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	<title>Testosteron Archives - Der Arzneimittelbrief</title>
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	<description>Unabhängige Arzneimittelinformationen</description>
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		<title>Therapie der akuten Divertikulitis: Zeit für einen Paradigmenwechsel?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/therapie-der-akuten-divertikulitis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jun 2017 10:59:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Akutes Koronarsyndrom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> AMB 2017, 51, 45  Therapie der akuten Divertikulitis: Zeit für einen Paradigmenwechsel? Fazit: Bei CT-gesicherter, unkomplizierter akuter Divertikulitis – auch bei deutlich erhöhten CRP- und Leukozytenwerten – kann auf eine antibiotische Therapie zunächst verzichtet werden, d.h. wenn Temperaturen &#62; 39°C, Peritonitis, Sepsis, Bakteriämie oder Immunsuppression und ein schlechter Allgemeinzustand nicht vorhanden sind. Der klinische Zustand der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><span id="ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr"> AMB 2017, <strong>51</strong>, 45 </span></p>
<h2>Therapie der akuten Divertikulitis: Zeit für einen Paradigmenwechsel?</h2>
</div>
<div><strong>Fazit:</strong> Bei CT-gesicherter, unkomplizierter akuter Divertikulitis – auch bei deutlich erhöhten CRP- und Leukozytenwerten – kann auf eine antibiotische Therapie zunächst verzichtet werden, d.h. wenn Temperaturen &gt; 39°C, Peritonitis, Sepsis, Bakteriämie oder Immunsuppression und ein schlechter Allgemeinzustand nicht vorhanden sind. Der klinische Zustand der Patienten sollte bei dieser „Watchful-waiting“-Strategie engmaschig kontrolliert werden, um bei denjenigen Patienten eine antibiotische und eventuell chirurgische Therapie zu beginnen, die sich klinisch verschlechtern, über zunehmende abdominelle Schmerzen klagen, Temperaturen &gt; 39°C entwickeln oder septisch werden. Patienten mit Temperaturen &lt; 38°C, und Schmerzen &lt; 4 auf der visuellen Analogskala, die in der Lage sind täglich &gt; 1 I zu trinken und feste, faserarme Kost zu essen, können ambulant behandelt werden. <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=45"><b><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern –&gt;</strong></b></a></p>
<h2></h2>
<h2>Alle Artikel zum Schlagwort: Divertikulitis,</h2>
<p>Therapie der akuten Divertikulitis: Zeit für einen Paradigmenwechsel? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=45" target="_self">2017, <b>51</b>, 45</a><br />
Kürzere Dauer der antibiotischen Therapie bei intraabdominellen Infektionen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=60a" target="_self">2015, <b>49</b>, 60a</a>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> erscheint als unabhängige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschließlich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise veröffentlichen können.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einfluss von transdermalem Testosteron auf Gedächtnisschwäche und koronare Plaques</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/einfluss-von-transdermalem-testosteron/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[henk-amb]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2017 15:02:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Akutes Koronarsyndrom]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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		<category><![CDATA[Testosteron]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2017, 51, 44  Ältere Männer mit relativem Hypogonadismus – Einfluss von transdermalem Testosteron auf Gedächtnisschwäche und koronare Plaques Fazit:Wie auch in der ersten Mitteilung zu den TTrials (1) waren günstige Effekte einer einjährigen Testosteron-Therapie bei älteren Männern auf Gedächtnisschwäche nicht nachweisbar. Hinsichtlich des koronaren Plaque-Volumens waren die Ergebnisse sogar besorgniserregend. Von einer Testosteron-Therapie bei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><span id="ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr">AMB 2017, <strong>51</strong>, 44 </span></p>
<h2>Ältere Männer mit relativem Hypogonadismus – Einfluss von transdermalem Testosteron auf Gedächtnisschwäche und koronare Plaques</h2>
<p><b>Fazit:</b>Wie auch in der ersten Mitteilung zu den TTrials (1) waren günstige Effekte einer einjährigen Testosteron-Therapie bei älteren Männern auf <i>Gedächtnisschwäche</i> nicht nachweisbar. Hinsichtlich des <i>koronaren Plaque-Volumens</i> waren die Ergebnisse sogar besorgniserregend. Von einer Testosteron-Therapie bei Männern mit den beschriebenen Einschlusskriterien in die TTRials ist abzuraten. Wie bereits früher bemerkt (1), sollten jedoch ältere Männer mit eindeutigem primärem oder sekundärem Hypogonadismus nach Abklärung der Ursachen mit Testosteron behandelt werden (echte Substitutionstherapie). Wir stimmen mit dem Verfasser eines Editorials im JAMA (7) überein, dass die enorme Zunahme von Testosteron-Verschreibungen in letzter Zeit nicht ohne die Komplizenschaft von Ärztegruppen und einzelnen Ärzten mit Interessenkonflikten sowie unseriösen Kampagnen der Anti-Aging-Bewegung zu erklären ist. <a href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=44"><b><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern –&gt;</strong></b></a></p>
<h2>Alle Artikel zum Schlagwort:</h2>
<p>Ältere Männer mit relativem Hypogonadismus – Einfluss von transdermalem Testosteron auf Gedächtnisschwäche und koronare Plaques <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2017&amp;S=44" target="_self">2017, <b>51</b>, 44</a><br />
Testosteron-Therapie bei älteren Männern? <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2016&amp;S=59" target="_self">2016, <b>50</b>, 59</a><br />
Intermittierende versus kontinuierliche medikamentöse Androgendeprivation bei Prostatakarzinom <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=81" target="_self">2015, <b>49</b>, 81</a><br />
