{"id":40549,"date":"2004-02-01T12:00:00","date_gmt":"2004-02-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/der-arzneimittelbrief.com\/artikel\/2004\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion"},"modified":"2004-02-01T12:00:00","modified_gmt":"2004-02-01T11:00:00","slug":"enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/","title":{"rendered":"Enfuvirtid &#8211; der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion"},"content":{"rendered":"<p><b>Zusammenfassung: Mit Enfuvirtid (T-20, Fuzeon<sup>\u00ae<\/sup>) ist seit Mai 2003 das erste Medikament aus der Gruppe der Fusionsinhibitoren f\u00fcr die Therapie der HIV-Infektion zugelassen worden. Der Einsatz von Enfuvirtid ist auf die Gruppe von HIV-Patienten beschr\u00e4nkt, bei denen eine Mehrfachresistenz gegen herk\u00f6mmliche antiretrovirale Medikamente nachgewiesen ist. Die Ergebnisse zweier multizentrischer Phase-III-Studien bei Patienten mit einer derartigen \u201dMultidrug-Resistance\u201d zeigen eine \u00dcberlegenheit von Enfuvirtid plus einer dem Resistenzprofil entsprechend optimierten, herk\u00f6mmlichen antiretroviralen Therapie im Vergleich zum alleinigen optimierten Therapieregime. Da aber die Wirksamkeit dieses Hintergrundregimes auch entscheidenden Einflu\u00df auf die Wirksamkeit von Enfuvirtid hat, sollte vor Beginn dieser Therapie eine Resistenztestung durchgef\u00fchrt werden. Indikation und Einleitung einer Enfuvirtid-Therapie sollten, im Hinblick auf die unzureichend bekannten UAW und die hohen Kosten (20000 EUR\/Jahr), nur von entsprechend versierten \u00c4rzten bzw. Zentren durchgef\u00fchrt werden.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund:<\/b> Der Fortschritt in der Therapie der HIV-Infektion seit 1996 ist auf den Einsatz von Kombinationen mehrerer Medikamente mit unterschiedlichen antiretroviralen Wirkprinzipien zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Kombinationsbehandlung besteht aus den Nukleosid\/Nukleotid-Analoga (Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, NRTI), den Protease-Inhibitoren (PI) und den Non-Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI). Diese Substanzen wirken innerhalb der befallenen Wirtszelle \u00fcber eine Hemmung wichtiger Schl\u00fcsselenzyme f\u00fcr die Replikation des HIV (Reverse-Transkriptase und HIV-Protease). Inzwischen sind viele unterschiedliche Medikamente aus den jeweiligen Substanzklassen zur Therapie der HIV-Infektion zugelassen. In der Folge einer antiretroviralen Kombinationsbehandlung (HAART = Highly Active Antiretroviral Therapy) ist unter idealen Bedingungen (Patient therapienaiv und compliant) zumeist eine wirksame und dauerhafte Kontrolle der HIV-Infektion zu erreichen, also die Suppression der Viruslast unter die Nachweisgrenze und die damit verbundene Besserung des Immunstatus mit Anstieg der CD4+T-Lymphozyten. Dar\u00fcber hinaus werden in dieser Situation einer antiretroviral kontrollierten HIV-Infektion kaum mehr HIV-assoziierte opportunistische Erkrankungen (z.B. CMV-Infektionen, Pneumocystis-carinii-Pneumonien, Toxoplasmose, Kryptosporidien-Infektionen) beobachtet (1-4). Weniger erfreulich stellt sich die Situation bei multipel antiretroviral vorbehandelten Patienten dar, bei denen sich (Kreuz-)Resistenzen gegen\u00fcber verschiedenen Medikamenten innerhalb der einzelnen Substanzklassen und die Selektion multiresistenter HIV-St\u00e4mme entwickeln konnten. Dieses Kollektiv umfa\u00dft Patienten mit einer schon l\u00e4nger bestehenden HIV-Infektion (> 10 Jahre), die meist bereits vor Einf\u00fchrung der HAART antiretroviral behandelt worden waren, ferner Patienten mit Compliance-Problemen bez\u00fcglich einer regelm\u00e4\u00dfigen Einnahme der HAART oder Unvertr\u00e4glichkeiten bzw. Nebenwirkungen gegen\u00fcber einzelnen Substanzklassen. Zur Zeit noch selten und regional, in Zukunft jedoch an Bedeutung vermutlich zunehmend, ist das Problem der Prim\u00e4rinfektion