{"id":4719,"date":"2019-07-09T15:55:02","date_gmt":"2019-07-09T15:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/?p=4719"},"modified":"2019-07-16T15:03:16","modified_gmt":"2019-07-16T15:03:16","slug":"neues-zu-vorhofflimmern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/neues-zu-vorhofflimmern\/","title":{"rendered":"Neues zu Vorhofflimmern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Unsere Newsletter aus 2019<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong> DER ARZNEIMITTELBRIEF im M\u00e4rz 2019 <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neues zu Vorhofflimmern<\/strong> Dass allein die Tatsache eine Frau zu sein das Risiko f\u00fcr einen Schlaganfall bei Vorhofflimmern erh\u00f6hen soll, leuchtete noch nie so richtig ein. Genau das impliziert jedoch der CHA2DS2-VASc-Score, in dem Frauen per se einen Risiko-Punkt erhalten. Neuere Studien haben nun gezeigt, dass Frauen \u2013 wenn andere Risikofaktoren fehlen \u2013 nur ein minimal h\u00f6heres Schlaganfallrisiko haben als M\u00e4nner. Das Risiko ist f\u00fcr Frauen nur dann h\u00f6her, wenn sie &gt; 65 Jahre alt sind oder wenn zugleich \u2265 2 weitere, nicht geschlechtsbezogene Risikofaktoren vorliegen. Daher wird eine orale Antikoagulation in den aktualisierten US- wie auch in den europ\u00e4ischen Leitlinien bei Frauen erst ab einem CHA2DS2-VASc-Score \u2265 3 empfohlen. Nach unserem Eindruck ist das vielerorts nicht gen\u00fcgend bekannt und wird in der Praxis anders gehandhabt. Die aktualisierten US-Leitlinien empfehlen  nun wie die europ\u00e4ischen auch zur oralen Antikoagulation an erster Stelle die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK). Vitamin K Antagonisten bleiben Therapie der Wahl bei Patienten mit moderater bis schwerer Mitralstenose, mechanischen Herzklappen und terminaler Niereninsuffizienz. \u00dcbergewicht und Alkoholkonsum sind als bedeutsame Risikofaktoren f\u00fcr das Vorhofflimmern anzusehen und sollten konsequent behandelt bzw. reduziert werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sacubitril\/Valsartan bei akuter Herzinsuffizienz <\/strong>Seit drei Jahren ist die Kombination eines Angiotensin-Rezeptorblockers mit einem Neprilysin-Inhibitor (Wirkstoffgruppe \u201eARNI\u201c), in der Fixkombination Sacubitril und Valsartan (S\/V) f\u00fcr die \u201eBehandlung einer symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikul\u00e4rer Ejektionsfraktion\u201c zugelassen. Die Kritikpunkte an der Zulassungsstudie, m\u00f6glicherweise aber auch eine \u201egesunde Skepsis\u201c gegen\u00fcber neuen Medikamenten und nicht zuletzt der hohe Preis f\u00fchrten dazu, dass die Verkaufszahlen von S\/V in den ersten zwei Jahren deutlich hinter den Erwartungen des Herstellers zur\u00fcckblieben.  Nun wurde die die PIONEER-HF-Studie publiziert, in der S\/V bei Patienten, die wegen akuter, schwerer Herzinsuffizienz station\u00e4r behandelt werden mussten, gegen Enalapril getestet wurde. Studienendpunkt war \u00fcberraschenderweise ein reiner Surrogatparameter: das Ausmass der Absenkung des NT-proBNP-Wertes. S\/V senkte diesen Laborwert schneller und ausgepr\u00e4gter als Enalapril in der \u00fcblichen Erhaltungsdosis. Ob sich dieser Befund auch auf die Prognose dieser Patienten auswirkt, oder ob es sich nur um einen akuten, von einer st\u00e4rkeren Entw\u00e4sserung gepr\u00e4gten Effekt handelt, ist nicht klar. Immerhin zeigt die Studie, dass die Anwendung von S\/V bei akuter Herzinsuffizienz sicher ist. Einen Grund, S\/V nun gro\u00dfz\u00fcgiger einzusetzen, sehen wir dadurch nicht. Hierzu sind \u201eharte Endpunkte\u201c zu fordern. Eine Anwendung von S\/V bei akuter Herzinsuffizienz erfolgt \u201eoff-label\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Prednisolon bei Nebennierenrinden-Insuffizienz <\/strong>Die standardm\u00e4\u00dfige