Verordnungen und Preise einiger im AMB besprochenen Arzneimittel, basierend auf dem Arzneiverordnungs-Report 2011, Datenbasis des Jahres 2010: GKV-Arzneimittelindex im WIdO. Preisstand 1. Mai 2012. <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=40DB02" target="_self">2012, <b>46</b>, 40DB02</a><br />
Direkte, nicht durch Dihydrotestosteron vermittelte Effekte von Testosteron <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=37b" target="_self">2012, <b>46</b>, 37b</a><br />
Testosterontherapie bei gebrechlichen älteren Männern mit relativ niedrigem Serum-Testosteron: vermehrt kardiovaskuläre Komplikationen <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2010&amp;S=77" target="_self">2010, <b>44</b>, 77</a><br />
Plazebokontrollierte „Therapie”-Studie mit DHEA und Testosteron bei älteren gesunden Menschen 2007, <b>41</b>, 14<br />
Hirsutismus <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=25" target="_self">2006, <b>40</b>, 25</a><br />
Behandlung von relativ kleinwüchsigen Knaben und verzögerter Pubertät mit Testosteron und einem spezifischen Aromatase-Hemmer <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=54" target="_self">2001, <b>35</b>, 54</a><br />
Gibt es eine männliche Menopause? Ist Androgen-Substitution im Alter indiziert? 2000, <b>34</b>, 52a<br />
Behandlung der erektilen Dysfunktion <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1999&amp;S=77" target="_self">1999, <b>33</b>, 77</a><br />
Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln <a class="link" href="https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1997&amp;S=89" target="_self">1997, <b>31</b>, 89</a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> erscheint als unabhängige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschließlich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise veröffentlichen können.</p>
<p><a href="http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/abo-einzelperson.php" target="_blank"><img decoding="async" title="Gute Pillen - Schlechte Pillen ist ein ganz besonderes Projekt." src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2014/01/GPSP_Banner_AMB_01_2013.jpg" alt="GPSP_Banner_AMB_01_2013" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Abonnement-Einzelnutzer-Studenten.aspx"><img decoding="async" title="Was bringt DER ARZNEIMITTELBRIEF speziell für Studentinnen und Studenten und den Beginn des Berufslebens?" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2014/01/2_Studi_Banner_AMB_NEU.jpg" alt="2_Studi_Banner_AMB_NEU" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/isdb.aspx"><img decoding="async" title="DER ARZNEIMITTELBRIEF als Mitglied im ISDB" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2014/01/ISDB_Banner_AMB.jpg" alt="DER ARZNEIMITTELBRIEF als Mitglied im ISDB" width="150" height="150" /></a> <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Abonnieren.aspx"><img loading="lazy" decoding="async" title="Sie können den ARZNEIMITTELBRIEF in 4 Preiskategorien abonnieren:" src="http://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/2014/07/1_ABO_Banner_AMB_NEU.jpg" alt="Sie können den ARZNEIMITTELBRIEF in 4 Preiskategorien abonnieren:" width="150" height="150" /></a></p>
</div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Testosteron-Therapie bei älteren Männern?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/testosteron-therapie-bei-aelteren-maennern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hiwot]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2016 23:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[TEEAM-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Testosteron]]></category>
		<category><![CDATA[TOM-Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2016, 50, 59 Testosteron-Therapie bei älteren Männern? Fazit: In dieser sorgfältig geplanten und von dem US-amerikanischen NIH finanzierten Studie bei älteren Männern (Median: 72 Jahre alt) mit als unerwünscht empfundener reduzierter Sexualität und relativ niedrigem Gesamt-Testosteron im Serum (T) ergab eine transkutane Behandlung mit T-Gel, die das Serum-T in den Bereich gesunder jüngerer Männer anhob, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2016, <strong>50</strong>, <span id="ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr">59</span></p>
<h2>Testosteron-Therapie bei älteren Männern?</h2>
<p><b>Fazit:</b> In dieser sorgfältig geplanten und von dem US-amerikanischen NIH finanzierten Studie bei älteren Männern (Median: 72 Jahre alt) mit als unerwünscht empfundener reduzierter Sexualität und relativ niedrigem Gesamt-Testosteron im Serum (T) ergab eine transkutane Behandlung mit T-Gel, die das Serum-T in den Bereich gesunder jüngerer Männer anhob, eine moderate Verbesserung von Libido und Potenz. Hingegen bewirkte die Substitution von T bei älteren Männern mit verminderter Fitness oder verminderter Vitalität keine wesentliche Besserung der Beschwerden&#8230;  <b><a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2016&amp;S=59"><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</strong></a></b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel</b></p>