mit einem bereits multiresistenten HIV-Stamm. Unter diesen Bedingungen wird, trotz der medikament\u00f6sen Vielfalt, rasch eine Situation erreicht, in der eine wirksame HAART nur nach Resistenztestung bzw. gar nicht mehr in befriedigender Weise zusammengestellt werden kann. F\u00fcr diese Patienten ist Enfuvirtid geeignet, das erste Medikament aus der neuen Wirkstoffklasse der Fusionsinhibitoren, das im Mai 2003 auch in Deutschland f\u00fcr die Therapie der HIV-Infektion zugelassen wurde,<\/p>\n<p><b>Virusaufnahme in die Wirtszelle und Fusionsinhibition:<\/b> Die Oberfl\u00e4che des HIV-1 besteht aus einer zweischichtigen Lipidmembran, die aus der Wirtszelle stammt und mit viralen Glykoproteinen durchsetzt ist. Die Infektiosit\u00e4t des HIV beruht auf dem Vorhandensein des Glykoproteins gp160 (Envelope protein) bzw. seiner Untereinheiten, dem Oberfl\u00e4chenprotein gp120 und dem Transmembranprotein gp41, die als Trimere (&#8222;Spikes&#8220;) vorliegen (5). Die Aufnahme (Entry) des HI-Virus in die Wirtszelle l\u00e4\u00dft sich nach derzeitiger Vorstellung in drei unterschiedliche, aber miteinander kooperierende Schritte unterteilen:<\/p>\n<p>1. Attachment (&#8222;Andocken&#8220;), 2. Ko-Rezeptor-Interaktionen und 3. Fusion (&#8222;Verschmelzung&#8220;). Im ersten Schritt erfolgt eine Bindung des viralen Oberfl\u00e4chenproteins gp120 an den CD4-Rezeptor der Wirtszelle. Durch diese Bindung wird in einem zweiten Schritt eine Interaktion des gp120 mit Chemokin-Ko-Rezeptoren an der Oberfl\u00e4che der Wirtszelle (CXCR4 und\/oder CCR5) erm\u00f6glicht. Die Bindung von gp120 an den CD4- und Chemokin-Ko-Rezeptor f\u00fchrt zu einer Konformations\u00e4nderung von gp120 und gp41, wodurch der letzte Schritt, die Fusion des Virus mit der Wirtszelle, eingeleitet wird. Die eigentliche Fusion wird durch gp41 vermittelt. Die molekulare Sequenz von gp41 enth\u00e4lt sogenannte &#8222;Hapted-repeat&#8220;-Regionen (HR-1 und HR-2), die das Eindringen des Virus durch die Wirtsmembran vermitteln. F\u00fcr eine erfolgreiche Fusion bedarf es allerdings einer Stabilisierung der molekularen Struktur der HR-1-Region durch die Anlagerung der HR-2-Region (6-12). Der Fusionsinhibitor Enfuvirtid greift in diesen letzten Schritt, die Anlagerung von HR-2 an HR-1, ein. Das synthetisch hergestellte Peptid Enfuvirtid \u00e4hnelt dabei in seiner molekularen Struktur einem Segment der HR-2-Region, so da\u00df eine Bindung dieses Peptids an die HR-1-Region kompetitiv die Anlagerung der HR-2-Region inhibiert und so die Fusion des Virus mit der Wirtszelle blockiert (13, 14).<\/p>\n<p><b>Klinische Wirksamkeit:<\/b> Nach ersten erfolgsversprechenden Ergebnissen aus Phase-I\/II-Studien erfolgte die Zulassung von Enfuvirtid bereits nach Ver\u00f6ffentlichung der 24-Wochen-Daten von zwei auf insgesamt 48 Wochen angelegten Phase-III-Studien (TORO 1 und TORO 2) im Mai 2003 (15, 16). Im Enfuvirtid-Arm wurden Patienten mit Enfuvirtid (zweimal 90 mg s.c.\/d) plus einem optimierten Hintergrundregime bestehend aus 3-5 antiretroviralen Medikamenten behandelt. Im Kontrollarm erfolgte die Behandlung lediglich mit einem optimierten Hintergrundregime bestehend aus 3-5 antiretroviralen Medikamenten. Die Randomisation in beide Therapiearme erfolgte im Verh\u00e4ltnis 2:1. Beide Studien wurden multizentrisch und im Design nahezu identisch durchgef\u00fchrt, TORO 1 in Nord- und S\u00fcdamerika, TORO 2 in Europa und Australien. Die Einschlu\u00dfkriterien umfa\u00dften Patienten mit einer HIV-1-Infektion, bei denen eine Vortherapie mit NRTI, NNRTI und PI \u00fcber 6 (TORO 1) bzw. 3 Monate (TORO 2) versagt hatte und bei denen zumindest gegen ein Medikament aus jeder der antiretroviralen Substanzklassen eine Resistenz bestand. Im Median waren die Patienten mit 12 Medikamenten \u00fcber einen Zeitraum von 7 Jahren vorbehandelt. Ferner war eine Viruslast von mindestens 5000 Kopien\/ml Plasma gefordert. Die antiretroviralen