{"id":581,"date":"2001-02-01T12:00:00","date_gmt":"2001-02-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/der-arzneimittelbrief.com\/artikel\/2001\/mangelnde-transparenz-im-gesundheitswesen-wie-und-wo-die-hersteller-von-arzneimitteln-und-medizingeraeten-einfluss-nehmen"},"modified":"2001-02-01T12:00:00","modified_gmt":"2001-02-01T11:00:00","slug":"mangelnde-transparenz-im-gesundheitswesen-wie-und-wo-die-hersteller-von-arzneimitteln-und-medizingeraeten-einfluss-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.der-arzneimittelbrief.de\/nachrichten\/mangelnde-transparenz-im-gesundheitswesen-wie-und-wo-die-hersteller-von-arzneimitteln-und-medizingeraeten-einfluss-nehmen\/","title":{"rendered":"Mangelnde Transparenz im Gesundheitswesen: Wie und wo die Hersteller von Arzneimitteln und Medizinger\u00e4ten Einflu\u00df nehmen."},"content":{"rendered":"<p>Der nachfolgende Text entstammt (mit einigen Ver\u00e4nderungen) einer gr\u00f6\u00dferen Arbeit von Transparency International (Gesch\u00e4ftsstelle TI-Deutschland, Belfortstra\u00dfe 3, 81667 M\u00fcnchen. <a href=\"http:\/\/www.ti-deutschland.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ti-deutschland.de<\/a>) mit dem Titel: &#8222;Transparenzm\u00e4ngel im Gesundheitswesen. Ressourcenverschwendung, Mi\u00dfbrauch, Betrug &#8211; Einfallstore zur Korruption&#8220;. Die Kritik am Arzneimittelmarkt ist auch eine Form des Verbraucherschutzes, dem sich DER ARZNEIMITTELBRIEF seit mehr als 30 Jahren verpflichtet f\u00fchlt und der &#8211; was wir sehr unterst\u00fctzen &#8211; z.Zt. auf vielen Gebieten im Aufwind ist.<\/p>\n<p><B>Zur Situation auf dem &#8222;Gesundheitsmarkt&#8220;:<\/B> Ein gro\u00dfer Teil des Gesundheitsmarkts wird von der Entwicklung und Herstellung, dem Vertrieb und Verkauf von Arzneimitteln, Hilfsmitteln und Medizinger\u00e4ten bestimmt. Dieser Markt ist hinsichtlich Entwicklung und Produktion frei. Seit Jahren wird allerdings versucht, durch Kostend\u00e4mpfungs-Gesetze die Preise der Produkte zu begrenzen. Vertrieb und Verkauf unterliegen einem medizinischen Zulassungsverfahren sowie werberechtlichen Beschr\u00e4nkungen. Die Hersteller von Pharmazeutika und Medizinger\u00e4ten sp\u00fcren weltweit starken Konkurrenzdruck, der zur Konzentration zwingt. Daher bestimmen Fusionen von Chemie-Gro\u00dfkonzernen den Markt. Die Produktion von Arzneimitteln mu\u00df so kosteng\u00fcnstig wie m\u00f6glich erfolgen, zumal Forschung und Entwicklung st\u00e4ndig mehr Geld erfordern.<\/p>\n<p>Die Versorgung mit Arzneimitteln ist in den Industrie- und in den Entwicklungsl\u00e4ndern \u00e4u\u00dferst unterschiedlich, denn auch der Schutz der Gesundheit und die Behandlung von Erkrankungen sind Fragen der Kaufkraft. In Deutschland gibt es ein \u00dcberangebot an wirkungsgleichen Arzneimitteln. Die Konkurrenz der Anbieter ist daher entsprechend heftig, wie man am ausgepr\u00e4gten Lobbyismus und den vielf\u00e4ltigen Bestrebungen, gesundheitspolitische Entscheidungen zu beeinflussen, sehen kann.