<p><a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Testosteron," target="_self">Testosteron,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=M%C3%A4nner," target="_self">Männer,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=Alter," target="_self">Alter,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=TOM-Studie," target="_self">TOM-Studie,</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Schlagwort.aspx?S=TEEAM-Studie," target="_self">TEEAM-Studie,</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: Testosteron,</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=81" target="_self">Intermittierende versus kontinuierliche medikamentöse Androgendeprivation bei Prostatakarzinom</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=81" target="_self">2015, <b>49</b>, 81</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=40DB02" target="_self">Verordnungen und Preise einiger im AMB besprochenen Arzneimittel, basierend auf dem Arzneiverordnungs-Report 2011, Datenbasis des Jahres 2010: GKV-Arzneimittelindex im WIdO. Preisstand 1. Mai 2012.</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=40DB02" target="_self">2012, <b>46</b>, 40DB02</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=37b" target="_self">Direkte, nicht durch Dihydrotestosteron vermittelte Effekte von Testosteron</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=37b" target="_self">2012, <b>46</b>, 37b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2010&amp;S=77" target="_self">Testosterontherapie bei gebrechlichen älteren Männern mit relativ niedrigem Serum-Testosteron: vermehrt kardiovaskuläre Komplikationen</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2010&amp;S=77" target="_self">2010, <b>44</b>, 77</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=14" target="_self">Plazebokontrollierte „Therapie”-Studie mit DHEA und Testosteron bei älteren gesunden Menschen</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2007&amp;S=14" target="_self">2007, <b>41</b>, 14</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=25" target="_self">Hirsutismus</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2006&amp;S=25" target="_self">2006, <b>40</b>, 25</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=54" target="_self">Behandlung von relativ kleinwüchsigen Knaben und verzögerter Pubertät mit Testosteron und einem spezifischen Aromatase-Hemmer</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2001&amp;S=54" target="_self">2001, <b>35</b>, 54</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=52a" target="_self">Gibt es eine männliche Menopause? Ist Androgen-Substitution im Alter indiziert?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2000&amp;S=52a" target="_self">2000, <b>34</b>, 52a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1999&amp;S=77" target="_self">Behandlung der erektilen Dysfunktion</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1999&amp;S=77" target="_self">1999, <b>33</b>, 77</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1997&amp;S=89" target="_self">Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=1997&amp;S=89" target="_self">1997, <b>31</b>, 89</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> informiert seit 1967 Ärzte, Medizinstudenten, Apotheker und Angehörige anderer Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln.</p>
<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> erscheint als unabhängige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschließlich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise veröffentlichen können.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Intermittierende versus kontinuierliche medikamentöse Androgendeprivation bei Prostatakarzinom</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/intermittierende-versus-kontinuierliche-medikamentoese-androgendeprivation-bei-prostatakarzinom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hiwot]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2015 19:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abirateron]]></category>
		<category><![CDATA[Androgen-Entzugstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Androgene]]></category>
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		<category><![CDATA[Karzinome]]></category>
		<category><![CDATA[Prostatakarzinom]]></category>
		<category><![CDATA[Testosteron]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AMB 2015, 49, 81 Intermittierende versus kontinuierliche medikamentöse Androgendeprivation bei Prostatakarzinom Zusammenfassung: Die Indikation für den Beginn einer medikamentösen Therapie zur Androgendeprivation (AD) bei Patienten mit Prostatakarzinom hängt vor allem ab von der Krankheitssituation, den vorhandenen Symptomen, der Vorbehandlung und dem Risikoprofil. Sie sollte gemäß den aktuellen Leitlinien zurückhaltend gestellt werden. Außerdem müssen die Patienten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>AMB 2015, <strong>49</strong>, <span id="ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr">81</span></p>
<h2><span id="ctl00_Content1_UCAnzeigeArtikel1_AnzeigeNr"></span>Intermittierende versus kontinuierliche medikamentöse Androgendeprivation bei Prostatakarzinom</h2>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong> Die Indikation für den Beginn einer medikamentösen Therapie zur Androgendeprivation (AD) bei Patienten mit Prostatakarzinom hängt vor allem ab von der Krankheitssituation, den vorhandenen Symptomen, der Vorbehandlung und dem Risikoprofil. Sie sollte gemäß den aktuellen Leitlinien zurückhaltend gestellt werden. Außerdem müssen die Patienten gründlich über Nutzen und Risiken aufgeklärt werden. &#8230; <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=81"><strong>Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern &#8211;&gt;</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Schlagworte zum Artikel</b></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle Artikel zum Schlagwort: Prostatakarzinom,</strong></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=81" target="_self">Intermittierende versus kontinuierliche medikamentöse Androgendeprivation bei Prostatakarzinom</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=81" target="_self">2015, <b>49</b>, 81</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=64b" target="_self">Lurasidon und Sipuleucel-T nicht mehr im Vertrieb</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2015&amp;S=64b" target="_self">2015, <b>49</b>, 64b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=73" target="_self">Neues onkologisches Arzneimittel: Enzalutamid bei metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=73" target="_self">2013, <b>47</b>, 73</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=71a" target="_self">Langzeitergebnisse des „Prostate Cancer Prevention Trial“ mit Finasterid</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=71a" target="_self">2013, <b>47</b>, 71a</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=01" target="_self">Klinische Krebsregister: wichtige Quelle zuverlässiger Informationen über die Qualität der onkologischen Versorgung</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2013&amp;S=01" target="_self">2013, <b>47</b>, 01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=82" target="_self">Antiandrogene Therapie des Prostatakarzinoms: ist weniger besser?