AMB 2018, 52, 67 Weiter Zweifel am Nutzen von Adrenalin-Injektionen bei Reanimation Fazit: In einer randomisierten kontrollierten Studie mit > 8.000 Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses fand sich eine sehr niedrige Überlebensrate (im Mittel 2,8% nach 30 Tagen). Die Injektion von Adrenalin – im Mittel 22 Minuten nach dem Notruf – führte zu einer signifikant höheren Überlebensrate nach […]
AMB 2016, 50, 47a Arrhythmierisiko durch Loperamid-Missbrauch bei Opioid-Abhängigen Fazit: Loperamid kann in extrem hoher Dosierung und/oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln (z.B. Verapamil, Nifedipin, Chinin, Chinidin, Ciclosporin oder Clarithromycin) Effekte auf das ZNS und den Herzrhythmus haben. Letztere sind potenziell letal. In den USA hat in den vergangenen Jahren der Loperamid-Missbrauch unter Opioid-Abhängigen stark zugenommen. […]
AMB 2015, 49, 93 Die neuen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation Fazit: In den neuen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation hat sich hinsichtlich der Basismaßnahmen nichts Grundlegendes geändert. Die Qualität der Laienreanimation soll verbessert werden mit Hilfe einer telefonischen Anleitung des Ersthelfers durch den Feuerwehr-Disponenten und durch die regelmäßige Schulung von Kindern ab dem Alter von 12 Jahren. […]
AMB 2015, 49, 09 Therapeutische Hypothermie nach kardiopulmonaler Reanimation Fazit: Die therapeutische Hypothermie (TH) wird in vielen Kliniken nach außerklinischer kardiopulmonaler Reanimation (CPR) wegen Kreislaufstillstands routinemäßig eingesetzt. Behandelt werden Patienten mit anhaltender Bewusstlosigkeit nach Wiedereinsetzen des Kreislaufs. Dieses Vorgehen gründet sich auf die günstigeren Ergebnisse mehrerer Studien und die Empfehlungen des International Liaison Committee on […]
AMB 2014, 48, 86 Time is brain: Injektion von Adrenalin bei Reanimation von Patienten mit Herzrhythmusstörungen, die elektrisch nicht behandelbar sind Fazit: Daten aus einem US-amerikanischen Register bestätigen erneut, dass der Erfolg einer Reanimation ein Wettlauf mit der Zeit ist und dass Patienten mit Asystolie eine extrem schlechte Prognose haben, selbst bei einem Kreislaufstillstand in einer […]
AMB 2012, 46, 25 Adrenalin-Injektionen Zweifel am Wert von Adrenalin-Injektionen bei kardiopulmonaler Wiederbelebung Die Injektion von 1 mg Adrenalin (Epinephrin) i.v., einmal oder wiederholt, gehört zur kardiopulmonalen Wiederbelebung (CPR). Die Empfehlung ist nicht evidenzbasiert (1, 2). Es gibt viele Hinweise darauf, dass Adrenalin das Langzeit-Überleben der so behandelten Patienten nicht verbessert, sondern sogar beeinträchtigt. Das injizierte […]
Der Erfolg einer Reanimation steht und fällt mit der Zeit bis zum Beginn effektiver Wiederbelebungsmaßnahmen, ggf. Defibrillation. Zur Wirksamkeit der begleitenden Pharmakotherapie (Katecholamine, Antiarrhythmika, Bikarbonat) gibt es verständlicherweise kaum überzeugende klinische Untersuchungen. Es ist fast unmöglich, ein klares Studiendesign bei Reanimationen außerhalb des Krankenhauses einzuhalten. Der Zeitdruck ist immer groß, die Situation vor Ort immer […]
Schon seit Jahrzehnten wird in Physiologischen Instituten und Kliniken die Frage untersucht, ob das Gehirn einen traumatischen oder hypoxischen Schaden besser übersteht, wenn es gekühlt wird. Zum Einfluß der Hypothermie auf die Erholung nach einem zerbralen Trauma gab es z.B. im N. Engl. J. Med. 1997 und 2001 zwei Untersuchungen, die zu gegensätzlichen Ergebnissen kamen. […]
Magnesium dilatiert die Koronararterien, hemmt die Plättchenaktivität, unterdrückt ektope Erregungsbildung am Herzen und hemmt den Influx von Kalzium in Myozyten. Es war deshalb naheliegend, den Einfluß von Magnesiumgaben auf die Erfolgsrate der Reanimation bei akutem Herzstillstand zu untersuchen. M.C. Thel et al. aus Durham, USA (Lancet 1997, 350, 1272) führten eine randomisierte Studie über den […]
Bei Erwachsenen ist meist eine Herzrhythmusstörung die Ursache für plötzlichen Kreislauf- und Atemstillstand außerhalb des Krankenhauses. Wenn die Reanimation am Ort nicht gelingt und die Patienten unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus gebracht werden müssen, ist die Prognose infaust (1). Kinder erleiden den Herz-Kreislauf-Stillstand in der Regel als Folge einer Hypoxie nach Trauma, Ertrinken oder beim Syndrom […]