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	<title>Erythema migrans Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 17 Feb 2015 09:41:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/rezidiv-oder-reinfektion-bei-wiederkehrendem-erythema-migrans-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2015 09:40:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erythema migrans]]></category>
		<category><![CDATA[Lyme-Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[Zecken]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenbiss]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2013, 47, 08 Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans? Wir haben über Therapie und Prophylaxe der Lyme-Borreliose wiederholt berichtet (1). Das Erythema migrans ist die häufigste Manifestation dieser bakteriellen Infektion. Bei unbehandelten Patienten kann es spontan verschwinden und wieder auftreten, bei nicht adäquat antibiotisch behandelten Patienten kann es sich zunächst bessern und danach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2013, <strong>47</strong>, 08</p>
<h2>Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans?</h2>
<p>Wir haben über Therapie und Prophylaxe der Lyme-Borreliose wiederholt berichtet (1). Das Erythema migrans ist die häufigste Manifestation dieser bakteriellen Infektion. Bei unbehandelten Patienten kann es spontan verschwinden und wieder auftreten, bei nicht adäquat antibiotisch behandelten Patienten kann es sich zunächst bessern und danach wieder verschlechtern. Von Ärzten, besonders aber von Patientengruppen wurde in den letzten Jahren immer wieder über eine „chronische Lyme-Borreliose“ berichtet, obwohl die akute Infektion bei diesen Patienten adäquat antibiotisch behandelt worden war (vgl. 2). Eine Reihe unerklärter Symptome &#8211; chronische Schmerzen, starke Müdigkeit, neurokognitive und psychische Veränderungen &#8211; wurden dieser Verdachtsdiagnose zugeordnet. Dies führte zu oft monatelangen, meist erfolglosen Behandlungen mit Antibiotika. Eine Persistenz des Erregers beim Menschen nach adäquater antibiotischer Therapie ist bisher nicht nachgewiesen (s.a. Kommentar bei 3). Als Hinweis auf eine mögliche Persistenz des Erregers wurden Patienten angeführt, bei denen erneut und zum Teil mehrfach ein Erythema migrans aufgetreten war. Hierzu wurde nun eine molekularbiologische Untersuchung der isolierten Erreger vorgelegt (4).</p>
<p>Neun Männer und acht Frauen (im Median 47 Jahre alt) mit rezidivierendem Erythema migrans trotz jeweils erfolgreicher antibiotischer Therapie wurden aus einer prospektiven Studie zwischen 1991-2011 in den USA (New York State) ermittelt. Drei dieser Patienten hatten drei, einer sogar vier aufeinanderfolgende Episoden, die anderen zwei. Zwischen den Episoden lagen im Median vier Jahre. Von allen Patienten lagen positive bakterielle Kulturen von der Haut oder aus dem Blut vor. In den Kulturen konnte jeweils nur ein Stamm von <i>B. burgdorferi</i>, niemals zwei oder mehrere Stämme nachgewiesen werden. Die jeweiligen Stämme wurden molekularbiologisch charakterisiert, insbesondere hinsichtlich des äußeren Hüllproteins C (ospC). Zusätzlich wurden Bereiche aus der ribosomalen RNS (16S-23S) sequenziert.</p>
<p>Bei diesen Patienten waren die Hüllproteine der Erreger beim ersten und zweiten Auftreten des Erythema migrans immer unterschiedlich. Auch die Analyse der ribosomalen RNS ergab unterschiedliche Bakterienstämme bei jeder erneuten Episode. Bei einem Patienten wurden identische Genotypen beim ersten und dritten Erythema migrans, nicht aber beim zweiten und vierten gefunden.</p>
<p>Wenn bei einem Erythema migrans &#8211; wie empfohlen &#8211; sehr früh adäquat antibiotisch behandelt wird, werden offenbar keine vor einer Neuinfektion schützenden Antikörper gebildet.</p>
<p><b>Fazit:</b> Die Ergebnisse dieser molekularbiologischen Studie zur Lyme-Borreliose sprechen dafür, dass Patienten, bei denen trotz jeweils adäquater und erfolgreicher antibiotischer Therapie wiederholt Episoden eines Erythema migrans auftreten, sich neu mit <i>B. burgdorferi</i> infiziert haben und nicht dafür, dass der Erreger vorausgegangener Infektionen persistiert.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>AMB 2005, <b>39</b>, 71b <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6541" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> . AMB 2005, <b>39</b>, 33 <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6497" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> . AMB 2006, <b>40</b>, 78 <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=6661" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a> . AMB 2009, <b>43</b>, 52a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7004" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Feder,H.M., et al.: N. Engl. J. Med. 2007, <b>357</b>, 1422. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=17914043&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Steere,A.C.: N. Engl. J. Med. 2012, <b>367</b>, 1950. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=23150963&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