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=82" target="_self">2012, <b>46</b>, 82</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=69b" target="_self">Lokal begrenztes Prostatakarzinom: sofort operieren oder abwarten?</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2012&amp;S=69b" target="_self">2012, <b>46</b>, 69b</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=01" target="_self">Neue Arzneimittel 2009</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2011&amp;S=01" target="_self">2011, <b>45</b>, 01</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=43" target="_self">Systematisches PSA-Screening gesunder älterer Männer hat fast keinen Einfluss auf die Prostatakrebs-spezifische Letalität</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=43" target="_self">2009, <b>43</b>, 43</a></p>
<p><a class="link1" style="font-weight: bold; color: black;" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=29a" target="_self">Prävention des Prostatakarzinoms: Vitamin C und E sowie Selen wirkungslos</a> <a class="link" href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2009&amp;S=29a" target="_self">2009, <b>43</b>, 29a</a></p>
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<p><strong>Verlässliche Daten zu Arzneimitteln</strong></p>
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<p><strong>DER ARZNEIMITTELBRIEF</strong> erscheint als unabhängige Zeitschrift ohne Werbeanzeigen der Pharmaindustrie. Er wird ausschließlich durch seine Leserinnen und Leser, d. h. durch die Abonnenten, finanziert. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir aktuelle Artikel nur auszugsweise veröffentlichen können.</p>
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		<title>Behandlung von relativ kleinwüchsigen Knaben und verzögerter Pubertät mit Testosteron und einem spezifischen Aromatase-Hemmer</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/behandlung-von-relativ-kleinwuechsigen-knaben-und-verzoegerter-pubertaet-mit-testosteron-und-einem-spezifischen-aromatase-hemmer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2001 10:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aromatasehemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Letrozol]]></category>
		<category><![CDATA[Testosteron]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Knaben mit verzögerter Pubertät (Hodenvolumen im Alter von 13,5 Jahren noch kleiner als 4 ml und verzögerte Genitalentwicklung) sind oft relativ klein und haben häufig erhebliche psychische Probleme im Umgang mit gleichaltrigen Mädchen und Jungen. Diese Pubertätsvariante tritt in vielen Fällen familiär gehäuft auf. Die Diagnostik ist auf die Erkennung seltener organischer endokrinologischer Störungen oder [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Knaben mit verzögerter Pubertät (Hodenvolumen im Alter von 13,5 Jahren noch kleiner als 4 ml und verzögerte Genitalentwicklung) sind oft relativ klein und haben häufig erhebliche psychische Probleme im Umgang mit gleichaltrigen Mädchen und Jungen. Diese Pubertätsvariante tritt in vielen Fällen familiär gehäuft auf. Die Diagnostik ist auf die Erkennung seltener organischer endokrinologischer Störungen oder auf die eventuelle Verursachung durch schwere Allgemeinerkrankungen zu richten. Bei Knaben mit sogenannter konstitutionell verzögerter Pubertät muß dann in Abstimmung mit den Patienten und ihren Eltern entschieden werden, ob man abwartet oder eine Hormontherapie beginnt. Die Hormontherapie besteht in der Regel in dem Anstoß der Pubertät durch Injektion von 100 bis 250 mg Depot-Testosteron alle 4 Wochen, wodurch der pubertäre Wachstumsschub initiiert und meist auch die natürliche, vom Hypothalamus ausgehende Pubertät beschleunigt wird. Eine solche vorsichtig durchgeführte Therapie führt nicht zur Verringerung der auf Grund des Alters und des Knochenstatus des Knaben vorauszusagenden endgültigen Körpergröße. Bei Überdosierung von Testosteron kann es jedoch zum frühzeitigen Epiphysenschluß und trotz initialen Wachstumsschubs zu einer Verringerung der Endgröße kommen. Es ist gesichertes Wissen, daß der Epiphysenschluß mehr eine Funktion von Östrogenen als von Testosteron ist. Besonders eindrücklich wird dies belegt durch Männer, denen Östrogen-Rezeptoren infolge einer Genmutation fehlen, oder bei denen die Umwandlung von Testosteron in Östradiol durch die Mutation des Gens einer wichtigen Aromatase nicht funktioniert. Solche Männer erleben gar keinen oder einen sehr verspäteten Schluß der Epiphysen, wachsen bis etwa zum 30. Lebensjahr und haben eine schwere Osteoporose trotz normaler Testosteronwerte.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund führten S. Wickmann et al. aus Helsinki und Göteborg folgende Studie an 35 Knaben mit verzögerter Pubertät durch, die eine entsprechende Kinderklinik mit Beratungs- bzw. Behandlungs-Wunsch aufgesucht hatten (Lancet <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=11403810&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2001, <B>357</B>, 1743</a>). 10 Knaben entschieden sich, die normale Pubertät und den normalen Wachstumsschub abzuwarten. 23 Knaben wünschten eine Hormontherapie, von denen per Randomisierung 12 eine Testosteron-Therapie mit 6 mal 250 mg Testoviron Depot (Schering) alle 4 Wochen plus ein orales Plazebo für 12 Monate erhielten (Gruppe P). 11 Knaben erhielten die gleiche Testosteron-Therapie, statt des Plazebos aber 12 Monate lang täglich 2,5 mg Letrozol (Femar, Novartis; Gruppe L) für 12 Monate. Letrozol ist ein hochspezifischer Aromatase-Hemmer der 4. Generation, der die Umwandlung von Testosteron in Östradiol weitgehend blockiert.</p>