Hintergrundregime wurden nach geno- und ph\u00e4notypischer Resistenztestung zusammengestellt. Dabei zeigte sich bei ca. 65% der eingeschlossenen Patienten lediglich noch eine antiretrovirale Aktivit\u00e4t bei 0-2 der getesteten Medikamente und bei ca. 35% bei 3-4 Medikamenten. Bez\u00fcglich der &#8222;Base-line&#8220;-Charakteristika beider Therapiearme (Alter, Geschlecht, Rasse, HIV-Viruslast [im Mittel 50000 Kopien\/ml Plasma], T-Helferzellen [im Mittel 100 Zellen\/mm<sup>3<\/sup>], AIDS-definierende Erkrankungen und Sensitivit\u00e4ts-Score bei der Resistenztestung) erfolgte eine ausgeglichene Randomisation. Beobachtet wurde das virale Ansprechen bzw. Therapieversagen. In beiden Studien (TORO 1 und 2) waren zum Zeitpunkt der Analyse (Intention-to-treat) nach 24 Wochen noch insgesamt 661 Patienten in den Enfuvirtid- und 334 Patienten in den Kontrollarm eingeschlossen. Die Auswertung nach 24 Wochen zeigte in beiden Studien einen signifikanten Vorteil der mit Enfuvirtid behandelten Patienten hinsichtlich der gew\u00e4hlten Beobachtungsparameter (Abfall der HIV-Viruslast und Anstieg der CD4+-Zellzahlen) im Vergleich zur Kontroll-Gruppe. Die Ergebnisse sind in Tab. 1 zusammengefa\u00dft. Die zuletzt im Juli 2003 bei der 2. IAS Conference on HIV Pathogenesis and Treatment in Paris vorgestellten 48-Wochen-Daten best\u00e4tigten die Verbesserung der virologischen und immunologischen Marker bei den mit Enfuvirtid behandelten Patienten (17). Die Subgruppenanalysen zeigten, da\u00df die H\u00e4ufigkeit und die Zeit bis zum Auftreten eines virologischen Therapieversagens in Korrelation zur Wirksamkeit des Hintergrundregimes und der CD4-Zellzahl zu Therapiebeginn standen. Patienten mit \u2265 2 aktiven Medikamenten im Hintergrundregime und einer CD4-Zellzahl von \u2265 100\/mm<sup>3<\/sup> profitierten signifikant h\u00e4ufiger von einer Behandlung mit Enfuvirtid. Ferner gaben die mit Enfuvirtid behandelten Patienten eine signifikante Verbesserung ihrer Lebensqualit\u00e4t an.<\/p>\n<p><b>Unerw\u00fcnschte Arzneimittelwirkungen (UAW):<\/b> Die h\u00e4ufigste UAW von Enfuvirtid waren lokale Reaktionen an der Injektionsstelle. Sie traten bei 98% (!) der behandelten Patienten auf. Es wurden lokale Schmerzen und Juckreiz, Verh\u00e4rtungen, Knoten- und Zystenbildung, Erytheme und Ekchymosen beschrieben. Gelegentlich war eine medikament\u00f6se oder lokale Behandlung dieser UAW erforderlich. Nur selten war eine station\u00e4re Behandlung n\u00f6tig. Die meisten lokalen Reaktionen wurden w\u00e4hrend der ersten Woche der Behandlung beobachtet; sie verschlimmerten sich nicht im Verlauf der Behandlung. Die Abbruchrate wegen Reaktionen an der Injektionsstelle betrug 4,4% nach 48 Wochen. Signifikant h\u00e4ufiger wurden in den Enfuvirtid-Gruppen Pneumonien und Eosinophilie beobachtet. Die Ursachen daf\u00fcr sind unklar, m\u00fcssen aber dringend gekl\u00e4rt werden. Ansonsten fand sich kein Unterschied im Profil der UAW bei den mit Enfuvirtid plus einem optimierten Hintergrundregime behandelten Patienten im Vergleich zu den Patienten, die mit dem optimierten Hintergrundregime allein behandelt wurden (15-17). Die Beobachtungszeit ist allerdings noch viel zu kurz.<\/p>\n<p><b>Pharmakologie:<\/b> Enfuvirtid ist ein aus 36 Aminos\u00e4uren synthetisch hergestelltes Peptid mit einem Molekulargewicht von 4492. Die Herstellung eines so gro\u00dfen Peptids ist \u00e4u\u00dferst komplex und erfordert nach den Angaben des Herstellers insgesamt 106 Arbeitsschritte. Enfuvirtid ist das bisher einzige antiretrovirale Medikament, das seine Wirkung nicht intra- sondern extrazellul\u00e4r entfaltet. Seine Wirksamkeit beruht auf einer Blockade der Fusion des HIV mit der Wirtszelle. Nach s.c. Verabreichung von 90 mg Enfuvirtid betr\u00e4gt die absolute Bioverf\u00fcgbarkeit 84,3 \u00b1 15,5%. Es ist zu 92% an Plasmaproteine, haupts\u00e4chlich an Albumin, gebunden und interagiert in <i>In-vitro<\/i>-Studien nicht