Zusammenfassung: Im Jahre 2003 sind 17 Medikamente neu zugelassen worden. Es handelt sich um sieben innovative Substanzen mit therapeutischer Relevanz (als Antiemetikum, zur Therapie von Speicherkrankheiten, der Akromegalie, der komplizierten Tibiafraktur, der fortgeschrittenen Osteoporose und von AIDS). Fünf Substanzen haben zumindest eine verbesserte Pharmakodynamik oder Pharmakokinetik. Fünf weitere Substanzen sind Molekülvariationen und als Analogpräparate ohne […]
Das Buch des Biochemikers und Wissenschaftspublizisten Jörg Blech ”Die Krankheitserfinder” (S. Fischer, Frankfurt/Main 2003. 17,90 EUR) hat soviel öffentliche Resonanz gefunden, daß wir um eine Stellungnahme nicht herumkommen, obwohl Buchbesprechungen im ARZNEIMITTELBRIEF eigentlich nicht (mehr) vorgesehen sind. Blechs Kernaussage: die Industrie beschränkt sich nicht mehr darauf, Medikamente gegen Krankheiten zu entwickeln, sie erfindet nun auch […]
Der Arzneiverordnungs-Report 2003 beleuchtet kritisch das Verordnungsverhalten, wie hier an einigen Beispielen dargestellt. Er stellt an sehr vielen Stellen ”Einsparpotenziale” fest. Dem möchte man zunächst zustimmen. Das Wort suggeriert aber, daß weniger Geld im Gesundheitswesen ausgegeben werden könnte. Dem kann man natürlich nicht generell zustimmen. Zu groß sind nämlich die Defizite in flächendeckender Prophylaxe und […]
Handbuch Medikamente. Über 5000 Arzneimittel für Sie bewertet. Von Annette Bopp und Vera Herbst. Stiftung Warentest. Berlin 2000. 2. Auflage. 767 Seiten. Preis 78 DM. Zum dritten Mal nimmt die Stiftung Warentest Arzneimittel ins Visier. Die gelungenen Vorübungen „Die Andere Medizin“ und „Handbuch Selbstmedikation“ (s. AMB 1996, 30, 23) mögen die Stiftung ermutigt haben, nun […]
Von Heinz Schilcher mit 110 Original-Monographien der Sachverständigen-Kommission E beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. 174 Seiten, 8 Tabellen, 7 Abbildungen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 1999. 56 DM. Unkonventionelle Heilmethoden haben Konjunktur. In einer Welt, die zunehmend von Technik und Entfremdung von der Natur geprägt ist, gewinnen Heilmittel an Bedeutung, die den Eltern erkrankter Kinder Natürlichkeit […]
Maes, H.-J.: Nachsicht: Arzneiverordnungs-Report 1986 bis 1998. W+D Wissenschaft+Dokumentation. Berlin 1999. ISBN 3-934018-00-9. Was dieses Begleitbuch zur beigefügten CD-ROM beweisen soll, liest man auf dem Einband: „Der Arzneiverordnungs-Report ist ein Musterbeispiel für fortgesetzte gravierende wissenschaftliche Unredlichkeit und Täuschung der Fachwelt und der Öffentlichkeit.“ Bei Durchsicht stellt man fest, daß dieser schwerwiegende Vorwurf sich nicht auf […]
Bei etwa 5% der Anwendungen von Arzneimitteln ist mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) zu rechnen, und etwa 5-10% der Krankenhauseinweisungen werden durch UAW verursacht (1; vgl. AMB 1997, 31, 39b). Die direkten Kosten UAW-bedingter Krankenhausaufnahmen werden in den USA auf etwa 4 Mrd. $ und in Deutschland auf weit über eine Mrd. DM jährlich geschätzt (2-4). […]
Wie wir berichtet haben, durfte der Arzneiverordnungsreport 1997 erstmals nicht vollständig, sondern nur mit Auslassungen, d.h. Schwärzungen, erscheinen (s. AMB 1997, 31, 80a, und 1998, 32, 7a). Mehrere Pharmafirmen hatten wegen der Mitwirkung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK an diesem Report, der sich u.a. kritisch mit sogenannten umstrittenen Arzneimitteln auseinandersetzt und therapeutische Alternativen („Substitutionsempfehlungen“) aufzeigt, […]
Herausgegeben von den Mitgliedem der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, 18. Aufl., 935 S., 3 Abb., 68 Tab. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 1997. 78 DMSchick kommt sie daher, nach über sechs Jahren Pause, die 18. Auflage der „Arzneiverordnungen“. Ein gelb-goldener Streifen belebt die sterilen Ärzteverlagsstreifen weiß und blau. Welche Chance, dem budgetgebeutelten Vertragsarzt Auswahlkriterien an die Hand […]
Mit dem Arzneiverordungs-Report 97 (Hrsg.: U. Schwabe, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1997. 766 S., 58 DM) erscheint erstmals ein Fachbuch mit geschwärzten, d.h. unleserlich gemachten Passagen, als „Verfügungsbeklagte Ausgabe ohne Aufstellung umstrittener Arzneimittel“. Die Schwärzungen mußten vorgenommen werden, weil mehrere Arzneimittelhersteller (s. AMB 1997, 31, 80a) am 12. September 1997 beim Landgericht Düsseldorf im Namen […]