<p><B>Ergebnisse:</B> Bei den unbehandelten Knaben nahm das Knochenalter in 12 Monaten um 1,1 ± 0,8 Jahre zu. In Gruppe P nahm es um 1,7 ± 0,9 Jahre zu. In Gruppe L nahm es nur um 0,09 ± 0,6 Jahre zu. Der Unterschied zwischen Gruppe P und L ist mit p = 0,03 signifikant. Besonders interessant sind Unterschiede in der vorausgesagten Endgröße in den verschiedenen Gruppen. Bei den unbehandelten Knaben änderte sich die vorausgesagte Endgröße aufgrund der Röntgenuntersuchungen der Knochen nicht signifikant (ca. 2 ± 4 cm Körpergröße). In Gruppe P änderte sie sich überhaupt nicht, während sie in Gruppe L signifikant um 5,1 ± 3,7 cm zunahm.</p>
<p>Die Therapie mit Testosteron bei Knaben mit konstitutionell verzögerter Pubertät erfolgt in der Regel überwiegend aus psychologischen Gründen, hat aber möglicherweise auch einen günstigen Effekt auf die maximale Knochendichte, die zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erreicht wird. Man mag sich fragen, ob der Gewinn von 5 cm Körpergröße in Gruppe L eine solche Therapie rechtfertigt. Bei Knaben mit voraussichtlich geringer Endgröße ist diese Frage aber prinzipiell zu bejahen. Die Studie von Wickmann et al. vermittelt jedoch über den praktischen Wert hinaus wichtige Einblicke in die relative Rolle von Östrogenen und Androgenen bei der Knochenreifung und dem Skelettwachstum des Mannes und könnte auch für die Behandlung von Jugendlichen mit anderen Wachstumsstörungen richtungsweisend sein.</p>
<p><B>Fazit:</B> Die Behandlung der verzögerten Pubertät und des verzögerten Wachstums bei Knaben mit Testosteron kann um eine zusätzliche Behandlung mit einem Aromatase-Hemmer erweitert werden, wodurch ein Östrogen-bedingter vorzeitiger Schluß der Epiphysenfugen verhindert werden kann. </p>
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		<title>Gibt es eine männliche Menopause? Ist Androgen-Substitution im Alter indiziert?</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/gibt-es-eine-maennliche-menopause-ist-androgen-substitution-im-alter-indiziert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu dieser interessanten und zur Zeit viel diskutierten Frage findet sich im Brit. Med. J. (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10731186&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">2000, <B>320</B>, 858</a>) ein interessanter Pro- und Contra-Artikel, dessen Schlußfolgerungen auf beiden Seiten jedoch nicht sehr weit von einander abweichen. Pro männliche Menopause schreiben D.C. Gould und R. Petty et. al. aus London, während die Contra-Darstellung der Feder von H.S. Jacobs, ebenfalls aus London, entstammt. Die Kontrahenten sind sich einig darüber, daß es eine männliche Menopause, die mit dem relativ schnellen Versagen der Ovarialtätigkeit bei der Frau vergleichbar ist, nicht gibt. Sie stimmen darüber überein, daß die Konzentration des bioverfügbaren (freien) Testosterons zwischen dem 3. und 8. Lebensdezennium des Mannes um etwa 50% abnimmt. Diese Abnahme ist bedingt durch eine verminderte Sekretion aus dem Hoden infolge einer Abnahme der Masse der Leydigzellen, zum Teil aber auch durch eine langsame Erniedrigung des Hypophysenhormons LH (Luteotropes Hormon). Ein weiterer zur Abnahme des freien Testosterons beitragender Faktor ist der mit dem Alter allmählich zunehmende Titer des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG). An SHBG gebundenes Testosteron ist nicht bioverfügbar. Von einer Hypotestosteronämie spricht man, wenn das Gesamt-Testosteron < 11 nmol/l oder < 320 ng/dl liegt. Nur 1% der 20-40 Jahre alten Männer haben Testosteron-Konzentrationen unter diesem Grenzwert. Die meisten älteren Männer mit Störungen der Sexualfunktion (Libidomangel, erektile Dysfunktion) haben keine Hypotestosteronämie. Kombiniert sich jedoch der Libidomangel und die erektile Dysfunktion mit Zeichen der Depression, der Muskelschwäche, der Stammfettsucht und Osteoporose, muß an einen echten Hypogonadismus außerhalb der etwas nach unten zeigenden Trends der Testosteronkonzentration bei älteren Männern gedacht werden. Bestätigt sich die Diagnose der Hypotestosteronämie, dann muß zwischen primärem (Gonadotropine erhöht) und sekundärem Hypogonadismus (Gonadotropine erniedrigt) unterschieden werden. Im letzteren Fall muß an Hypophysentumoren gedacht werden. Ein Hypogonadismus bei älteren Männern muß selbstverständlich durch Testosteronsubstitution (i.m. Injektionen oder Testosteron-Pflaster) behandelt werden. Bei älteren Männern mit Hypotestosteronämie ist der Effekt auf die Psyche, die Muskelkraft, die Knochendichte etc. eindeutig belegt. Eine von Snyder et al. (J. Clin. Endocrinol. Metab. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10372695&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <B>84</B>, 1966</a>) durchgeführte Studie an 100 <I>gesunden</I> Männern über 65 Jahren, bei denen mit Hilfe von Testosteron-Pflastern 3 Jahre lang Serumtestosteron-Konzentrationen wie bei 20 bis 30 Jahre alten Männern generiert wurden, hatte jedoch überwiegend enttäuschende Ergebnisse: Zwar nahm die fettfreie Körpermasse um 1,9 kg zu und die Fettmasse um 2,9 kg ab, jedoch änderte sich die Muskelkraft nicht . Auch ließ sich kein Effekt auf die Knochendichte feststellen. Die versuchsweise Behandlung von älteren Männern mit sexueller Dysfunktion, aber normalen Serumtestosteron-Werten ist in der Regel enttäuschend. Die sexuelle Dysfunktion des alternden Mannes ist in ihren Ursachen sehr komplex und bedarf einer nicht nur endokrine Faktoren einschließenden Diagnostik. Der Begriff männliche Menopause oder männliches Klimakterium ist deshalb reduktionistisch. Wollte man allen Hormonen therapeutisch nachlaufen, deren Serumkonzentrationen im Alter abnehmen (z. B. Wachstumshormon, IGF-I, Dehydroepiandrosteron, Testosteron), dann müßten sich viele ältere Menschen einer Multihormontherapie unterziehen.</p>
<p><B>Fazit:</B> Eine männliche Menopause gibt es nicht. Diese Aussage darf jedoch nicht von der Notwendigkeit ablenken, einen echten Hypogonadismus bei älteren Männern zu erkennen und zu behandeln. </p>