mit anderen, an Plasmaproteine gebundenen Medikamenten. Der Metabolismus ist nicht hinreichend gekl\u00e4rt. Es wird vermutet, da\u00df Enfuvirtid bei seinem Abbau in einzelne Aminos\u00e4uren zerlegt wird. Die Eliminations-Halbwertszeit betr\u00e4gt 3,2 \u00b1 0,42 Stunden. Untersuchungen zum Ausscheidungsweg wurden bei Menschen bisher nicht durchgef\u00fchrt. Nach den bisher vorliegenden Daten lie\u00df sich keine Kumulation von Enfuvirtid bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz erkennen. Unterschiede bei der Anwendung im Hinblick auf Geschlecht, Alter, K\u00f6rpergewicht oder Rasse bestehen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht (18-21). Enfuvirtid wurde in der Standarddosierung von max. zweimal 90 mg\/d auch bei p\u00e4diatrischen Patienten (6-16 Jahre) eingesetzt (22). Die pr\u00e4klinischen Daten zur Genotoxizit\u00e4t oder Kanzerogenit\u00e4t beim Menschen lie\u00dfen bisher keine besonderen Gef\u00e4hrdungen erkennen.<\/p>\n<p><b>Resistenzentwicklung:<\/b> Enfuvirtid hemmt die HIV-Fusion mit der Membran der Zielzelle durch eine kompetitive Bindung an die HR-1-Region am N-Terminus von gp41. In <i>In-vitro<\/i>-Experimenten lie\u00df sich eine Resistenz gegen\u00fcber Enfuvirtid bei Auftreten von Mutationen an Position 36, 37 und 38 in der HR-1-Region nachweisen. Diese Befunde konnten in Phase-II-Studien best\u00e4tigt werden. Alle Patienten mit Therapieversagen unter Enfuvirtid hatten Mutationen in den Positionen 36-45 der HR-1-Region. Durch Mutationen in der HR-1-Region bedingte, prim\u00e4r resistente Virusst\u00e4mme werden allerdings nur selten nachgewiesen. Untersuchungen deuten darauf hin, da\u00df Mutationen in der HR-1-Region von gp41 mit einer verminderten Replikationsf\u00e4higkeit des Virus einhergehen (23-25). Enfuvirtid scheint mit seinem neuartigen Wirkmechanismus und seiner Peptidstruktur keine metabolischen Interaktionen oder Kreuzresistenzen mit den herk\u00f6mmlichen antiretroviralen Medikamenten zu haben. Somit k\u00f6nnen die Medikamente aus den Klassen der NRTI, NNRTI und PI mit Enfuvirtid kombiniert werden, ohne da\u00df Dosierungen angepa\u00dft werden m\u00fcssen oder Kreuzresistenzen zu bef\u00fcrchten w\u00e4ren. Ein wirksames Hintergrundregime ist allerdings von entscheidender Bedeutung, da eine Monotherapie mit Enfuvirtid sehr rasch zu Resistenzen und damit zum Wirkverlust f\u00fchrt, wie in Phase-I-Studien gezeigt wurde (26).<\/p>\n<p><b>Bewertung und Ausblick:<\/b> Nach einem Beobachtungszeitraum von 48 Wochen konnte in den sehr sorgf\u00e4ltig durchgef\u00fchrten TORO-1- und TORO-2-Studien die Wirksamkeit von Enfuvirtid bei Patienten, die bisher als &#8222;austherapiert&#8220; galten, gezeigt werden. Deshalb ist die sehr rasche Zulassung nach Ver\u00f6ffentlichung der 24-Wochen-Daten zu begr\u00fc\u00dfen. Die Indikation zur Behandlung mit Enfuvirtid ist beschr\u00e4nkt auf Patienten mit Therapieversagen als Folge von Resistenzen bzw. mit Unvertr\u00e4glichkeit gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen antiretroviralen Medikamenten. Dabei sollten die Resistenzen zumindest gegen\u00fcber jeweils einem Medikament aus der Gruppe der NRTI, NNRTI und PI unbedingt vor Beginn einer Therapie mit Enfuvirtid nachgewiesen sein. Diese Forderung ist wichtig, da die Entscheidung f\u00fcr oder gegen eine Behandlung mit Enfuvirtid nur in Kenntnis der Resistenzlage der herk\u00f6mmlichen antiretroviralen Medikamente getroffen werden kann. Zudem kann nur auf der Grundlage der Resistenztestung ein wirksames antiretrovirales Hintergrundregime zusammengestellt werden. Die Gesamtkosten f\u00fcr ein derartiges Vorgehen setzen sich zusammen aus der Resistenztestung (ca. 400 EUR; wird von vielen Kassen noch nicht ersetzt), dem optimierten konventionellen Therapieregime (ca. 10000 EUR\/Jahr) und aus der Enfuvirtid-Behandlung in H\u00f6he von ca. 20000 EUR\/Jahr. Es handelt sich also um ein Behandlungsverfahren