<\/p>\n<p>Die Hersteller von Arzneimitteln und medizinischen Hilfsmitteln d\u00fcrfen ihre rezeptpflichtigen Produkte dem Patienten weder direkt anbieten noch durch Werbung anpreisen; sie konzentrieren ihre Werbeanstrengungen f\u00fcr solche Produkte also auf die Fachberufe. F\u00fcr die rezeptfreien Arzneimittel gelten gesetzliche Werberegeln gegen\u00fcber dem Endverbraucher. Sie werden vielf\u00e4ltig umgangen und sind weitgehend ineffektiv, weil sie bei Mi\u00dfbrauch kaum Sanktionen nach sich ziehen und auf Grund der Interessen der Werbewirtschaft auch so gut wie gar nicht verfolgt werden. Selbstaufgestellte Verhaltensregeln der Anbieter verfolgen bestenfalls die schlimmsten Ausw\u00fcchse, sind im \u00fcbrigen aber wirkungslos.<\/p>\n<p>Als Adressaten der Werbung f\u00fcr rezeptpflichtige Arzneimittel sind nur medizinisch sachkundige Mittler zul\u00e4ssig, d.h. \u00c4rzte oder Apotheker. Dementsprechend sind auch die Anstrengungen der Pharma- und Ger\u00e4tehersteller beschaffen, ihre Produkte diesen Mittlern nahe zu bringen, z.B. durch Gutachten, kostenlose Ausstattung mit Arzneimittelmustern oder Ger\u00e4ten und Sonderrabatten. Die Fachpresse oder Kongresse mit Fachvortr\u00e4gen und Fernsehauftritte u.\u00e4. werden als verkappte Werbung eingesetzt, um \u00c4rzte und Apotheker zu bestimmten Arzneimitteln oder medizinischen Analyse- oder Therapieger\u00e4ten zu informieren und sie von deren Wert zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Das Verbot der &#8222;Laienwerbung&#8220; f\u00fcr rezeptpflichtige Arzneimittel wird h\u00e4ufig und systematisch dadurch unterlaufen, da\u00df Medizinjournalisten durch Zuwendungen und gesponserte, luxuri\u00f6se Veranstaltungen motiviert werden, \u00fcber Produkte positiv in den Laien-Medien zu berichten. Verst\u00f6\u00dfe werden von den zust\u00e4ndigen Landesbeh\u00f6rden in Deutschland &#8211; im Gegensatz zu anderen L\u00e4ndern &#8211; auch auf Anzeige hin selten, mit unzureichender Kompetenz und geringem Einsatz verfolgt (Vollzugsdefizit). Die bestehenden gesetzlichen Sanktionen sind ineffektiv. Gegen die m\u00f6glichen Versch\u00e4rfungen der Gesetze wird national, auf EU-Ebene und dar\u00fcber hinaus nach Einflu\u00dfm\u00f6glichkeiten gesucht und zahllose Lobbyisten in vielen Verb\u00e4nden gehen gegen m\u00f6gliche Versch\u00e4rfungen vor.<\/p>\n<p>Ein wichtiger &#8222;Multiplikator&#8220; f\u00fcr den medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Arznei- und Hilfsmittel sind die Universit\u00e4tskliniken.<\/p>\n<p>Die Zulassung von Arzneimitteln ist ein langes, mehrstufiges Verfahren, das gesetzlich geregelt und sehr teuer ist. Es ist nur f\u00fcr Fachkundige transparent. Insbesondere sind die Beziehungen zwischen den Antragstellern und den Beh\u00f6rden undurchsichtig. Kritiker haben erst <I>nach<\/I> der Zulassung einen &#8211; allerdings recht begrenzten &#8211; Einblick in die Unterlagen, so da\u00df regulatorische Entscheidungen selbst im Nachhinein nicht nachvollzogen werden k\u00f6nnen. In der Entscheidungsphase fehlen nachvollziehbare Begr\u00fcndungen f\u00fcr regulatorische Entscheidungen v\u00f6llig. Die Beschleunigung der Zulassungsverfahren verhilft Arzneimitteln auf den Markt, bevor ausreichende wissenschaftliche Daten \u00fcber sie ver\u00f6ffentlicht sind.