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		<title>Behandlung der erektilen Dysfunktion</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/behandlung-der-erektilen-dysfunktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Oct 1999 10:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Auftrag der Kommission Hormontoxikologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie berichteten kürzlich C. Rolf und E. Nieschlag in den Endokrinologie-lnformationen (1999, Heft 4, S. 126) über Möglichkeiten zur Behandlung der insbesondere bei älteren Männern häufigen erektilen Dysfunktion (ED). Das Thema ist durch das seit einiger Zeit auch in Deutschland zugelassene Sildenafil (Viagra) populär geworden (s.a. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Auftrag der Kommission Hormontoxikologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie berichteten kürzlich C. Rolf und E. Nieschlag in den Endokrinologie-lnformationen (1999, Heft 4, S. 126) über Möglichkeiten zur Behandlung der insbesondere bei älteren Männern häufigen erektilen Dysfunktion (ED). Das Thema ist durch das seit einiger Zeit auch in Deutschland zugelassene Sildenafil (Viagra) populär geworden (s.a. <a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5953" target="_blank" rel="noopener">AMB 1998, <b>32</b>, 44</a>), bleibt aber tatsächlich auch ein wichtiges klinisches und für die Betroffenen psychisch belastendes Problem.</p>
<p>Zunächst sollte bei einem Mann mit ED ein Testosteronmangel und/oder eine Hyperprolaktinämie ausgeschlossen werden. Bei dieser endokrinologischen Störung sind fast immer Libido und Erektionsvermögen gleichzeitig gestört. Die Therapie besteht in der Hormonsubstitution (i.m. Injektionen von Testosteron-Estern oder perkutane Testosteron-Applikation). Bei Männern mit normalem Serum-Testosteron ist die ED in der Regel multifaktoriell verursacht. Soziale, psychische, neurologische und vaskuläre Faktoren (arterielle Verschlußkrankheit) und eventuell vorangegangene operative Eingriffe im Urogenitalbereich sind zu berücksichtigen. Starkes Rauchen und bestimmte Antihypertensiva (z.B. Betarezeptoren-Blocker und andere Sympathikolytika) können eine ED verstärken. Bevor man einem Patienten, für den die ED tatsächlich ein subjektives Problem ist, eine Therapie empfiehlt, sollte eine gründliche Anamnese erhoben und eine vollständige körperliche Untersuchung durchgeführt werden.</p>
<p>Eine relativ unangenehme, weil kaum diskret durchführbare Behandlung ist die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT). Hierbei wird ein Vasodilatator (meist Prostaglandin E1 = Alprostadil) in den Schwellkörper des Penis injiziert (1, 2). Die Dosis muß individuell ermittelt werden. Bei zu hoher Dosis kann es zu Schwindel und Blutdruckabfall und lang anhaltendem Priapismus kommen.</p>
<p>Eine nebenwirkungsarme Variante dieser Therapie, die auch einfacher zu handhaben ist, ist die transurethrale Instillation von Alprostadil (<b>M</b>edicated <b>U</b>rethral <b>S</b>ystem for <b>E</b>rection = MUSE; 3), wobei das Prostaglandin-Derivat in die Schwellkörper diffundiert und ähnliche Wirkungen ausübt wie das direkt injizierte. Diese Therapie ist jedoch nur bei etwa 30 bis 40% der Männer mit ED wirksam, während die lnjektionstherapie in etwa 90% wirksam sein soll. Die Kombination von Alprostadil mit dem Alpharezeptor-Antagonisten Prazosin soll die Wirksamkeit der transurethralen Therapie erhöhen.</p>
<p>Auch Yohimbin, ein Alpha-2-Rezeptor-Antagonist, ist bei manchen Patienten, besonders bei solchen mit psychogener ED, wirksam (4). Als Dosierung werden 3mal 5 bis 3mal 10 mg/d empfohlen. Bei manchen Patienten scheint auch die Einnahme einiger Tabletten vor dem gewünschten Geschlechtsverkehr wirksam zu sein.</p>
<p>Über den Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer Sildenafil haben wir kürzlich berichtet (<a href="http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=5953" target="_blank" rel="noopener">AMB 1998, <b>32</b>, 44</a>). Die Wirkung von Sildenafil ist in einem Bereich zwischen 25 und 100 mg dosisabhängig. In einer plazebokontrollierten Studie von Goldstein et al. (5) war Plazebo bei 25% und 25, 50 bzw. 100 mg Sildenafil bei 56%, 77% und 84% der Patienten wirksam. Der Erfolg der Anwendung von Sildenafil hängt auch von der die ED verursachenden Störung ab. Sie ist relativ gering bei Patienten mit Diabetes mellitus und Zustand nach Prostata-Operationen (57% bzw. 43%) und relativ hoch bei Patienten mit psychogenen bzw. organisch bedingten Erektionsstörungen und Rückenmarkverletzungen (84% bzw. 80% bzw. 83%). Stets sollte die kleinste wirksame Dosis von Sildenafil eingesetzt werden. Wie schon mehrfach berichtet, ist die Anwendung von Sildenafil bei Patienten, die eine Nitrat-Therapie erhalten, absolut kontraindiziert. Auch darf bei Patienten, die während eines Geschlechtsverkehrs nach Sildenafil-Einnahme Angina pectoris bekommen, auf keinen Fall ein Nitratpräparat gegeben werden (6). Mehrfach ist über Todesfälle während des Geschlechtsverkehrs nach Anwendung von Sildenafil berichtet worden. Es ist jedoch unklar, wie oft die Gabe von Sildenafil Hauptursache der Todesfälle war und wie oft bei älteren Männern auch ohne Sildenafil durch die Anstrengung des Geschlechtsverkehrs Todesfälle verursacht werden.</p>
<p>Sildenafil ist ein nicht sehr spezifischer Phosphodiesterase-Typ-5-Inhibitor. Einige Pharmafirmen versuchen durch die Herstellung spezifischerer Phosphodiesterase-Typ-5-Inhibitoren Kreislaufkomplikationen nach Anwendung dieser Substanz zu verringern oder auszuschließen. Aussagefähige Studien mit Nachfolgepräparaten liegen allerdings noch nicht vor.</p>
<p><b>Fazit:</b> Die erektile Dysfunktion ist eine, insbesondere bei älteren Männern, häufige Störung, die einer genauen diagnostischen Analyse bedarf. Ebenso differenziert sollte die Indikation zur Anwendung verschiedener Behandlungsprinzipien gestellt werden.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<ol class="literatur">
<li>Linet, O.I., et al.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8596569&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <b>334</b>, 873</a>.</li>
