Jg. 60, S. 33; Ausgabe 05 / 2026

Zusammenfassung : Der Verschluss des linken Vorhofohres (Left Atrial Appendage Occlusion = LAAO) soll mechanisch die häufigste Emboliequelle bei Vorhofflimmern (Vofli) ausschalten. Seit mehr als 20 Jahren sind katheterinterventionell implantierbare Okkludersysteme für die perkutane LAAO (pLAAO) zugelassen zur Behandlung von Patienten, bei denen langfristig eine Kontraindikation für eine orale Antikoagulation (OAK) wegen hohen Blutungsrisikos besteht. Aus verschiedenen Gründen ist die Evaluierung der Nutzen-Risiko-Relation sowohl im klinischen Alltag als auch in klinischen Studien schwierig: Thrombogenität der Okklusionssysteme mit Notwendigkeit einer antithrombotischen Therapie, meist höheres Alter und viele Komorbiditäten der Patienten sowie erhöhtes prozedurales Risiko. Dies bestätigt die aktuell publizierte CLOSURE-AF-Studie, in der die pLAAO einer Behandlung mit Direkten Oralen Antikoagulanzien unterlegen war. Die CHAMPION-AF-Studie hingegen untersuchte die pLAAO bei deutlich jüngeren Vofli-Patienten ohne erhöhtes Blutungsrisiko und fand formal eine Nichtunterlegenheit in der Wirksamkeit (Thromboembolieprävention) und eine Überlegenheit in der Sicherheit (Blutungsraten). Aufgrund zahlreicher Kritikpunkte an dieser industriefinanzierten Studie halten wir in Übereinstimmung mit anderen Kommentatoren eine Indikationserweiterung für die pLAAO im Sinne einer „First-Line“-Therapie bei Vofli für nicht vertretbar. Auch die bereits zugelassenen Indikationen für die pLAAO sind unseres Erachtens kritisch zu sehen…..bitte Artikel abonnieren

 

 

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