Koronare Herzkrankheit mit Vorhofflimmern: endgültiges Aus für die antithrombotische Tripel-Therapie?

AMB 2019, 53, 81

Nach den Studien WOEST (mit Vitamin-K-Antagonisten = VKA), PIONEER-AF (mit Rivaroxaban) und RE-DUAL PCI (mit Dabigatran) liegen nun mit AUGUSTUS (mit Apixaban) und ENTRUST-AF (mit Edoxaban) auch für die beiden verbliebenen direkten Antikoagulanzien- (DOAK-) Studien zur antikoagulatorischen Kombinationstherapie vor. Sie belegen die Sicherheit einer dualen Kombinationstherapie von DOAK plus einem P2Y12-Inhibitor (ohne Acetylsalicylsäure = ASS) im Vergleich zu einer Tripel-Therapie (DOAK oder VKA plus P2Y12-Inhibitor plus ASS) bei Patienten nach PCI (und/oder ACS) und mit Vorhofflimmern. Vermehrt thrombotisch-ischämische Ereignisse fanden sich zwar nicht, jedoch war in keiner dieser Studien die statistische Aussagekraft für diesen Endpunkt ausgelegt. Ein stärker individualisiertes Abwägen der Risiken für Stent-Thrombose, Blutungen und arterielle Thromboembolien muss in dieser Patientengruppe Grundlage für die Entscheidung über Zahl, Dosierung und Anwendungsdauer der antithrombotischen Arzneimittel sein. Dies stellt behandelnde Ärzte, Leitlinienautoren und Patienten vor neue Herausforderungen…bitte Artikel abonnieren

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Bei Patienten mit Vorhofflimmern und stabiler Koronarer Herzkrankheit ist eine antithrombotische Mehrfachtherapie nur im Ausnahmefall gerechtfertigt2019, 53, 94a

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