Zusammenfassung : Bei Frauen mit unkomplizierten unteren Harnwegsinfektionen war in einem aktuellen direkten Vergleich von vier gängigen antibiotischen Therapieregimen (SCOUT-Studie) Nitrofurantoin am besten wirksam (dreimal täglich 100 mg für 5 Tage). Die Heilungsrate nach 7 Tagen betrug 74%. Die Heilungsraten mit Pivmecillinam (400 mg dreimal täglich für 3 Tage) bzw. Fosfomycin (zweimal 3 g im Abstand von 24 Std.) lagen bei 70% bzw. 67%. Fosfomycin in Einmaldosis von 3 g war mit 59% am wenigsten wirksam. Alle Therapieregime waren grundsätzlich sicher. Die Einmaldosierung von Fosfomycin als Leitlinien-gerechte Erstlinientherapie sollte deshalb neu bewertet werden. Allerdings konnte nur in 57% der Urinproben eine beweisende Zahl bakterieller Erreger (≥ 10³ „colony-forming units“) nachgewiesen werden, sodass es sich – korrekte Bearbeitung der Proben vorausgesetzt – bei einem beträchtlichen Anteil der Teilnehmerinnen wahrscheinlich nicht um eine bedeutsame bakterielle Zystitis/Urethritis gehandelt haben dürfte, sondern um eine andere entzündliche Erkrankung in dieser Körperregion, die möglicherweise auch mit einem Antiphlogistikum erfolgreich hätte behandelt werden können. Eine nicht-indizierte antibiotische Therapie trägt bei diesen in der klinischen Praxis häufig geäußerten Beschwerden maßgeblich zur Resistenzentwicklung gram-negativer Bakterien bei…..bitte Artikel abonnieren
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Fosfomycin, Harnwegsinfektion, Nitrofurantoin, Pivmecillinam, SCOUT-Studie, Zystitis
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