Kortikosteroid-Substitution bei prim\u00e4rer und sekund\u00e4rer Nebennierenrinden-Insuffizienz erfolgt in der Regel mit nat\u00fcrlichem Hydrokortison. Die meisten Patienten nehmen fr\u00fchmorgens etwa zwei Drittel und am Nachmittag ein Drittel der ermittelten Tagesdosis (meist 15-25mg) ein. Wird die zweite oder dritte Dosis vers\u00e4umt, kann bei unerwartetem Stress eine Mangel-Krise auftreten. Seit einigen Jahren gibt es ein sehr teures \u201eModified Release\u201c -Pr\u00e4parat, als Alternative f\u00fcr Patienten, die Hydrokortison aus beruflichen oder Adh\u00e4renz-Gr\u00fcnden nicht mehrfach am Tag einnehmen k\u00f6nnen oder m\u00f6chten. Neuere Studien haben nun ergeben, dass den Patienten auch einfach Prednisolon (mittlere Tagesdosis 3,7mg) gegeben werden kann. Dessen mineralokortikoider Effekt ist gr\u00f6\u00dfer als bisher angenommen. Zudem scheinen die Wirkungen von Prednisolon auf HbA1c, Cholesterin, Blutdruck und K\u00f6rpergewicht nicht st\u00e4rker zu sein als mit Hydrokortison.  <br><br><strong>Weitere Themen:<\/strong><br> Wann sollten Protonenpumpenhemmer zur Pr\u00e4vention gastrointestinaler Blutungen unter oralen Antikoagulanzien gegeben werden? <br> Andexanet &#8211; Antidot f\u00fcr Faktor-Xa-Antagonisten: Eine umfassende klinische Bewertung ist nicht m\u00f6glich Nie zu alt f\u00fcr eine Behandlung mit Statinen?  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fortbildungsempfehlung: <\/strong><em>Am 23.3.2019 findet in Halle (Saale) eine gemeinsam Fortbildungsveranstaltung von Akd\u00c4, \u00c4K und K\u00c4V Sachsen-Anhalt zu folgenden Themen statt:-Antibiotika und ihre Resistenzen-Nebenwirkungen und Medikationsfehler, Fallbeispiele aus dem Spontanmeldesystem- Neue Arzneimittel 2018\/2019, eine kritische BewertungN\u00e4heres bei: <\/em><a href=\"https:\/\/www.akdae.de\/Fortbildung\/Veranstaltungen\/PDF\/2019-HL.pdf\"><em>https:\/\/www.akdae.de\/Fortbildung\/Veranstaltungen\/PDF\/2019-HL.pdf<\/em><\/a><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wer und was wir sind:<\/b><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b><br>Unabh\u00e4ngig<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Wir sind \u00fcber 10 klinisch t\u00e4tige \u00c4rztinnen und \u00c4rzte und Apothekerinnen, die sich der Fort- und Weiterbildung verschrieben haben. Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass wir uns selbst und v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von der Industrie \u00fcber den Nutzen und die Risiken von Therapien informieren m\u00fcssen. Die Herausgeber und der \u00fcberwiegende Teil der Redaktionsmitglieder haben keinerlei Beziehungen mit der Industrie. Die Artikel erscheinen ohne Nennung der Autorennamen. Dies geschieht zum Schutz der Autoren vor pers\u00f6nlichen Anfeindungen und erlaubt ihnen, frei zu schreiben.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b><br>Werbefrei<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1967 verzichtet der ARZNEIMITTELBRIEF auf Werbeeinnahmen um nicht in Abh\u00e4ngigkeiten zu geraten. Wir finanzieren uns nur \u00fcber unsere Einzel- und Gro\u00dfabonnenten.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b><br>Kritisch<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Alle Beitr\u00e4ge im ARZNEIMITTELBRIEF sind Aus- und Bewertungen der aktuellen medizinischen Literatur und Therapieverfahren. Wir verwenden die Methoden und Kriterien der Evidenz-basierten Medizin und beziehen eindeutig Stellung zum Nutzen und zum Risiko einer Therapie<\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b><br>Praxisnah<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Es existieren zwei Redaktionen, eine in Berlin und eine in Salzburg. Dort werden alle Texte sehr gr\u00fcndlich in monatlichen Redaktionssitzungen besprochen. Die Redaktionsmitglieder tragen f\u00fcr Inhalt und Richtigkeit