<li>Lipshultz, L.I.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8596577&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <b>334</b>, 913</a>.</li>
<li>Padma-Nathan, H., et al.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8970933&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <b>336</b>, 1</a>.</li>
<li>Yohimbine for male sexual dysfunction. Med. Lett. Drugs Ther. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=7990753&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1994, <b>36</b>, 115</a>.</li>
<li>Goldstein, I., et al.: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9580646&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1998, <b>338</b>, 1397</a>.</li>
<li>Leserbriefe: N. Engl. J. Med. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=10475831&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1999, <b>341</b>, 700</a>.</li>
</ol>
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		<title>Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln</title>
		<link>https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wechselwirkungen-zwischen-arzneimitteln-und-nahrungsmitteln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Hoppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 1997 11:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über den Einfluß der Nahrungsaufnahme auf Arzneimittelwirkungen herrscht noch viel Unklarheit. Von vielen Arzneistoffen fehlen oder finden sich widersprüchliche Angaben in der Literatur. Die Wirkung von Arzneimitteln kann durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verstärkt oder abgeschwächt werden bzw. unbeeinflußt bleiben. Art und Umfang des Nahrungseinflusses auf die Bioverfügbarkeit, d.h. auf die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über den Einfluß der Nahrungsaufnahme auf Arzneimittelwirkungen herrscht noch viel Unklarheit. Von vielen Arzneistoffen fehlen oder finden sich widersprüchliche Angaben in der Literatur.</p>
<p>Die Wirkung von Arzneimitteln kann durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verstärkt oder abgeschwächt werden bzw. unbeeinflußt bleiben. Art und Umfang des Nahrungseinflusses auf die Bioverfügbarkeit, d.h. auf die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit der der Arzneistoff resorbiert wird oder am Ort der Wirkung vorliegt, hängt von seiner chemischen Struktur, der Dosis, der Formulierung, der Menge und Zusammensetzung der Nahrung und dem zeitlichen Abstand zwischen Arzneimitteleinnahme und Nahrungsaufnahme ab. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme kann die Resorption und die Elimination eines Arzneistoffs beeinflussen.</p>
<p><B>Nahrungseinfluß auf die Arzneistofft-Resorption:</B> Nahrung kann über folgende Mechanismen die Resorption eines Arzneistoffs beeinflussen:</p>
<p><UL></p>
<li>Verzögerung der Magenentleerung,</li>
<li>Erhöhung des Magen-pH-Wertes,</li>
<li>Wechselwirkung zwischen Arzneistoff und Nahrungsbestandteilen,</li>
<li>vermehrte Gallesekretion.</li>
<p></UL><br />Den größten Einfluß auf die Resorption hat die infolge der verringerten Magenmotilität bei Nahrungsaufnahme <I>verzögerte Magenentleerung. </I>Fettreiche sowie grobe Nahrung, heiße Mahlzeiten und hochvisköse Lösungen verzögern besonders stark; weniger verlangsamend wirken Eiweiße und Kohlenhydrate. Hierdurch gelangen Arzneistoffe langsamer zu den resorptionsaktiven Bereichen des Darms.</p>
<p>Nahrung bedingt in den ersten 60 bis 90 Minuten eine <I>Erhöhung des pH-Wertes </I>im Magen von nüchtern 1,5 bis 2,0 auf Werte zwischen 3 und 6. Eine solche pH-Erhöhung kann sich &#8211; in Abhängigkeit vom lonisationsgrad &#8211; unterschiedlich auf die Resorption, besonders von schwerlöslichen sauren oder basischen Arzneistoffen, auswirken.</p>
<p>Die physikalische oder chemische Stabilität mancher Arzneimittel kann durch einen Anstieg des Magen-pH verschlechtert werden. Insbesondere ist eine veränderte Arzneistoff-Freisetzung aus magensaftresistenten oder aus Retard-Arzneimitteln zu beachten. Die kontinuierliche Freisetzung aus vielen Retard-Zubereitungen während der Magen-Darm-Passage beruht auf dem pH-abhängigen Auflösungsprozeß der Hilfsstoffe, die dem Arzneimittel zugesetzt sind und die Retardierung bewirken.</p>
<p>Bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme kann es zur<I> Adsorption </I>sowie zur <I>Komplex- oder Salzbildung </I>zwischen Arzneistoff und Nahrungsbestandteilen kommen. Meist vermindern diese Wechselwirkungen die Resorption. Das klassische Beispiel ist die Eigenschaft der meisten Tetracycline, mit mehrwertigen Kationen, z.B. den Kalziumionen der Milch, schwerlösliche Komplexe zu bilden. Ballaststoffe, wie Pektine in kohlenhydratreicher Nahrung, können Arzneistoffe adsorbieren. Eisenpräparate bilden mit den Gerbstoffen im Tee schwerlösliche Komplexe.</p>
<p>Vielfach wirken sich die beschriebenen Nahrungseinflüsse nur verzögernd auf die Resorption aus, wobei die insgesamt resorbierte Arzneistoffmenge jedoch häufig unverändert bleibt.</p>
<p>Besondere Verhältnisse können bei <I>fettreicher Nahrung </I>vorliegen. Gleichzeitige Aufnahme lipophiler, schwerlöslicher Arzneistoffe kann zu erhöhter Bioverfügbarkeit führen. Griseofulvin z.B. wird bei Nüchterneinnahme unvollständig resorbiert. Fettreiche Nahrung hemmt die Magen-Darm-Motilität. Dadurch kann sich bereits im Magen eine größere Menge des lipophilen Griseofulvins im Fett der Nahrung lösen. Außerdem stimuliert fettreiche Nahrung die Produktion von Galleflüssigkeit. Gallensäuren fördern durch ihre benetzende Wirkung zusätzlich die Löslichkeit schwerlöslicher Arzneistoffe und erhöhen damit deren Resorption und Bioverfügbarkeit (s. Tab. 1 C).</p>
<p><B>Nahrungseinflüsse auf die Arzneistoff-Elimination:</B> Die Eliminationskinetik kann durch Nahrung infolge pH-Änderung des Harns und Einfluß auf den Metabolismus des Arzneistoffs verändert werden.</p>