<\/p>\n<p><B>Einflu\u00dfm\u00f6glichkeiten der Pharmaindustrie:<\/B> Welche M\u00f6glichkeiten hat nun die Pharma- und Medizinger\u00e4te-Industrie, sich der Strukturen des teilweise regulierten &#8222;Gesundheitsmarktes&#8220; zu bedienen und f\u00fcr sich selbst Vorteile zu Lasten der Allgemeinheit zu erzielen? Da es hier um gro\u00dfe Summen, um erhebliche Arbeitsvolumina und um Marktanteile im In- und Ausland geht, haben die Anbieter ein gro\u00dfes Interesse an einem m\u00f6glichst umfassenden Einflu\u00df.<\/p>\n<p>1. Durch den Abbau der staatlichen Forschungspolitik ist in Deutschland ein Pharmamarkt entstanden, bei dem sich der Staat aus der klinisch-pharmakologischen Forschung weitgehend zur\u00fcckgezogen hat. Infolgedessen gibt es praktisch nur noch Wirkstoffe, die in den chemischen Labors der Pharma-Industrie entwickelt wurden. Die medizinischen Gutachten, die sie bewerten, und die vorgeschriebenen Untersuchungen, die einer Zulassung vorangehen, werden hingegen durch Experten von Universit\u00e4tskliniken, Instituten und \u00e4hnlichen Institutionen erstellt, wobei die antragstellende Firma diese Untersuchungen nicht nur in Auftrag gibt, sondern auch bezahlt. Es ist infolgedessen nahezu unabdingbar, da\u00df die fachlichen Gutachten und die amtlichen Zulassungsverfahren im engsten Kontakt mit den Herstellerfirmen unternommen werden. Dies gilt auch f\u00fcr die Phase der Vermarktung nach der Zulassung, wo im Rahmen der vorgeschriebenen medizinischen Begleitung des neuen Arzneimittels bestellte Gutachten, Anwendungsbeobachtungen und Fortbildungsveranstaltungen eine gro\u00dfe Rolle spielen. Dies sind Vorg\u00e4nge, bei denen die Verflechtungen zwischen pers\u00f6nlichen, wissenschaftlichen und materiellen Interessen aller Beteiligten nicht transparent sind.<\/p>\n<p>2. In Deutschland, in ganz Europa und auch in den USA bleiben die Unterlagen f\u00fcr die Zulassung eines Arzneimittels auch nach der Zulassung geheim. Die US-amerikanische Zulassungsbeh\u00f6rde FDA (Food and Drug Administration) und ihr europ\u00e4isches Pendant EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) ver\u00f6ffentlichen unmittelbar nach der Zulassungsentscheidung eine zusammenfassende Bewertung des Produkts; die Dokumente aber, die mit dem Zulassungsantrag eingereicht worden sind, bleiben verschlossen. Damit wird verhindert, da\u00df z.B. pharmakologisch versierte \u00c4rzte oder Apotheker den Nutzen eines neu zugelassenen Arzneimittels fr\u00fchzeitig kritisch bewerten k\u00f6nnen. Auch Daten zur Arzneimittelsicherheit einer neu zugelassenen Substanz werden h\u00e4ufig nicht publiziert.<\/p>\n<p>3. Auch als Folge der engen Interessenverflechtung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist der Standard vieler klinischer Zeitschriften so gesunken, da\u00df kaum eine deutschsprachige klinische Zeitschrift noch internationale wissenschaftliche Bedeutung hat. Es gibt auch nur noch wenige klinische Publikationsorgane, die von der Pharmaindustrie, speziell von ihrer Eigenschaft als eintr\u00e4gliche Anzeigenkunden, so unabh\u00e4ngig sind, da\u00df sie Arbeiten mit kritischen bzw. negativen Wertungen ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p>4. Die Wege, die ein Unternehmen beschreitet, um ein neues Arzneimittel auf dem Markt zu etablieren, sind oft fragw\u00fcrdige Schleichwege der Werbung: Kongresse und Fachtagungen von zweifelhaftem wissenschaftlichem Nutzen, aber in gro\u00dfem Luxus; gezielte Vergabe von mehr als der gesetzlich zul\u00e4ssigen Anzahl an \u00c4rztemustern; vertragliche Bindung von Leitenden \u00c4rzten an die Produkte eines Herstellers oder\/und kostenlose Abgabe an Krankenhausapotheken, um \u00c4rzte und Patienten an bestimmte Medikamente zu gew\u00f6hnen und um den weiteren Absatz nach dem Klinikaufenthalt zu sichern; bestellte und bezahlte Artikel in der Fachpresse, die nur vermeintlich wissenschaftlich unabh\u00e4ngig, aber eigentlich Werbema\u00dfnahmen sind.