der Druckversion gemeinsam die Verantwortung. Da alle aus der Praxis kommen, ist eine praxisnahe Bewertung gesichert<\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b>Werden Sie Abonnent und unterst\u00fctzen Sie unabh\u00e4ngige Weiterbildung<\/b><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><br>Einzelabonnement: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>58 \u20ac\/Jahr<\/b><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">Studentenabonnement: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>36 \u20ac\/Jahr<\/b><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">Praxis\/Apothekenabonnement: <\/span><span style=\"font-size: medium;\">174 \u20ac\/Jahr (Zugang f\u00fcr bis zu 10 MitarbeiterInnen)<\/span><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b>Sie erhalten <\/b><\/span><\/div>\n<ul>\n<li>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">unbeschr\u00e4nkten <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Zugang zur Online-Ausgabe <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>und<\/i><\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">12 Print-Ausgaben pro Jahr<\/span><span style=\"font-size: medium;\">, auf dem Postweg direkt ins Haus <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>und<\/i><\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">Zugang zum Online-Archiv <\/span><span style=\"font-size: medium;\">mit \u00fcber 4000 Artikeln <\/span><span style=\"font-size: medium;\">seit 1997 <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>und<\/i><\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">bis zu 36 CME- Punkte pro Jahr (bislang nur f<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fc<\/span><span style=\"font-size: medium;\">r deutsche Abonnenten)<\/span><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\"><b>Hier geht\u2019s zur Anmeldung:<p><\/p>\n<\/b><p><b><\/b><\/p><\/span><\/div>\n<div><span style=\"font-size: medium;\">Deutschland: <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/Abonnieren.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/Abonnieren.aspx<\/a><p><\/p>\n<p><\/p><\/span><\/div>\n<div draggable=\"false\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00d6sterreich: <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.at\/at\/Abonnieren.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.at\/at\/Abonnieren.aspx<\/a><\/span><\/div>\n<div id=\"box\">\n<div id=\"content1\">\n<div id=\"Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeAusgabe\">\n<div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/Abonnement-Einzelnutzer-Studenten.aspx\"><img decoding=\"async\" title=\"Was bringt DER ARZNEIMITTELBRIEF speziell f\u00fcr Studentinnen und Studenten und den Beginn des Berufslebens?\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/2_Studi_Banner_AMB_NEU.jpg\" alt=\"2_Studi_Banner_AMB_NEU\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/isdb.aspx\"><img decoding=\"async\" title=\"DER ARZNEIMITTELBRIEF als Mitglied im ISDB\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/ISDB_Banner_AMB.jpg\" alt=\"DER ARZNEIMITTELBRIEF als Mitglied im ISDB\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/de\/Abonnieren.aspx\"><img decoding=\"async\" title=\"Sie k\u00f6nnen den ARZNEIMITTELBRIEF in 4 Preiskategorien abonnieren:\" src=\"http:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/1_ABO_Banner_AMB_NEU.jpg\" alt=\"Sie k\u00f6nnen den ARZNEIMITTELBRIEF in 4 Preiskategorien abonnieren:\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Newsletter aus 2019 DER ARZNEIMITTELBRIEF im M\u00e4rz 2019 Neues zu Vorhofflimmern Dass allein die Tatsache eine Frau zu sein das Risiko f\u00fcr einen Schlaganfall bei Vorhofflimmern erh\u00f6hen soll, leuchtete noch nie so richtig ein. 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