Ketamin intranasal zur Kurzzeittherapie bei therapieresistenter Depression?
AMB 2019, 53, 72DB01 Kürzlich wurde in den USA (S)-Ketamin als Nasenspray zur Behandlung schwerer, therapieresistenter Depressionen in einem beschleunigten Verfahren zugelassen; ein Zulassungsantrag für die Europäische Union läuft bereits. Möglicherweise könnte der Spray einen Stellenwert in der Akutbehandlung bei schweren, sonst therapieresistenten Formen der Depression bekommen. Aufgrund beträchtlicher unerwünschter psychotroper Wirkungen und des Suchtpotenzials […]
Ketamin ist nicht hilfreich zur Prophylaxe postoperativer Delire
AMB 2017, 51, 60 Ketamin ist nicht hilfreich zur Prophylaxe postoperativer Delire Fazit: Nach einem großen operativen Eingriff in Vollnarkose entwickelt jeder fünfte ältere Mensch ein Delir. Dieses ist für alle Beteiligten eine große Belastung und mit erhöhter Morbidität und Letalität assoziiert. Die Hoffnung, mit perioperativen subanästhetischen Dosen von Ketamin diese Komplikation vermindern zu können, […]
Leserbrief: Nochmals: Koanalgetika bei chronischen Schmerzen
Dres. R.S. und L.R. aus Köln schreiben: >> In dem Artikel „Koanalgetika bei chronischen Schmerzen“ (AMB 2001, 35, 89) wird zu Recht auf die Bedeutung der Koanalgetika bei chronischen tumor- und nicht-tumorbedingten Schmerzsyndromen hingewiesen. Dennoch werden einige Standpunkte vertreten, die nicht unwidersprochen bleiben können. So wird in der Einleitung behauptet, Opioide versagen besonders häufig bei […]
Koanalgetika bei chronischen Schmerzen
Zusammenfassung: Generell sind Opioide bei starken chronischen Schmerzen die wirksamsten Analgetika. Obwohl – im Gegensatz zu früheren Ansichten – kein Schmerz prinzipiell opioidresistent ist, können bei unzureichender Schmerzlinderung oder bei intolerablen unerwünschten Arzneimittelwirkungen der Opioide zusätzlich schmerzlindernde Medikamente, sog. Koanalgetika oder Adjuvanzien, hilfreich sein. Besonders häufig versagen Opioide bei neuropathischen, ossären und sympathisch unterhaltenen Schmerzen. […]
Das BfArM gibt bekannt: Human-Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen (1997)
Das lnverkehrbringen von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen ist in der Bundesrepublik Deutschland mit besonderen Auflagen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren – abgesehen von wenigen begründeten Ausnahmen – nach erstmaliger Zulassung verbunden. Diese Arzneimittel unterliegen einer fünfjährigen automatischen Verschreibungspflicht. Nach der erstmaligen Zulassung sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom pharmazeutischen Unternehmer […]