Neuere hormonale Kontrazeptiva und Brustkrebs-Risiko

AMB 2018, 52, 05

Neuere hormonale Kontrazeptiva und Brustkrebs-Risiko

Fazit: Ähnlich wie bei älteren hormonalen Kontrazeptiva (HK) mit höheren Tagesdosierungen von Östrogenen und Gestagenen ist auch die Anwendung neuerer, niedrig dosierter HK bei aktuell bereits mehrjähriger Einnahme mit einem etwa um 20% erhöhten Risiko für invasiven Brustkrebs bei jungen Frauen assoziiert. Das Risiko nimmt bei Anwendung Ethinylestradiol(EE)-haltiger kombinierter HK mit der Dauer zu. Auch die Einnahme einiger reiner Gestagen-HK, z.B. Levonorgestrel-Präparate, ist mit etwas erhöhtem Brustkrebsrisiko assoziiert. Ab 6 bis 12 Monate nach Absetzen der HK sinkt das Risiko wieder in den Bereich von Frauen, die nie HK benutzt haben. Das Brustkrebsrisiko, obwohl gering, sollte bei der Kontrazeptionsberatung erwähnt werden, besonders wenn ein familiäres Brustkrebsrisiko bekannt ist. Bei Frauen > 40 Jahre sollten EE-haltige HK wegen erhöhter basaler Risiken für Brustkrebs sowie kardiovaskuläre und thromboembolische Ereignisse nur ausnahmsweise verordnet werden. Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern –>

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Verordnungen und Preise einiger im AMB besprochenen Arzneimittel, basierend auf dem Arzneiverordnungs-Report 2011, Datenbasis des Jahres 2010: GKV-Arzneimittelindex im WIdO. Preisstand 1. August 2012. 2012, 46, 64DB02
Ischämischer Schlaganfall, Myokardinfarkt und venöse Thromboembolie unter hormonalen Kontrazeptiva 2012, 46, 57
Neue Arzneimittel 2009 2011, 45, 01
Häufigkeit von Thromboembolien unter oralen Kontrazeptiva mit unterschiedlichen Gestagenen 2009, 43, 87
Langzeit-Karzinomrisiko nach Einnahme hormonaler oraler Kontrazeptiva 2007, 41, 94
Durch Medikamente induzierte Hepatopathien am Beispiel von Antikoagulanzien 2007, 41, 17
Kombinierte orale Kontrazeptiva für Frauen mit Systemischem Lupus Erythematodes? 2006, 40, 07a
Empfehlungen zur Praxis der postkoitalen oder „Notfall”-Kontrazeption 2004, 38, 22b
Erstes transdermales hormonales Kontrazeptivum: Zweifelhafter Fortschritt 2003, 37, 84
Postkoitale (”Notfall-”) Kontrazeption mit nur einer Dosis Levonorgestrel ist sehr effektiv 2003, 37, 24a
Klinisch wichtige pharmakologische Interaktionen antimikrobieller Substanzen 2000, 34, 81
Neue Ergebnisse über Thromboembolien bei Einnahme oraler Kontrazeptiva mit Gestagenen der 3. Generation 1999, 33, 94
Hormonale Kontrazeptiva und Myokardinfarkt: Kein signifikant erhöhtes Risiko in neuer epidemiologischer Studie 1999, 33, 53b
Orale Kontrazeptiva und Letalität: Eine britische Kohortenstudie über 25 Jahre an 46000 Frauen 1999, 33, 21a
Postkoitale Kontrazeption mit Levonorgestrel 1998, 32, 69a
Venöse Thromboembolien und orale Kontrazeptiva der dritten Generation:
 1998, 32, 30
Synopse 1997, 31, 12
Postmenopausale Östrogen-Medikation und venöse Thromboembolien, Myokardinfarkte und Schlaganfälle 1997, 31, 10

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