Wir haben wiederholt Fragen zur Unabhängigkeit medizinischer Leitlinien, zum Patientenschutz und zum Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf ärztliche Entscheidungen aufgeworfen. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) steht in diesem Zusammenhang immer wieder in der Kritik [1]. Ein besonders eklatantes Beispiel für Industrienähe deckte eine Recherche dänischer Journalisten aus dem Jahr 2024 [2] auf, über die kürzlich auch der Schweizer Rundfunk berichtet hat [3].Es geht um das Medikament Ivabradin (Procoralan®, Fa. Servier), einen selektiven I(f)-Kanal-Hemmer, der spezifisch die Herzfrequenz bei Sinusrhythmus senkt. Ivabradin ist zugelassen für die Behandlung der stabilen Koronaren Herzkrankheit (KHK) und der Herzinsuffizienz. In den Leitlinien der ESC zur Behandlung der stabilen KHK im Jahr 2006 wurde Ivabradin als Zweitlinienmedikament zur symptomatischen Behandlung der KHK empfohlen [4]. …..bitte Artikel abonnieren
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Europäische Gesellschaft für Kardiologie, Interessenkonflikte, Ivabradin, Pharmaindustrie, Pharmazeutische Unternehmer
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