f\u00fcr die sogenannte Erste Welt. Die weitere Ausbreitung der Epidemie kann dadurch nicht verhindert werden. Sie entscheidet sich mit der Zahl der Erstinfektionen in Afrika und Osteuropa und der M\u00f6glichkeit zu erschwinglicher Therapie in den betroffenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ein Hauptproblem bei der Behandlung der HIV-Infektion ist die Compliance der Patienten. Vergegenw\u00e4rtigt man sich, da\u00df Enfuvirtid immerhin zweimal pro Tag s.c. verabreicht werden mu\u00df und bei \u00fcber 95% der Patienten mehr oder weniger unangenehme Lokalreaktionen und andere UAW verursacht, so sind bei dieser prinzipiell lebenslangen Therapie Probleme mit der Compliance zu erwarten. Deshalb sollte die Entscheidung \u00fcber den Einsatz von Enfuvirtid streng individualisiert und von \u00c4rzten bzw. Zentren getroffen werden, die umfangreiche Erfahrungen mit der Behandlung von HIV-Patienten haben. Es bleibt abzuwarten, ob bei einer erfolgreichen Behandlung mit Enfuvirtid in Kombination mit einem optimierten Hintergrundregime (Viruslast < 50 Kopien\/ml Plasma und signifikantem Anstieg der CD4-Zellzahlen) die M\u00f6glichkeit einer \u201dDeeskalation\u201d besteht, wie sie bereits im Rahmen konventioneller antiretroviraler Therapien erprobt wird. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4\u00dft sich, im Hinblick auf den Mechanismus der Fusionsinhibition, \u00fcber eine Indikation f\u00fcr Enfuvirtid im Rahmen der HIV-Postexpositionsprophylaxe spekulieren. Die Grundlagen der Fusions- und Entryinhibition bzw. die therapeutischen Eingriffsm\u00f6glichkeiten in dieses System werden an vielen Stellen intensiv untersucht. So werden bereits weitere Substanzen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, wie z.B. einer Interaktion mit dem CD4- oder Chemokin-Rezeptor, in Phase-I\/II-Studien getestet (27). Relativ weit fortgeschritten ist die Entwicklung eines zweiten Fusionsinhibitors auf der Basis eines Peptids (T-1249), der sich ebenfalls an die HR2-Region anlagert und der nach bisherigen Erkenntnissen auch bei Resistenz gegen Enfuvirtid noch wirksam ist. Zudem soll T-1249 nur einmal t\u00e4glich s.c. zu applizieren sein (28, 29). Mit der Entwicklung neuer Fusions- bzw. Entry-Inhibitoren k\u00f6nnten Kombinationsbehandlungen mit noch besserem Wirkspektrum und langsamerer Resistenzentwicklung, mit der M\u00f6glichkeit zur Dosisreduktion und selteneren und geringeren UAW m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<ol class=\"literatur\">\n<li>Domingo, P., et al.: AIDS <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9543452&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1998, <b>12<\/b>, 529<\/a>.<\/li>\n<li>Hogg, R.S., et al.: JAMA <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9466638&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1998, <b>279<\/b>, 450.<\/a><\/li>\n<li>Li, T. S., et al.: Lancet <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9734884&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1998, <b>351<\/b>, 1682.<\/a><\/li>\n<li>Report of the NIH Panel To Define Principles of Therapy of HIV Infection. Ann. Intern. Med. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9652992&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1998, <b>128<\/b>, 1057.<\/a><\/li>\n<li>Earl, P.L., et al.: Proc. Natl. Acad. Sci. USA <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=2300552&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1990, <b>87<\/b>, 648.<\/a><\/li>\n<li>Lasky, L.A., et al: Cell <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=2441877&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1987, <b>50<\/b>, 975.<\/a><\/li>\n<li>Kowalski, M., et al.: Science <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=3629244&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1987, <b>237<\/b>, 1351.