<\/p>\n<p>5. \u00c4rzte an kommunalen Krankenh\u00e4usern unterliegen heute gew\u00f6hnlich einer Aufsicht des Krankenhaustr\u00e4gers was Dienstreisen, Kongre\u00dfbesuche, Nebent\u00e4tigkeiten und Geschenke angeht. F\u00fcr Professoren an Universit\u00e4tskliniken trifft dies nicht in gleichem Umfang zu. Dienstreisen, Fachvortr\u00e4ge, Kongre\u00dfbesuche sind nahezu uneingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich, und das Einwerben von sogenannten Drittmittel-Projekten, also mit Geldern honorierten Auftr\u00e4gen f\u00fcr Untersuchungen, Gutachten und Forschungen geh\u00f6rt quasi zu den vom jeweiligen Hochschultr\u00e4ger erwarteten bzw. gew\u00fcnschten Qualifikationen eines Instituts- oder Klinik-Chefs. Von Seiten der Pharmaindustrie sind solche Auftr\u00e4ge \u00fcblich, um Produkte und Ger\u00e4te auf dem Markt zu etablieren. Teure und personalintensive Ger\u00e4te werden &#8211; wie Medienberichte nachgewiesen haben &#8211; vom Hersteller oft mit einer f\u00fcr eine bestimmte Zeit voll finanzierten Stelle an den Krankenh\u00e4usern untergebracht. Auch die entsprechenden Artikel in der Fachpresse werden meist von dem Herstellerunternehmen bestellt und oft auch honoriert. Klinische Studien werden zudem h\u00e4ufig so konzipiert, da\u00df nicht neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern argumentative Vorteile eines bestimmten Produkts ermittelt werden sollen. Auch dies schw\u00e4cht die innovative klinische Forschung.<\/p>\n<p><B>Empfehlungen:<\/B> In den letzten Jahren sind die Kosten f\u00fcr Arzneimittel und f\u00fcr die Behandlung im Krankenhaus deutlich gestiegen. Das Arzneimittelbudget mu\u00df in der Zukunft aber nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Kostend\u00e4mpfung, sondern auch deshalb begrenzt werden, damit \u00fcberhaupt noch Spielr\u00e4ume f\u00fcr neue medizinische Entwicklungen bleiben. Wie dies geschehen kann, ist Gegenstand heftiger politischer Auseinandersetzungen, und es gibt sicher keine Patentl\u00f6sung. Uns liegt besonders am Herzen, undurchsichtiges oder gar betr\u00fcgerisches, korruptes Handeln, das zu Lasten der Allgemeinheit geht und diese notwendigen Spielr\u00e4ume weiter beschneidet, so weit wie m\u00f6glich zu unterbinden.<\/p>\n<p>Deshalb unsere Empfehlungen:<br \/><UL><\/p>\n<li>Eine weitgehende Transparenz bei allen Stufen des Zulassungsverfahrens eines Arzneimittels w\u00fcrde korruptives Verhalten eind\u00e4mmen. Hier sind gesetzliche Ma\u00dfnahmen und eine rechtliche Verankerung von Akteneinsichtsrechten nach dem Vorbild des <I>Freedom of Information Acts <\/I>in den USA erforderlich. Aber auch die Herstellerfirmen k\u00f6nnten durch nachvollziehbare transparente Verhaltenskodices zu einer Bewu\u00dftseins\u00e4nderung beitragen. Das Nachdenken \u00fcber andere Verfahren bei Zweit- und Drittzulassungen darf nicht aufh\u00f6ren.