Schlagwort: NSAR

Topisch applizierte Antiphlogistika helfen bei Arthroseschmerz nur für 1-2 Wochen

Bei unserer älter werdenden Bevölkerung sind Arthrose-Beschwerden außerordentlich häufig, und ihre Therapie ist ein wichtiger gesundheitsökonomischer Faktor. Viele Patienten werden mit topisch applizierbaren nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID), z.B. Salicylaten, Diclofenac, Ibuprofen, behandelt. Ein älterer Review-Artikel über die Anwendung topischer NSAID bei chronischen Schmerzen (einschließlich Arthroseschmerz) sprach für deren Wirksamkeit im Vergleich mit Plazebo (1). J. Lin […]

Neues zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) durch COX-2-Hemmer

Im Brit. Med. J. (1) erschien eine Arbeit von M. Mamdani et al. aus Toronto, die den Verbrauch nichtsteroidaler Antiphlogistika (NSAID) und die Zahl registrierter oberer gastrointestinaler Blutungen (oGIB) von September 1994 bis Februar 2002 in Halbjahresschritten aufgrund der NHS-Unterlagen in der Provinz Ontario mit ca. 1,3 Millionen Einwohnern korrelierten. Im April 2000 waren Celecoxib […]

Analgetika und Antiphlogistika in der Schwangerschaft

Zusammenfassung: Paracetamol und Ibuprofen sind Analgetika/Antipyretika bzw. Antiphlogistika der ersten Wahl in der Schwangerschaft. Paracetamol darf in allen Phasen und Ibuprofen bis zur 30. Schwangerschaftswoche gegeben werden. Reservemittel sind Diclofenac, Codein in Kombination mit Paracetamol oder erprobte Opioide wie Tramadol. Pethidin hat sich in der Geburtsphase bewährt. Es ist nicht auszuschließen, daß Prostaglandinantagonisten durch Hemmung […]

Verdacht auf Frühaborte durch nichtsteroidale Antiphlogistika bestätigt

Wir haben 2001 über eine Studie von G.L. Nielsen et al. aus Dänemark berichtet, die ergeben hatte, daß die Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID) in der späteren Schwangerschaft keine erkennbaren negativen Folgen hat (1). Das Abortrisiko war jedoch deutlich erhöht, wenn diese Medikamente in der Frühschwangerschaft eingenommen worden waren. Zur Überprüfung dieses wichtigen Ergebnisses (NSAID […]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen in der Ambulanz

Bei etwa 5% der Krankenhauspatienten kommen zum Teil schwere, auch tödliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) vor. Das zeigte erst kürzlich wieder eine sehr sorgfältige Studie aus Rostock und Jena (1), aber auch eine Metaanalyse, die Arbeiten aus aller Welt berücksichtigte (2). Nun sind zwei Arbeiten veröffentlicht worden zur Häufigkeit von UAW in der ambulanten Praxis. Im […]

Entero- und Kolopathie durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID)

Zusammenfassung: NSAID-assoziierte Läsionen des Dünn- und Dickdarms sind wahrscheinlich weitaus häufiger als klinisch vermutet. Neben Diarrhö und okkulten Blutverlusten können Erosionen, Ulzerationen, Blutungen, Strikturen und Perforationen des unteren Intestinaltrakts auftreten. Vorbestehende chronisch entzündliche Darmerkrankungen können exazerbieren. Im Gegensatz zu den geläufigen NSAID-induzierten Läsionen des oberen Gastrointestinaltrakts ist für diese Komplikationen keine medikamentöse Prophylaxe bekannt. Ob […]

Potenziertes Risiko für peptische Ulzera durch Helicobacter pylori und nicht steroidale Antiphlogistika

Bisher vorliegende Studien konnten die Frage, ob nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) bei Helicobacter-pylori(H.p.)-positiven Patienten häufiger als bei H.p-negativen zu peptischen Ulzera führen, nicht klar beantworten. Im Lancet erschienen kürzlich eine Originalarbeit von F.K.L. Chan et al. aus Hong Kong (1), eine Metaanalyse von J.-Q. Huang et al. aus Kanada (2) und ein Kommentar von R.E. Pounder […]

Blutdruckanstieg durch Zyklooxygenase-2-Inhibitoren

Die neuen Zyklooxygenase-2-selektiven (COX-2-) Inhibitoren (Rofecoxib = Vioxx, Celecoxib = Celebrex) sind bei chronischen GeIenkerkrankungen ähnlich wirksam wie die herkömmlichen nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAID). Ihr Vorteil besteht in einer geringeren gastrointestinalen Toxizität. Die vier- bis neunfach erhöhten Therapiekosten sind u.E. nur bei Patienten mit erhöhtem Ulkusrisiko zu begründen (s.a. 1). Internisten aus der Mayo-Clinic berichten nun […]

Einfluß von nicht-steroidalen Antiphlogistika auf Schwangerschaftsausgang und Fehlgeburtsrate

Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAID) hemmen die Zyklooxygenase und die Bildung von Prostaglandinen, die in der Schwangerschaft und bei der Geburtseinleitung eine große regulatorische Rolle spielen. Über die Beziehung zwischen der Einnahme solcher Medikamente in der Schwangerschaft und dem Geburtsausgang ist wenig bekannt. Aus diesem Grund untersuchten G.L. Nielsen et al. (Brit. Med. J. 2001, 322, […]

Zyklooxygenase-2-selektive Inhibitoren in der Therapie der Arthrose und der Rheumatoiden Arthritis

Zusammenfassung: Die neuen COX-2-selektiven nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAID) Rofecoxib und Celecoxib sind wirksam in der Behandlung der Arthrose und der Rheumatoiden Arthritis, jedoch nicht effektiver als konventionelle NSAID. Klinisch relevante unerwünschte gastrointestinale Wirkungen, die unter einer unselektiven NSAID-Therapie bei 3-4% der Patienten auftreten, werden um ca. 50% reduziert. In Anbetracht der vier- bis neunfach höheren Therapiekosten […]