<\/a><\/li>\n<li>Dragic, T., et al.: Nature <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8649512&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1996, <b>381<\/b>, 667.<\/a><\/li>\n<li>Deng, H., et al.: Nature <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8649511&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1996, <b>381<\/b>, 661.<\/a><\/li>\n<li>Choe, H., et al.: Cell <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8674119&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1996, <b>85<\/b>, 1135.<\/a><\/li>\n<li>Gallaher, W.R., et al.: AIDS Res. Hum. Retroviruses <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=2788443&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1989, <b>5<\/b>, 431<\/a>.<\/li>\n<li>Chen, C.H., et al.: J. Virol. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7538176&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1995, <b>69<\/b>, 3771.<\/a><\/li>\n<li>Wild, C., et al.: AIDS Res. Hum. Retroviruses <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8312047&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1993, <b>9<\/b>, 1051.<\/a><\/li>\n<li>Kilby, J.M., et al.: Nat. Med. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9809555&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1998, <b>4<\/b>, 1302.<\/a><\/li>\n<li>Lalezari, J.P., et al. (TORO 1 = <b>T<\/b>-20 vs. <b>O<\/b>ptimized <b>R<\/b>egimen <b>O<\/b>nly study 1): N. Engl. J. Med. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12637625&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2003, <b>348<\/b>, 2175.<\/a><\/li>\n<li>Lazzarin, A., et al. (TORO 2 = <b>T<\/b>-20 vs. <b>O<\/b>ptimized <b>R<\/b>egimen <b>O<\/b>nly study 2): N. Engl. J. Med. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12773645&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2003, <b>348<\/b>, 2186.<\/a><\/li>\n<li>2. IAS Conference on HIV Pathogenesis and Treatment: Update for Roche Affiliates, Paris, France, 2003.<\/li>\n<li>Kilby, J.M., et al.: AIDS Res. Hum. Retroviruses <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12167274&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2002, <b>18<\/b>, 685.<\/a><\/li>\n<li>Zhang, X., et al.: Clin. Pharmacol. Ther. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12152000&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2002, <b>72<\/b>, 10.<\/a><\/li>\n<li>Study Ro D01034-2201-Cotler, S.; Final Study Report-No. 29-9800: 2002.<\/li>\n<li>Study T20-502-Lalezari, J.; Final Study Report-NP16221\/T20-502: 2002.<\/li>\n<li>Church, J.A., et al.: Pediatr. Infect. Dis. J. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12237598&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2002, <b>21<\/b>, 653.<\/a><\/li>\n<li>Rimsky, L.T., et al.: J. Virol. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9444991&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1998, <b>72<\/b>, 986.<\/a><\/li>\n<li>Derdeyn, C.A., et al.: J. Virol. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10954535&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2000, <b>74<\/b>, 8358.<\/a><\/li>\n<li>Lu, J., et al.: Antivir. Ther. 2002, <b>7<\/b>, S74.<\/li>\n<li>Wei, X., et al.: Antimicrob. Agents Chemother. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12019106&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2002, <b>46<\/b>, 1896.<\/a><\/li>\n<li>Kilby, J.M., und Eron, J.J.: N. Engl. J. Med. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/entrez\/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=12773651&#038;dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2003, <b>348<\/b>, 2228.<\/a><\/li>\n<li>Greenberg, M., et al.: Antivir. Ther. 2002, <b>7<\/b>, S140.<\/li>\n<li>Miralles, G., et al.: In: Programs and abstracts of the 10th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections, Boston, February 2003. Alexandria, Va.: Foundation for Retrovirology and Human Health, 2003, 63. Abstract.