<li>Nadelman,R.B., et al.: N. Engl. J. Med. 2012, <b>367</b>, 1883. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&amp;db=PubMed&amp;list_uids=23150958&amp;dopt=Abstract" target="_blank"><img decoding="async" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/_images/link.jpeg" alt="Link zur Quelle" width="11" height="11" border="0" /></a></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Erythema%20migrans," target="_self">Erythema migrans,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Lyme-Borreliose," target="_self">Lyme-Borreliose,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Zecken," target="_self">Zecken,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Zeckenbiss," target="_self">Zeckenbiss,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: Lyme-Borreliose</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=08" target="_self">Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=08" target="_self">2013, <b>47</b>, 08</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=52a" target="_self">Europäische Lyme-Neuroborreliose: Ceftriaxon i.v. oder Doxycyclin oral?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=52a" target="_self">2009, <b>43</b>, 52a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=52b" target="_self">Eine zweiwöchige antibiotische Therapie der Neuroborreliose ist ausreichend</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=52b" target="_self">2007, <b>41</b>, 52b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=29" target="_self">Wie Impfstoffe durch Verantwortungslosigkeit, wissenschaftliches Fehlverhalten und gezielte Desinformation in Misskredit gebracht wurden</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=29" target="_self">2007, <b>41</b>, 29</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=78" target="_self">Generelle Gabe von Antibiotika nach Zeckenbiss zur Prophylaxe der Lyme-Borreliose in Deutschland nicht sinnvoll</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=78" target="_self">2006, <b>40</b>, 78</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=71b" target="_self">Leserbrief: Lyme-Borreliose</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=71b" target="_self">2005, <b>39</b>, 71b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=33" target="_self">Prophylaxe und Therapie der Lyme-Borreliose</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2005&amp;S=33" target="_self">2005, <b>39</b>, 33</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=80b" target="_self">Leserbrief: Antibiotische Behandlung bei Erythema migrans</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=80b" target="_self">2001, <b>35</b>, 80b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=63a" target="_self">Kontrollierter Behandlungsversuch mit Antibiotika bei Patienten mit persistierenden Symptomen trotz lege artis behandelter Borreliose</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=63a" target="_self">2001, <b>35</b>, 63a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=62b" target="_self">Antibiotische Prophylaxe einer Borreliose nach Zeckenbiß ist in der Regel nicht sinnvoll</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=62b" target="_self">2001, <b>35</b>, 62b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=69b" target="_self">Impfung gegen Borreliose</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1998&amp;S=69b" target="_self">1998, <b>32</b>, 69b</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/rezidiv-oder-reinfektion-bei-wiederkehrendem-erythema-migrans/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2014 17:23:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahr 2013 Band 47]]></category>
		<category><![CDATA[Monat 01]]></category>
		<category><![CDATA[Erythema migrans]]></category>
		<category><![CDATA[Lyme-Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[Zecken]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenbiss]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/?p=1844</guid>

					<description><![CDATA[<p>AMB 2013, 47, 08 &#160; Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans? &#160; Fazit: Die Ergebnisse dieser molekularbiologischen Studie zur Lyme-Borreliose sprechen dafür, dass Patienten, bei denen trotz jeweils adäquater und erfolgreicher antibiotischer Therapie wiederholt Episoden eines Erythema migrans auftreten, sich neu mitB. burgdorferi infiziert haben und nicht dafür &#8230; Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&#62; &#160; Schlagworte zum Artikel: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2013, <strong>47</strong>, 08</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit: </strong>Die Ergebnisse dieser molekularbiologischen Studie zur Lyme-Borreliose sprechen dafür, dass Patienten, bei denen trotz jeweils adäquater und erfolgreicher antibiotischer Therapie wiederholt Episoden eines Erythema migrans auftreten, sich neu mit<i>B. burgdorferi</i> infiziert haben und nicht dafür &#8230; <strong><a title="Rezidiv oder Reinfektion bei wiederkehrendem Erythema migrans?" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=08" target="_blank">Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel:</b></p>
