrung zu sich nehmen k\u00f6nnen. Situationen, in denen einerseits eine ausreichende normale Ern\u00e4hrung nicht m\u00f6glich, andererseits aber keine parenterale Ern\u00e4hrung erforderlich ist, ergeben sich selten. Des weiteren werden Sondendi\u00e4ten angeboten, die reich an Omega-3-Fetts\u00e4uren, Glutamin, Arginin und antioxidativen Vitaminen sind. Eine Indikation wird bei <i>rheumatischen Erkrankungen, Tumorerkrankungen, chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen <\/i>oder im <i>Postaggressions-Stoffwechsel <\/i>propagiert. Allerdings fehlen auch hier geeignete Studien, die den tats\u00e4chlichen Nutzen belegen; diese Indikationen sind somit nicht gesichert.<\/p>\n<p><b>Enterale Ern\u00e4hrung in der pr\u00e4operativen Situation:<\/b> In zwei gro\u00dfen Studien wurde die Bedeutung des Ern\u00e4hrungszustands f\u00fcr die postoperative Letalit\u00e4t und Morbidit\u00e4t untersucht. In der ersten Untersuchung an 395 Patienten profitierten nur Patienten mit einer ausgepr\u00e4gten Mangelern\u00e4hrung von einer pr\u00e4operativ begonnenen (parenteralen!) Ern\u00e4hrungstherapie im Hinblick auf Komplikationen, einschlie\u00dflich postoperativer Infektionen (11). In einer zweiten Studie mit 87078 Patienten korrelierte der pr\u00e4operative Serumalbuminspiegel (als Indikator des Ern\u00e4hrungszustands) am besten mit der Letalit\u00e4t im Krankenhaus (12). Beide Studien zeigen somit, da\u00df bei schlechtem Ern\u00e4hrungszustand das Risiko postoperativer Komplikationen h\u00f6her ist. Der direkte Nachweis aber, ob eine pr\u00e4operative enterale Ern\u00e4hrungstherapie postoperative Komplikationen verhindert, wird jedoch durch die notwendigen gro\u00dfen Patientenzahlen im Rahmen kontrollierter Studien und durch die per se niedrige Komplikationsrate bei Elektiveingriffen fast unm\u00f6glich. Deshalb bleibt es eine Einzelfall-Entscheidung, einem mangelern\u00e4hrten Patienten eine hochmolekulare Di\u00e4t zur pr\u00e4operativen Besserung des Ern\u00e4hrungszustandes enteral \u00fcber eine Sonde zu verabreichen. Voraussetzung ist jedoch, da\u00df das Intervall zwischen dem Beginn der Ern\u00e4hrungstherapie und dem Elektiveingriff lang (genug) ist.<\/p>\n<p><b>Enterale Ern\u00e4hrung bei chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen:<\/b> Die enterale Ern\u00e4hrung wird bei Patienten mit chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen als alleinige Therapiema\u00dfnahme, aber auch in Verbindung mit einer medikament\u00f6sen Standardtherapie eingesetzt. Folgende Wirkmechanismen werden angenommen: \u201dRuhigstellung&#8220; erkrankter Darmabschnitte durch Resorption der gegebenen Nahrung im oberen Intestinaltrakt und Reduktion immunogener Substanzen. Insbesondere beim M. Crohn sind zahlreiche Studien zur Wirksamkeit der enteralen Ern\u00e4hrung durchgef\u00fchrt worden (\u00dcbersicht bei 13). Die Ergebnisse sind jedoch wegen kleiner Fallzahlen einiger Studien, unterschiedlichen Remissions-definierenden Kriterien und unterschiedlichen Applikationsformen (oral bzw. \u00fcber Duodenalsonden) schlecht vergleichbar. Zusammenfassend gilt, da\u00df im akuten Schub des M. Crohn die medikament\u00f6se Behandlung (Kombinationsbehandlung Steroide\/Sulfasalazin bzw. 5-ASA) effektiver ist, die Remission schneller eintritt und in ihrer Wirksamkeit nicht von der initialen Krankheitsaktivit\u00e4t und dem Befallsmuster abh\u00e4ngig ist. Bei Patienten mit D\u00fcnndarmbefall und\/oder niedriger Krankheitsaktivit\u00e4t ist die Effektivit\u00e4t einer enteralen Ern\u00e4hrungstherapie etwa gleich der von Steroiden; die Compliance ist bei Gabe \u00fcber Duodenalsonden akzeptabel (14). Rezidive scheinen aber nach Beendigung der enteralen Ern\u00e4hrung und Umstellung auf orale Kost relativ h\u00e4ufig (15). Gesichert ist die Indikation f\u00fcr eine enterale Ern\u00e4hrung bei Kindern mit M. Crohn und Wachstumsr\u00fcckstand.