Schwere Depression: Geringe Adhärenz und Persistenz bei Therapie mit Antidepressiva
AMB 2017, 51, 70 Schwere Depression: Geringe Adhärenz und Persistenz bei Therapie mit Antidepressiva Fazit:Big-Data-Analysen von Versicherungsdaten in den USA zeigen, dass nur wenige Patienten mit Major-Depression die verordneten Antidepressiva dauerhaft einnehmen („Non-Persistenz“) und dass sich dies Verhalten auch durch Einführung neuer Antidepressiva kaum verbessert hat. Nach einem halben Jahr nimmt nur noch ca. ein […]
Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie bei akuten und chronischen Kreuzschmerzen
AMB 2017, 51, 28 Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie bei akuten und chronischen Kreuzschmerzen Fazit: Eine systematische Review zur pharmakologischen Therapie bei akutem und chronischem Rückenschmerz ergab als Hauptbefund eine weitgehende Wirkungslosigkeit von Paracetamol, eine schwache Wirksamkeit von NSAID und Muskelrelaxanzien und bei chronischem Rückenschmerz eine gewisse Wirksamkeit des Antidepressivums Duloxetin. Die Wirksamkeit von Opioiden im […]
Therapie der Hypertonie: Betablocker erhöhen bei älteren Patienten das Risiko für orthostatische Hypotension
AMB 2016, 50, 28 Therapie der Hypertonie: Betablocker erhöhen bei älteren Patienten das Risiko für orthostatische Hypotension Fazit: Es gibt überzeugende Hinweise darauf, dass Betablocker bei älteren Patienten mit arterieller Hypertonie vermehrt zu orthostatischer Hypotonie und Stürzen führen. RAAS-Hemmer, Kalziumantagonisten und Diuretika scheinen diesbezüglich weniger problematisch zu sein. Betablocker sollten bei älteren Menschen als Antihypertensivum […]
Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva – eine kritischere Beurteilung ist notwendig
AMB 2011, 45, 89 Behandlung älterer Patienten mit Antidepressiva – eine kritischere Beurteilung ist notwendig Zusammenfassung: Bei Analyse einer großen britischen Hausärzte-Datenbank mit mehr als 60.000 älteren Patienten mit Depression fand sich unter der Behandlung mit Antidepressiva (AD) statistisch eine deutliche Assoziation mit erhöhter Sterblichkeit sowie vermehrt Suizidversuchen, Stürzen, Frakturen und Hyponatriämie. Dabei schnitten die bei […]
Medikamenten-induzierte abnorme QT-Zeit-Verlängerung und Torsade de Pointes
Zusammenfassung: Rhythmusstörungen vom Typ Torsade de Pointes (TdP) sind eine potentiell lebensbedrohliche unerwünschte Wirkung (UAW) von solchen Arzneimitteln, die das QT-Intervall im Oberflächen-EKG verlängern. Nicht nur Kardiaka, sondern auch zahlreiche Substanzen mit nicht-kardialer Indikation können dies bewirken. Die Besonderheiten dieser speziellen UAW müssen jedem bekannt sein, der diese Arzneimittel einsetzt bzw. verschreibt. Die Zulassungsbehörden sind […]
Das Reizdarm-Syndrom. Rationale Diagnostik und Differentialtherapie
Zusammenfassung: Das Reizdarm-Syndrom ist eine Ausschlußdiagnose. Die Therapie richtet sich nach den jeweiligen Symptomen, z.B. Diarrhö, Obstipation, abdominelle Schmerzen. Oft sind Medikamente überflüssig. Falls Änderungen der Eßgewohnheiten und des Lebensstils sowie Psychotherapie nicht die gewünschte Besserung bringen, ist eine zusätzliche medikamentöse Therapie indiziert, die auch häufig wirksam ist. Es gibt aber auch therapierefraktäre Patient(inn)en, für […]
Leserbrief: Nochmals: Koanalgetika bei chronischen Schmerzen
Dres. R.S. und L.R. aus Köln schreiben: >> In dem Artikel „Koanalgetika bei chronischen Schmerzen“ (AMB 2001, 35, 89) wird zu Recht auf die Bedeutung der Koanalgetika bei chronischen tumor- und nicht-tumorbedingten Schmerzsyndromen hingewiesen. Dennoch werden einige Standpunkte vertreten, die nicht unwidersprochen bleiben können. So wird in der Einleitung behauptet, Opioide versagen besonders häufig bei […]
Koanalgetika bei chronischen Schmerzen
Zusammenfassung: Generell sind Opioide bei starken chronischen Schmerzen die wirksamsten Analgetika. Obwohl – im Gegensatz zu früheren Ansichten – kein Schmerz prinzipiell opioidresistent ist, können bei unzureichender Schmerzlinderung oder bei intolerablen unerwünschten Arzneimittelwirkungen der Opioide zusätzlich schmerzlindernde Medikamente, sog. Koanalgetika oder Adjuvanzien, hilfreich sein. Besonders häufig versagen Opioide bei neuropathischen, ossären und sympathisch unterhaltenen Schmerzen. […]
Johanniskraut (Hypericum)-Extrakt versus Imipramin zur Therapie von Depressionen
Das am häufigsten verwendete Antidepressivum ist Imipramin (Tofranil u.a.). Es ist billiger als die modernen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, hat aber mehr Nebenwirkungen. Seit einigen Jahren werden Johanniskraut-Extrakt-Präparate zunehmend in der Therapie der Depression eingesetzt. M. Philipp aus Landshut et al. berichten im Brit. Med. J. (1999, 319, 1534) über die erste vergleichende Therapiestudie mit Hypericum-Extrakt, Plazebo und […]
Kohortenstudie zur Erfassung des Risikos der durch Medikamente ausgelösten Agranulozytose
Neutropenien bzw.