<p>Eiweißreiche Nahrung säuert den Urin an. Als Folge werden schwache Säuren &#8211; z.B. Nitrofurantoin, Salizylsäure und Sulfonamide &#8211; wegen verstärkter Reabsorption in den Tubuli der Niere langsamer ausgeschieden. Vorwiegend pflanzliche Nahrung ergibt einen mehr alkalischen Harn, und schwache Arzneistoffbasen &#8211; z.B. Amphetamin, Procain, Chinin und Chloroquin &#8211; werden in ihrer Ausscheidung gehemmt.</p>
<p>Über den Einfluß der Nahrung auf den <I>Arzneistoff-Metabolismus </I>liegen nur begrenzte Untersuchungen vor. Bei Arzneistoffen mit hohem &#8222;First pass&#8220;-Effekt ergibt sich teilweise eine erhöhte Bioverfügbarkeit, z.B. bei Propranolol, Metoprolol, Hydralazin. Die Leberenzyme werden durch die gleichzeitige Metabolisierung von Nahrungsbestandteilen so in Anspruch genommen, daß der Metabolismus des Arzneistoffs gehemmt wird.</p>
<p>Vereinzelt werden in der Literatur auch entgegengesetzte Effekte beschrieben, z.B. daß Nahrungsbestandteile die Aktivität von Leberenzymen steigern, was zu einer niedrigeren Bioverfügbarkeit führt.</p>
<p>Ein die Kinetik der <I>Arzneistoff-Verteilung </I>beeinflussender Effekt wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von eiweißreicher Nahrung mit Levodopa gefunden. Hier kommt es zu einer geringeren Wirksamkeit, da infolge der Kompetition des Levodopa mit Nahrungs-Aminosäuren um das für die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke verantwortliche Transportsystem weniger Arzneistoff in das Gehirn gelangt.</p>
<p><B>Bedeutung der Einnahmeflüssigkeit:</B> Menge und Zusammensetzung der Einnahmeflüssigkeit können die Bioverfügbarkeit beeinflussen. Ein Arzneimittel sollte mit viel Flüssigkeit (150 bis 200 ml) eingenommen werden. Dies bedingt eine bessere Auflösung schwerlöslicher Arzneistoffe, einen schnelleren Transport in den Dünndarm und häufig eine bessere Verträglichkeit.</p>
<p>Die Zusammensetzung der Einnahmeflüssigkeit kann bedeutsam sein. Wasser ist indifferent. Bekannt sind die mit Milch und Milchprodukten auftretenden Probleme einiger Arzneistoffe. Die in Milch enthaltenen Kalziumionen bilden z.B. mit den meisten Tetracyclinen &#8211; außer Doxycyclin und Minocyclin &#8211; schwer resorbierbare Komplexe; daraus resultieren um 50 bis 80% niedrigere Serumspiegel. Zuckerreiche, osmotisch wirksame Getränke verzögern die Magenentleerung. Keinesfalls sollten säureinstabile Arzneistoffe, wie Ampicillin, Cloxacillin oder Erythromycin-Base mit Fruchtsäften eingenommen werden.</p>
<p>Für mehrere Arzneistoffe, wie Terfenadin, Triazolam, Ciclosporin, werden z.T. beträchtliche Erhöhungen der Bioverfügbarkeit bei Einnahme mit Grapefruitsaft gefunden. Hier muß vor unfreiwilligen Überdosierungen gewarnt werden. Mit Coca-Cola wurde eine erhöhte Bioverfügbarkeit z.B. von Ketoconazol und Riboflavin gefunden.</p>
<p>Die Vermeidung alkoholhaltiger Einnahmeflüssigkeiten sollte insbesondere wegen der vielfachen Wechselwirkungen mit Arzneistoffen selbstverständlich sein.</p>
<p><B>Folgerungen:</B> Den schnellsten Wirkungseintritt und für den Patienten die beste Voraussetzung für eine standardisierte Einnahme und Wirkung bei chronischer Verabreichung ermöglicht die <I>Nüchtern-Einnahme. </I>Sie ist auch bei Arzneistoffen angezeigt, bei denen die Bioverfügbarkeit unter Nahrungsaufnahme abnimmt. In Tab. 1 A sind einige Arzneistoffe als Beispiele aufgeführt.</p>
<p>Eine nicht unerhebliche Zahl von Arzneistoffen kann &#8211; besonders bei chronischer Verabreichung &#8211; Magen-Darm-Unverträglichkeit, Erbrechen, Übelkeit oder unerwünschte Plasma-Spitzenkonzentrationen verursachen. Hier ist eine <I>Einnahme während </I>oder <I>unmittelbar nach der Mahlzeit </I>angezeigt. Dabei muß unter Umständen auch eine verringerte Bioverfügbarkeit in Kauf genommen werden (s. Tab. 1 B).</p>
<p><I>Einnahme einer besonders fettreichen Mahlzeit </I>kann bei den in Tab. 1 C aufgeführten Arzneistoffen zu einer deutlich erhöhten Bioverfügbarkeit führen.</p>
<p>Viele Arzneistoffe können <I>unabhängig von der Nahrungsaufnahme </I>eingenommen werden (s. Tab. 1 D).</p>
<p>Um den noch vielfach mangelhaften Kenntnissen Rechnung zu tragen, aber den Nahrungseinfluß dennoch bei chronischer Verabreichung von Medikamenten so gering wie möglich zu halten, sollten Patienten angewiesen werden, Arzneimittel jeweils unter gleichen Bedingungen einzunehmen. Dazu gehören:</p>
<p><UL></p>
<li>je nach Vorschrift Nüchtern-Einnahme bzw. Einnahme mit/unmittelbar nach einer Mahlzeit,</li>
<li>bei Nüchtern-Einnahme jeweils gleicher zeitlicher Abstand zur vorangegangenen oder nächsten Mahlzeit,</li>
<li>sofern bekannt ist, daß Nahrung einer bestimmten Zusammensetzung die Arzneistoffkinetik erheblich beeinflussen kann, muß dies beachtet werden,</li>
<li>es sollten jeweils die gleiche Einnahmeflüssigkeit und -menge (in der Regel Wasser) verwendet werden.</li>
<p></UL><br />Die hierfür erforderlichen Hinweise sollten vermehrt und gut verständlich in den Gebrauchsinformationen bzw. Beipackzetteln aufgeführt sein.<br /><B><br />Lesenswerte Literatur</p>
<p></B>1. Merkus, F.W.H.M.: Arzneimittel vor; während oder nach der Mahlzeit? Ein Leitfaden für Ärzte und Apotheker Wissenschaftl. Verlagsges. mbH, Stuttgart 1984.<br />2. Pfeifer, S.; Einfluß von Nahrung auf die Pharmakokinetik von Arzneistoffen. Pharmazie <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8460173&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1993, <B>48</B>, 3</a>.<br />3. Williams, L., et al.: The influence of food on the absorption and metabolism of drugs: an update. Eur. J. Drug Metab. Pharmacokin. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=8980916&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1996, <B>21</B>, 201</a>.<br />4. Ameer, B., und Weintraub, R.A.: Drug lnteractions with Grapefruit Juice. Clin. Pharmacokinet. <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&#038;db=PubMed&#038;list_uids=9260034&#038;dopt=Abstract" target="_blank" rel="noopener">1997, <B>33</B>, 103</a>.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.der-arzneimittelbrief.de/nachrichten/wp-content/uploads/1997/12/Abbildung-1997-89-1.gif" alt="Abbildung 1997-89-1.gif" class="table-figure"></p>
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