<p><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Erythema%20migrans," target="_self">Erythema migrans,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Lyme-Borreliose," target="_self">Lyme-Borreliose,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Zecken," target="_self">Zecken,</a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Zeckenbiss," target="_self">Zeckenbiss,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Erythema migrans, erneutes Erythema migrans nach adäquater antibiotischer Therapie spricht für Neuinfektion mit Borrelien und nicht für Persistenz des Erregers *Lyme-Borreliose, erneutes Erythema migrans nach adäquater antibiotischer Therapie spricht für Neuinfektion mit Borrelien und nicht für Persistenz des Erregers *Zecken, erneutes Erythema migrans nach adäquater antibiotischer Therapie spricht für Neuinfektion mit Borrelien und nicht für Persistenz des Erregers *Zeckenbiss, erneutes Erythema migrans nach adäquater antibiotischer Therapie spricht für Neuinfektion mit Borrelien und nicht für Persistenz des Erregers</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leserbrief: Antibiotische Behandlung bei Erythema migrans</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-antibiotische-behandlung-bei-erythema-migrans/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2001 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amoxicillin]]></category>
		<category><![CDATA[Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[Doxycyclin]]></category>
		<category><![CDATA[Doxyzyklin]]></category>
		<category><![CDATA[Erythema migrans]]></category>
		<category><![CDATA[Lyme-Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[Zecken]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenbiss]]></category>
		<category><![CDATA[Zeckenstich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://der-arzneimittelbrief.com/artikel/2001/leserbrief-antibiotische-behandlung-bei-erythema-migrans</guid>

					<description><![CDATA[<p>Frage von Dr. F.B. aus Rohrbach in Österreich: >> Zu Ihrem Artikel über die antibiotische Prophylaxe einer Borreliose nach Zeckenbiß (1993, 34, 128) habe ich folgende Frage: Habe ich im vorletzten Absatz den Hinweis auf den ELISA richtig interpretiert? Nach Zeckenbiß abwarten bis ein Erythema migrans erscheint oder bei Auftreten einer anderen entzündlichen Reaktion einen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/leserbrief-antibiotische-behandlung-bei-erythema-migrans/">Leserbrief: Antibiotische Behandlung bei Erythema migrans</a> appeared first on <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten">Der Arzneimittelbrief</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><B>Frage</B> von Dr. F.B. aus Rohrbach in Österreich: >> Zu Ihrem Artikel über die antibiotische Prophylaxe einer Borreliose nach Zeckenbiß (<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5681" target="_blank" rel="noopener"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8418253&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>34</B>, 128</a></a>) habe ich folgende Frage: Habe ich im vorletzten Absatz den Hinweis auf den ELISA richtig interpretiert? Nach Zeckenbiß abwarten bis ein Erythema migrans erscheint oder bei Auftreten einer anderen entzündlichen Reaktion einen ELISA zu machen und dann gezielt antibiotisch behandeln. Ich glaube nämlich, daß bei einem klinisch eindeutigen Bild eines Erythema migrans kein ELISA nötig ist. <<

<B>Antwort:</B> >> Sie haben an der von Ihnen angezeigten Stelle des Artikels über die antibiotische Prophylaxe einer Borreliose nach Zeckenbiß eine Schwachstelle entdeckt. Zwar handelt der Artikel nicht von der Therapie der Borreliose, aber der von Ihnen hinterfragte Satz ist irreführend.</p>
<p>Ein klinisch typisches Erythema migrans (EM) an der Stelle eines zuvor festgestellten Zeckenbisses sollte sofort behandelt werden, und zwar mit 2 mal 100 mg/d Doxycyclin (auf vollen Magen) 10-14 Tage lang oder mit 3 mal 500 mg/d Amoxicillin für den gleichen Zeitraum. Die Dosierung bezieht sich auf Erwachsene. Zwar ist ein gut organisiertes Labor in der Lage, das Ergebnis eines ELISA innerhalb weniger Tage abzuliefern. Im Stadium I, d.h. Auftreten des EM, ist der ELISA (IgM) aber erst bei 30% der Fälle positiv. Bei untypischen Lokalbefunden an der Stelle des Zeckenbisses kann es sinnvoll sein, das Ergebnis des ELISA abzuwarten. Die Entscheidung über den Beginn einer antibiotischen Behandlung bleibt dann aber bei der zu diesem Zeitpunkt geringen Aussagekraft des Tests ohnehin Ermessenssache. Bei Verdacht auf ein späteres Stadium einer Borreliose, z.B. Neuro-Borreliose, ist die Serodiagnostik, z.T. auch mit vergleichenden Messungen im Liquor cerebrospinalis, aber recht zuverlässig. << 
