Substitutionstherapie bei Nebennierenrinden-Insuffizienz

AMB 2014, 48, 33

 

Substitutionstherapie bei Nebennierenrinden-Insuffizienz

 

Zusammenfassung:  Eine schwere primäre oder sekundäre Nebennierenrinden-Insuffizienz (NNRI) verläuft unbehandelt letal. Durch Glukokortikoid-Substitution mit Hydrokortison (= Kortisol) oder Prednisolon sowie die zusätzliche Einnahme von Fludrokortison (9-alpha-Fluor-Kortisol) als Aldosteronersatz bei primärer NNRI haben solche Patienten grundsätzlich eine normale Lebenserwartung und eine gute Lebensqualität. Bei einem Teil der Frauen mit zusätzlicher … 

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Schlagworte zum Artikel:

9-alpha-Fluor-Kortisol, Addison-Krise, Dehydroepiandrosteron, DHEA, Fludrokortison, Glukokortikoide,
Hydrokortison, Kortikosteroide, M. Addison, Mineralokortikoide, Nebenniere,
Nebennierenrinden-Insuffizienz, Prednisolon, 

 

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Substitutionstherapie bei Nebennierenrinden-Insuffizienz 2014, 48, 33

Nebenniereninsuffizienz und Kortikosteroid-Therapie bei Schwerkranken und Intensiv-Patienten 2003, 37, 57

 AMB 2003, 37, 57  

Nebenniereninsuffizienz und Kortikosteroid-Therapie bei Schwerkranken und Intensiv-Patienten

Zusammenfassung: Die Sterblichkeit beim Septischen Schock und bei vielen anderen auf der Intensivstation behandelten Krankheiten ist hoch. In seltenen Fällen sind eine unerkannte präexistente Nebennierenrinden-Insuffizienz (NNRI) oder eine im Rahmen der akuten schweren Erkrankung neu entstandene NNRI (z.B. durch Nebennierenblutung) für die Letalität verantwortlich. Diese Patienten können nur bei hochdosierter Kortikosteroid-Therapie die schwere akute Krankheit überleben. Bei schweren Infektionen und beim Septischen Schock kann aber auch durch Hemmung der Kortisolsekretion oder durch Down-Regulation der Glukokortikoid-Rezeptoren eine relative oder funktionelle, reversible NNRI auftreten. Da die Serum/Plasma-Kortisol-Konzentration bei Schwerkranken in der Regel stark erhöht ist, ist eine (eventuell relative) NNRI bei diesen Patienten schwer zu erkennen; sie unterliegt völlig anderen diagnostischen Kriterien als bei Patienten ohne zusätzlichen Krankheitsstreß. Neuere Studienergebnisse bei Patienten mit Septischem Schock lassen Serum-Kortisolwerte (unabhängig von der Tageszeit) von < 15 µg/dl und einen Anstieg des Serum-Kortisols um < 9 µg/dl nach Injektion von 250 µg Tetracosactid (Synacthen = synthetisches ACTH) bei basalen Kortisolwerten zwischen 15 und 34 µg/dl als vorläufige Hinweise auf eine NNRI unter intensivmedizinischen Bedingungen annehmen. Werden solche Patienten mit Septischem Schock mit 200 mg Hydrokortison/d 7 Tage lang behandelt, dann ist die NNT für das Überleben eines Patienten in den ersten 4 Krankheitswochen = 7. Mit Vorsicht können – mangels besserer Daten – diese Ergebnisse auch auf andere Schwerkranke übertragen werden. Patienten mit schwerem Respiratorischem Distress-Syndrom und solche mit schwerer bakterieller Meningitis können unabhängig vom Serum-Kortisolwert von einer Kortikosteroid-Therapie profitieren.

Hypoglykämien infolge Nebenniereninsuffizienz bei Fluticason inhalierenden Kindern mit Asthma 2002, 36, 87b

Leserbrief: Substitution von Dehydroepiandrosteron bei Nebennierenrindeninsuffizienz 2002, 36, 16b

Günstige Wirkungen der Substitution von DHEA auch bei Männern mit Addison-Krankheit 2001, 35, 61a

Dehydroepiandrosteron-Substitution bei Frauen mit Nebennierenrinden-Insuffizienz 1999, 33, 87

 

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