<\/li>\n<p><\/UL><br \/><UL><\/p>\n<li>Bund, L\u00e4nder und Hochschulen m\u00fcssen eine von der Pharmaindustrie unabh\u00e4ngige klinisch-therapeutische Forschung aufbauen helfen beziehungsweise entsprechende alternative Anstrengungen bei herstellerunabh\u00e4ngigen Verbraucher- und Patientenorganisationen verst\u00e4rken und unterst\u00fctzen. Zugleich m\u00fcssen qualitativ hochwertige klinische Forschung und klinische Studien finanziert werden, die unabh\u00e4ngig von Drittmitteln der Pharmaindustrie bleiben. Die Kontrolle \u00fcber eingeworbene Drittmittel mu\u00df sich durch Ver\u00f6ffentlichungspflichten und Informationsrechte \u00fcber das Universit\u00e4tsbudget erheblich verbessern. Auch Verhaltenskodices der Pharmaindustrie k\u00f6nnen weiterhelfen, wenn sie transparent, \u00f6ffentlich kontrollierbar und wirksam durch Sanktionen durchzusetzen sind. Die Koppelung von der Lieferung eines Ger\u00e4tes mit dem Honorar f\u00fcr eine Person, die das Ger\u00e4t bedient, ist ebenso abzulehnen wie bestellte und \u00fcberh\u00f6ht bezahlte Gutachten oder \u00e4hnliche Aktivit\u00e4ten, die z.B. einen Lehrstuhl besser ausstatten als der Hochschultr\u00e4ger es sich leisten will.<\/li>\n<p><\/UL><br \/><UL><\/p>\n<li>Aktivit\u00e4ten der Pharma- und Medizinger\u00e4te-Industrie als Sponsoren m\u00fcssen in jedem Bereich &#8211; Krankenhaus und Krankenhaustr\u00e4ger, niedergelassene \u00c4rzte, \u00c4rzteverb\u00e4nde, \u00e4rztliche Fortbildung, Apotheken, medizinische Fachpresse, Universit\u00e4ten etc. &#8211; transparent und \u00f6ffentlich kontrollierbar sein.<\/li>\n<p><\/UL><br \/><UL><\/p>\n<li>Einflu\u00dfnahrmen auf Krankenhausapotheken und auf die Verschreibungspraxis von Kliniken oder niedergelassenen \u00c4rzten, die zun\u00e4chst deren Arzneimittelbudget senken, in der Folge aber m\u00f6glicherweise die Patientenversorgung verteuern, weil die Empf\u00e4nger solcher Vorteile an bestimmte Arzneimittel gebunden wurden, sind f\u00fcr das Gesundheitssystem sch\u00e4dlich und daher zu unterlassen.<\/li>\n<p><\/UL><br \/><UL><\/p>\n<li>Die wissenschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit medizinischer Fachpublikationen mu\u00df zur\u00fcckgewonnen werden. Die Vermischung von Werbung und Wissenschaft mu\u00df k\u00fcnftig unterbleiben. Wissenschaftler, die auf Veranlassung und mit Bezahlung durch einen Arznei- oder Hilfsmittel-Hersteller bestimmte Zusammenh\u00e4nge untersuchen, sind verpflichtet, ihre Interessen offenzulegen.<\/li>\n<p><\/UL><br \/>Alle Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen bei Zuwiderhandlung Sanktionen nach sich ziehen. Selbstauferlegte Verhaltensregeln k\u00f6nnen nur dann an die Stelle staatlicher Richtlinien treten, wenn sie \u00f6ffentlich zu kontrollieren sind und bei Verst\u00f6\u00dfen ebenfalls Sanktionen nach sich ziehen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der nachfolgende Text entstammt (mit einigen Ver\u00e4nderungen) einer gr\u00f6\u00dferen Arbeit von Transparency International (Gesch\u00e4ftsstelle TI-Deutschland, Belfortstra\u00dfe 3, 81667 M\u00fcnchen. http:\/\/www.ti-deutschland.de) mit dem Titel: &#8222;Transparenzm\u00e4ngel im Gesundheitswesen. 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