<\/p>\n<p>Welche Di\u00e4t sollte nun Patienten mit M. Crohn gegeben werden? Nur in einer der bisher zu diesem Thema vorliegenden Studien war die Elementardi\u00e4t der hochmolekularen Di\u00e4t \u00fcberlegen; in allen anderen Studien bestand zwischen den Elementar-, Oligopeptid- oder hochmolekularen Di\u00e4ten kein Unterschied. Gegenw\u00e4rtig ist also f\u00fcr keine der drei Di\u00e4tformen ein therapeutischer Vorteil nachgewiesen. Beim akuten Schub einer Colitis ulcerosa ist die Behandlung mit enteralen Di\u00e4ten nicht gesichert.<\/p>\n<p><b>Enterale Ern\u00e4hrung bei Tumorpatienten:<\/b> Auf die ethischen Gesichtspunkte bei der k\u00fcnstlichen Ern\u00e4hrung von Tumorpatienten kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden, jedoch gilt auch hier, da\u00df Fl\u00fcssigkeits- und Nahrungszufuhr als ein menschliches Grundbed\u00fcrfnis anzusehen sind. Es gibt aus ethischen Gr\u00fcnden keine kontrollierten Studien, die den Nutzen einer \u00fcber Sonden gegebenen enteralen Ern\u00e4hrung bei Tumorpatienten mit Schluckst\u00f6rungen (Tumoren im HNO-Bereich, des \u00d6sophagus bzw. des Magens) gepr\u00fcft haben. Allgemein wird aber akzeptiert, da\u00df Malnutrition ein wichtiger Risikofaktor f\u00fcr Komplikationen und f\u00fcr eine ung\u00fcnstige Prognose ist. Deshalb sollte auch bei therapeutischen Interventionen (Radiatio, Chemotherapie, chirurgische Eingriffe) darauf geachtet werden, da\u00df der Patient ausreichend kalorisch ern\u00e4hrt wird. Aus klinischer Erfahrung mu\u00df die prophylaktische Anlage einer PEG bei geplanter Radiochemotherapie von Tumoren im HNO-Bereich oder des \u00d6sophagus wegen der drohenden Mukositis mit Dysphagie empfohlen werden. Weiterhin konnte eine Studie nachweisen, da\u00df eine additive postoperative enterale Ern\u00e4hrung \u00fcber eine Jejunostomie bei Patienten mit \u00d6sophagus-, Magen- oder Pankreastumoren die Komplikationen und die postoperative Verweildauer im Krankenhaus signifikant senkt (16).<\/p>\n<p>Eine CD-ROM (ProDi\u00e4t) mit einem kompletten Verzeichnis der di\u00e4tetischen Produkte, einschlie\u00dflich der Produkte zur enteralen Ern\u00e4hrung, kann 8 Wochen lang unverbindlich getestet werden. Sie ist zu beziehen \u00fcber: PRESTO PRO, Verlag f\u00fcr Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Heinrich-Hertz-Stra\u00dfe 21 in 30966 Hemmingen (Preis 78 DM).<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<ol class=\"literatur\">\n<li>Hackl, J.M.: An\u00e4sthesiol. Intensiv. Notfallmed. Schmerzther. 1999, <b>33<\/b>, 731.<\/li>\n<li>Sax, H.C., et al.: Med. Clin. North Am. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8321074&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1993, <b>77<\/b>, 863<\/a>.<\/li>\n<li>Kortbeek, J.B., et al.: J. Trauma. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10372614&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1999, <b>46<\/b>, 992<\/a>.<\/li>\n<li>Gossner, L., et al.: Endoscopy <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10223359&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1999, <b>31<\/b>, 119<\/a>.<\/li>\n<li>McClaves, S.A., et al.: Crit. Care Med. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10446815&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1999, <b>27<\/b>, 1252<\/a>.<\/li>\n<li>Sax, H.C., et al.: Am. J. Surg. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8678205&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1996, <b>171<\/b>, 587<\/a>.<\/li>\n<li>Kudsk, K.A., et al.: Ann. 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J. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=6428577&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1984, <b>288<\/b>, 1859<\/a>.<\/li>\n<li>Daly, J.M., et al.: Ann. Surg. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7726669&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1995, <b>221<\/b>, 327<\/a>.<\/li>\n<li>Schaefer, K., und Eibach, U.: Nieren- und Hochdruckkrankheiten 1999, <b>28<\/b>, 373.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/1999\/12\/Abbildung-1999-89-2.gif\" alt=\"Abbildung 1999-89-2.gif\" class=\"table-figure\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenfassung: Die enterale Ern\u00e4hrung ist im Vergleich zur parenteralen die physiologischere und komplikations\u00e4rmere Form der Nahrungszufuhr. 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