</p>
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		<title>Antibiotische Prophylaxe einer Borreliose nach Zeckenbiß ist in der Regel nicht sinnvoll</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2001 10:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amoxicillin]]></category>
		<category><![CDATA[Borreliose]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Westchester County des Staates New York, USA, ist die Inzidenz der Lyme-Borreliose (Borrelia burgdorferi) mit einem Fall auf 1000 Einwohner/Jahr sehr hoch. In diesem County führten R.B. Nadelman et al. (N. Engl. J. Med. 2001, 345, 79) eine Prophylaxe-Studie durch. Von 1987 bis 1996 wurden insgesamt 482 Personen, bei denen innerhalb der letzten 72 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Westchester County des Staates New York, USA, ist die Inzidenz der Lyme-Borreliose (Borrelia burgdorferi) mit einem Fall auf 1000 Einwohner/Jahr sehr hoch. In diesem County führten R.B. Nadelman et al. (N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11450675&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>345</B>, 79</a>) eine Prophylaxe-Studie durch. Von 1987 bis 1996 wurden insgesamt 482 Personen, bei denen innerhalb der letzten 72 Stunden eine Zecke des Typs Ixodes scapularis aus der Haut entfernt worden war, entweder mit einer einmaligen Dosis Doxycyclin (200 mg) oder mit Plazebo doppeltblind randomisiert behandelt. Erstes Auswertungskriterium war das Auftreten eines Erythema migrans an der Bißstelle; weitere Kriterien war ein Erythema migrans an einer anderen Stelle oder eine Serokonversion bei Personen, die am Tag des Einschlusses in die Studie seronegativ waren. Die entfernten Zecken wurden von einem Spezialisten inspiziert. Registriert wurde, ob es sich um Nymphen oder um erwachsene Tiere handelte und ob sie mehr oder weniger stark mit Blut vollgesogen waren.</p>
<p>Nur bei 8 von 247 Probanden (3,2%) der Plazebo-Gruppe trat ein Erythema migrans auf. In der behandelten Gruppe fand sich nur bei einer von 235 Personen dieses Symptom (0,4%). Ein Erythema migrans trat nur dann auf, wenn der Patient von einer Nymphe wenigstens 72 Stunden vorher gebissen worden war und wenn diese bereits mit etwas Blut gefüllt war. In anderen Fällen war die Inzidenz null. Bei keiner der gebissenen Personen &#8211; auch nicht bei den Patienten der Plazebo-Gruppe, die ein Erythema migrans entwickelt hatten und die dann allerdings antibiotisch behandelt wurden &#8211; traten darüber hinausgehende Zeichen einer Borreliose auf.</p>
<p>Der Unterschied der Inzidenz eines Erythema migrans in der Verum- versus der Plazebo-Gruppe ist mit p < 0,04 signifikant. Die Behandlungseffektivität wurde mit 87% berechnet. Hieraus ergibt sich aber noch keine automatische Indikation für die weltweite Durchführung einer solchen Prophylaxe, was aus einem Editorial im gleichen Heft des N. Engl. J. Med. (2001, <B>345</B>, 133) von E.D. Shapiro aus New Haven, USA, hervorgeht. Shapiro verweist darauf, daß die Doxycyclin-Prophylaxe nur in Gegenden sinnvoll ist, in denen, wie im Westchester County des Staates New York, die Borreliose hyperendemisch ist. Das trifft nur für wenige Staaten der USA zu und für sehr wenige Gegenden außerhalb der USA. In Europa und Asien wird die Borreliose durch andere Bakterien verursacht (Borrelia afzelii und garinii), und die übertragenden Vektoren sind Ixodes ricinus bzw. persulcatus. Keineswegs steht, wie in der hier beschriebenen Studie, immer ein geschulter Insektenforscher für die Identifizierung der Zecken zur Verfügung. Häufig würden von weniger erfahrenen Ärzten alle möglichen Käfer, Wanzen, Läuse und Spinnen für Zecken gehalten. Sinnvoll sei der Versuch einer Prophylaxe lediglich, wenn zumindest eindeutig identifizierte Zecken im gering bis stark vollgesogenen Zustand von der Haut entfernt werden und wenn bekannt ist, daß die Durchseuchung der Zecken in der betreffenden Region mit infektiösen Borrelien signifikant ist. Ansonsten sei es sinnvoller, die Hautstelle, an welcher der Biß erfolgte, sorgfältig zu beobachten, bei Auftreten eines Erythema migrans oder einer anderen entzündlichen Reaktion einen immunologischen Test (ELISA) durchzuführen und anschließend gezielt antibiotisch zu behandeln. Diese antibiotische Behandlung ist hocheffektiv und verhindert eine chronische Borreliose mit hoher Wahrscheinlichkeit. In der Studie von Nadelman et. al. hatten im übrigen 30% der Probanden, die Doxycyclin eingenommen hatten, Übelkeit und Magenbeschwerden, vermutlich weil sie das Medikament auf nüchternen Magen genommen hatten. Doxycyclin sollte immer nach dem Essen eingenommen werden.</p>
<p><B>Fazit:</B> Nur in hyperendemischen Regionen ist eine Antibiotika-Prophylaxe mit Doxycyclin nach Entfernung einer eindeutig identifizierten und zumindest mit etwas Blut gefüllten Zecke zur Borreliose-Prophylaxe sinnvoll. Für Deutschland dürfte dies nur sehr begrenzt zutreffen. </p>
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