Schlagwort: Thyroxin

Klinisch kein Vorteil durch Thyroxinsubstitution bei älteren Menschen mit subklinischer Hypothyreose

AMB 2017, 51, 55a  Klinisch kein Vorteil durch Thyroxinsubstitution bei älteren Menschen mit subklinischer Hypothyreose Fazit:Eine randomisierte kontrollierte Studie an älteren Menschen mit überwiegend leichter subklinischer Hypothyreose ergab nach einem Jahr Thyroxin-Substitution im Vergleich mit Plazebo keine Verbesserung klinischer Symptom-Scores. Hinsichtlich individueller Gesichtspunkte bei älteren Menschen mit subklinischer Hypothyreose mit Hinweis auf eine Autoimmun-Thyreoiditis, einem […]

Latente bzw. subklinische Hypothyreose – Indikationen zur Behandlung mit L-Thyroxin

AMB 2016, 50, 73 Latente bzw. subklinische Hypothyreose – Indikationen zur Behandlung mit L-Thyroxin Zusammenfassung: Die subklinische Hypothyreose (SCH) ist zunächst nur eine Labordiagnose: erhöhtes TSH bei noch normalem freiem Thyroxin (fT4) und freiem Trijodthyronin (fT3). Die meisten Personen mit SCH bedürfen nur der weiteren Beobachtung, um das mögliche Fortschreiten zu einer manifesten Hypothyreose rechtzeitig […]

Amiodaron-induzierte Fehlfunktionen der Schilddrüse

AMB 2015, 49, 17 Amiodaron-induzierte Fehlfunktionen der Schilddrüse Fazit:  Im Verlauf einer Behandlung mit Amiodaron, das mit den Schilddrüsenhormonen strukturverwandt ist, entwickeln 15-20% der Patienten Störungen der Schilddrüsenfunktion – in unseren Regionen vor allem eine Hyperthyreose. Es wird ein Typ 1 (Thyreotoxikose durch Jodexzess) von einem Typ 2 (Thyreoiditis) unterschieden. Viele Patienten haben Mischformen. Die Behandlung der […]

Hypothyreote Frauen müssen die Thyroxindosis während einer Schwangerschaft deutlich erhöhen

In den ersten 13 Schwangerschaftswochen ist der Fetus voll auf die Thyroxin(T4)-Versorgung durch die Mutter angewiesen. Danach produziert die kindliche Schilddrüse selbst T4. Eine Unterversorgung des Fetusses mit T4 kann zu Störungen der Hirnentwicklung, zu verminderter Intelligenz und zu erhöhter fetaler Letalität führen. Bei gesunden Frauen nimmt die T4-Sekretion während der Schwangerschaft zu. Frauen mit […]

Das BfArM gibt bekannt:

Die Arzneimittelschnellinformationen (ASI, 2,04) berichten über aktuelle Beobachtungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW), die beim Gebrauch von Arzneimitteln im genannten Zeitraum nach der Zulassung gemacht worden sind. Diese Meldungen über UAW werden in zeitlichen Abständen regelmäßig in die Fachinformationen eingearbeitet. Die Änderungen der Fachinformationen spiegeln daher wider, welche UAW in der vorangegangenen Zeit in beachtenswerter Weise gemeldet […]

Bei Patienten mit Hypothyreose-verdächtigen Symptomen, aber normalen Schilddrüsenwerten ist die Gabe von Thyroxin wirkungslos und nicht indiziert

Nicht selten sind die Schilddrüsenhormone und der TSH-Wert (ggf. auch der TRH-Stimulationstest) bei Patienten, die Symptome wie bei Hypothyreose haben, normal. Es gibt mehrere Publikationen, die dafür sprechen, daß solche Patienten vom Versuch einer Thyroxin-Gabe profitieren können. M.A. Pollock et al. aus Glasgow, die diese Arbeiten zitieren und auch selbst positive Behandlungsergebnisse bei solchen Patienten […]

Gesicherte Indikationen für die Behandlung mit Levothyroxin

Zusammenfassung: Im Sinne der Evidenz-basierten Medizin ist der Nutzen einer Behandlung mit Levothyroxin (LT4) bei manifester Hypothyreose gesichert. Hingegen ist der Wert einer Kombinationstherapie mit LT4 plus Trijodthyronin (T3) in diesem Sinne noch nicht klar. Klinische Erfahrungen sprechen jedoch dafür, daß einzelne Patienten mit Hypothyreose von dieser Kombinationstherapie profitieren. Werden Patientinnen, die wegen Hypothyreose auf […]

Thyroxin plus Trijodthyronin für die Substitution der Hypothyreose?

Die Substitutionstherapie der Hypothyreose begann mit der Verabreichung von Schilddrüsenextrakten, die sowohl Thyroxin (T4) als auch Trijodthyronin (T3) enthielten. Später wurde mit Gemischen aus T4 und T3, etwa im Verhältnis 100:30, substituiert. Als sich herausstellte, daß der größte Teil des im Körper gebildeten T3 durch Konversion von T4 zu T3 in verschiedenen Organen entsteht, wurde […]

TSH-suppressive Behandlung mit L-Thyroxin bei Schilddrüsenknoten selten erfolgreich

Die Behandlung von Patienten mit einzelnen oder mehreren, vermutlich benignen Schilddrüsenknoten mit L-Thyroxin zwecks TSH-Senkung war bis vor einigen Jahren Standard. Bei einer TSH-suppressiven Therapie werden Thyroxin-Dosen gewählt, die das Serum-TSH in den unteren Normbereich oder auf leicht erniedrigte Werte senken. Frühere, fast durchweg unkontrollierte Studien schienen für eine Effektivität dieser Therapie bei Schilddrüsenknoten zu […]

Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln

Über den Einfluß der Nahrungsaufnahme auf Arzneimittelwirkungen herrscht noch viel Unklarheit. Von vielen Arzneistoffen fehlen oder finden sich widersprüchliche Angaben in der Literatur. Die Wirkung von Arzneimitteln kann durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verstärkt oder abgeschwächt werden bzw. unbeeinflußt bleiben. Art und Umfang des Nahrungseinflusses auf die Bioverfügbarkeit, d.h. auf die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit der […]