<\/li>\n<li><b><\/b><\/li>\n<li><b><\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif\" alt=\"Abbildung 2004-9-1.gif\" class=\"table-figure\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenfassung: Mit Enfuvirtid (T-20, Fuzeon\u00ae) ist seit Mai 2003 das erste Medikament aus der Gruppe der Fusionsinhibitoren f\u00fcr die Therapie der HIV-Infektion zugelassen worden. Der Einsatz von Enfuvirtid ist auf die Gruppe von HIV-Patienten beschr\u00e4nkt, bei denen eine Mehrfachresistenz gegen herk\u00f6mmliche antiretrovirale Medikamente nachgewiesen ist. Die Ergebnisse zweier multizentrischer Phase-III-Studien bei Patienten mit einer derartigen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[180,2462,4834,182,6907],"class_list":["post-40549","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-aids","tag-antiretrovirale-therapie","tag-enfuvirtid","tag-hiv-infektion","tag-toro-1-und-toro-2-studie"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Enfuvirtid - der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion - Der Arzneimittelbrief<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Enfuvirtid - der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion - Der Arzneimittelbrief\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zusammenfassung: Mit Enfuvirtid (T-20, Fuzeon\u00ae) ist seit Mai 2003 das erste Medikament aus der Gruppe der Fusionsinhibitoren f\u00fcr die Therapie der HIV-Infektion zugelassen worden. Der Einsatz von Enfuvirtid ist auf die Gruppe von HIV-Patienten beschr\u00e4nkt, bei denen eine Mehrfachresistenz gegen herk\u00f6mmliche antiretrovirale Medikamente nachgewiesen ist. Die Ergebnisse zweier multizentrischer Phase-III-Studien bei Patienten mit einer derartigen [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Der Arzneimittelbrief\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"http:\/\/www.facebook.com\/derarzneimittelbrief.de\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2004-02-01T11:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Dennis Hoppe\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Dennis Hoppe\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Dennis Hoppe\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/a04aadd6db7c06c7464bdbbb5396ed16\"},\"headline\":\"Enfuvirtid &#8211; der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion\",\"datePublished\":\"2004-02-01T11:00:00+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/\"},\"wordCount\":2439,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2004\\\/02\\\/Abbildung-2004-9-1-1.gif\",\"keywords\":[\"AIDS\",\"Antiretrovirale Therapie\",\"Enfuvirtid\",\"HIV-Infektion\",\"TORO-1- und TORO-2-Studie\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/\",\"name\":\"Enfuvirtid - der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion - Der Arzneimittelbrief\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2004\\\/02\\\/Abbildung-2004-9-1-1.gif\",\"datePublished\":\"2004-02-01T11:00:00+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/a04aadd6db7c06c7464bdbbb5396ed16\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2004\\\/02\\\/Abbildung-2004-9-1-1.gif\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2004\\\/02\\\/Abbildung-2004-9-1-1.gif\",\"width\":500,\"height\":244},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Enfuvirtid &#8211; der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/\",\"name\":\"Der Arzneimittelbrief\",\"description\":\"Unabh\u00e4ngige Arzneimittelinformationen\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.der-arzneimittelbrief.de\\\/nachrichten\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/a04aadd6db7c06c7464bdbbb5396ed16\",\"name\":\"Dennis Hoppe\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/bfb16656c0e1636d4f543ef457ada76f291324632a293160dd5c869cc3b071d7?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/bfb16656c0e1636d4f543ef457ada76f291324632a293160dd5c869cc3b071d7?