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Die Therapie mit Acarbose (Glucobay) bei Diabetes mellitus ist umstritten (s.a. AMB 1996, 30, 81). Nicht nur, weil der Nutzen dieser Substanz auf klinische Endpunkte schlecht belegt ist, sondern auch, weil die Einnahme von Acarbose sehr häufig zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen führt: 77% Flatulenz, 33% Diarrhö, 21% Blähungen und Bauchschmerzen (1). Eine Gruppe von Gastroenterologen aus […]
Die Behandlung des Diabetes mellitus in der Schwangerschaft mit Sulfonylharnstoffen und Metformin ist weltweit tabu. Einerseits wird die teratogene Wirkung in den ersten Schwangerschaftsmonaten gefürchtet, andererseits der plazentare Transfer der Medikamente auf den Feten und die Erzeugung einer fetalen Hyperinsulinämie. Beim Gestationsdiabetes tritt die Hyperglykämie jedoch erst im zweiten oder dritten Trimenon auf, so daß […]
Frage von Dr. W.K. aus Berlin: >> Eine 66jährige, somnolente Patientin wurde mit akutem Nierenversagen und Hypothermie (32,8 °C) aufgenommen. RR 100/30 mmHg, Puls 97/ Min., zentraler Venendruck +18 cm H2O. Einige Laborwerte: pH arteriell: 6,75, BE -30 mmol/l, Kreatinin 9,6 mg/dl, Laktat 32,1 mmol/l, Blutzucker 125 mg/dl, Kalium 5,9 mmol/l. Keine Sepsis, kein Leberversagen, […]
Dieser praktisch und prognostisch wichtigen Frage gingen R.C. Turner et al. in der United Kingdom Prospective Diabetes Study 49 nach (JAMA 1999, 281, 2005). Über die groß angelegte UKPDS haben wir mehrfach ausführlich berichtet (s.a. AMB 1998, 32, 81 und 76a. 4075 Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 2 wurden in den Jahren 1977 […]
Fragen von Dr. M.G. aus Ostfildern: >> Mit Interesse habe ich den Artikel über die Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 gelesen (AMB 1998, 32, 81). Als Anästhesisten sind auch wir mit der Renaissance des Biguanids Metformin konfrontiert. In den Arzneimittelinformationen (z.B. in der Roten Liste) und in der aktuellen anästhesiologischen Literatur wird ausdrücklich darauf […]
Es gibt keinen Zweifel daran, daß Diät (bei Übergewicht mit Kalorienrestriktion) die Grundlage der Therapie des Typ-2-Diabetes mellitus ist. Über die Frage, ob Patienten, die mit Diät allein schlecht einzustellen sind, zunächst mit Tabletten (Sulfonylharnstoffe, Metformin) oder frühzeitig mit lnsulin behandelt werden sollten, gehen die Meinungen erheblich auseinander. Der Grund für die therapeutische Unsicherheit ist […]
Auf den Offenen Brief von Prof. Dr. Dr. h.c. Berger, Düsseldorf (s.AMB 1997, 31, 72b) hat jetzt das BfArM folgendermaßen geantwortet (gekürzt): Die Hypothese über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit im Zusammenhang mit einer Sulfonylharnstoffbehandlung von Patienten mit NIDDM geht wesentlich auf die bereits Anfang der 70er Jahre veröffentlichte University Group […]
(…) Neuerliche tierexperimentelle Untersuchungen haben den Verdacht aus einer früheren prospektiven randomisiert kontrollierten lnterventionsstudie (1) erhärtet, daß die orale Therapie mit Sulfonylharnstoffen zumindestens bei denjenigen Typ-2-Diabetikern mit einer koronaren Herzkrankheit ein erhebliches Gefährdungspotential bei Zuständen koronarer Minderdurchblutung nach sich zieht (2) (…) Neuerliche prospektive Untersuchungen in Schweden haben einen erheblichen Unterschied in der Prognose (Mortalität) […]
Das lnverkehrbringen von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen ist in der Bundesrepublik Deutschland mit besonderen Auflagen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren – abgesehen von wenigen begründeten Ausnahmen – nach erstmaliger Zulassung verbunden. Diese Arzneimittel unterliegen einer fünfjährigen automatischen Verschreibungspflicht. Nach der erstmaligen Zulassung sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom pharmazeutischen Unternehmer […]