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/bfb16656c0e1636d4f543ef457ada76f291324632a293160dd5c869cc3b071d7?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Dennis Hoppe\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Enfuvirtid - der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion - Der Arzneimittelbrief","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Enfuvirtid - der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion - Der Arzneimittelbrief","og_description":"Zusammenfassung: Mit Enfuvirtid (T-20, Fuzeon\u00ae) ist seit Mai 2003 das erste Medikament aus der Gruppe der Fusionsinhibitoren f\u00fcr die Therapie der HIV-Infektion zugelassen worden. Der Einsatz von Enfuvirtid ist auf die Gruppe von HIV-Patienten beschr\u00e4nkt, bei denen eine Mehrfachresistenz gegen herk\u00f6mmliche antiretrovirale Medikamente nachgewiesen ist. Die Ergebnisse zweier multizentrischer Phase-III-Studien bei Patienten mit einer derartigen [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/","og_site_name":"Der Arzneimittelbrief","article_publisher":"http:\/\/www.facebook.com\/derarzneimittelbrief.de","article_published_time":"2004-02-01T11:00:00+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif","type":"","width":"","height":""}],"author":"Dennis Hoppe","twitter_misc":{"Verfasst von":"Dennis Hoppe","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/"},"author":{"name":"Dennis Hoppe","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/#\/schema\/person\/a04aadd6db7c06c7464bdbbb5396ed16"},"headline":"Enfuvirtid &#8211; der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion","datePublished":"2004-02-01T11:00:00+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/"},"wordCount":2439,"image":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif","keywords":["AIDS","Antiretrovirale Therapie","Enfuvirtid","HIV-Infektion","TORO-1- und TORO-2-Studie"],"inLanguage":"de"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/","url":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/","name":"Enfuvirtid - der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion - Der Arzneimittelbrief","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif","datePublished":"2004-02-01T11:00:00+00:00","author":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/#\/schema\/person\/a04aadd6db7c06c7464bdbbb5396ed16"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif","contentUrl":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2004\/02\/Abbildung-2004-9-1-1.gif","width":500,"height":244},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/enfuvirtid-der-erste-fusionsinhibitor-in-der-therapie-der-hiv-infektion\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Enfuvirtid &#8211; der erste Fusionsinhibitor in der Therapie der HIV-Infektion"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/#website","url":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/","name":"Der Arzneimittelbrief","description":"Unabh\u00e4ngige Arzneimittelinformationen","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/#\/schema\/person\/a04aadd6db7c06c7464bdbbb5396ed16","name":"Dennis Hoppe","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/bfb16656c0e1636d4f543ef457ada76f291324632a293160dd5c869cc3b071d7?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/bfb16656c0e1636d4f543ef457ada76f291324632a293160dd5c869cc3b071d7?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/bfb16656c0e1636d4f543ef457ada76f291324632a293160dd5c869cc3b071d7?s=96&d=mm&r=g","caption":"Dennis Hoppe"}}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40549","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40549"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40549\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40549"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40549"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40549"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}